Die Nachbarin ohne Aufschieberitis

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Neid Faulheit Nachbarn Studentenleben

Ich bin Studentin (24) und war schon immer die klassische Aufschieberin. Mit den Noten hat es zwar geklappt, sodass ich einen tollen Studienplatz bekommen habe, aber durch mein chronisches prokrastinieren legte ich mir permanent selbst Steine in den Weg. Vor ungefähr einem dreiviertel Jahr, ich war gerade im dritten Semester, zog auf der anderen Straßenseite eine Familie mit einer etwa 12-jährigen Tochter ein. Die Kurze scheint wirklich mustergültig zu sein, ständig sitzt sie an ihrem Schreibtisch am Fenster und lernt. Unsere Fenster liegen gegenüber und jedes Mal, wenn ich wiedermal am Rechner sitze und dummes Zeug mache und sehe wie das Mädel büffelt kriege ich ein schlechtes Gewissen und setze mich selbst hin und lerne. Seither läuft mein Studium wirklich gut, aber ich schäme mich, dass ich allen Ernstes nicht für mich selbst lerne, sondern, weil ich nicht umhin komme zu denken "Was das Gör kann, kann ich auch". Es tut mir leid, ich beneide die Kleine um ihre Disziplin und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032545 vom 10.01.2014 um 04:27:15 Uhr (13 Kommentare).

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Verpasste Gelegenheit

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Trunksucht Dummheit Faulheit Last Night Darmstadt

Ich (m/20) ziehe gerne mal mit Freunden um die Häuser, so auch letzte Woche. In einer der Kneipen wurden ein Kumpel und ich von zwei hübschen, aber auch total besoffenen Damen angesprochen. Nachdem wir geredet und getrunken hatten, zogen unsere Kollegen irgendwann ohne uns weiter und wir waren mit den Damen alleine. Mit meiner hatte ich auch schon Körperkontakt, und sie fragte mich, ob ich nicht "tanzen" wolle. Ich verwehrte ihr diesen Wunsch, da ich tanzen wirklich hasse. Und nachdem sie mich noch mehrfach total offensichtlich gefragt hatte, ob ich nicht doch "tanzen" wolle, ist sie abgehauen. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, traf mich dann der Schlag! Ich möchte beichten, dass ich als Kerl zu besoffen war, um mich von einer hübschen Dame abschleppen zu lassen.

Beichthaus.com Beichte #00032481 vom 29.12.2013 um 17:06:08 Uhr in 64283 Darmstadt (Schustergasse) (10 Kommentare).

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Der nervige Frauenversteher

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Boshaftigkeit Peinlichkeit Rache Partnerschaft Münster

Ich habe als Frau ein Problem mit meinem Freund, das normalerweise eher Männer mit Frauen haben. Immer, wenn ich etwas habe - Stress auf der Arbeit, Ärger im Freundes- oder Bekanntenkreis, oder wenn ich etwas erlebe, das ich einfach möglichst schnell vergessen möchte, dann möchte mein Schatz das Thema totreden. Er kennt dann kein Halten mehr. Einmal wollte er mit mir diskutieren, warum mir mein erster Besuch beim Frauenarzt mit 15 unangenehm war. Er wollte Details der Untersuchung dargelegt bekommen und wissen, ob das für mich nicht eher schön gewesen wäre. Ich dachte, ich werde nicht mehr. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass es ihm wirklich darum geht, mir mit solchen Gesprächen zu helfen, auch wenn er das glaubt. Denn ich habe schon oft gesagt, dass ich einfach meine Ruhe haben will, um das mit mir alleine auszumachen. Oft ist mir auch nicht jede ärgerliche Kleinigkeit so wichtig - erst wenn er sie durch stundenlange Frauenversteher-Gespräche breitgetrampelt hat, wird das dann zu einem halben Trauma. Ich denke, er macht es eher für sich. Er scheint das zu tun, weil er vor sich selbst gut dastehen will. Weil er damit nicht klarkommt, wenn mal nicht alles "ganz toll" ist. Er möchte, dass ich immer glücklich, immer gut drauf bin. Und er möchte der Held sein, der das für mich "schon hinbiegt". An sich ja ganz nobel, wenn es nur nicht so fürchterlich nerven und noch dazu ständig nach hinten losgehen würde.


Um ihm zu zeigen, wie unangebracht und irritierend sein Verhalten ist, habe ich deshalb etwas getan, für das ich mich im Nachhinein schäme. Aber es hat mir in dem Moment auf so eine gehässige Art und Weise große Befriedigung verschafft. Mein Freund hatte nämlich einen Termin beim Arzt, weil er ein Zipperlein beim Wasserlassen hatte. Er meinte, sich wahrscheinlich irgendwas an der Blase geholt zu haben, und das dachte ich auch. Er glaubte allerdings mit ein wenig Pipi im Messbecher ließe sich das Problem dann schon beheben, und stiefelte in dem Glauben zum Arzt. Aber als er nach seinem Arztbesuch nach Hause kam und sehr, sehr schweigsam war, hatte ich so eine Ahnung. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass er bei der Musterung großen Bammel hatte, dass ihn dabei jemand von "innen befühlen" könnte. Das soll wohl sehr unangenehm sein, vor allem, da man dabei so "abgefertigt" würde. Ein Bekannter betitelte diese Prozedur einmal als eine "serielle Arschentjungferung", bei der eine Schlange von Männern wie Vieh abgefertigt würde. Dies war meinem Freund erspart worden, warum auch immer. Aber der Herr Doktor bei diesem Termin wollte wohl auf Nummer sicher gehen.


Da sah ich meine Chance, ihm etwas von seiner eigenen Medizin zu verabreichen. Ich fragte immer wieder scheinheilig, was denn los sei, dass ich mir Sorgen mache um seine Gesundheit, ob er einen Blasen- und Nierentee wolle, was der Arzt denn gesagt hätte und wie die Untersuchung abgelaufen sei. Irgendwann rückte er mit der Sprache raus, und ich behielt recht. Ihm war also seine allererste Hafenrundfahrt zuteilgeworden, und er war sichtlich wenig davon angetan gewesen. Ich hatte natürlich großes Verständnis. Bot ihm an, darüber zu reden. Er wollte das aber nicht. Es war ihm sichtlich unangenehm, er war peinlich berührt und sagte dann auch irgendwann, dass er sich schäme, mir etwas darüber zu erzählen. Aber ich zeigte immer wieder überschwänglich Sympathie. Er könne wirklich absolut mit mir darüber reden. Das müsse ja unschön gewesen sein, unangenehm, und peinlich. Ich beschrieb im Detail, was daran unangenehm und peinlich gewesen sein musste. Ich beschrieb, wie schwer das für ihn gewesen sein musste, sich zu bücken und sich einen Finger reinschieben und dann betasten zu lassen. Und auch eklig. Was, wenn dort drin noch eine unschöne Überraschung von gestern auf den Arzt wartete? Hoffentlich habe er für solche Fälle einige Tücher gehabt. Irgendwann hatte ich meinen Spaß dann zu genüge gehabt und habe ihn in Ruhe gelassen. Hoffentlich weiß er nun, wie es ist, sich über Dinge ausquetschen zu lassen, die man lieber nicht bereden möchte.

Beichthaus.com Beichte #00032336 vom 03.12.2013 um 14:33:29 Uhr in 48161 Münster (Adolf-Risse-Weg) (7 Kommentare).

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Der Wunsch, ein Normalo zu sein

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Betrug Neid Boshaftigkeit Falschheit Geld

Ich muss gestehen, dass ich mich zu großen Teilen zu einem sehr schlechten Menschen entwickelt habe. Ich wurde stets so erzogen, ganz genau aufzupassen, dass ich nirgendwo übervorteilt werde und immer meinen Teil von allem bekomme und ja nie irgendwo benachteiligt bin. Das typische Einzelkind sagt das Klischee. Aber das ist leider nicht alles, ich bekam sehr früh mit, also noch im Grundschulalter, dass meine Eltern sich belügen, Affären haben und sich um große Summen betrügen. Ich kenne eigentlich keinen anderen Zustand als diesen. Inzwischen sind meine Eltern komplett getrennt - seit ich das Gymnasium besuchte - allerdings lebe ich jetzt schon seit über zwanzig Jahren mit Lügen, gegenseitigen Lästereien und den Versuchen, mich auf die Seite eines Elternteiles zu ziehen. Aber auch sonst war meine Kindheit nicht toll - körperliche Züchtigung gehörte schon mal dazu. Wir hatten zwar immer alles, meine Eltern - jeder für sich - haben viele Immobilien, die tollsten Autos und einen Haufen Schotter, aber es war trotzdem alles andere als perfekt. Nun bemerke ich, wie ich mich genau zu einem Ebenbild von ihnen entwickle, und schaffe es nicht, mich dagegen zu wehren.


Ich führe eine Beziehung mit einer sehr lieben Frau, der all diese Sachen fremd sind. Ich habe einen tollen Job und mit einem Kompagnon eine eigene Firma gegründet, den ich auch übervorteile und hintergehe - da ich stets in der Angst lebe, er tue weniger als ich für unser Geld. Ich lüge oft, um mich besser darzustellen, die "Notlüge" gehört für mich fast schon dazu. Bei jeder Gelegenheit bediene ich mich irgendwelcher Geschichten, um mich besser darzustellen. Das hat beruflich großen Erfolg mit sich gebracht, ich habe es auch zu einem großen Vermögen, Häusern und Autos gebracht. Ich renne nur in den teuersten Anzügen herum, fahre Porsche und tue teure und dumme Dinge, um mir eine kurzzeitige Bestätigung und Glücksgefühle zu holen. Ich wünschte mir aber, ich wäre ein ganz normaler Typ, der irgendwo als normaler Angestellter arbeiten geht, eine Familie gründen kann, ohne stets in der Angst leben zu müssen, dass wieder irgendeine Story "auffliegt". Ich beichte hiermit, dass ich eigentlich alle materiellen Voraussetzungen hätte, ein total erfülltes und glückliches Leben zu führen - und doch betrüge ich, belüge alles und jeden, nur, um noch mehr zu bekommen und noch reicher zu werden. Auch habe ich Angst, dass die Menschen mich als "Normalo" nicht mehr mögen würden. Ich nehme mir oft vor, einfach ganz normal zu sein, und offen und ehrlich zu werden - wenn ich dann aber in einer Situation bin, in der es darum geht, mich zu präsentieren oder anderen etwas einzureden, falle ich jedes Mal in andere Muster zurück. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal die Eier entwickele, dass ich mal ohne Lügen meinen Mann stehen kann. Ich bitte um Absolution, da ich die sehr guten Voraussetzungen meines Lebens nicht sinnvoll nutze und vielen Menschen, die mir vertrauen, dreist ins Gesicht lüge.

Beichthaus.com Beichte #00032158 vom 02.11.2013 um 15:26:36 Uhr (13 Kommentare).

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Donnerwetter in der Grundschule

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Engherzigkeit Morallosigkeit Rache Hass Schule

Ich möchte beichten, dass es wohl in einem oder zwei Jahren ein gehöriges Donnerwetter in unserer örtlichen Grundschule geben wird. Aber kurz zu der Vorgeschichte: Ich (m/21) habe vor einem Jahr eine sehr gute, IT-spezifische Ausbildung bei einer namhaften deutschen Firma abgeschlossen. Nebenbei hat mir eben diese Firma noch ein paar fachspezifische Weiterbildungen bezahlt. Die Firma hält also sehr viel von mir. Ich habe ein internes Stellenangebot wahrgenommen und werde in ein paar Wochen in die Nähe der Firmenzentrale ziehen, um dort auch eine sehr gute Bezahlung in Anspruch zu nehmen. Des Weiteren wurde mir zugesagt, demnächst eine Weiterbildung zum IT-Projektleiter bezahlt zu bekommen. Ich wäre ja dumm, würde ich das nicht annehmen. Kurzum: Ich habe einen sehr guten, zukunftssicheren Job und werde es in dem Unternehmen wohl weit bringen.


Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was das mit einer Grundschule zu tun hat. Meine damalige Lehrerin hielt nicht viel von mir. Ich hatte sie in der dritten und vierten Klasse und sie konnte mich einfach nicht leiden, obwohl ich ein recht aufgeweckter Schüler war. Ich wurde unfair benotet und als meine Eltern in der Sprechstunde waren, wurde ihnen sogar aufgetischt, ich hätte eine psychische Störung und müsse zum Psychiater. Das war eine Mordsrennerei. Nur damit der gute Mann dann festgestellt hat, dass mit mir alles in bester Ordnung ist. Ich musste wegen dieser Lehrerin auch öfters zum Rektor und mich von ihm "berieseln" lassen, wie falsch mein Verhalten ja wäre. Allerdings übertrieb diese Lehrerin beim schildern meiner "Missetaten" generell maßlos. Meine Eltern wussten von allem, waren aber dieser Lehrerin und der Schule gegenüber machtlos. Und wegen ihr war auch ein Schulwechsel auf eine weiterführende Schule nicht nach der vierten Klasse möglich, da meine Noten zu schlecht waren. Kaum kam ich dann aber in die fünfte Klasse, war ich ein Musterschüler und bin dann mit einem Schnitt von 1,6 auf die Realschule. Dort habe ich meine mittlere Reife mit 2,0 abgeschlossen und direkt danach die Ausbildung begonnen.


Meine Beichte ist, dass ich, sobald ich diese Weiterbildung demnächst abgeschlossen habe, zu meiner alten Schule fahren werde, um diese Lehrerin zu suchen. Ich werde ihr sagen, was ich von ihrem Unterricht und der unfairen Behandlung halte. (Übrigens kenne ich mehrere ehemalige Schüler von ihr, die meine Auffassung, dass sie sich in jedem Jahr zwei oder drei Schüler zum "quälen" aussucht, teilen.) Ich werde an ihrer Kompetenz zweifeln, ihr zeigen, was ich erreicht habe und dann das ultimative Totschlagargument nutzen. Ich werde ihr nämlich zeigen, dass ich um Längen mehr Geld verdiene als sie. Das muss einfach raus! Bald gibt es ein Donnerwetter, das sich gewaschen hat.

Beichthaus.com Beichte #00032082 vom 21.10.2013 um 10:21:06 Uhr (30 Kommentare).

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