Ein Chauvinist beim Fußballspiel

22

anhören

Vorurteile Ungerechtigkeit Sport

Ich (w/32) muss beichten, dass ich dem Vater eines Kindergartenfreundes meines Sohnes die Nase gebrochen habe. Letztes Jahr im Frühjahr organisierte der Kindergarten unseres Sohnes ein Grillfest, an dem alle Eltern eingeladen waren. Neben dem Grillplatz befindet sich ein Bolzplatz. Nach dem Essen spielten dort einige Väter Fußball. Da wir recht neu im Dorf waren und dementsprechend noch nicht wirklich integriert waren, fragte ich, ob ich mitspielen könne, um einige neue Bekanntschaften zu knüpfen (Mein Mann hasst Fußball). Gleich kamen die typischen "Willst du wirklich als Frau mitspielen? Wir kicken schon ganz schön hart"-Sprüche, die mich schon immer geärgert haben. Ich spiele zwar selten Fußball, aber ich bin so etwas wie ein Naturtalent. Zwar bin ich eher schlechter in der Verteidigung, aber ich bin sehr gut im Sturm und schieße auch öfters ein Tor.


Am Anfang packten sie mich noch in Watte und schossen mir vorsichtig die Bälle zu und ließen mich mit dem Ball erstmal etwas laufen, bevor sie halbherzig eingriffen, nach dem ersten Tor durch mich sah es schon etwas anders aus. Nur ein Vater aus der Gegenmannschaft vertrödelte seine Zeit eher mit dummen Sprüchen. Er nannte den Torwart seiner Mannschaft nach dem zweiten Tor "weibisch", nach dem dritten Tor (das nicht ich direkt erzielte, aber ich den entscheidenden Pass gemacht hatte) blähte er sich auf wie eine dumme Version von Hulk und stapfte in das Tor, da er meinte, der Torwart seiner Mannschaft sei eine "Pussy." Als er noch den Satz brachte, dass ich für eine Frau ja nicht ganz so schlecht spielen würde, aber er ja jetzt im Tor stehe, würde sich das Blatt natürlich wenden, kochte ich innerlich. Ich spiele nicht für eine Frau recht gut, ich spiele gut. Fertig.


Körperlich mögen die meisten Männer mir überlegen sein, aber mein Ballgefühl und Begabung sind kein männliches Attribut, was ich trotz Frau-sein abbekommen habe. Dieser blöde Hulk im Tor schrie sein Team immer mehr an, die Sprüche wurden immer chauvinistischer und ich wurde nicht vor Anstrengung, sondern vor Wut rot im Gesicht. Als ich das nächste Mal vor dem Tor angekommen war, zielte ich nicht auf eine freie Ecke, sondern auf sein Gesicht. Und ich traf. Er konnte zwar noch die Hände hochreißen, aber die Wucht des Balles brach ihm die Nase. So beendete ich das Grillfest mit einem finalen Tor, das meiner Mannschaft den Sieg brachte und einen Chauvinisten ins Krankenhaus. Wir haben mittlerweile einige gute Bekannte gefunden, die Familie des Chauvinisten ist nicht dabei, es kommt nur ab und an deren Sohn zum Spielen vorbei und ich mag die Ehefrau ganz gerne. Es tut mir leid, dass ich sowohl den Kindergartenfreund meines Kindes als auch dessen Schwester zum Weinen brachte, als sie ihren blutüberströmten Papa sahen.

Beichthaus.com Beichte #00038037 vom 11.04.2016 um 16:00:45 Uhr (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das Versteck meines Dealers

7

anhören

Drogen Diebstahl Gewalt Waghalsigkeit

Ich (m) habe vor knapp 20 Jahren durch Zufall den Erdbunker des örtlichen Dealers gefunden. Dieser hatte ganz klassisch sein Zeug in einem größeren Park an einer etwas einsameren Stelle vergraben. Zu jener Zeit war ich 17 Jahre alt, verdiente mir etwas mit dem Ausführen von Hunden dazu, und einer der Hunde war ein ehemaliger Drogenhund der damals noch existierenden Bahnpolizei. Dieser Hund wurde immer nervös, wenn wir an der entsprechenden Stelle vorbeikamen. Nach einem Regenschauer zog er mich dann zu der Stelle und fing an zu graben. Ich sah die Ecke einer Plastiktüte und zog sie heraus. Ich staunte, denn in der Tüte lagen nicht nur 200 Gramm feinstes Hasch, sondern auch noch 5.000 Mark in bar. Für jemanden, der gerne mal an einem Joint zog, eine Goldgrube. Den Hund, welcher am Abdrehen war, habe ich dann erst mal mit zu mir genommen, da sein Besitzer ja, wie bei ehemaligen Diensthunden normal, auch Polizist war und sicher gemerkt hätte, dass sein Hund die ganze Zeit anzeigt. Ich versteckte das Zeug und das Geld in meinem Bett, da ich wusste, dass meine Eltern da nicht rangehen, denn sie legten mir nur alle zwei Wochen demonstrativ frische Bettwäsche darauf. Dann brachte ich den Hund, welcher sich auch wieder beruhigt hatte, zu seinem Halter zurück.


Kurz darauf ging in meinem Bekanntenkreis herum, dass jemand, also der Dealer, etwas sehr Wichtiges verloren hätte und er verspricht, dass es keinen Ärger gibt, wenn er es freiwillig zurückbekommen würde. Dass er aber sehr sauer sein würde, wenn er es auf andere Weise herausfindet. Das sagte er mir genauso wie allen anderen, als er mich traf. Natürlich bekam er nichts zurück, ich dachte mir auch kaum etwas dabei. Circa zwei Wochen später lief er jedoch mit eingegipstem Arm, zwei blauen Augen, einer gebrochenen Nase und ohne Vorderzähne herum. Als er sich wieder etwas erholt hatte, konfrontierte er mich damit, dass er mich im Verdacht hätte, da ich nicht mehr bei ihm kaufte und mehr Geld zu haben schien als zuvor. Außerdem gehe ich ja immer mit den Hunden in dem Park. Er sagte auch, dass seine Hintermänner dasselbe mit mir machen würden, wie mit ihm. Kurz darauf gab es einen Einbruchsversuch in mein Elternhaus, welches aber mit einer zwar nicht sichtbaren, aber extrem lauten Alarmanlage gesichert ist, da meine Eltern seit der Wende eine fast schon paranoide Angst vor osteuropäischen Einbrechern hatten.


Danach lauerte er mir vor der Schule mehrmals auf. Immer mit demselben Satz: "Du hast es, gib es zu!", nervte er mich wochenlang. Er traute sich jedoch körperlich nicht an mich heran und ich hatte Angst, dass - wenn ich ihm gegenüber gewalttätig werde - seine Hintermänner sich um mich kümmern würden. Er wurde immer paranoider und aufdringlicher, lief in einem Abstand von knapp zwei Metern hinter mir und schrie im 10-Sekunden-Takt, dass ich es zugeben solle. Zermürbungstaktik sozusagen. Irgendwann reichte es mir, ich packte ihn und drückte ihn an die Wand. Ich sagte ihm dass, wenn ich seine ekelhafte Hackfresse noch lange sehen muss, ich sie ihm noch einmal umgestalten würde und dass ich ihm alles, was seine Hintermänner mir geben würden, zehnfach zurückgeben würde. Ab da hatte ich dann endlich Ruhe. Das Hasch hat etwa ein Jahr gereicht und von dem Geld kaufte ich hauptsächlich Geschenke für die ganze Familie zu Weihnachten. Ich bereue heute nur, dass der Kerl wegen mir solche Schmerzen erleiden musste.

Beichthaus.com Beichte #00037818 vom 13.03.2016 um 00:49:20 Uhr (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Werde ich meine lesbische Beziehung bereuen?

12

anhören

Fremdgehen Selbstsucht Verschwendung Lügen Partnerschaft

Ich bin 23 Jahre alt und nun seit über fünf Jahren in einer lesbischen Beziehung. Ich habe nun Angst davor, irgendwann dieses Leben zu bereuen! Ich liebe sie wirklich sehr, aber ich habe mir eigentlich immer ein Kind und einen Mann gewünscht. Ich muss dazusagen, dass sie meine erste Frau ist, davor hatte ich nur Beziehungen mit Männern. Das nächste große Problem ist, dass ich mich nach körperlicher und sexueller Nähe zu einem Mann sehne! Ich habe sie im Laufe unserer Beziehung auch schon drei Mal betrogen, und das immer mit Männern! Ich will ihr das nicht mehr antun, weil ich weiß, wie sehr ihr das wehtut, und ich liebe sie ja auch! Ich habe nun Angst, dass ich dem Verlangen nicht standhalten kann und mich wieder auf etwas einlasse. Was soll ich nur tun?!

Beichthaus.com Beichte #00037805 vom 12.03.2016 um 07:28:25 Uhr (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Alle Menschen sind hässlich!

24

anhören

Neid Engherzigkeit Eitelkeit Begehrlichkeit Hamburg

Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde nahezu alle Menschen hässlich, egal welche Ethnie. Schwarze finde ich da noch am ästhetischsten. Mir ist in meinem ganzen Leben persönlich eigentlich nur ein einziger Mensch begegnet, den ich so anziehend fand, dass ich mir eine Beziehung mit ihm hätte vorstellen können. Allerdings konnte ich ihm optisch nicht das Wasser reichen. Und je älter ich werde, um so unansehnlicher finde ich die Menschen um mich herum, egal ob jung oder alt. Natürlich funktionieren die normalen Alltagskontakte, aber körperliche Nähe oder Sex mit irgendeinem von denen - komplett unvorstellbar. Da ich nun selber auch schon älter bin, ist die Chance, einen Partner zu finden, der mir gefällt und dem auch ich gefalle, nahezu Null. Und so verbringe ich eigentlich schon mein ganzes Leben in Einsamkeit und mittlerweile auch ohne Sex. Dafür schaue ich mir im Internet unentwegt Bilder schöner Menschen an, nur leben die alle nicht in Deutschland, sondern eher in Amerika.


Auch wenn man mich für oberflächlich hält oder für jemanden, der auf Äußerlichkeiten fixiert ist, so kann ich meine Augen und meinen Geschmack nun mal nicht belügen. Mir ist es ein Rätsel, wie die Menschen alle so einfach zusammenkommen und übereinander herfallen, aber bei all dem Zwist untereinander vermute ich auch eine heimliche "optische Unzufriedenheit" bei den anderen, es wird nur nicht zugegeben. Denn Schönheit ist ein Neidtabu bei den meisten, die selbst ja naturgemäß auch größtenteils hässlich sind. Warum gibt es nur so wenige schöne Menschen?

Beichthaus.com Beichte #00037798 vom 10.03.2016 um 21:46:27 Uhr in 20259 Hamburg (Fruchtallee) (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Ist das Leben noch lebenswert?

15

anhören

Verzweiflung Ungerechtigkeit Selbstverletzung Studentenleben

Ich (m/30/vergeben) habe keine Lust mehr. Eigentlich ist alles wunderbar. Aber leider wurde ich körperlich von evolutionärer Fehlentwicklung bestraft (körperliche Behinderungen), bin psychisch am Abgrund und werde trotz eines Schnitts von 1,7 im fast abgeschlossenen Studium (Sozialölkonomie) vom Arbeitgeber gedemütigt. Alles zusammen ergibt leider einen Cocktail von Demotivation und Depressionen. Keine Ahnung, wie lange ich das noch durchhalte. Das Selbstbewusstsein lässt sich mal wieder nicht blicken, die Gehirnzellen brauchen für die - an sich gut vorangehende - Thesis stimmungshebende, flüssige Psychopharmaka (C2H6O) und das Leben zieht an meiner Negativität vorbei.


Einige mögen behaupten: Was will er denn mit Job, Freundin und Studium. Ich behaupte: Ist es denn noch lebenswert, wenn das Leben keinen Spaß mehr bringt und die letzten positiven Schwingungen der Therapie verflogen sind und ich nur noch lebe, um das letzte Quantum Leistung aus mir herauszupressen?! Wo ist der Sinn des Ausharrens, wenn die eigene Perspektive getrübt wird durch Negativität, Lustlosigkeit und Depressionen?

Beichthaus.com Beichte #00037780 vom 09.03.2016 um 15:53:55 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000