Die Treuetesterin

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Selbstsucht Fremdgehen Falschheit Partnerschaft

Ich bin relativ attraktiv und kann super flirten, wenn ich will. Die meiste Zeit erspare ich es mir, da ich irgendwie die Nase voll habe von Männern. Eine ehemals sehr gute Freundin bat mich jedoch mal, ihren Verlobten zu testen. Da er jeden Mittwoch mit seinen Jungs unterwegs ist, war es auch kein Problem, ihn zu finden und ich hatte keinen Aufwand damit, weshalb ich es dann auch tat. Am Anfang bin ich mit einer Freundin zu der Gruppe hin und wir fingen ein lockeres Gespräch an, bis wir schließlich bei ihnen saßen und Wahrheit oder Pflicht spielten - nach zehn Jahren war es das erste Mal und deshalb echt witzig. Ich war immer bei ihm dran und er wählte stets die Wahrheit. Zuerst fragte ich harmlose Dinge, irgendwann fing ich an mit: "Was würdest du mit mir im Bett anstellen?", und wir tranken dabei immer weiter. Ich gab ihm schließlich meine Handynummer mit den Worten: "Wenn deine Freundin mal aus der Stadt ist", und war beeindruckt, dass er sich nach einer Woche immer noch nicht gemeldet hatte. Meiner Freundin erzählte ich daher, dass er sich nicht meldet und dass sie echtes Glück hat.


Nach knapp zehn Tagen kam dann allerdings doch eine Nachricht, nämlich dass er den Männerabend ausfallen lassen würde, wenn ich noch Interesse hätte. Ich sagte zu und er besuchte mich. Wir tranken ein paar Gläser Wein und er verließ mich wieder, ohne, dass etwas passiert war. Zwei Wochen später trafen wir uns dann erneut, und noch bevor er sich setzen konnte, küsste ich ihn und schleppte ihn in mein Schlafzimmer. Seitdem treffen wir uns jeden zweiten Mittwoch. Seinen Freunden erzählte er, dass er eine Therapie macht und es seiner Verlobten nicht sagen will, meine Freundin denkt, er sei mit seinen Jungs feiern. Sie plant schon eifrig die Hochzeit und ich hintergehe sie. Was mir wirklich leidtut! Denn ich habe mich in einen vergebenen Mann verliebt, der mich nicht heiraten wird und ich habe nicht die Kraft, es zu beenden. Es hat keine Zukunft und dennoch ist es momentan das, wofür ich lebe. Es tut mir leid B., dass dein Verlobter dich betrügt und ich so eine schlechte Freundin bin. Wenn ich es doch irgendwann schaffen sollte, es zu beenden, wünsche ich dir, dass dieser Mistkerl dich nie wieder betrügt.

Beichthaus.com Beichte #00033819 vom 26.08.2014 um 00:33:06 Uhr (30 Kommentare).

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Der schlimmste Tag meines Lebens

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Verzweiflung Aggression Gewalt Unfall Tod

Ich möchte beichten, dass ich (m/34) vor 16 Jahren, als ich 18 war, einen Mann fast zu Tode geprügelt habe. Es fing damit an, dass ich damals eine Freundin hatte, mit der ich auch verlobt war. Außerdem war sie von mir schwanger. An jenem Tag ging sie vor mir aus dem Haus, weil sie noch zur Post musste, da wir allerdings fast den gleichen Weg hatten, beeilte ich mich, um sie noch einzuholen. Meine Freundin war übrigens eine von den Personen, die immer nur bei Grün über die Straße gingen - so auch nachweislich an diesem Tag - weshalb ich gute Chancen hatte, sie noch einzuholen. Ich hatte es dann auch fast geschafft, während sie schon am Überqueren einer weiteren Straße war, als ein LKW wie bekifft um die Ecke raste und meine Freundin komplett erwischte. Sie war auf der Stelle tot. Ich rannte wie ein Irrer zu dem LKW und zog den Fahrer aus dem Fahrzeug, der mich nur abwertend ansah. Dann konnte ich mich nicht mehr halten und fing an, auf ihn einzuschlagen. Ich brach ihm mehrere Knochen, den Kiefer, das Schlüsselbein und diverse Rippen, anfangs versuchte er noch, sich zu wehren, das ließ allerdings immer mehr nach. Ich weiß nur noch, dass die Polizei mich dann von ihm wegriss und mir auf dem Boden Handschellen anlegte. Wie ich es schaffte, mich trotzdem aufzurichten und zu meiner Freundin zu kommen, weiß ich bis heute nicht. Seit diesem Tag hatte ich nie wieder so eine innige Beziehung zu einer Frau.


Natürlich kam ich wegen der Sache auch vor Gericht: schwere Körperverletzung mit der Absicht zur Tötung. Mir war es jedoch egal, ich wollte nicht einmal einen Anwalt. Wegen der Schwere der Tat wurde mir jedoch einer aufgezwungen - ich bekannte mich schuldig und wies den Anwalt an, mich nicht zu verteidigen. Ich wurde dann zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Als Grund gab das Gericht an, dass ich strafbereit war und so etwas unter normalen Umständen nicht getan hätte. Aber jetzt, Jahre danach, während ich jeden Tag und jede Nacht nur an dieses eine Erlebnis denken konnte, wurde mir eine Sache klar. Es hatte nichts gebracht, dem LKW-Fahrer sein Leben nehmen zu wollen. Ich hätte mich damit nur mit ihm auf eine Stufe gestellt. Eine besondere Reue, dass ich dem Mann die Schmerzen seines Lebens zufügte, muss ich allerdings verneinen. Meine Strafe, die ich ein Leben lang mit mir tragen muss, ist, dass ich meine Freundin und mein Kind verloren habe. Etwas Schlimmeres könnte mir auch kein Mensch der Welt auferlegen.

Beichthaus.com Beichte #00033818 vom 25.08.2014 um 20:55:36 Uhr (31 Kommentare).

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“Beichte

Heimliche Suche im Internet

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Lügen Falschheit Begehrlichkeit Internet

Ich (w/21) habe vor Kurzem einen jungen Mann kennengelernt, den ich sehr sympathisch fand. Leider wusste ich nicht, wie er heißt, woher er ist, oder wie alt er ist - ich wusste lediglich seinen Beruf. Ich habe zwei Tage damit verbracht, ihn im Internet zu suchen und habe dann seinen Namen herausgefunden und auf gut Glück jemanden mit diesem Namen zu meiner Freundesliste in einem sozialen Netzwerk hinzugefügt. Glücklicherweise war dieser jemand sogar der gesuchte Mann und wir führten ein bisschen Small Talk. Durch die Sucherei weiß ich jedoch unglaublich viele Sachen aus seinem Leben, was ich schon fast beängstigend finde. Beichten möchte ich hiermit, dass ich ihm dreist ins Gesicht gelogen habe, als er gefragt hat, wie ich ihn gefunden habe. Ich habe nämlich behauptet, dass es einfach nur ein Zufall war, und jetzt fühle ich mich schlecht, weil ich ihn schon direkt in der dritten Nachricht das erste Mal angelogen habe. Ich bitte auch um Verzeihung dafür, dass ich immer noch sein Profil durchgucke, um noch mehr über ihn herauszufinden.

Beichthaus.com Beichte #00033812 vom 24.08.2014 um 23:23:27 Uhr (6 Kommentare).

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Das Geld aus dem Biergarten

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Diebstahl Morallosigkeit Habgier Selbstsucht

Ich (m/34) bin oftmals mit Familie und Bekannten in den Kneipen, die es bei mir in der Ortschaft gibt, unterwegs. Besonders im Sommer macht es ja recht viel Spaß im Biergarten zu sitzen. Das bedeutet, dass auch die Besitzer die das hier jeweils führen, sich auch im Biergarten befinden und nur zum Zapfen von Bier oder Sonstigem innen aufhalten. Jedes Mal, wenn ich auf Toilette gehen muss, muss ich direkt durch die ganze Kneipe am Tresen vorbei, um die Toilette zu erreichen. In den Tresen der Kneipen befindet sich jeweils eine Schublade, worin das gesamte Geld aufbewahrt wird. Da die Kneipen auch Hotelzimmer anbieten und diese meistens von irgendwelchen Gästen belegt sind, und im Biergarten immer etwas geht, sind die Kassen demnach gut gefüllt. Ich möchte beichten, dass ich, wenn ich auf die Toilette gehe, das Geld einstecke und schnell in mein Auto bringe, damit es nicht auffällt. Es kam zwar schon oft vor, dass die Besitzer merkten, dass das Geld fehlt - auch inklusive Polizeieinsatz - jedoch wurde auch bei Durchsuchung der Personen nie mehr als das gesuchte Geld gefunden und somit habe ich es immer wieder gemacht. Es tut mir wirklich leid für die Besitzer, aber es gibt mir irgendwie einen Kick, wenn ich das Geld nehme. Dadurch habe ich mir im letzten Jahr ein neues Auto kaufen können. Ich glaube aber, dass ich mich wohl in Behandlung begeben werde. Aber das kostet ja auch Geld, was ich mir wohl vorher noch beschaffen muss.

Beichthaus.com Beichte #00033787 vom 19.08.2014 um 17:18:52 Uhr (19 Kommentare).

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Poser mit Macht

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Hochmut Zorn Aggression Hass Berchtesgaden

In meiner Kindheit hatte ich es nicht leicht mit meinen Eltern. Ich habe erst mit fünf Jahren erfahren, dass der damalige Freund meiner Mutter nicht mein richtiger Vater ist, sondern jemand, den ich bis dahin für meinen Onkel gehalten habe. Als meine Eltern dann wieder zusammen waren, bestand Erziehung in erster Linie aus übertrieben vielen Regeln - wie lange ich PC spielen darf, ich durfte nicht in die Vereine, denen ich beitreten wollte und auch noch mit achtzehn Jahren schrieben mir meine Eltern vor, wann ich zu Hause sein musste. Dazu noch die ständige Schreierei meiner alkoholkranken Mutter. Das Gefühl, kotzen zu müssen, war ein Dauerzustand. Aber der Stress zu Hause reichte anscheinend nicht, denn ich wurde fast meine gesamte Schulzeit über schikaniert. Den Frust, den ich empfand, versuchte ich immer zu überspielen, indem ich mich über andere stellte. Ich versuchte anderen immer auf eine hochnäsige Art davon zu überzeugen, dass ich besser bin. Dass ich einen höheren IQ habe, dass meine Eltern gute Kontakte zu wichtigen Leuten haben und so weiter - es würde zu lange dauern, alles aufzuschreiben, aber kurz gesagt bin ich ein typischer Poser. Heute verdiene ich mein Geld, indem ich Jäger, also Gebirgsjäger in der Grundausbildung, für alles, was bei mir schlecht gelaufen ist, büßen lasse. Denn hier habe ich die Macht. Ich beichte also, dass aus mir ein machtgeiles Arschloch geworden ist, das persönlichen Frust mit zur Arbeit nimmt, um ihn dort an Leuten auszulassen, die in der Rangordnung weit unter mir stehen, weil ich selbst oftmals rumgeschupst wurde. Und wahrscheinlich werde ich auch so weitermachen, obwohl es mir manchmal leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00033784 vom 19.08.2014 um 13:51:26 Uhr in 83471 Berchtesgaden (10 Kommentare).

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