Medikamentensucht

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Sucht Betrug Diebstahl Gesundheit Pinneberg

Ich (w/22) habe fast 2 Jahre lang Rezepte gefälscht, um an verschreibungspflichtige Medikamente zu kommen. Am Anfang kam ich noch damit aus, mehrere Hausärzte zu haben und jeden zu bequatschen, mir doch noch mal ein paar Tabletten aufzuschreiben. Habe auch oft Lügengeschichten erzählt, um die Ärzte dazu zu bewegen, mir ein Rezept zu geben. Irgendwann flog das aber auf, ich war zu oft mit zu vielen haarsträubenden Geschichten bei zu vielen Ärzten. Daraufhin habe ich sogar eine viermonatige Therapie gemacht, was mir auch zunächst gut geholfen hat. Ich war danach noch über ein halbes Jahr abstinent.

Dann aber kam ich sowohl beruflich (neuer Job) als auch privat (neuer Freund) wieder vermehrt in anstrengende Situationen und brauchte doch wieder was von meinen Zauberpillen, die alles so schön und bunt und entspannt machen. Also wieder ab zum Arzt. Nach etwa einem halben Jahr hat das aber nicht mehr gereicht, ich brauchte mehr und immer mehr davon, sodass ich irgendwann einen Blanko-Rezeptblock eingesteckt habe und mir die Pillen einfach selbst verschrieb. Und es hat geklappt, viel zu gut sogar, ich habe fast alle Apotheken im Umkreis von etwa 80 km kennengelernt, bin auf regelrechte Raubzüge gegangen. - In der Stadt gibt es so-und-so viele Apotheken, dann parke ich da, gehe da lang und so hab ich in einer Stunde alle abgeklappert und 140 Tabletten. Yippie! - Nun kam es, wie es kommen musste, ich flog auf, wurde verhaftet und nun läuft eine Anzeige gegen mich.
Trotzdem ist das Verlangen nach den Pillen so groß, dass ich immer noch täglich daran denken muss. Ich bin kurz vor Weihnachten sogar wieder bei einem Arzt gewesen und habe mir welche verschreiben lassen. Es geht einfach ganz ohne nicht! Ich bin so schwach und erbärmlich. Ich schäme mich jeden Tag in Grund und Boden.

Beichthaus.com Beichte #00028439 vom 27.12.2010 um 17:48:59 Uhr in Pinneberg (19 Kommentare).

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Weihnachtspost gibts später

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Faulheit Selbstsucht Arbeit Weihnachten

Als Briefträger wird natürlich auch dann gearbeitet, wenn Weihnachten ist. Aber, jetzt kommt das Tolle, dass ab 14 Uhr ohne Probleme mit der Tour abgebrochen werden kann. Das heißt im Klartext, ich habe heute nur die Straßen gemacht, die einwandfrei gestreut waren. Die ganzen Nebenstraßen, die bekamen heute keine Post. Wahrscheinlich waren in den ganzen Warensendungen auch noch Weihnachtsgeschenke für heute drin. Jedenfalls war ich mit den Hauptstraßen bereits um 12:30 Uhr fertig und die restliche Zeit habe ich noch in Postbekleidung fürs Wochenende eingekauft. Tut mir Leid, aber für Leute, die meinen, die Gehwege überhaupt nicht von Schnee zu befreien, habe ich kein Verständnis.

Beichthaus.com Beichte #00028435 vom 24.12.2010 um 18:34:31 Uhr (29 Kommentare).

Gebeichtet von Suddenly
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Zufallsbeichte
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Das schwarze Mädchen

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Gewalt Zorn Aggression Vorurteile Bahn & Co. Wien

Das schwarze Mädchen
Ich (m/25) musste im November ein Seminar in Wien machen. Ich komme aus Köln, und fand es zunächst mal irritierend, wie unfreundlich die Leute im Gegensatz zu meiner Heimatstadt waren. Nach dem ersten Seminar wollte ich ein bisschen die City sehen und fuhr dazu mit […]
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Beichthaus.com Beichte #00028433 vom 23.12.2010 um 22:25:24 Uhr in Wien (94 Kommentare).

Gebeichtet von Dave-b
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Bambi

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Dummheit Ungerechtigkeit Mord Tiere

In dem Dorf, in dem ich aufwuchs befanden sich mehrere Bauruinen, das heißt abgebrochene Keller aufgrund von Insolvenz oder Ähnlichem. Als ich vielleicht 10 war, missbrauchten ein Freund und ich die umzäunte abgebrochene Baustelle häufig als Abenteuerspielplatz. […]
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Beichthaus.com Beichte #00028417 vom 18.12.2010 um 14:10:58 Uhr (38 Kommentare).

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Der Autoverwerter und der Stasi-Spitzel

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Zwietracht Boshaftigkeit Maßlosigkeit Verschwendung Internet

Heute möchte ich um Absolution bitten. Und zwar ist vor etwa zwei Jahren im hohen Norden ein Kunde von einer Autowerkstatt betrogen worden und hat diesen Streit in eine sehr große deutschsprachige Internetseite verlegt, eigentlich wollte er nur um Rat bitten. Als ich auf den Beitrag stieß, dachte ich zuerst nichts besonderes, aber die Antworten der Werkstatt, genau genommen handelt es sich um eine Autoverwertung, glänzten nur noch so vor Lügen und Frechheiten, dass ich aus dem Lachen nicht mehr herauskam. Naja, jedenfalls schien der Faden einige Male in der Versenkung zu verschwinden, doch ich ärgerte dann jedes Mal den Verwerter und seine Unterstützer, damit mir der Stoff zum Lachen nicht ausging. Fast zwei Jahre lang schrieben ich und andere Unbeteiligte an der Sache, weil es solchen Riesenspaß machte, zu sehen, wie sich diese Menschen regelmäßig freiwillig für uns zum Idioten machten. Dazu habe ich sie regelmäßig subtil beleidigt, aber auch mal etwas härter, weil sie subtile Anspielungen nicht verstehen. Mit seiner Intelligenz ist es offenbar nicht sehr weit her. Der Beitrag nahm mit der Zeit geradezu epische Ausmaße an, fast siebentausend Antworten, fünfhunderttausend Klicks und er wurde insgesamt dreihunderteinundvierzig Seiten lang. Man könnte ihn glatt als Buch drucken, ihn zu lesen dauert von Anfang bis Ende Tage.


Zurück zum Thema: in ihrer Paranoia stellte der Verwerter mit seinen Freunden ständig neue abstrakte Theorien auf, so meinten sie beispielsweise das alle, die nicht in ihrem Sinne schrieben, falsche Anmeldungen des Kunden waren. Darüber konnte man herzlich lachen, und manche machten sich sogar die Mühe, psychologische Profile des Autoverwerters und seiner Unterstützer zu erstellen und empfahl ihnen starke Medikamente, woraufhin sie erst explodierten und dann selbst so anfingen, wie Papageien. Und sie drohten Andauernd mit Klagen und erfanden Straftatbestände, die es gar nicht gibt. Als sich schließlich noch herausstellte, dass einer der Beteiligten auf Seiten der Autoverwertung ein ehemaliger Stasi-Agent war, gingen die Wogen noch viel höher. Es war einfach herrlich, da mitzuhalten. Eine regelrechte virtuelle Jagd.


Wir veranstalteten dann schließlich diesen Sommer sogar ein Grillfest in der Stadt, in der sich das abspielte, woraufhin uns der Verwerter die Polizei schickte, welche aber null Handhabe gegen uns hatte. Sie sagten uns lediglich, dass wir das Grundstück der Verwertung nicht betreten dürften. Hatten wir aber ohnehin nicht vor. Trotz Einladung kam leider der Verwerter selber nicht vorbei. Er hatte im Vorfeld versucht, durch gefälschte Beiträge in Foren, in denen er sich als Bürgermeister ausgab, das Grillfest zu verhindern, aber das machte uns nur noch wilder. Leider wurde die Diskussion vor drei Wochen für immer geschlossen. Jetzt habe ich für die Abende keine Beschäftigung mehr und muss mich wohl oder übel mit meiner Freundin abgeben. Schade. Lieber Autoverwerter und lieber Stasi-Spitzel, danke euch für die schöne Zeit.

Beichthaus.com Beichte #00028412 vom 17.12.2010 um 04:14:49 Uhr (16 Kommentare).

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