9216 Leben in der sozialen Hängematte

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Ungerechtigkeit Rache Engherzigkeit Gesellschaft Arbeit

Ich beichte, dass ich als Makler Mietwohnungen grundsätzlich nie an Hartz-IV-Empfänger vermiete, auch wenn die Unterlagen vollständig sind und die Übernahmebestätigung des Amts vorliegt. Ich hasse es, dass sich manche Leute in die soziale Hängematte legen und ich so gesehen noch ihre Miete mitfinanziere. Sollen sie doch Arbeiten gehen! Ich denke, dass bin ich der arbeitenden Bevölkerung schuldig, die sonst in die Röhre schaut und keine schöne Wohnung findet. Manchmal habe ich schon ein schlechtes Gewissen, da ja theoretisch durch eine bessere Wohnung die Motivation steigen könnte, doch noch einmal zu versuchen, in ein geregeltes Arbeitsleben zurückzufinden.

Beichthaus.com Beichte #00038395 vom 22.06.2016 um 11:28:51 Uhr (43 Kommentare).

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9217 Anruf bei den Gewinnern

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Neugier Telefon

Ich schreibe mir die Namen der Gewinner heraus, die bei TV-Gewinnspielen bekannter Kölner-Privatsender in diversen Sendungen eingeblendet werden, suche auf tele**nbuch.de die Nummer heraus und rufe immer und immer wieder an, um zu gratulieren!

Beichthaus.com Beichte #00022051 vom 14.06.2007 um 06:03:13 Uhr (6 Kommentare).

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“Beichte

9218 Polonaise Unfall

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Peinlichkeit Ungerechtigkeit Last Night

Ich habe etwas Schlimmes gemacht. Dabei wollte ich das gar nicht. Bei meinem Abschlussball bin ich bei der Polonaise gestolpert. Dabei versuchte ich, mich reflexartig irgendwo festzuhalten. Leider war es das Kleid meiner Kollegin. Da sie keinen BH getragen hat, habe ich vor Hunderten Leuten ihre Brüste entblößt. Nicht wenige haben die Gunst der Stunde genutzt und sofort fotografiert. Sie wurde lautstark ausgelacht und ausgepfiffen und war auch danach in der Schule immer wieder Opfer verschiedener Streiche. Es tut mir so leid, dass ich so ungeschickt war und jemand anderes, das ausbaden muss.

Beichthaus.com Beichte #00031609 vom 17.07.2013 um 10:24:57 Uhr (22 Kommentare).

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9219 Warum bin ich Arzt geworden?

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Hass Zorn Maßlosigkeit Gesellschaft Gesundheit

Ich bin Arzt und hasse meinen Job wie die Pest. Ich gehe nur noch mit Bauchschmerzen zur Arbeit. Je mehr ich mit Patienten, Angehörigen und teilweise Pflegekräften zu tun habe, desto mehr Abstand will ich von ihnen haben. Sie sind kleingeistig, verlogen, boshaft, […]
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Beichthaus.com Beichte #00039355 vom 16.02.2017 um 16:16:48 Uhr (23 Kommentare).

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“Folge

9220 Freiheit oder Partnerschaft?

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Begehrlichkeit Verzweiflung Selbstsucht Partnerschaft

Ich (m/21) bin introvertiert. Eine Eigenschaft, die mich seit nun fast einem Jahr langsam zerfrisst. Vor ein paar Jahren bin ich nach erfolgreichem Abitur bei meinen Eltern ausgezogen und habe mir eine eigene kleine Einraumwohnung, dank BAföG und finanzieller Unterstützung meiner Eltern, leisten können. Damals war es einfach das Beste, was mir passieren konnte: Unabhängigkeit. Manchmal fühlte ich mich einsam, aber nie so, dass es lange anhielt. Vielmehr genoss ich es, für mich alleine zu sein und schließlich ging ich noch zur Uni, besuchte regelmäßig meine Eltern und unternahm auch mit Freunden gerne was. Anfang 2014 lernte ich dann meinen jetzigen Freund kennen und wir haben in der Anfangszeit jeden Tag telefoniert, bis wir uns ein paar Monate später trafen. Damals war ich überglücklich und ich konnte es nie abwarten, wieder bei ihm zu sein. Dazu sollte ich erwähnen, dass ca. halb Deutschland zwischen uns lag, aber aufgrund meines knappen Stundenplans und meiner nicht grade bahnbrechenden Motivation für mein Studienfach, war es kein Problem sich öfters zu treffen, denn ich hatte nie ein Problem damit, den halben Tag im Zug zu verbringen.


Zu dieser Zeit habe ich allerdings viel gelernt, was sparen betrifft, um die Reisen überhaupt bezahlen zu können. Geld hatte er nicht viel und aufgrund seiner Depressionen, welche durch die Fernbeziehung noch schlimmer wurden, verlor er letztendlich auch seine Wohnung und hat Schulden angehäuft. Da ich nicht zusehen konnte, wie es ihm tagtäglich schlechter ging, bot ich ihm an, übergangsweise zu mir zu ziehen, so dass er sich in der Zeit eine neue Wohnung suchen kann. Aus dieser geplanten Übergangszeit ist nun ein Jahr geworden. Sein Zustand hat sich rückblickend betrachtet gebessert, vielleicht bin ich durch seine Depression aber einfach nur gefühlskälter geworden. In 90 Prozent aller Fälle ist alles gut, in den restlichen 10 Prozent streiten wir uns - und das meist dank mir. Ich ertrage es einfach nicht, 24/7 von Menschen umgeben zu sein. Da er nicht viele Freunde hat und es dank seiner Depression mit einem Job oder gar einer neuen Wohnung nicht vorangehen will, hängt er umso mehr an mir. Ich bekomme manchmal Panikattacken, die nicht selten in Wutausbrüchen enden. Ich werde nur selten laut und ich würde ihm auch kein Haar krümmen, habe ihn jedoch aus Verzweiflung schonmal angeschrien und Vorwürfe zu einem anderen Thema gemacht, welche ziemlich idiotisch waren.


So sehr ich mich jeden Tag nach der Arbeit freue, dass er da ist und ich jemanden habe, dem ich alles anvertrauen kann und dem ich auch wirklich vertrauen kann, so sehr vermisse ich die Zeit, in der ich einfach komplett abgeschottet sein kann. Die Zeit, in der ich stundenlang Lieder schreibe, zeichne, Videos schaue oder in eine andere Stadt fahre. Einfach so, ohne Grund, ohne vorher zu fragen und ohne auf irgendjemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Unabhängigkeit, Freiheit. Ich fühle mich schlecht diese Gedanken zu haben und ich liebe meinen Freund wirklich über alles und möchte ihn niemals wieder hergeben, aber langsam gehe ich daran kaputt und weiß nicht, wie ich das Thema weiter behandeln soll, ohne ihn dabei zu verletzen.

Beichthaus.com Beichte #00036717 vom 26.09.2015 um 22:44:24 Uhr (8 Kommentare).

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