6136 Macht etwas aus eurem Leben!

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Ich habe vorgehabt, mir die Pulsadern aufzuschneiden. Warum? Ich kam mit meiner Lehrstelle nicht mehr klar. Jeden Tag wurde ich fertiggemacht, angeschrien und angemeckert. Und immer, wenn ich dachte, dass alles wieder in Ordnung sei, war es das nicht. Deshalb wollte ich mir am nächsten Abend das Leben nehmen. Ich war kurz davor zuzuschneiden, bis ich auf einmal dachte: Halt! Stop! Das Leben ist viel zu kostbar um es einfach so wegzuwerfen! Am nächsten Morgen dann habe ich mir vorgenommen, noch einmal von vorne anzufangen. Ich habe bei meiner alten Lehrstelle gekündigt und fange etwas Neues an. Sicher fragt Ihr Euch, warum ich das alles schreibe!? Ich will einfach damit sagen: Schmeißt Euer Leben nicht einfach weg, macht was draus!!!

Beichthaus.com Beichte #00015094 vom 05.08.2006 um 01:51:24 Uhr (4 Kommentare).

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6137 Fischfutter als Gewürz

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Engherzigkeit Falschheit Ernährung

Ich hatte mal einen Typen in der Klasse, der, wenn er mal bei uns zu Hause war, immer gleich an den Kühlschrank ran ist, um diesen dann leerzufuttern. Einmal, als er sich mal wieder ungefragt eine Tomatenstulle geschmiert hatte, sah er ein kleines Schraubglas auf dem Küchentisch stehen. Ich schaute ihn an, schaute auf das Schraubglas und eröffnete ihm, er könne sich gerne an der Gewürzmischung bedienen. Meine Fische hat es nicht gestört, dass dieser Idiot mit ihnen ihr Futter teilt.

Beichthaus.com Beichte #00021551 vom 26.04.2007 um 19:33:25 Uhr (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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6138 Die Heuchlerin

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Verrat Kollegen Gernsbach

Ich arbeite in einem sehr kleinen Betrieb und es herrscht ein freundschaftliches Klima. Meine beiden Chefs sind ein Ehepaar. Sowohl er als auch sie sind supernett. Sie sind seit Jahren Veganer. Nun habe ich seit einigen Wochen eine Kollegin, die immer denkt, man müsse einem Vorgesetzten nach dem Mund reden, was die Interessen und Ähnliches betrifft. Nun waren wir von der Arbeit gemeinsam essen. Wir unterhielten uns wie immer sehr locker und irgendwie kam die Gesprächsrunde auf das Thema Fleisch und Tierprodukte. Meine Kollegin sagte: "Also, ich esse so gut wie nie Fleisch. Und wenn, dann achte ich immer darauf, dass es von Biohöfen kommt. Bei Tierprodukten mache ich es genauso. Die esse ich auch sehr selten und wenn, dann nur aus artgerechter Haltung." Daraufhin guckte ich ganz verwundert und sagte: "Oh, dann habe ich da wohl verwechselt. Ich dachte immer, du isst total viel Fleisch und Tierprodukte, aber dann habe ich dich wohl mit jemand anderem vertauscht". Sie isst quasi nichts anderes und es kommt alles aus dem Supermarkt - was ich ja auch mache, aber dann steht man auch dazu, oder hält sich raus, aber man heuchelt doch nicht.


Meine Chefs zwinkerten mir unauffällig grinsend zu und meine Kollegin guckte mich sehr böse von der Seite an. Meine Chefs sind total lockere Leute und denen ist es piepegal, was ein anderer in seinem Leben macht - oder isst. Sie haben das der Kollegin auch nicht übel genommen, haben es eher ein bisschen belächelt. Ich bitte um Absolution, da ich meine Kollegin verraten habe, aber ich konnte nicht anders. Ich fand diese Heuchelei so armselig und es ist ja nicht das erste Mal - wenn einer der Chefs oder unsere ältere Kollegin, unsere "alte Häsin", irgendwas erzählt, dann interessiert sie sich selbstverständlich auch immer dafür. Wenn jemand gerade ein Buch liest, dann ist das natürlich auch ihr Lieblingsautor und so weiter. Innerhalb der wenigen Wochen haben wir alle gemerkt, dass sie gerne heuchelt und nicht merkt, dass die anderen darüber nur lächeln.

Beichthaus.com Beichte #00033446 vom 12.06.2014 um 17:51:52 Uhr in Gernsbach (11 Kommentare).

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6139 Unfreundliche Senioren

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Engherzigkeit Zorn 50+ Gesellschaft

Ich bin 20 Jahre alt und habe bisher noch nie ein schlechtes Erlebnis mit Mitmenschen im gehobenen Alter gehabt. Ich respektiere die älteren Leute sehr und gebe auch gerne meinen Sitzplatz im Bus frei, wenn dieser wiedermal überfüllt ist. Als ich vor ein paar Tagen ein Gebäude verlassen wollte, sah ich, wie eine ältere Dame mit Krücken mit Mühe versuchte, die Tür zu öffnen. Ich rannte die letzten zehn Meter dann regelrecht zur Tür, und meine Hand erreichte gerade den Türknauf, als die ältere Dame sich mit voller Wucht dagegen drückte und die Tür dadurch aufging. Ich stand dann dort und hielt ihr die Tür auf. Sie lief dann ins Gebäude und statt einem Lächeln oder etwas Ähnlichem schaute sie mich nur grimmig an und schrie mich regelrecht an, dass ich auch mal "Danke" sagen könnte, wenn ich mir schon von ihr die Tür öffnen lassen würde. Sie endete dann damit, dass die Jugend von heute so unverschämt ist, und sie das gar nicht Verstehen könne. Offensichtlich dachte sie wirklich, dass ich dort gewartet hätte, damit sie die Tür für mich öffnet. Ich war regelrecht schockiert und konnte kein Wort sagen. Auch ihr Ehemann schritt dann wortlos durch die Tür. Wenn man heutzutage also behilflich sein will, ist alles, das man bekommt, dass man angeschnauzt wird. Für mich war dann der ganze Tag gelaufen und ich wünschte dieser alten Dame tatsächlich etwas Schlechtes. Und das möchte ich beichten, denn ich nehme solche Dinge offensichtlich viel zu ernst. Vielleicht hatte sie einfach nur einen schlechten Tag.

Beichthaus.com Beichte #00032461 vom 26.12.2013 um 22:09:17 Uhr (12 Kommentare).

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6140 Ich brauche keine Frauenquote!

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Zorn Ungerechtigkeit Aggression Arbeit

Ich (w) befinde mich am Ende meiner Ausbildung zum Informatiker. Seit Beginn meiner Ausbildung werde ich ständig damit "konfrontiert", dass ich eine Frau (oh Schreck!) in einem Beruf bin, der hauptsächlich von Männern ausgeübt wird. Es scheint in der Zeit der Emanzipation ein tolles Thema zu sein, Frauen in "nicht geschlechtertypische" Berufe zu zwängen. So wurde ich schon etliche Male durch meinen Arbeitgeber an Interviews oder Veranstaltungen geschickt, die genau dies thematisieren. Es geht jeweils darum, weshalb gerade eine Frau einen Job in der IT-Branche gewählt hat. Ich wurde bei den Interviews auch schon gefragt, ob Bekannte oder meine Familie schockiert oder erstaunt auf meine Berufswahl reagiert hätten. Auch werden oft Möchtegern-Studien oder Umfragen gestartet, die jeweils ermitteln möchten, was anders an IT-Berufen sein sollte, damit sie auch Frauen ansprechen.


Meine Firma setzt sich leider auch sehr für dieses Thema ein. Für Werbekampagnen benötigen sie immer eine Frau, die für den IT-Beruf posiert. Zunächst war ich das Opfer. Als wir dann eine hübschere Informatikerin einstellten, wurde sie natürlich bevorzugt: "Man würde glatt meinen, sie sei ein Model und keine Informatikerin!" Ich erhielt seit dem Moment nie mehr eine Anfrage, um für irgendeine Kampagne Model zu stehen, was mir auch recht ist. Ich bekomme immer Aggressionen, wenn ich an solchen Anlässen teilnehmen muss. In der heutigen Zeit kann Frau sich schon lange ihren Arbeitsbereich selbst auswählen. Die Frage: "Was man an IT-Berufen ändern müsste, damit sie auch für Frauen ansprechbar sind?", grenzt aus meiner Sicht an Verblödung. Würde man IT-Berufe anpassen, wären es keine IT-Berufe mehr. Man wählt sein Berufsumfeld nach den eigenen Interessen und Kompetenzen aus - NICHT nach dem Geschlecht. Erbärmlich finde ich Frauen, die nur Informatiker werden, weil sie so "besonders" sein wollen oder ständig von Männern umgeben sein möchten.


Ich will aufgrund meiner erarbeiteten Zertifikate, Kompetenzen, etc. eingestellt werden, und nicht wegen meines Geschlechtes. Allgemein stört mich diese erzwungene Frauenquote, egal in welchem Berufsfeld. Es kann doch nicht sein, dass in der heutigen Zeit - wo Leistungen, Zertifikate, Uni-Abschlüsse und der Leistungsdruck alles sind, sich plötzlich alles um eine Frauenquote dreht. Glücklicherweise waren an einem der Anlässe einige Kritiker, die meine Ansichten teilten. Ich war aufgeboten, als "weiblicher Informatiker" an einem Anlass für geschlechtsuntypische Berufe teilzunehmen. Dort hat der Chef der Ausbildungsabteilung säuberlich alle Zahlen und Fortschritte der Pseudo-Frauenquote aufgezeigt. Bald stellte ihm ein kritischer Zuhörer die Frage, ob nun Frauen gegenüber Männern bevorzugt werden, wenn der Männeranteil eines Beruf Feldes markant höher ist, und wie stark überhaupt noch auf Kompetenzen geachtet wird. Darauf stammelte mein Chef, es werde natürlich zuerst auf die Kompetenzen und den Charakter geachtet, und erst im nächsten Schritt auf das Geschlecht. Ich wusste natürlich, dass er zwar solche Anweisungen geben kann, jedoch gar nicht direkt für Bewerber zuständig ist. Dies regeln die Firmen selbst - und meine krallt sich jede Frau, die sie kriegen können.


Natürlich gibt es noch Ungleichheiten zwischen Mann und Frau (z. B. verdient eine Frau teilweise weniger für die gleiche Berufung wie ein Mann). Vielleicht haben Frauen auch Hemmungen, die man ihnen nehmen muss - das ist auch vollkommen in Ordnung. Doch es interessiert in meinem Land (ich lebe nicht in Deutschland) niemanden, dass nur Männer militärpflichtig sind und sich im Falle von Untauglichkeit dumm und dämlich zahlen müssen - ganz egal ob sie sich dies selbst zu verschulden haben oder nicht. Sogar Männer, die aufgrund eines Unfalles im Militär ihren Dienst nicht mehr leisten können, müssen zahlen. Frauen müssten weder Dienst leisten noch zahlen. So viel zur Gleichberechtigung.


Ich habe nichts gegen Frauen, die kompetent sind und ihre Berufstätigkeit leidenschaftlich ausführen. Meine beste Freundin ist Informatiker und ist 10-mal kompetenter als jeder Mann in meinem Team. Sie liebt einfach, was sie tut. Doch ich beichte, dass ich es nicht aushalte, mich seit Jahren mit dem Thema "Frauen in der IT" herumzuschlagen. Alle, die Marketing, Interviews und sonstige Aktionen in dem Bereich starten, verschwenden meiner Meinung nach ihre Zeit und haben nicht verstanden, dass man eine Berufung nach Kompetenzen und Interessen wählt, und nicht eine Berufung auf ein "Geschlecht" zuschneidet. Ich hasse jeden, der sich mit diesem Thema auseinandersetzen muss - obwohl es schon hundert andere vor ihnen getan haben. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037949 vom 29.03.2016 um 09:23:17 Uhr (20 Kommentare).

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