4556 Hauptberuf: Troll

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Betrug Vorurteile Engherzigkeit Arbeit Internet

Ich arbeite für eine Agentur, die von großen Firmen (unter anderem dem Privatsender mit den drei Buchstaben) dafür bezahlt wird, dass in deren Internetforen und in sozialen Netzwerken die Post abgeht. Das heißt, ich fange dort bewusst Streit mit anderen Usern an, die sich über das Programm oder irgendwelche Beiträge aufregen. Damit sorge ich für reichlich "Traffic", da die Leute, die sonst dort posten, eher aus der Unterschicht kommen und somit leicht reizbar sind. Mehrmals täglich schauen die nach, ob eine Antwort von einem meiner unzähligen Fake-Profilen da ist. Damit verdiene ich inzwischen einen Haufen Geld, sodass ich meinen eigentlichen Job an den Nagel hängen konnte und den ganzen Tag auf der Couch sitze und im Internet irgendwelche Kevins oder Chantalles provoziere. Das scheint ein extrem lukratives Geschäft zu sein, denn so, wie ich das mitbekommen habe, lässt der besagte Privatsender eine Menge Geld dafür springen. Es macht mir Spaß meine Vorurteile bestätigt zu bekommen. Außerdem bestätigt es meine Vermutung, dass dieser Sender seine Zuschauer nach Strich und Faden verarscht. Nicht nur mit deren Programm, sondern auch in der direkten Interaktion, aber dennoch tun mir die Menschen leid, die auf so etwas hereinfallen.

Beichthaus.com Beichte #00032742 vom 18.02.2014 um 21:48:40 Uhr (26 Kommentare).

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4557 Die Vorlieben unserer Hündin

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Peinlichkeit Tiere Kleinlangheim

Wir haben einen Labrador - eine Hündin. Sie hat eine dämliche Angewohnheit: Sie reitet, mit Vorliebe auf Knien - aber nicht nur, sie grapscht sich auch Decken oder Stofftiere und macht die obligatorischen Bumsbewegungen. Das fand ich in meiner Jugend immer dermaßen lustig, dass ich sie provoziert habe, auf meinem Bein zu reiten! Das ging so: Nach der Schule immer die Schultasche in die Ecke geschmissen und nach dem Köter geschrien - sie kam sofort an - dann bin ich immer davongelaufen, die Treppe hoch und habe mich aufs Bett geschmissen - der Hund hinterher und reitet auf! Das Blöde war nur, dass bei uns das Haus gestrichen wurde, ich wusste von nichts, und der junge Maler schaut zum Fenster herein. Er hat seinen Kaffee weggeprustet vor Lachen. Hoffentlich dachte er nicht, ich treibe es mit dem Köter! Das quält mich bis heute.

Beichthaus.com Beichte #00004780 vom 28.01.2006 um 04:49:49 Uhr in Kleinlangheim (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

4558 Mörtel Blitzer

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Aggression Rache Schamlosigkeit Eschenbergen

Ich fahre gerne Auto. Ich bin ein Schnellfahrer. Ich fahre aber so das niemand zu Schaden kommt. Wir haben bei uns einen Blitzer in einer 60er Zone und es kotzt mich an, wieso man auf so einer extrem breiten Straße nur 60 fahren soll.
Als ich wieder mal geblitzt wurde, hatte ich so eine Wut. Ich bin nach Hause gefahren, habe gewartet bis es dunkel wurde, habe im Keller Mörtel angemischt, bin zum Blitzer gefahren und habe vorne die Scheibe zugespachtelt. Ich beichte nun, dass es mir für die Leid tut, die das Zeug mühsam wieder runterkratzen mussten. Ich bin aber der Meinung, dass die Blitzerei nur Geldeintreibung ist.

Beichthaus.com Beichte #00029841 vom 03.03.2012 um 23:26:58 Uhr in 99869 Eschenbergen (Schulstraße) (32 Kommentare).

Gebeichtet von Vikingar
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4559 Leben ohne Kinder

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Feigheit Lügen Kinder Gesellschaft

Ich (w/29) bin mit meinem Leben sehr zufrieden: toller Job, in dem ich wirklich aufgehe, harmonische Beziehung und ein stabiler Freundeskreis, in dem ich mich relativ wohlfühle. Nur eines nervt mich maßlos: die ständige Frage danach, wann denn bei mir und meinem Partner Nachwuchs geplant ist. Meine Mutter wäre unendlich gerne Oma und viele Freundinnen von mir haben bereits Kinder. Ja, ich glaube, man erwartet geradezu von mir, dass ich ebenfalls endlich mal schwanger werde, da Kinder ja so etwas Wunderschönes und der Sinn des Lebens sind. In Wirklichkeit haben mein Partner und ich uns bewusst gegen Kinder entschieden, wir lieben unsere Freiheit, unsere Jobs und verreisen sehr gerne. Wir wollen unser Leben ungezwungen und ohne große Verantwortung gegenüber einem Kind genießen, zumal ich mich ehrenamtlich im Tierschutz engagiere und bereits dort den Sinn meines Lebens gefunden habe. Wenn ich meine Freundinnen mit ihren Kindern erlebe, bin ich jedes Mal heilfroh, dass ich mich danach in meine eigenen vier Wände zurückziehen und erholen kann. Ich habe also überhaupt keinerlei Bedürfnisse danach, selbst jemals Mutter zu werden. Das Problem ist, dass ich mich nicht traue, offen darüber zu reden oder meinen Standpunkt klar zu vertreten und bei dem Thema ausweiche. Eine Frau, die sich bewusst gegen Kinder entschieden hat?


Ich kann mir jetzt schon die entsetzten Reaktionen in meinem Umfeld ausmalen, obwohl doch immer mehr Paare kinderlos bleiben und es in unserer Gesellschaft kein Tabu mehr sein sollte. An meine Mutter, die so gerne Enkel hätte, will ich dabei am allerwenigsten denken. Leider blieben ihr nach meiner Geburt durch eine Krebserkrankung weitere Kinder versagt und darum wünscht sie sich eben im Gegensatz zu mir nichts sehnlicher als ein Haus voller kleiner süßer Enkel. Mein Freund bat mich letztens, wir sollten endlich die Karten offen auf den Tisch legen, er wäre es inzwischen leid, immer herumdrucksen zu müssen und langsam halte auch ich dem Druck nicht mehr stand, mich herauszureden und so zu tun, als wollen wir "irgendwann" mal Kinder, sobald es passt. Für meine Mutter wird unser Geständnis sicherlich hart, aber es ist mein Leben und damit muss sie klarkommen. Sicherlich sind Kinder etwas Schönes, es ist ja nicht so, dass ich sie nicht mag, aber ich will halt einfach keine eigenen, nicht jetzt, nicht später und auch nicht irgendwann. Müssen sich Frauen, die sich so entschieden haben, wirklich immer noch rechtfertigen? Wer wiederum Kinder hat, muss ja auch viel entbehren und sich gefallen lassen, das fängt im Berufsleben an. Trotzdem will ich demnächst offen und ehrlich über das Thema reden, damit ich nie wieder diese schreckliche Frage hören muss, wann es denn bei mir so weit mit Nachwuchs ist.

Beichthaus.com Beichte #00032693 vom 09.02.2014 um 16:58:52 Uhr (51 Kommentare).

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“Beichte

4560 Ungerechte Pflegebranche

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Zorn Arbeit

Warum soll ich noch arbeiten gehen? Ich arbeite jetzt seit unzähligen Jahren in der Pflege und habe ein Festgehalt von knapp 1100 Euro. Ich merke richtig, wie ich meinen Körper ruiniere. Es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange ich das noch machen kann. Vom Geld her ist es eigentlich auch egal, ob ich jetzt noch weiter arbeite oder ob ich gleich Hartz IV beantrage. Und was die Rente betrifft, werde ich auf jeden Fall Grundsicherung benötigen. Ich merke immer öfters, dass ich nicht mehr kann. Und ich will auch nicht mehr den Ungerechtigkeiten einer ewig unfreundlichen Pflegedienstleistung ausgeliefert sein. Die machen mit den Arbeitskräften inzwischen was sie wollen. Freie Tage fallen unter den Tisch, Überstunden sind Standard. Und ich frage mich, wie ich meinem zukünftigen Leben in Armut entgegentreten soll, wenn ich bald selbst einen Rollator oder sogar einen Rollstuhl brauche. Denn dass ich es ohne Gehhilfe schaffe glaube ich inzwischen nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr, und ich bin unglaublich traurig, da mir kaum etwas zum Leben übrig bleibt. Dabei liebe ich meine Arbeit eigentlich - wenn sie nur nicht so hart wäre. Und die Pflegedienstleitung macht das alles noch viel schwerer - denn die leben regelmäßig ihre Launen an mir aus, weil ich der Liebling der alten Leute bin. Warum habe ich die Arschkarte? Am Liebsten würde ich zu dieser PDL nach Hause fahren und ihren Postkasten von oben bis unten voll Kot füllen und beschmieren! Obwohl sich dann ja nichts ändern würde. Aber irgendwie fühlt sich der Gedanke gut an. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00032598 vom 20.01.2014 um 14:04:19 Uhr (22 Kommentare).

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