3186 Meine Zahlenblindheit

16

anhören

Feigheit Peinlichkeit Lügen Geld

Ich (19) möchte beichten, dass ich unter Dyskalkulie leide und nie fähig war, entsprechend auf meine Umwelt zuzugehen. Für alle, die es nicht wissen: Dyskalkulie wird auch Zahlenblindheit oder Rechenschwäche genannt. Es ist zwar meistens so, dass Betroffene einer solchen Beeinträchtigung Meister des Versteckens sind und unangenehme Situationen bewusst vermeiden, aber dennoch hätte ich etwas tun sollen. Zuvor war mir dies allerdings nie so bewusst, ich habe mich einfach instinktiv von "gefährlichen" Situationen ferngehalten. Dies gelang mir auch, bis ich sechzehn wurde. Denn ab diesem Zeitpunkt bestand meine Oma darauf, dass ich mir ein Konto für das monatliche Taschengeld zulege, das ich von ihr erhielt. Ich sagte zu, hatte aber niemals die Absicht, mir ernsthaft ein Konto einzurichten.


Ein paar Monate vergingen und ich konnte den Fragen meiner Oma, bezüglich meines Kontos, immer ausweichen. Irgendwann beschloss sie dann spontan, mit mir zur Bank zu gehen und eines anzulegen. Ich hatte keine Chance, dem zu entkommen. Unruhig ließ ich mir dann Tausende Zettel geben, die ich ungesehen unterschrieb. Es war eine Sache von zehn Minuten und man sagte mir, ich würde demnächst Post bekommen und dass ich mich bei Fragen gerne melden könne. Jedenfalls bekam ich dann meine PIN und meine Karte. Damit war die Sache für mich erledigt. Immer, wenn meine Oma mich dann fragte, ob das Taschengeld überwiesen wurde bzw. ob ich nachgeschaut hätte, sagte ich Ja und irgendwann verlief das Ganze im Sand. Aber nach einiger Zeit bekam ich Post von meiner Bank, in der meine Kontoauszüge waren. Die Ersten paar öffnete ich noch, war aber völlig überfordert und bunkerte sie in meinem Zimmer. Ich glaube, für Außenstehende klingt das ziemlich dumm, aber was Solls. Es wurde zur Gewohnheit, diese Kontoauszüge in einen Karton zu werfen und mich nicht um mein Konto zu kümmern. Mir wurde zwar bewusst, dass ich jetzt weniger Bargeld hatte, für mich damals das einzige Geld, aber mit zehn Euro in der Woche, die ich mit Nachhilfe in Deutsch verdiente, kam ich ganz gut über die Runden.


Jedenfalls, vor gut drei Monaten, ließ ich dann endlich die Bombe platzen. Dass ich schon immer Probleme im Fach Mathematik hatte, war meiner Familie bewusst, doch als ich ihnen gestand, wie viele Probleme mir Zahlen allgemein machten, waren wir fest entschlossen, einen Test zu machen. Dieser fiel dann tatsächlich positiv aus und ich bin jetzt in Therapie bei einem speziellen Dyskalkulietherapeuten. Dort habe ich auch besagtes Konto erwähnt und er brachte mich dazu, es meiner Mutter zu erzählen. Also setzten wir uns zusammen und sie erklärte mir die Grundzüge der Kontoführung. Danach gingen wir meine Kontoauszüge durch und stellten fest, dass ich knapp 1.300 Euro angespart hatte. Zugegebenermaßen war mir das relativ egal, denn die Strapazen, die ich damit hatte, waren ziemlich schwerwiegend. Das ist meine Beichte. Ich war zu feige, um mich meinem schwerwiegenden Zahlenproblem zu stellen und log unverfroren alle in meinem Umfeld an. Nicht nur diese Tatsache setzt mir zu, sondern alles, was mit ihr zusammenhängt. Jetzt habe ich zwar eine Anzahlung zum Führerschein, aber ich habe immer noch starke Bedenken. Ich hoffe, in der Therapie baut sich mein Selbstbewusstsein wieder etwas auf. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00031675 vom 31.07.2013 um 12:45:12 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

3187 Mit Messer auf dem Mast

11

anhören

Waghalsigkeit Dummheit Unfall Urlaub Norwegen

Ich bin ein passionierter Fan von Großseglern und bin auch bereits auf mehreren Schiffen mitgefahren. Für alle Leute, die in den Mast klettern und dort arbeiten, gibt es ein heiliges Gesetz, das nicht gebrochen werden darf: Es dürfen keine losen Gegenstände in die Takelage mitgenommen werden. Alles, was aus einer Höhe von 30 oder 40 Metern auf das Deck fällt und jemanden trifft, kann diesen unter Umständen tödlich verletzen. Ich habe einmal dieses Gesetz aus Versehen gebrochen und diese Todsünde begangen. Wir waren mit unserer Brigg auf dem Weg nach Bergen in Norwegen und am darauf folgenden Tag wollten wir einlaufen. Ein Segelmanöver stand an und ich zog meinen Blaumann an, in dem sich, was ich leider vergessen hatte, mein Einhandklappmesser in der Brusttasche befand – lose!


Wir enterten auf bis zur Vorroyalrah, der obersten Rah des ersten Mastes, welche sich in rund 40 Metern Höhe befindet. Dort begannen wir ein Segel zu verpacken – eine anstrengende und gefährliche Tätigkeit. Dabei mussten wir uns weit über die Rah hinauslehnen, um das Segel fassen zu können. Mein Messer rutschte mir aus der Brusttasche und fiel in die Tiefe, die Schneidefläche voran. Unglücklicherweise befanden sich auch Mitsegler an Deck, ganz in der Nähe des erwarteten Aufprallortes. Wir brüllten nach unten, dass sie beiseite gehen müssen! Das Messer prallte schließlich auf die Reling und prallte nach innen ab. Verletzt wurde niemand, aber der Gedanke, dass ich durch Leichtsinn und Fahrlässigkeit beinahe einen Menschen getötet hätte, beschäftigt mich sogar noch bis heute.

Beichthaus.com Beichte #00029402 vom 03.10.2011 um 14:00:24 Uhr in Norwegen (Bergen) (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

3188 Hausfrau und Mutter? Nein, danke!

39

anhören

Aggression Faulheit Vorurteile

Ich (w/29) gehe Vollzeit arbeiten, genau wie mein Mann auch. Wir haben eine 6-jährige Tochter, einen kleinen aber feinen Freundeskreis, genau wie unser Kind. So weit ist alles gut in unserer kleinen Welt. Was mich leider immer wieder zum Überkochen bringt, sind viele andere Mütter. Nicht alle, aber viele. Das ging im Kindergarten schon los. Bei Sommerfesten, Weihnachtsfeiern oder Ähnlichem hätte ich mir am Liebsten die Kante gegeben, um das ganze sinnbefreite Geschwätz ertragen zu können. Haben Frauen denn nur noch eine beschränkte Themenauswahl, sobald sie sich vermehrt haben? Man hört immer nur noch, welches Kind denn schon was besser kann als die anderen, welches Waschmittel benutzt wird, um die ach so dreckige Kleidung der Kleinen wieder sauber zu kriegen, welcher Kuchen letztes Wochenende gebacken wurde und so weiter.


Haben die alle denn kein eigenes Leben mehr? Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Familie, und ja, auch ich backe mit der Kleinen, und auch ich habe verschiedenste Mittelchen in der Waschküche stehen, um ihre Sachen sauber zu kriegen. Aber ich gehe damit nicht hausieren. Und warum nicht? Weil es keinen interessiert! Seit sie diesen Sommer eingeschult wurde, ist es noch schlimmer. Ein besonders penetrantes Exemplar der Gattung Muffin-backende-Vollzeit-Mutti hat zu wirklich jedem Thema was zu sagen und tut dies auch ungefragt. Ich hasse diese Frau. Und dann immer das Gejammer, dass Mutter zu sein der schwerste Fulltime-Job der Welt ist. Ja natürlich. Vor allem in der Zeit von acht bis vier, wenn die Kinder in der Schule sind. Muss schwer sein, die ganze Freizeit rumzukriegen. Kann mir doch keiner erzählen, dass er jeden Tag zu Hause acht Stunden putzt. Und dann muss man sich noch anhören, dass es sich für eine Mutter ja wohl gehören würde, zu Hause zu bleiben.


Was soll ich zu Hause rumhocken, wenn mein Mann arbeitet und das Kind in der Schule ist? Den Haushalt schmeißen wir gemeinsam und ich gehe verdammt noch einmal gerne arbeiten. Meine Beichte? Ich kann diese Weiber nicht ertragen. Und nur zum Wohle meiner Tochter, damit sie nicht von Geburtstagen ausgeschlossen wird, halte ich mit meiner Meinung hinterm Berg. Aber ich befürchte, dass mir irgendwann ganz gewaltig der Arsch platzt!

Beichthaus.com Beichte #00037191 vom 09.12.2015 um 09:54:41 Uhr (39 Kommentare).

In WhatsApp teilen

3189 Flirt in der Uni-Bibliothek

16

anhören

Begehrlichkeit Studentenleben

Flirt in der Uni-Bibliothek
Ich (w/21) bin Studentin im zweiten Semester. Seit Kurzem habe ich die Unibibliothek für mich entdeckt. Sie ist ziemlich modern, hell und architektonisch gefällt sie mir einfach. Was ich aber noch viel schöner finde, sind die Menschen, die sich dort aufhalten. Zur Zeit lerne ich fast jeden Tag in der Bibliothek und sehe mir nebenbei die anderen Studierenden an. Obwohl ich auf Männer stehe, schaue ich meistens Frauen hinterher und freue mich, wenn ich ein hübsches Gesicht, einen knackigen Arsch oder wohlgeformte Beine sehe. Manchmal tausche ich eindeutige Blicke mit gutaussehenden Männern aus. Kurz: Die Atmosphäre in der Bibliothek macht mich ziemlich an. Ich möchte schon mal vorbeugend beichten, dass ich wohl demnächst meinen Freund in das öffentliche Magazin im Keller locken werde, um dort in einer dunklen Ecke zwischen den Bücherregalen hemmungslosen Sex mit ihm zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00031083 vom 26.04.2013 um 20:18:53 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

3190 Der Reiz erwischt zu werden

26

Masturbation Fetisch Schamlosigkeit Shopping Flug & Co. Salzburg

Als ich (w) ungefähr 13 Jahre alt war, ging ich mal wieder shoppen. Natürlich landete ich irgendwann in einer Umkleidekabine und verspürte plötzlich den Drang es mir selbst zu besorgen. Zwar hat es bis zum Höhepunkt ein Weilchen gedauert, da die Gefahr erwischt […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00028658 vom 22.02.2011 um 00:08:35 Uhr in 5020 Salzburg (Europarkstraße) (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht