1811 Es ist Sommer in Berlin

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Hass Ekel Bahn & Co. Berlin

Es ist Sommer in Berlin
Ich hasse den Sommer. Ich hasse ihn wie die Pest. Ich kann es nicht ertragen, wenn 37°C sind, ich im Büro sitze bei 40°C und mir das Wasser die kimme runterrinnt und ich dabei noch irgendwas gescheites denken soll, geht nicht. Es ist einfach schrecklich unter die […]
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Beichthaus.com Beichte #00017019 vom 03.09.2006 um 19:24:19 Uhr in Berlin (22 Kommentare).

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1812 Das öffentliche Bücherregal reinigen

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Boshaftigkeit Unglaube Gesellschaft

Ich komme öfter an einem öffentlichen Bücherregal vorbei, in das man Bücher stellen kann, die man nicht mehr will und sich auch an vorhandenen Schmökern bedienen darf. Beides habe ich bereits des Öfteren getan. Neben Klassikern, alten Informatikbüchern und Hausfrauenromanen taucht in diesem Regal aber auch immer wieder religiöse Propaganda auf, wobei es sich oft um Material der Zeugen Jehovas oder um irgendwelche esoterischen Engelssekten handelt. Die meisten kennen ja vermutlich diese kleinen Büchlein oder Broschüren, die einen dazu bewegen sollen, sein Leben wegen ein paar halbgaren Argumente total umzukrempeln. Jedenfalls war einmal fast ein halber Meter nur damit vollgestellt, was mir gar nicht passte. Deswegen habe ich mich ordentlich mit diesem Zeug beladen und es einfach in den nächsten Mülleimer geworfen. Seitdem reinige ich das öffentliche Bücherregal regelmäßig von religiöser Propaganda.

Beichthaus.com Beichte #00030782 vom 12.02.2013 um 03:46:09 Uhr (37 Kommentare).

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“Beichte

1813 Die Oma im Zoo

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Habgier Missbrauch Familie

Als ich neun Jahre alt war, lebte meine Uroma bei uns mit im Haus. Sie war einer der ältesten Menschen in unserem Stadtteil und 104 Jahre alt. Daraus wollte ich früher unbedingt einen Vorteil erzielen und habe damals regelmäßig Kinder aus meiner Schule gefragt, ob sie gegen ein paar Pokemon-Karten und etwas Geld mal eine 104-Jährige sehen wollten. Das Geschäft verlief nicht schlecht, sodass ich nach der Schule nicht selten 3-4 Freunde aus meiner Schule nach Hause mitgenommen hab. Meine Uroma hat das nicht weiter interessiert, da sie wohl nicht mehr viel mitbekommen hat. Jetzt wo ich langsam erwachsen bin, tut mir die Sache sehr leid, da ich meine Oma wie ein Tier im Zoo behandelt habe.

Beichthaus.com Beichte #00026509 vom 15.06.2009 um 01:32:08 Uhr (22 Kommentare).

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1814 Nähe und Distanz

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Begehrlichkeit Engherzigkeit Verzweiflung

Ich bin jetzt 25, aber hatte noch nie eine richtige Freundin. Meine Eltern haben mir nie sowas wie körperliche Nähe beigebracht, oder mal gesagt, sie wären Stolz auf mich. Wenn ich als Kind wegen was weinte, wurde ich nicht getröstet, wenn ich Schmerzen hatte, brachte man mich irgendwann zum Arzt. Aber Händchen halten, wenn man beim Zahnarzt war, kannte ich nicht. Bei Füllungen natürlich immer das Billigste, keine 10 DM zu viel zahlen.


Eine Frau sehe ich bei der Arbeit häufiger. Sie hat mir Komplimente gemacht, wir haben sehr viel geredet. Ich habe mich so dermaßen in sie verknallt, verstehe mich mit ihr super. Jedenfalls, als ich sie letztens sah, heulte sie, weil sie eine Prüfung verhauen hatte, aber ich war nicht in der Lage, sie in irgendeiner Weise zu trösten oder sie einfach in den Arm zu nehmen. Mein Inneres baute so eine unglaubliche Blockade auf, dass ich mich in diesem Moment, in dieser Situation, außerstande sah, sie zu berühren, sie zu trösten, obwohl ich es ja eigentlich wollte, aber ich wusste verdammt nochmal nicht, wie ich das anstelle. Stattdessen fragte ich sie was Dummes, ich weiß noch nicht mal mehr, was ich gefragt habe. Ich hoffe, sie verzeiht mir das irgendwann, wenn sie denn meine Freundin werden würde. Aber selbst wenn es nicht klappen sollte, tat mir das sehr Leid.

Beichthaus.com Beichte #00029782 vom 06.02.2012 um 18:38:48 Uhr (16 Kommentare).

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“35.000

“Folge

1815 Christliches Zeltlager

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Masturbation Neugier

Als ich sieben Jahre alt wurde durfte ich das erste mal mit in das Zeltlager in das alle meine Freunde damals fuhren. Was ich all die Sommer darauf auch tat weil es einfach immer riesig viel Spaß machte. Wie es in solchen Gemeinschaften der Fall ist wurde natürlich auch in unserem Lager eine "Die-Älteren-unterdrücken-die-Jüngeren"-Hierarchie gepflegt. War aber nicht immer schlecht mit Älteren zusammen zu sein. Man konnte auch so einiges lernen wie zum Beispiel das onanieren. Das Zeltlager war sehr Christlich organisiert und auch wir waren in unseren jungen Jahren noch sehr vom Glauben eingenommen, so dass mir und meinem besten Kumpel es immer als Sünde erschien uns selbst zu befriedigen. Also gingen wir mittags immer ein Stück in den Wald, suchten uns jeder eine Ecke und holten uns einen runter. Anschließend beteten wir wegen unsrem schlechten Gewissen. So dachten wir wäre es schon ok. Das beten haben wir aber dann irgendwann aufgegeben.

Beichthaus.com Beichte #00026793 vom 04.08.2009 um 09:56:43 Uhr (27 Kommentare).

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