Je suis Charlie geht mir hintenrum vorbei!

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Hass Zorn Medien Politik Frankreich

Ich muss beichten, dass mir die Krise in Frankreich wegen der Attentäter richtig hintenrum vorbeigeht. Ständig wird irgendwer von irgendwem getötet. Mal wegen Religion, mal wegen Geld oder Drogen. Ich finde es ekelhaft, wie alle auf einmal Je Suis Charlie überall posten und so tun, als hätten sie auch nur einen Hauch der Ahnung, für was die Zeitung steht. Alle Medien-Heuchler, die alles teilen, was irgendein Behinderter empfiehlt, in Panik gesetzt von Berichten, die wahrscheinlich zwischen dem RTL-Morgenmagazin und "How i met your mother" gesehen wurden. Werdet mal wach Leute! Die Welt ist gemein und aggressiv.

Beichthaus.com Beichte #00034818 vom 09.01.2015 um 12:30:09 Uhr in Frankreich (Rue Nicolas Appert, Paris) (27 Kommentare)

Das Feuer für die Nachbarskinder

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Vandalismus Kinder Nachbarn Hamburg

Als ich (w) etwa neun bis zehn Jahre alt war, haben meine kleine Schwester (anderthalb Jahre jünger) und ich ab und an mit den Nachbarskindern gespielt. Die anderen Kinder wohnten in einem anderen Haus, quasi gegenüber von uns. Wenn man aus dem Kinderzimmer über den Hinterhof schaute, konnte man das Haus sehen. Jedoch waren die Häuser getrennt durch eine Einfahrt und hohe Sichtschutzholzzäune. An einem Nachmittag haben die Kinder uns geärgert und wir wollten sie zurück ärgern. Eine von uns kam auf die Idee, Wunderkerzen anzuzünden und herüber zu werfen. Also standen wir am Zaun, zündeten einige Wunderkerzen an und warfen diese herüber. Man hörte, dass die Kinder überrascht waren. Wir warfen noch weitere Wunderkerzen über den Zaun und kicherten. Nach kurzer Zeit sind wir wieder in die Wohnung gegangen, weil es dann zu langweilig wurde. Irgendwann entdeckten wir, dass an der Hausseite, wo wir die Wunderkerzen herübergeworfen hatten, große Flammen zu sehen waren. In dem Moment hörte man auch schon von allen Seiten Sirenen näher kommen. Wir hatten natürlich voll Panik, dass man uns erwischt. Doch uns hatte niemand verdächtigt, die Kinder hatten unser Gekicher wohl nicht gehört. Noch Jahre später konnte man die Spuren des Brandes sehen. So scheinheilig wie wir waren, fragten wir noch die Nachbarskinder, was da denn passiert sei.


Es kam raus, dass da ganz viel Papier und einige Kartons gelegen hatten und das hat offenbar schnell Feuer gefangen. Zum Glück wurde niemand verletzt. Als wir älter waren, erfuhren wir, dass unser Onkel in jüngeren Jahren versehentlich einen Wald in Brand gesetzt hat und unser Vater unbeabsichtigt eine Garage abgefackelt hat. Scheint wohl im Blut zu liegen. Es tut mir sehr leid, dass die Aktion von uns zum Brand führte.

Beichthaus.com Beichte #00030924 vom 23.03.2013 um 19:47:13 Uhr in Hamburg (5 Kommentare)

Ich hasse die Einsamkeit

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Hass Verzweiflung

Ich (m,19) kann es einfach nicht verstehen! Warum zum Teufel muss ich immer mit ansehen, wie meine Freunde mit ihren Freundinnen glücklich sind, während ich seit 19 Jahren leer ausgehe?
Ich mache wirklich viel für meine Freunde und bin eigentlich niemand, der anderen etwas Böses will, aber nur weil ich etwas dicker bin und ab und zu ein wenig aufgedreht, soll ich es nicht verdient haben jemanden zu finden, mit dem ich einfach zusammen sein kann? Ich will ja nicht gleich heiraten und um den Sex geht es mir bei der Sache auch nur sekundär, wenn überhaupt. Was ich auch nicht verstehen kann, ist, dass es nicht ein Fünkchen Gerechtigkeit auf dieser Welt gibt, da zumindest in meinem Umfeld die, die am oberflächlichsten sind, auch am glücklichsten sind.
Ich verstehe es nicht! Warum sollte ich, obwohl ich es mir wirklich mehrmals überlege, bevor ich was sage oder mache, das Andere verletzen könnte, nicht auch erfahren, was es bedeutet dieses Glück zu haben, wenn man von jemandem geliebt wird? Es ist auch nicht so, dass ich es nicht versuchen würde und so unförmig, wie ihr euch mich jetzt vorstellt, bin ich auch nicht, aber es klappt einfach nicht. Langsam verlässt mich auch der Mut, etwas gegen meine Einsamkeit zu unternehmen. Meine Freunde wissen nicht, dass mich das so belastet und ich bin auch nicht der Typ, der anderen Schuldgefühle machen will, weswegen ich ihnen auch nichts davon erzähle. Aber ich muss es jetzt einfach loswerden und ich schäme mich auch dafür, aber ich hasse sie alle. Alle, die in einer glücklichen Beziehung leben, sogar meine engsten Freunde, deren Beziehungen teilweise ohne mich gar nicht zustande gekommen wären. Ich fühle mich schlecht deswegen und wahrscheinlich haben sie es nicht verdient, aber ich hasse sie, weil sie es besser haben als ich und an diesem Hass wird sich nichts ändern, bis sich meine Lage geändert hat!

Beichthaus.com Beichte #00021801 vom 20.05.2007 um 09:36:45 Uhr (9 Kommentare)


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