Irgendetwas fehlt in meinem Leben

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Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich (m/19) habe einen Nebenjob, bei dem ich richtig Kohle machen kann, bin erfolgreich und komme gut an. In der Schule ist alles bis auf ein paar Kleinigkeiten bestens. Die Lehrer mögen mich, meine Noten sind ok und ich fühle mich wohl in der Schule. Ich habe die besten Freunde, die ich mir vorstellen kann, auf sie ist immer verlass und sie ziehen mich, wenn es sein muss, aus dem größten Sumpf. Ich habe Erfolg bei Frauen, sehe gut aus und habe einen sehr gut gebauten Körper. Aber irgendetwas fehlt. In letzter Zeit ist der Funke des Lebens in mir erloschen. Ich trotte von Schule in die Arbeit, von der Arbeit ins Training, danach gehe ich manchmal noch mit Freunden einen draufmachen. Irgendetwas fehlt. Ich werde abgefragt, brilliere mit 15 Punkten bei einer Lehrprobe, bei der der Schulbeauftragte von Oberfranken und der Direktor der Schule anwesend sind. Diese Leere. Mir wird von einem gutaussehenden Mädchen gesagt, dass sie mich schon immer süß fand. Mein Ego bekommt Streicheleinheiten, aber irgendetwas fehlt.

Eine feste Beziehung kommt für mich nicht in Frage, keine Zeit dafür im Moment. Könnte sie das Loch in mir ausfüllen? Um das herausfinden zu können, müsste ich erstmal eine Frau finden, auf die ich mich einlassen würde. Seit der letzte Beziehungsversuch sowas von dermaßen in die Hose gegangen ist, lasse ich Frauen höchstens noch an meine Hose, aber nicht an mein Herz. Was fehlt mir? Abwechslung? Von was? Mein Leben ist abwechslungsreich genug. Mir fehlt ein Ausbruch aus meinem jetztigen Leben, alles komplett umkrempeln. Mich neu versuchen, auf Teufel komm raus ackern, saufen, Freunde finden, verlieren. Ich habe das Maximum für mich in dieser Stadt herausgeholt. Ich brauche neue Herausforderungen, an denen ich mich messen kann, oder besser, die sich mit mir messen können.

Beichthaus.com Beichte #00021671 vom 06.05.2007 um 05:40:19 Uhr (12 Kommentare).

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Wie man die Zeugen Jehovas vom Glauben abbringt

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Misstrauen Unglaube Vorurteile

Ich möchte beichten, dass ich möglicherweise den Glauben zweier Personen zerstört habe. Es war während meiner Mittagspause, die Sonne schien und ich saß auf einer Bank am Marktplatz, einen Eiskaffee schlürfend und vollkommen in meinen Gedanken versunken. Eine Stimme drang an mein Ohr: "Darf ich dich fragen, was du für den Sinn des Lebens hältst?" Ich, voll in Gedanken, sage: "Der Sinn des Lebens besteht darin, nicht nach dem Sinn zu suchen, denn sollte man ihn finden, begeht man wahrscheinlich Selbstmord." Die Stimme: "Du bist ein trauriger Mensch." Erst jetzt blicke ich auf und sehe ein junges Pärchen vor mir stehen. Sie: blond, klein, recht hübsch. Er: kurze Haare, Brille und ein Gesicht, in das man nur so aus Spaß einschlagen möchte. Beide trugen ein weißes Hemd und schwarzen Rock bzw. Hose, auf dem Rücken ein Rucksack und auf der Brust ein Button mit der Aufschrift "ERWACHET". Scheiße! Die Zeugen. Sie setzten sich sofort zu mir. Sie fing sofort an, mich zu zu texten. Mein Weltbild wäre sehr bewölkt und ich müsste mein Herz für die Güte Gottes öffnen.

Güte Gottes? Mein Fluchtreflex legte sich. Gott, das ist mein Thema (Ja ich habe die Bibel gelesen, sie aber auf mein zynisches Weltbild zurecht interpretiert). "Gott ist nicht gütig. Er redet es uns nur ein, um mit dem Glauben an das Paradies uns gefügig zu machen. Gott will uns nicht im Paradies haben, sonst hätte er Adam und Eva nicht so explizit auf die Verbote hingewiesen, dass die beiden neugierig werden, mussten diese zu übertreten. Der Mensch wollte schon immer Verbote übertreten, das weiß doch jeder. Besonders derjenige, der allwissend ist. Gott wollte uns nicht haben, aber anstatt uns das zu sagen, hat er intrigiert und uns ein Verbrechen angehängt. Das ist doch fies oder?" Er schluckte nur. Aber sie schien nach einem Gegenargument zu suchen. Sie fand keins. Sie sagte nur, man solle Gott nicht anzweifeln. Ich: "Sagt wer?" "Sagt Gott." "Verbrecher sagen auch von sich, unschuldig zu sein. Soll man das auch nicht anzweifeln, nur weil er es sagt."

Das Gespräch ging so ungefähr eine halbe Stunde weiter. Ich habe weitere Beispiele für die Hinterhältigkeit Gottes gegeben und mit Beispielen aus der Bibel belegt. Ich konnte auch meine Beweisführung anbringen, dass die Frau die Personifizierung des Teufels ist. Nur um sie ein wenig fertig zu machen. All das lässt sich mit der Bibel belegen, wenn man sie so auslegt wie ich. Auf jedes Argument, was sie hatte, hatte ich ein perfektes Gegenargument. Ich bin normalerweise nicht sehr schlagfertig, aber dieses Mal hatte ich einen ziemlich guten Lauf. Sie schien sehr leicht beeinflussbar zu sein (Kein Wunder, sonst wäre sie ja nicht Zeuge geworden).

Naja das Ende vom Lied ist, das die zwei sich getrollt haben, sie ziemlich heftig am schluchzen und er sie tröstete. Das Letzte, was ich von ihm hörte, war dass er ziemlich leise zu mir sagte: "Du bist ein Geschöpf des Bösen und Gott wird dich dafür bestrafen." Ich antwortete nur mit einem glockenhellen "Hosianna!" Danach habe ich den Rest meiner Pause wieder mit Eiskaffee schlürfen verbracht, dieses Mal nur über beide Ohren grinsend. An diesem Tag hatte ich ein tierisches Hochgefühl. Heute tut es mir leid, vielleicht waren die beiden ja glücklich mit ihrem Glauben. Aber was lassen sie sich auch so leicht beeinflussen. Vielen Dank, dass ihr mir so lange zugehört habt.

Beichthaus.com Beichte #00024415 vom 01.08.2008 um 16:50:07 Uhr (45 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Spendenmarathon ohne mich!

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Engherzigkeit Geiz Geld Gesellschaft

Ich beichte, dass mir diese ganze Spendensache absolut auf den Geist geht. Natürlich ist es tragisch, wenn irgendwo eine Naturkatastrophe passiert. Aber warum ist Deutschland immer bei den Ersten, die helfen? Oder Griechenland - na logisch liebe Griechen, ihr bekommt den Arsch voll Geld gesteckt und macht euch dann auch noch über uns lustig. Schönen Dank auch. Oder ganz prima ist auch der Spendenmarathon von dem Sender mit den drei Buchstaben. Hinz und Kunz versammeln sich und bitten um Spenden für arme Länder. Wie wäre es denn, wenn wir erst mal unser eigenes Land auf die Beine bringen? Hier gibt es genug Kinder, die Hunger haben. Nichts Ordentliches zum Anziehen oder Spielen besitzen. Ich kann das nicht nachvollziehen. Absolut nicht. Aber darf man das öffentlich ansprechen? Nein! Nur wieso nicht? Unsere Politiker stellen sich als Heiland der Welt hin und hier geht alles den Bach runter. Ich beichte, dass ich keinen Cent an irgendwelche Länder spende.

Beichthaus.com Beichte #00032226 vom 14.11.2013 um 11:47:23 Uhr (27 Kommentare).

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Vorgetäuschte Mehrfach-Orgasmen

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Lügen Falschheit Begehrlichkeit

Ich (w/22) lüge ziemlich fies meinen Freund an. Ich sage ihm immer, nachdem ich mit ihm geschlafen habe, dass ich mehrmals zum Höhepunkt gekommen wäre. Und er ist total stolz auf sich und fühlt sich total als Mann. Die Wahrheit ist: Ich bin noch nie zum Höhepunkt gekommen. Naja, was solls, das musste mal raus.

Beichthaus.com Beichte #00014080 vom 29.07.2006 um 04:00:58 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Hassmails an die Ex meines Mannes

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Zwietracht Ex

Mein Mann hatte, bevor er mit mir zusammenkam, eine Bettgeschichte mit einer Frau, die später wieder ziemlich hartnäckig versucht hat, sich an ihn ranzumachen, obwohl sie wusste, dass er mittlerweile verheiratet mit Kind war. Ich war damals noch sehr jung und stinksauer auf diese Frau, die wie gesagt von mir und unserem Kind wusste. Ich habe ihr damals in meinem Zorn von einer anderen Mailadresse aus anonym böse Mails geschickt, in der ich sie als Schlampe darstellte (der Begriff ist bei ihr tatsächlich nicht ganz unzutreffend, sie macht sich gerne an vergebene Männer ran).

Das Ganze ist jetzt Jahre her und ich finde das mit den Mails mittlerweile reichlich kindisch und peinlich und hatte das längst vergessen. Jetzt wurde ich heute daran erinnert, als ich plötzlich an meine richtige E-Mail-Adresse eine Mail von dieser Frau bekam, in der sie mich fragt, ob ich immer noch so frustriert bin oder damit aufgehört habe, den früheren Flammen meines Mannes Hassmails zu schicken. Das Ganze ist mir so unglaublich peinlich, ich weiß gar nicht, ob und wie ich reagieren soll. Und vor allem bin ich jetzt auch noch paranoid, weil ich keine Ahnung, habe, wie sie nach so vielen Jahren darauf gekommen ist, dass die Mails von mir kamen. Ich weiß noch nicht mal, woher sie meinen Namen kennt. Meine Mails waren damals sehr allgemein formuliert, sie hätten von Jedem sein können (es gibt sicher genügend Leute, die Grund gehabt hätten, ihr sowas zu schreiben). Das Fake-Gmail-Konto ist mit meiner richtigen E-Mail-Adresse verknüpft, aber das ist doch nicht öffentlich und nur dazu da, falls ich das Passwort vergesse. Ich bereue meine kindische Reaktion von damals, die mir jetzt keine Ruhe lässt und in mir Paranoia auslöst.

Beichthaus.com Beichte #00041498 vom 17.08.2018 um 21:37:44 Uhr (18 Kommentare).

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