Von Schneebällen und LKWs

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Vandalismus Lügen Dummheit

Jeder kennt das - nach der Schule in der Winterzeit werden auf dem Weg nach Hause Schneebälle gemacht, um sich gegenseitig damit zu bewerfen oder einzuseifen. Ich wollte damals einen besonders festen und damit schmerzhaften Schneeklumpen fabrizieren, aber nach 20 Minuten Gepresse und Zusammendrückerei war das Ding so fest, dass ich mich nicht mehr getraut habe, mit diesem Eisbatzen auf jemanden zu werfen. Ich gab den Schneeball jemand anderem in die Hand. Der Typ hat daraufhin das Ding mit voller Wucht auf einen entgegenkommenden LKW geworfen, er traf ihn genau an der Frontscheibe. Wir hörten nur ein Klirren und sind nach der Vollbremsung erst einmal davongelaufen. Ich schaltete aber schnell, hörte auf zu rennen und versuchte, um nicht aufzufallen, lässig zu gehen. Der Fahrer stieg aus und sprach mich mit seinem feuerroten Kopf an, ob ich etwas gesehen hätte. Ich dachte mein Herz bleibt stehen. Er hatte einen Blick mit einer Mischung aus Adrenalinrausch und blankem Zorn. Ich sagte ihm, ich wüsste von nichts und bin weiter gelaufen. Auch wenn ich nicht direkt daran schuld war, fühle ich mich heute noch schuldig, denn wegen meines Schneeballs hätte sonst etwas bei der Aktion passieren können.

Beichthaus.com Beichte #00026001 vom 01.04.2009 um 23:38:59 Uhr (8 Kommentare).

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Meine speziellen Backkünste

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Masturbation Schamlosigkeit Ekel Schule

Ich (m/19) möchte beichten, dass ich in meiner Schulzeit in einen selbst gebackenen Kuchen onaniert habe. Als ich mal wieder etwas vergessen hatte, forderte meine Lehrerin mich auf, einen Kuchen zu backen und diesen mit der gesamten Klasse zu teilen. So ging ich ans Werk und kam auf die Idee, in den Kuchen zu onanieren. Gesagt, getan. Nachdem ich mich entleert hatte, schob ich das Prachtexemplar in die Röhre. Diesen brachte ich mit in die Schule und verteilte ihn gerecht. Jeder bekam ein Stück - auch meine Lehrerin. Dort konnte ich mir nur schwer das Schmunzeln verkneifen. Das Beste daran war, dass mich meine Lehrerin auch noch für meine Backkünste gelobt hat. Bitte vergebt mir, auch wenn ich schon wieder ein Grinsen auf dem Gesicht habe.

Beichthaus.com Beichte #00034725 vom 30.12.2014 um 01:11:50 Uhr (18 Kommentare).

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“35.000

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Späte Reue

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Engherzigkeit Ignoranz Verzweiflung Kinder Schule

Als ich (w) noch zur Schule ging und in der achten Klasse war, hatten wir einen Jungen in der Klasse, den keiner so richtig leiden konnte. Er war viel jünger als wir und hatte ein paar Klassen übersprungen, aber obwohl er so intelligent war, war er eben gut zwei Jahre jünger als wir. Das macht in dem Alter schon etwas aus. Welche 14-Jährigen wollen schon mit 12-Jährigen abhängen? Er war einfach vom Denken und Verhalten her noch ein Kind und kein Teenager wie wir und so kamen viele nicht mit ihm klar. Er fuhr morgens immer mit dem selben Bus wie ich, aber stieg ein paar Stationen früher ein und konnte mir so immer einen Platz frei halten, was ich auch gerne in Anspruch nahm. Der Bus war morgens meistens völlig überfüllt. Für diese 20 Minuten Busfahrt waren wir sogar so etwas wie Freunde. Wir unterhielten uns, aber sobald wir im Klassenzimmer waren, waren wir Fremde. Und ehrlich gesagt fand ich das okay so. Ich habe mir nie großartig Gedanken darüber gemacht. Aber eines Abends, mein Vater und ich waren im Kino und fuhren gerade über die Autobahn nach Hause, sah ich weit hinten aus den umliegenden Feldern Rauch aufsteigen. Ich dachte mir natürlich nichts dabei und sagte sogar noch: "Guck mal Papa, da brennt was!" Am nächsten Tag rief mein Klassenlehrer an und wollte meine Eltern sprechen. Ich hatte schon Schiss, dass ich unwissentlich irgendwas ausgefressen oder eine schlechte Note hatte oder sonst was, aber mit dem, was meine Mutter mir dann mitteilte, hatte ich nicht gerechnet. Ich habe ihre Worte noch genau im Ohr: "Du hast mir doch gestern von dem Rauch erzählt, den du auf dem Rückweg gesehen hast..." Dieser kleine, arme Junge hatte mit seinen Freunden in einer Scheune, weit draußen auf dem Feld, gespielt und war zwischen zwei dieser riesigen Strohballen gerutscht, diese zylinderförmig zusammengebundenen Dinger, die man öfter mal sieht, wenn man zur Erntezeit an Feldern vorbeifährt. Seine Freunde konnten ihn nicht herausziehen und bei dem Versuch, einen Strohballen weg zu wuchten, fiel einer der Ballen direkt auf den Spalt, in dem er steckte. Und anstatt Hilfe zu holen, haben sie versucht, die Stricke, die das Heu zusammenhalten, mit einem Feuerzeug durch zu brennen, damit sie das lose Heu besser wegräumen können. Aber logischerweise fing das ganze trockene Stroh Feuer und bis sie es geschafft hatten, nach Hause zu rennen und die Feuerwehr zu alarmieren (Handys waren noch nicht so populär, schon gar nicht unter Kindern), war der Junge qualvoll erstickt und halb verbrannt.


Ich weiß noch, wie mir der Toast aus der Hand fiel und ich total geschockt nicht mal imstande war, zu weinen. Ich konnte es einfach nur nicht fassen. Ich konnte auch nicht begreifen, dass ich fröhlich vergnügt im Kino war und dann im Auto an dem Ort vorbei fuhr, an dem gerade mein Klassenkamerad und Bus-Sitznachbar starb. Aber am schlimmsten hat es mich gequält, dass ich mich nicht mehr entschuldigen konnte. Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen, wie dieser Junge sich jeden verdammten Morgen gefühlt haben muss. Erst setze ich mich neben ihn, unterhalte mich nett und ignoriere ihn dann. Ich habe zwar nie mitgemacht, wenn die anderen ihn geärgert haben, aber ich habe auch nichts dagegen gesagt. Trotzdem glaube ich, dass das, was ich gemacht habe, seelisch noch viel grauenvoller war. Die Tage der totalen Ohnmacht zogen sich lang hin, und irgendwann habe ich angefangen, einen endlosen Brief zu schreiben mit allen Emotionen, mit allen Gedanken, und bat ihn um Verzeihung. Ich glaube, der Brief umfasste zum Schluss sechs doppelseitig beschriebene Blätter. Ich fühlte mich so schlecht wie noch nie und fand es fast erbärmlich, wie wir dann geschlossen als Klasse zu seiner Beerdigung gingen. Wir alle, die wir ihm das Leben schwer gemacht hatten.


Die Kirche war voll bis unter das Dach, ich saß oben auf der Empore und konnte nicht sehen, was unten vor sich ging. Erst als wir aufstanden, um zum Friedhof zu gehen, sah ich den weißen Sarg und das Foto daneben. Ich musste fürchterlich weinen. Wir mussten fast durch das halbe Dorf, alle Straßen waren abgesperrt, wegen der Leute von der Presse, die auch ausführlich über den Unfall berichtet hatten. Auf dem Friedhof bildeten wir eine lange Schlange, die nach und nach am Grab vorbei ging und Erde hinein warf und danach den Eltern die Hände schüttelte. Ich warf neben der Erde noch den Brief hinein und auf einmal hörte ich auf zu weinen. Es fühlte sich an, als hätte er mir genau in diesem Moment vergeben. Trotzdem möchte ich hier beichten, was ich diesem Jungen angetan habe und wahrscheinlich habe ich es sogar verdient, mich schuldig zu fühlen, weil ich mich nicht mehr entschuldigen konnte.
Außerdem hoffe ich, dass mein Erlebnis vielleicht auch eine Mahnung ist an alle die, die andere auf übelste Art und Weise ärgern. Zum Ersten habt Ihr verdammt noch mal keine Ahnung, was so ein bisschen "ärgern" in einem anrichten kann und zweitens habt Ihr vielleicht irgendwann nicht mehr die Chance, euch zu entschuldigen.

Beichthaus.com Beichte #00030524 vom 03.12.2012 um 14:33:39 Uhr (19 Kommentare).

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Der Trümmerhaufen und die Traumfrau

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Begehrlichkeit Verzweiflung

Ich habe mich in eine Frau verliebt. Tja, sie sieht das alles etwas anders und hat mich veletzt. Deshalb habe ich alle Brücken zu ihr abgebrochen und einen Trümmerhaufen hinterlassen. Sorry.

Beichthaus.com Beichte #00004572 vom 21.01.2006 um 03:57:43 Uhr (0 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich mache lieber meinen Zweitjob!

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Betrug Falschheit Arbeit Worms-Pfeddersheim

Ich arbeite bei meinem Hauptjob nur noch das Nötigste - ab und dann sitze ich entweder vorm Internet oder mache meine Sachen für meinen Zweitjob, der mir mehr Spaß macht, fertig. Ich bereue nichts, denn meine Kollegin und mein Chef sind die falschesten Personen, die mir je untergekommen sind und haben es nicht besser verdient!

Beichthaus.com Beichte #00015903 vom 11.08.2006 um 21:24:46 Uhr in Worms-Pfeddersheim (0 Kommentare).

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