Misstrauen gegenüber meiner Freundin

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Eifersucht Missbrauch Fremdgehen Partnerschaft Haselünne

Ich möchte beichten, dass ich meiner Freundin gegenüber misstrauisch bin. Wenn ich mir die Beichten hier durchlese, wird mein Misstrauen dabei immer stärker. Ich traue mich kaum, meine Freundin zum Yoga, in den Urlaub, ins Fitnessstudio, auf eine Party oder in einen Urlaub zu schicken, weil ich scheinbar Angst haben muss, dass sie mir mit dem Yogalehrer, dem Barkeeper auf Malle, einem Muskelprotz im Fitnessstudio, einem tollen Hengst in der Disco oder dem Klamottenverkäufer von H&M in der Umkleide fremdgeht.
Mein Gott, ist die Frauenwelt tatsächlich so verdorben? Ich will also zum einen beichten, dass ich meiner Freundin gelegentlich und stetig öfter misstraue, was sogar schon dazu führte, dass ich in ihrem Handy oder in Facebook herumgeschnüffelt habe, und dass ich, sei es durch die Beichten hier oder auch den Fremdgeh-Erzählungen Bekannter wegen, langsam dazu tendiere, gar niemandem mehr zu vertrauen. Ich bin ein dummer Mensch und werde versuchen, meinen Verstand zu finden und meine Gedankenwelt zu sortieren. Entschuldigung, meine Liebe. Ich werde mich zusammenreißen und meinem Misstrauen widerstehen, wenn ich das nächste mal Dein Handy in die Finger kriege.

Beichthaus.com Beichte #00030104 vom 19.07.2012 um 15:16:38 Uhr in 49740 Haselünne (Bahnhofstraße) (33 Kommentare).

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Der Negativ-Bewerter

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Rache Boshaftigkeit Zwietracht Shopping Internet Stuttgart

Ich habe vor Jahren relativ erfolgreich beim großen Auktionshaus im Netz verkauft und damit auch teils ganz gut verdient. Ich hatte lange Zeit volle positive Bewertungen, bis zu dem Tag, an dem ein Käufer mich vier Stunden nach dem Kauf anschrieb, was mir einfiele, mich so lange nach dem Kauf nicht bei ihm zu melden und er werde mich auf jeden Fall negativ bewerten. Nach kurzer Recherche in einschlägigen Foren, auch bei der Seite selber, stellte sich heraus, dass der Käufer jemand ist bei dem biologisch wohl die eine oder andere Weiche im Verstand falsch gestellt ist und der nur solche Aktionen bringt, aber die Artikel dennoch bezahlt und auch einfordert. Dann schrieb er aber immer Sachen wie "Ware vorsätzlich beschädigt, um mir eins reinzuwürgen" oder "Verkäufer war sehr böse!" in die (immer negativen) Bewertungen. Zu jener Zeit kümmerte man sich dort kaum um sowas. Also was tun?


Gerade an diesem Tag, es war Sommer und wirklich sehr heiß, ist mir ein großer Krebs in meinem Aquarium an Altersschwäche gestorben. Mir kam ein Gedanke, also legte ich das Tier in die Sonne und liess es dort, Katzen- und Vogelsicher, die nächsten drei regenfreien Tage und Nächte liegen. Derweil wurde mein Postfach mit Mails voller übler Beleidigungen und obskurer Beschimpfungen zugepackt. Beispiel: Sie sind ein Schurke, jawohl ein Schurke! Nur weil dieses Wort niemand mehr benutzt, beschreibt es doch einen schlechten Menschen, und ja, der sind Sie! Nach insgesamt einer Woche versandte ich den gut und luftdicht verpackten Artikel und legte den toten, mittlerweile extrem widerlich stinkenden Krebs jedoch mit ins Paket, und zwar beim Füllmaterial ziemlich mittig. Dabei trug ich eine alte Gasmaske aus Fastnachtszeiten.

Vier Tage später bekam ich eine Vorladung zur Polizei. Der Kunde habe sich bei dem Geruch und Anblick so heftig übergeben müssen, dass er notärztlich versorgt werden musste. Anzeige wegen Körperverletzung und wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, weil diese Krebsart wohl in freier Natur vom Aussterben bedroht ist. Offenbar ging man davon aus, ich hätte das Tier extra getötet, was ich nie getan hätte. Ich ging also hin, druckte aber vorher alles aus, was ich über diese Person fand, stellte ihn als den gestörten Menschen dar, der er ist und ich selbst erstattete Anzeige wegen übler Nachrede, nachdem ich scheinbar glaubwürdig versicherte, dass ich nicht den geringsten Schimmer hätte, wo man Krebse überhaupt sozusagen im Ganzen kauft. Relativ siegessicher verließ ich das Polizeirevier. Aber zu früh gefreut.


Erstaunlicherweise kam es dennoch zur Verhandlung. Ich stritt alles ab, und der Kunde wurde als Zeuge vorgeladen. Man merkte ihm an, dass er total neben der Spur stand. Schon vor dem Saal kam er mit ausgestrecktem Finger und weit aufgerissenen Augen auf mich zu: "Du, Du! Dich kriege ich heute!" Als er reingerufen wurde, konnte er das Erlebnis kaum in Worte fassen und wurde, weil er mich dauernd beleidigte, mehrfach verwarnt. Einmal sogar kostenpflichtig. Als ihn meine Anwältin mit dem Material, das ich über ihn gesammelt hatte, konfrontierte, schwammen seine Felle ihm ganz davon, und es wurde immer offensichtlicher, dass sich Justiziars Waage in meine Richtung neigen würde. Plötzlich stand er auf, warf den Stuhl vor sich in den freien Raum zwischen Verhörtisch und Richterbank und schrie er werde alle Anwesenden langsam umbringen und wir seien alle seine Gefangenen. Selbstverständlich wurde er sofort überwältigt, abgeführt und sagen wir es mal so, noch einmal notärztlich behandelt. Zuhause übernachtet hat er an dem Tag und den darauf folgenden drei Wochen jedenfalls nicht. Ich wurde einen Tag später, die Kosten für den Mehraufwand trug der Staat, in allen Ehren freigesprochen.


Ob ich bereue? Mir ist klar, dass dieser Mann nicht geistig gesund sein kann, allerdings wurde ihm weniger, wie erwartet, Schizophrenie, sondern viel mehr Narzissmus und eine schon krankhafte Arroganz der Umwelt gegenüber bescheinigt. Einfach ein unerträglich penetranter Mensch, es waren auch noch einige weitere juristische Schritte nötig, die, bildlich geschrieben, Zähne dieser Person aus meinem Hosenbein zu lösen und die Belästigung per Post und Mail zu unterbinden. Schlimmerweise war nämlich seine Rechtsvertretung ungefähr genauso drauf. Und letztendlich haben wir beide deshalb unsere *bay-Accounts verloren. Und er kam wenigstens mal in Behandlung.

Beichthaus.com Beichte #00030100 vom 18.07.2012 um 00:11:54 Uhr in 70190 Stuttgart (Hauffstraße 5) (27 Kommentare).

Gebeichtet von Jackomo
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“Beichte

Kein Müll im Eimer

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Verschwendung Arbeit Friedeburg-Reepsholt

Kein Müll im Eimer
Ich (m) muss heute auch mal was beichten. Ich mache zur Zeit ein Praktikum in einem Unternehmen im Verwaltungsbereich und komme da ziemlich gut zurecht. Nur was ich traurig finde ist unser dunkelhäutiger Putzmann, der jeden Montag bei uns durchwischt und die Mülleimer leert. Da in meinem Praktikanten-Büro nicht viel zum Aufräumen ist und ich selten Papier wegschmeiße, hat dieser nette und freundliche Mann bei mir nie viel zu tun. Jedes mal kommt er in mein Büro rein und lächelt mich an, seine Ausstrahlung ist wirklich top, aber wenn er in meinem Mülleimer keinen Müll sieht, ist er irgendwie immer traurig und enttäuscht darüber, dass da kein Müll drin liegt, den er entsorgen kann. Es zerreißt mir immer wieder das Herz, ihn dann so traurig zu sehen. Meine Beichte ist nun, dass ich angefangen habe extra leeres Papier zusammenzuknüllen und wegzuschmeißen, nur damit er was zu arbeiten hat und glücklich ist. Es klingt vielleicht leicht bekloppt, aber ich habe das Gefühl, ihn damit glücklich zu machen. Ich weiß selbst nicht woran es liegt, aber nur das stillt mein schlechtes Gewissen ihm gegenüber. Der Umwelt tut es sicherlich nicht gut. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00030095 vom 16.07.2012 um 14:31:13 Uhr in Friedeburg-Reepsholt (26 Kommentare).

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Der netteste Mensch der Welt

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Fremdgehen Dummheit Partnerschaft

Ich (w/21) möchte beichten, dass ich den liebsten und nettesten Menschen, den ich kenne und mit dem ich über 3 Jahre zusammen war, innerhalb von nur einem Monat mit 5 verschiedenen Männern betrogen habe. Er hat sich daraufhin natürlich von mir getrennt. Jetzt bereue ich es total. Er war immer für mich da und der Liebling meiner Eltern. Er hat mir sogar zu meinem 21. Geburtstag ein Auto im Wert von über 10.000 Euro geschenkt und das obwohl er auch nur einen ganz normalen Beruf mit durchschnittlichem Einkommen hat. Seit dem wir uns getrennt haben und ich ausgezogen bin bei ihm reagiert er nicht mehr auf meine Anrufe und meine SMS. In unserer alten Wohnung wohnt er leider auch nicht mehr. Dabei will ich ihn unbedingt zurück haben, weil er einfach der tollste Mensch ist, den ich kenne. Wenn meine Eltern wüssten, was ich mit ihm abgezogen habe, würden sie kein Wort mehr mit mir reden. Es tut mir Leid.

Beichthaus.com Beichte #00030087 vom 12.07.2012 um 19:08:20 Uhr (74 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Meine Traum-Oma

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Engherzigkeit Verzweiflung 50+

Meine Oma hat früher auf meinen Bruder und mich aufgepasst, wenn meine Eltern beide gearbeitet haben. Sie war eine richtige Traum-Oma. Gesundheitlich hatte sie immer wieder mal mit Problemen zu kämpfen, aber geistig war sie top-fit. Sie interessierte sich sehr für das Weltgeschehen, konnte mit Begriffen wie "working poor" oder "beamen" etwas anfangen, löste fleißig Kreuzworträtsel, hatte einen hohen Sinn für Gerechtigkeit und setzte sich auch mal für die Jugendlichen ein. Sie war streng, aber auch sehr menschlich. Mit den Jahren kristallisierten sich bei mir immer mehr Ähnlichkeiten mit ihr heraus, was meine Bindung zu ihr verstärkte.


Vor 3 Jahren begann sich sehr rapide eine Demenz bei ihr bemerkbar zu machen. Da eine Pflege- und Haushaltshilfe nicht mehr reichte, um sie und ihren Haushalt einigermaßen in Schuss zu halten und all ihre Kinder arbeiteten oder zu weit weg wohnten, haben sie sie in ein Alterspflegeheim gegeben, wo sie sich nach anfänglichem Sträuben (verständlicherweise) nun sehr wohl fühlt. Ich bin sie seither erst 2 Mal besuchen gegangen und eigentlich möchte ich auch nicht mehr hingehen. Nicht weil ich zu faul bin oder sie mir nichts mehr bedeutet. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe was aus ihr geworden ist. Sie erkennt die eigene Verwandtschaft überhaupt nicht mehr und hat weniger Wissen als ein 5-jähriges Kind. Als ich die letzten beiden Male dort war, bin ich in Tränen ausgebrochen als ich dieses Häufchen Mensch gesehen habe. Ich habe so gut es ging, es vor ihr zu verstecken versucht, damit sie kein schlechtes Gefühl bekommt. Ich hatte auch das Gefühl, dass sie mich mag und sich über den Besuch freut.
Meine Mutter (welche sie immer wieder besucht) hat mir gesagt, dies sei schon ok und gar kein Problem, aber mich beschäftigt es immer wieder. Ich denke immer wieder an meine Oma und werde dabei traurig. Sie kann ja nichts dafür, aber die Besuche tun mir regelrecht weh. Ich bin danach völlig durch den Wind. Aber andererseits fühle ich mich, als würde ich sie im Stich lassen. Und was wenn sie stirbt und ich war kaum bei ihr?

Beichthaus.com Beichte #00030080 vom 09.07.2012 um 20:12:28 Uhr (31 Kommentare).

Gebeichtet von stillesWasser
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