Die Frau neben dem Dönerladen

21

anhören

Trunksucht Dummheit Peinlichkeit Augsburg

Nach dem Aufstieg vom FC Augsburg in die 1. Bundesliga sind mein Kumpel und ich wie viele andere in die Innenstadt auf den Rathausplatz zum Feiern gegangen. Die Stimmung war ausgelassen, die Sonne schien und irgendwie hatte man immer ein kühles Bier in der Hand. Um 18 Uhr war ich schon ziemlich angetrunken, aber noch nicht total stramm, allerdings machte sich nach dem ganzen Bier ein ziemlich deutliches Hungergefühl breit. Der Kumpel und ich sind dann in die Maxstraße und haben dort einen Döner und eine Pizza gegessen. Da es sehr warm war, haben wir uns an einen der Brunnen raus gesetzt und gegessen. Nachdem ich meinen Döner aufgegessen hatte, bin ich noch mal in den Laden und habe zwei kalte Bier gekauft. Beim Rausgehen hätte ich fast eine junge Frau umgelaufen, ich habe mich direkt bei ihr entschuldigt und fand sie sehr süß. Ich habe darauf hin versucht, sie anzubaggern, was im angetrunkenen Zustand und nach Döner stinkend wohl wenig erfolgreich war, auf jeden Fall war ich in dem Zustand wohl wenig subtil. Irgendwann rief dann mein Freund, ich solle doch mal die arme Frau in Ruhe lassen und mit dem Bier antraben. Habe ich dann auch getan, man ist ja kein Unmensch. Interessanterweise hielt sich die Frau die ganze nächste Zeit in der Nähe des Dönerladens auf, als ob sie warten würde. Auf dem Rückweg zum Marktplatz gingen wir noch mal an ihr vorbei und ich zwinkerte ihr irgendwas in Richtung "letzte Chance hübsche Frau!" zu. Im Endeffekt habe ich dann noch mit dem Freund ein paar Bier am Rathausplatz getrunken und bin dann heim und direkt ins Bett. Den nächsten Tag hatte ich mir direkt frei genommen um einen etwaigen Kater adäquat auskurieren zu können. Irgendwann am nächsten Morgen bin ich von einem sehr penetranten Klingeln an der Haustür wach geworden und ich entschloss mich in Unterbuchse zur Tür zu schleppen. Vor der Tür stand die Frau von gestern Abend und wir guckten uns beide ziemlich dämlich an, bis sie das Wort ergriff und sagte: "Guten Morgen, wir sind von den Zeugen Jehovas und sie sollten dringend mal bei uns vorbei schauen!" Sagte es, drückte mir einen Zettel in die Hand und verschwand wieder.

Hiermit beichte ich, dass ich es fertig gebracht habe, eine Zeugin Jehovas anzubaggern, um mir dann von ihr die Leviten lesen zu lassen. Schlimmer jedoch ist, dass mein Freund mich bei jeder Gelegenheit damit aufzieht, wenn wir durch die Fußgängerzone gehen und irgendwo eine Omi mit Wachturm in der Hand rumsteht, unter dem Motto:"Na, willste dein Glück nicht noch mal versuchen?"

Beichthaus.com Beichte #00029066 vom 20.06.2011 um 20:26:47 Uhr in Augsburg (Maxstraße) (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Alles total egal

53

anhören

Trägheit Engherzigkeit Falschheit Selbstsucht Nümbrecht

Ich (m/25) habe eine unendliche Gleichgültigkeit in mir. Mir ist wirklich absolut alles egal. Mit 20 hatte ich meine erste Freundin. Als sie mit mir Schluss gemacht hat, war mir das völlig egal. Ich habe sie auch nie geliebt. Vielmehr hatte ich sie, damit ich mal eine gehabt habe. Ich habe mich generell noch nie in irgendein Mädchen verliebt. Meine ganzen Freundinnen, die ich seitdem hatte, waren nur zu meiner Befriedigung da. Insgesamt waren sie für mich aber genau so wichtig, wie der Brotkorb in der Küche. Leider geht es mir nicht nur mit Frauen so. Ich habe wirklich viele Freunde und studiere einen anspruchsvollen Studiengang (Jura). Aber meine Freunde sind auch nur da, damit ich nicht alleine Freitagabend vor dem PC hocke, sondern saufen gehen kann. Wenn mein bester Kumpel morgen im Krankenhaus landen würde, oder sterben würde, würde ich auf die Beerdigung gehen und ich müsste so tun, als ob ich weine, damit es nicht peinlich wird! So schon geschehen vor 6 Jahren.


Ich weiß wirklich nicht, was mit mir los ist. Meine Eltern lieben mich und machen alles für mich, ich bin auch immer super nett zu ihnen, aber eigentlich sind sie mir total egal. Ich besuche sie auch nur, um nochmal Geld fürs Studium oder ähnliches zu kriegen. Aber letztlich sind sie für mich genau so interessant, wie die Kassiererin im Supermarkt. Auch Hobbies betreibe ich nur, damit ich welche habe. Eigentlich macht mir nichts wirklich Spaß. Andererseits stört mich auch nichts im Leben. Ich habe mich noch nie wirklich geärgert. Ich lebe einfach mein Leben, wie eine Maschine, habe viele Freunde und lache auch, aber das ist Fassade. Ich habe auch noch nie die Wut verspürt, mich an einem Menschen in irgendeiner Form zu rächen. Wenn ich schlechte Noten kriege, ist es halt so. Wenn ich gute Noten bekomme auch. Alles total egal. Ich könnte eigentlich auch ein Bagger auf der Baustelle sein, der seine Arbeit macht, denn im Prinzip ist alles, wie es ist: sachlich und neutral zu betrachten und schnurz egal.

Beichthaus.com Beichte #00029065 vom 20.06.2011 um 19:43:58 Uhr in Nümbrecht (53 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Der Bettler vor der Bank

27

anhören

Ignoranz Boshaftigkeit Aggression Gesellschaft Geld Gießen

Ich musste letzte Woche zum Geldautomaten und quasi meinen gesamten Lohn meines Studentenjobs abheben, um die Reparatur meines Autos zu bezahlen. Kaum war ich aus der Bank mit dem Geld in der Tasche gelaufen, kam ein Mann auf mich zu, der mich fragte, ob ich ihm helfen könnte. Normalerweise bin ich sehr freundlich und höflich zu Fremden, erwiderte: "Schauen wir mal, wie kann ich ihnen helfen?" Da fing dieser Typ doch fast an zu weinen und meinte: "Ich habe kein Geld für essen und trinken." Weiter ließ ich ihn auch nicht kommen, ging einen Schritt zurück und meinte lautstark: "Willst du mich verarschen? Ich hab selber kein Geld und muss auch klar kommen, wie ich alle meine Rechnungen und Ausgaben bezahlen soll, und du quatscht mich hier dumm von der Seite an und fängst an zu weinen? Sieh zu, dass du Land gewinnst, du W*chser", und bin einfach weiter gelaufen.
Ich weiß, dass das assig ist, aber wirklich, jeder muss irgendwie seinen Lebensunterhalt verdienen und sich Mühe geben. Egal wie schlecht es mir gehen würde, ich könnte mich niemals dazu erniedrigen betteln zu gehen. Beichten möchte ich, dass ich diese assigen Bettler und Bittsteller absolut ekelhaft und nervig finde. Habt Erbarmen.

Beichthaus.com Beichte #00029063 vom 20.06.2011 um 18:54:11 Uhr in Gießen (Marktplatz) (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mit dem Klammerbeutel gepudert

13

anhören

Selbstsucht Lügen Habgier Arbeit Darmstadt

Ich (m/24) habe einen sehr lockeren Studentenjob. Die Arbeit beschränkt sich größtenteils aufs Herumsitzen und die Arbeitszeiten auf die Nachmittage der Wochenenden und Feiertage. Eigentlich optimal. Logischerweise sind die Einsätze an Sonn- und Feiertagen wesentlich beliebter, als die Einsätze an Samstagen, da diese einfach besser bezahlt werden. Das Team, welche die Studenten für ihre Einsätze einteilt, ist daher stets bemüht, eine faire Verteilung zu gewährleisten.


Nun ist es aber so, dass sich einige meiner Kollegen offenbar für ziemlich gerissen halten und ich daher ständig scheinheilige Anfragen erhalte, ob wir nicht die Schichten tauschen können, da ihnen ja ganz plötzlich etwas dazwischengekommen sei. Ihr ahnt es bereits. Selbstverständlich waren bisher sämtliche Tauschanfragen zu meinen Ungunsten. Dass mal jemand an einem Sonn- oder einem Feiertag verhindert gewesen wäre, kam bisher noch nie vor. Sorry Jungs und Mädels, aber ich bin doch nicht mit dem Klammersack gepudert. Ich helfe wirklich gerne, wenn Hilfe benötigt wird, aber ausnehmen, wie eine Weihnachtsgans, lasse ich mich nicht. Ich möchte also beichten, dass ich sämtliche Tauschanfragen höflichst aber bestimmt mit der Begründung ablehne, dass ich am vakanten Tag leider schon etwas vor habe.

Beichthaus.com Beichte #00029062 vom 20.06.2011 um 18:38:45 Uhr in Darmstadt (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Hüpfburg für den Neffen

20

anhören

Betrug Stolz Gesellschaft Geld Bottrop

Ich habe mein Studium mit Schwarzarbeit finanziert, da ich sonst keine Unterstützung bekommen habe. Ich bescheiße das Finanz- und Arbeitsamt. Anfangs tat ich es nur, um meinen Lebensunterhalt zu sichern. Jetzt tue ich es, weil ich es geil finde. Ich fühle mich gut, weil ich mich am System rächen kann. An dem System, welches daran Schuld ist, dass ich mich mein ganzes Studium lang nachts kaputt arbeiten musste und deshalb zehn Jahre älter aussehe. Von einem Teil des ersparten Geldes habe ich meinem Neffen eine kleine Hüpfburg gekauft, die er sich gewünscht hat. Ich sehe es eigentlich nicht als Betrug, sondern eher als (selbst-)gerechte Umverteilung. Trotzdem tut es mir Leid. Und zwar gegenüber meinen Eltern, weil ich nicht die rechtschaffene Bürgerin bin, die ich hätte werden sollen. Stattdessen hat mich das System zu einer Nutte erzogen, die den Staat ausnimmt wie einen Freier.

Beichthaus.com Beichte #00029060 vom 20.06.2011 um 15:52:30 Uhr in Bottrop (Hochstraße) (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht