Die Unterlagen eines Toten

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Faulheit Trägheit Falschheit Arbeit

Ich möchte hiermit beichten, dass ich bei der Arbeit ziemlich unzuverlässig bin. Ich arbeite im Versicherungsbereich und erst vor Kurzem habe ich die Unterlagen eines (zwischenzeitlich) verstorbenen Kunden noch einen Monat in meinem Auto liegen lassen, weil ich einfach zu faul war, fünf Minuten Umweg zu fahren und die Unterlagen bei seinen Hinterbliebenen abzugeben.

Beichthaus.com Beichte #00037358 vom 07.01.2016 um 16:14:21 Uhr (5 Kommentare).

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Leuchtet das Licht im Kühlschrank immer?

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Verschwendung Maßlosigkeit Arbeit

Leuchtet das Licht im Kühlschrank immer?
Ich war einmal - vor vielen Jahren, nach dem Studium - bei einem Hausgerätehersteller im Produktdesign tätig. Dort habe ich einen Kühlschrank entworfen, welcher weit über eine Million mal gebaut wurde. Nichts Besonderes, ein Allerweltsmodell in Großserienfertigung halt und so etwas macht man mehr oder weniger nebenbei, weil wichtigere Projekte zu teureren Geräten im Vordergrund stehen, die mehr Zeit benötigen. Die Technik bei dem Ganzen ist eigentlich immer dieselbe, nur das Design ändert sich. Und so geht es darum, um die Technik herum ein Gehäuse zu planen, welches bei dem Modell für mich alleine keine Woche gedauert hatte, wobei man hingegen bei hochwertigeren Modellen mehrere Monate gemeinsam mit Kollegen zubrachte. Nachdem alle internen Kontrollstufen und Tests durchlaufen wurden, kam die Freigabe: Die Fertigung lief an und das Gerät verkaufte sich hervorragend, was die Absatzzahlen zeigten.

Eines Tages flatterte jedoch ein Brief ins Haus. Die Produktion lief da schon seit längerer Zeit. Ein, der Schreibschrift nach älterer Mann, wollte testen, ob das Licht im Inneren des Schrankes bei geschlossener Tür wirklich ausging. Es hatte ihm keine Ruhe gelassen und er hatte seine Videokamera auf Aufnahme gestellt, sie in das Innere des Gerätes gelegt und so aufnehmen können, dass das Licht im Inneren bei geschlossener Tür weiterleuchtet. Zuerst konnten wir es gar nicht glauben und testeten es selbst. Und es stimmte, die Lampe leuchtete bei geschlossener Tür weiter und damals bei den Prüfdurchläufen war es keinem aufgefallen. Es handelte sich um Millimeter. Ein Kollege hatte gleich eine Lösung parat, in dem wir auf die Stelle, an welcher die Tür den Schalter betätigt, ein 4mm dickes Stück Kunststoff klebten.

Das reichte aus, um den Schalter zu betätigen und das Licht auszumachen. Wir änderten sofort das Gehäuseinnere geringfügig für die Fertigung, damit es für alle zukünftig hergestellten Geräte wieder stimmte, und ließen zusätzlich mehrere 100.000 Stück Kunststoffrechtecke mit einer selbstklebenden Fläche auf der Rückseite auf Verdacht herstellen, falls sich noch mehr Leute melden sollten, damit diese das selbst einfach nachrüsten konnten. Diese wurden in ein Kuvert verpackt, mit einer Anleitung dazu, wie vorzugehen ist, damit das Licht im Kühlschrank ausgeht. Jedes dieser Kunststoffteile kostete fast zwei Mark, was bei der Stückzahl auch ein schöner Brocken war. Wenn man bedenkt, dass damals das Internet noch in den Kinderschuhen steckte und ein Fax das Highlight der Kommunikation war, dürfte es sich nicht wirklich herumgesprochen haben, dass die Geräte unbeabsichtigt ein Dauerlicht hatten und wir blieben auf den Kunststoffteilen sitzen.

Da die Technik von dem Gerät ziemlich langlebig und zuverlässig war, dürften heute noch einige Geräte herumstehen, welche immer leuchten, vorausgesetzt die Besitzer tauschen die Glühlampe aus, wenn sie defekt wird. Mittlerweile bin ich selbstständig und habe mit Küchengeräten, außer wenn ich daheim etwas koche, nichts mehr am Hut. Ich schreibe diese Zeilen, weil ich ein paar dieser Kuverts mit den Kunststoffrechtecken beim Entrümpeln gefunden habe. Ich möchte hiermit beichten, dass ich aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit bei der Planung vielen Menschen einen geringfügig höheren Stromverbrauch beschert habe, als notwendig wäre. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037354 vom 07.01.2016 um 08:44:06 Uhr (13 Kommentare).

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Die Koryphäen des Suffes

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Trunksucht Zorn Maßlosigkeit Last Night Ex

Die Koryphäen des Suffes
Ich beichte, dass ich meine Ex auf sehr schäbige Art und Weise verlassen habe. Es war so, dass sie zwei beste Freundinnen der Kategorie Dauersingle hatte. Die eine Freundin war mit 23 Jahren noch Jungfrau, mehr oder weniger aus Unsicherheit ihres eigenen Körpers, und dessen eingebildete Unzulänglichkeiten betreffend. Tatsächlich war sie allerdings ein Mordsgerät und hätte so gut wie jeden haben können. Die andere war zwar nicht mehr ganz jungfräulich, sich aber zu schade für die allermeisten Typen, und viel zu unreif, um verbindliche Beziehungen einzugehen. Den daraus resultierenden Frust ertränkten beide am allerliebsten in einem großen Glas Wodka-Energy. Meine Ex-Freundin wurde von den beiden Weibern an fast jedem Freitag und Samstag mit auf Party geschleift, wo sie sich dann zu dritt ordentlich die Kante gaben. Ich war grundsätzlich nicht erwünscht, und natürlich auch recht unbegeistert von der Tatsache, dass meine Freundin in der Regel Samstag und Sonntag mit schlechter Laune und Kopfschmerzen komplett im Bett verbrachte.

Natürlich versuchte ich, sie dazu zu bewegen, etwas Rücksicht auf unsere Beziehung zu nehmen. Es nützte jedoch nichts, und sie wurde im Gegenteil immer griesgrämiger und verantwortungsloser. Beispielsweise rissen sie sich irgendwelche Typen in der Disco auf und verbrachten die Nacht und den Großteil des darauffolgenden Tages saufend in deren WG. Erst abends bekam ich dann endlich ein Lebenszeichen von meiner Freundin, als ich schon ziemlich in Panik war. Angeblich lief weiter nichts, was ich den Dreien auch glaube, aber schon alleine die Tatsache, dass sie einfach so mitgingen, fand ich sehr befremdlich. Es hätte ja sonst etwas passieren können.

Einen knappen Monat später ballerten sie sich auf Kosten einer anderen Gruppe Männer so weg, dass meine Freundin ihre Tasche mit Geldbeutel, allen Ausweisen und Telefon verlor, und eines der drei Mädels zum Magen auspumpen im Krankenhaus landete. Nichtsdestotrotz waren die drei Koryphäen des Suffes zwei Wochen später wieder am Start, wo meine Freundin dann aus dem Club geworfen wurde, weil sie auf der Tanzfläche Strahlkotzen veranstaltete. Statt aufzuhören, zogen sie jedoch zum nächsten Club weiter, wo sie glücklicherweise nicht eingelassen wurden, weil alle drei mächtig voll waren. Als sie wiederum zwei Monate später vollkommen besoffen nachts ausgeraubt wurden, und die Freundin mit den Selbstwertproblemen beinahe vergewaltigt worden wäre, stellte ich meiner Ex ein Ultimatum: Entweder der Suff oder ich.

Ich führte ihr vor Augen, dass ich keine Lust hatte, mich ständig um sie zu sorgen, sie wahlweise aus dem Krankenhaus, von der Polizei, oder aus der Wohnung fremder Typen abzuholen. Hätte ich so etwas veranstaltet, hätte sie sich schon längst getrennt, das gab sie in der folgenden Diskussion kleinlaut zu. Sie hielt wacker einen Monat lang durch sich nicht wegzuschießen, dann wurde sie rückfällig. Eine ihrer Freundinnen wurde exmatrikuliert, weil sie bei verschiedenen Prüfungen durchgerasselt war, beziehungsweise gar nicht erst teilgenommen hatte. Ich kam Donnerstagabend heim und fand einen Zettel auf dem Tisch ich solle nicht auf sie warten, sie wären nur etwas essen gegangen. Am nächsten Morgen halb acht kam meine Ex-Freundin angetorkelt. Eine ihrer Freundinnen hatte im Suff zwei Autos beschädigt und saß noch auf der Wache herum - zum Ausnüchtern.

Ich erbat mir eine Woche Bedenkzeit, die Beziehung betreffend. Meine Ex-Freundin versprach mir anschließend hoch und heilig nicht mehr zu trinken, und die Ausfälle bleiben zu lassen, die Partynächte außerdem auf ein Minimum zu beschränken. Zwei Monate später dann der erneute Rückfall: Meine Ex war eines Abends wieder weg, und zwar komplett ohne Vorankündigung. Als sie um acht Uhr früh mit verschmiertem Make-up und hackebreit auftauchte, konnte sie einen Berg ihrer Möbel und Klamotten im Hausflur bewundern. Sie versuchte eine Stunde lang mit ihrem Schlüssel das ausgetauschte Schloss zu öffnen und grölte dabei so lange und laut herum, dass die Polizei kommen musste, die sie direkt mitnahm. Nachmittags kam dann ihr Bruder mit ein paar Kumpels und räumte ihre Möbel und Klamotten in einen Transporter. Ich habe meine Ex-Freundin seitdem nicht wiedergesehen und auch nicht von ihr gehört.

Beichthaus.com Beichte #00037348 vom 06.01.2016 um 12:02:50 Uhr (29 Kommentare).

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Mollige sind richtige Luder!

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Selbstsucht Engherzigkeit Begehrlichkeit

Ich (m/25) habe vor einigen Jahren den wohl besten Sex meines Lebens mit einer absolut übergewichtigen Frau gehabt. Damals habe ich studiert und war seit einiger Zeit Single. Über eine Dating-App habe ich dann ein Mädel kennengelernt, das ungefähr genauso alt war wie ich. Auf dem Bild in der App konnte man ihren Körper nicht sehen, ich habe mir erst einmal nichts dabei gedacht. Wir haben geschrieben und uns relativ zügig auch getroffen. Als ich sie das erste Mal gesehen habe, war ich schockiert, sie wog bestimmt über 100 Kilo. Davon hatte sie nie etwas erzählt und ich war mit meinem durchschnittlichen Körperbau eigentlich sehr offen umgegangen, daher war ich ein wenig verärgert. Trotzdem verbrachten wir einen tollen Tag miteinander und irgendwie packte es mich. Ich hatte schon seit Längerem keinen Sex mehr gehabt und sie war, was das Thema anging, sehr offen.


So kam es, dass wir am Ende des Tages bei mir im Bett landeten. Ja, was soll ich sagen, der Sex war der beste meines Lebens und leider konnte ich nicht wirklich lange an mir halten. Ich kam viel schneller als mir - und vor allem als ihr - lieb war. Sie war regelrecht enttäuscht über mein Stehvermögen. Daher fuhr sie auch relativ schnell wieder nach Hause. Wir schrieben noch einige Male und ich konnte sie erfolgreich davon überzeugen, dass ich eigentlich viel mehr drauf habe. So kam es, dass wir uns von da an regelmäßig trafen, um Sex zu haben, eine richtige Sexbeziehung. Sie war ein absolut durchtriebenes Luder, wollte immer richtig hart rangenommen werden und war auch sonst sehr hemmungslos. Ich habe noch nie so einen gierigen Mund um meinen Schwanz gehabt.


Trotz des geilen Sex ekelte ich mich aber immer mehr vor ihren Körpermassen. Ich habe eigentlich gar nichts gegen Molligere, aber bei ihr musste ich erst einmal den Bauch zur Seite schieben, um an die wichtigen Stellen zu kommen. Das war ein bisschen zu viel für mich. Irgendwann wollte sie mehr als nur Sex und ich habe sie dann fallen lassen und mich nicht mehr gemeldet, weil ich mir eine normale Beziehung einfach überhaupt nicht vorstellen konnte. Trotzdem bin ich froh, diese Erfahrungen mit ihr gemacht zu haben, da ich noch einiges von ihr lernen konnte.

Beichthaus.com Beichte #00037345 vom 05.01.2016 um 22:37:26 Uhr (20 Kommentare).

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Der Schmuck meiner Großtante

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Habgier Selbstsucht Schamlosigkeit Diebstahl

Eine angeheiratete Großtante von mir war gestorben. Zwei Schwägerinnen erbten den Schmuck. Wir hatten ein Familientreffen mit der ganzen Verwandtschaft, die ziemlich groß ist. Da die ganze Bagage sehr weltfremd ist und materielle Güter als profan ablehnt, haben diese Schwägerinnen den Schmuck herumgereicht und jede Frau durfte sich raussuchen, was ihr gefiel. Alles, was niemand wollte, sollte für einen guten Zweck gespendet werden. Es gab keine Stücke für Tausende von Euros, aber einige Goldkettchen und alte goldene Eheringe, für die sich niemand interessiert hat. Da überfiel mich die totale Gier und ich habe einiges eingesteckt und später verkauft. Mein Ehepartner würde ausflippen, wenn er es wüsste! Ich habe es sehr bereut, es war ein Scheißgefühl, als ich wieder zur Besinnung kam. Hinterher habe ich jahrelang großzügig gespendet.

Beichthaus.com Beichte #00037343 vom 05.01.2016 um 18:24:26 Uhr (7 Kommentare).

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