Schnaps mit Schokolade

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Trunksucht Völlerei Neugier Kinder Dortmund

Als ich etwa acht Jahre alt war, habe ich zum ersten Mal Alkohol probiert. Ich war für ein paar Tage bei meiner Oma und sie dachte sich nichts dabei, zum Nachtisch ihren selbst gemachten Eierlikör über mein Vanilleeis zu kippen. In diesem Augenblick kam ich auf den Geschmack. In den folgenden zwei Jahren habe ich zu Hause immer wieder heimlich Alkohol in verschiedenen Formen stibitzt. Es fing an mit Schokokugeln, die mit Eierlikör gefüllt waren und die sich meine Eltern in der Osterzeit gekauft hatten. Das erste Mal, dass ihnen etwas auffiel, war jedoch, als ich eine gesamte Packung Weinbrandtbohnen innerhalb weniger Stunden alleine leerte. Meine Eltern waren natürlich besorgt und sagten mir, dass das ungesund sei. Daraufhin wurde ich vorsichtiger. Heimlich nippte ich ab und zu am kleinen Schnapsvorrat meiner Eltern. Ich sagte ihnen auch manchmal, dass ich mir mein eigenes Parfum mischen wolle. Ich hatte häufiger solche Experimente drauf. Daher gaben sie mir ihre kleinen Schnapsfläschchen, die eigentlich leer sein sollten. Oft waren sie dies aber nicht und ich erwischte noch ein paar Tropfen.

Wenn meine Eltern von Nachbarn oder Bekannten Alkoholhaltiges geschenkt bekamen, verschwand dies häufig unbemerkt in meinem Magen. Und kaum war ich zu Besuch bei meiner Oma, fragte ich nach meinem geliebten Eierlikör. War ich bei Freunden eingeladen, sah ich mich unauffällig nach Mon Cherie und Ähnlichem um. Es ging mir dabei nicht darum, betrunken zu werden oder "cool" zu sein. Dazu wusste ich viel zu wenig über Alkohol. Ich mochte einfach den Geschmack der verschiedenen Schnäpse, vor allem in Kombination mit Schokolade. Meine Eltern bekamen davon nichts mit. Einzig mein schlechtes Gewissen plagte mich, da ich wusste, dass sie sich Sorgen machen würden, wenn sie davon wüssten. Den Vogel schoss ich schließlich ab, als ich zehn Jahre alt war. Wir hatten von unseren Nachbarn Schnaps geschenkt bekommen, der bereits seit Wochen unberührt in unserer Tiefkühltruhe lag. Als ich eines schönen Tages dann endlich mal alleine zu Hause war, bereitete ich mir mit Traubensaft, Sprudel und dem Teufelszeug eine schöne Mixtur zu und ließ es mir schmecken. Es dauerte auch nicht lange, bis ich zum ersten Mal die Nebenwirkungen von Alkohol volle Kanne zu spüren bekam. Kurz gesagt: Ich kehrte mein Innerstes nach außen. An diesem Tag endete meine glorreiche Karriere als Frühalkoholikerin. Die nächsten Jahre ließ ich meine Finger vom Schnaps und wagte mich erst wieder an Alkohol heran, als ich ungefähr wusste, was ich da eigentlich tat.

Dennoch fühle ich mich immer noch mies bei dem Gedanken, meine Eltern hintergangen und beklaut zu haben. Ich erinnere mich noch gut, wie ich ihnen mit meinem unschuldigen Lächeln eiskalt ins Gesicht gelogen habe. Ich bin übrigens keine Alkoholikerin geworden und trinke heute nur in sehr geringen Maßen. Und Mon Cherie finde ich inzwischen ekelig. Ich habe mein Vergehen eingesehen und bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00034146 vom 20.10.2014 um 22:48:39 Uhr in 44145 Dortmund (Eberstraße) (4 Kommentare).

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Glutenfrei

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Falschheit Völlerei Maßlosigkeit Familie Ernährung

Aufgrund verschiedener Bücher hat meine Mutter aktuell einen Anti-Gluten-Trip, der nicht mehr normal ist. Dies hat nicht nur eine Umstellung der künftigen Ernährungsgewohnheiten zur Folge, sondern hat meine Mutter dazu veranlasst, normale Lebensmittel wie Cornflakes, Nudeln und Sonstiges einfach wegzuwerfen. Der Höhepunkt war, als mein Vater mir einen Beutel Quarkbällchen mitgebracht hat, wie er es manchmal eben tut, und meine Mutter diesen unter wutentbranntem Gebrüll wegwerfen wollte. Zudem kam sie einmal in mein Zimmer gestürmt, weil sie gesehen hat, dass ich mir am Abend zuvor Frikadellen aufgewärmt hatte, welche auch Gluten enthalten. Um sechs Uhr morgens wurde ich also wegen Frikadellen geweckt - mit der Aussage, dass ich hoffentlich fürchterliche Magenkrämpfe habe. Außer Verwunderung darüber, dass die Frikadellen die Säuberungsaktion trotz des Glutens überstanden haben, hatte ich allerdings nichts. Zu meiner Beichte: Inzwischen haben mein Vater und ich uns kleine Vorräte angelegt, in denen wir Brötchen und andere glutenhaltige Lebensmittel lagern. Zudem haben wir verschiedene Tiefkühlkost ganz unten in der Gefriertruhe gelagert, wo meine Mutter kaum hinsieht. Wenn meine Mutter dann Spätschicht hat, werden diese Lebensmittel genüsslich gegessen. Sorry Mama, aber du bist in dem Punkt einfach zu extrem!

Beichthaus.com Beichte #00034121 vom 16.10.2014 um 14:00:03 Uhr (17 Kommentare).

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Der Geschmack von Tütensuppe

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Verschwendung Völlerei Ernährung

Der Geschmack von Tütensuppe
Ich (m/29) liebe es, Tütensuppen zu essen. Das ist erst einmal natürlich nichts Besonderes - dazu noch als Student - aber ich esse diese Tütensuppen und -soßen trocken, also als Pulver. Meine derzeitige Lieblingssorte ist Zitronen-Butter-Sauce von Kn*rr. Ich liebe einfach diesen kräftigen Geschmack, auch wenn sich der Magen sicherlich nicht so darüber freuen wird, wie die Geschmacksknospen. Pro Woche haue ich mir circa 4-5 Tüten rein und glaube auch nicht, dass ich damit so schnell aufhören werde.

Beichthaus.com Beichte #00033979 vom 20.09.2014 um 00:36:09 Uhr (7 Kommentare).

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Die Spezial-Currywurst

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Ekel Lügen Völlerei Ernährung

Ich (m/55) betreibe seit gut 25 Jahren einen Imbiss. Der geht seit guten zwei Jahren besser als vorher, weil alle meine selbst gemachte Currywurst essen wollen. Am Tag verkaufe ich da schon um die 500 - 600 Würste und kann, für mich alleine gesehen, sehr gut davon leben. Was ich aber beichten möchte, ist, dass in der Wurst nicht nur Schwein oder Rind zu finden sind, sondern auch andere Tierarten. Es kann auch vorkommen, das man darin Katze vorfindet. Den Leuten schmeckt es und ich kann gut leben. Trotzdem tut es mir für alle Nicht-Asiaten leid, dass sie manchmal etwas drin haben, das normalerweise nie in der Wurst ist. Ich selbst esse davon nichts.

Beichthaus.com Beichte #00033849 vom 30.08.2014 um 22:12:53 Uhr (26 Kommentare).

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Übergewicht und Fast Food

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Aggression Ekel Maßlosigkeit Völlerei

Ich (w) habe wegen einer Schilddrüsenunterfunktion ziemlich zugenommen. Nun hat sich das mit den Tabletten eingependelt und ich habe von Größe 48 auf 44 abgenommen. Und auch diese Größe ist schon wieder zu weit. Ich möchte beichten, dass mich diese extrem Übergewichtigen immer mehr anekeln, seit ich abnehme. Also die über 100 Kilo aufwärts. Ich verstehe es ja, wenn man durch eine Krankheit zunimmt, aber die Leute, die eh schon dick sind, und sich dann noch mit Fast Food vollstopfen, sind furchtbar. Ich achte auf meine Ernährung und esse viel Obst und Gemüse, um nie wieder so wie früher aussehen zu müssen.

Beichthaus.com Beichte #00033627 vom 19.07.2014 um 17:02:14 Uhr (23 Kommentare).

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