Die besten Streiche im Dorf

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Engherzigkeit Maßlosigkeit Waghalsigkeit Kinder

Ich (m/20) gehörte gehörte in meiner Kindheit einer kleinen Gruppe von Unruhestifter an, die ihren Ursprung in einem kleinen 2000 Seelendorf fand. Unserer Intention war es, Leute auf die Palme zu bringen. Nachts krochen wir aus unseren Löchern und zogen in den erbitterten Kampf, die Siedlungen zu terrorisieren. Die üblichen Klassiker, wie ein offener Tetrapack, der gegen eine Tür gelehnt wurde und dem Besitzer eine ordentliche Sauerei bescherte, wenn er seiner Pflicht nachging, um zu schauen, wer geklingelt hat. Taxifahrer, die sich bemerkbar machen sollten, wenn sie bei ihren Kunden angekommen sind, etc. Die Tränen des Gelächters trockneten mit der Zeit und wir sehnten uns nach einem "Meisterwek", welches das bisher geleistete in den Schatten stellen sollte.

In meiner Schule gab es eine Lehrerin - sie wohnte auch in unserem Dorf - die sich nicht durchsetzen konnte und sämtliche Strapazen über sich ergehen lassen musste. Ihr und ihrer Familie widmeten wir unsere ganze Aufmerksamkeit. Da viele Schüler von meiner Klasse aus demselben Ort kamen, die uns auch ab und zu begleiteten, fing ich regelrecht damit an, sie zu rekrutieren. Ich predigte ihnen, dass es nichts bessere gäbe, als bei ihr Klingelstreiche zu machen. Unabhängig von meiner Gruppe bildeten auch sie Gruppen, die sie terrorisierten. Ergo, sie und ihre Familie mussten tägliche Klingelstreiche über sich ergehen lassen. Der Anführer meiner Gruppe war entzückt und wollte ein Exempel statuieren, um die anderen Gruppen zu beeindrucken. Eines Abends holten mich die anderen ab und wir setzten seinen Plan in die Tat um, der darin bestand, ihr Haus mit 200 Paintballs zu bewerfen. Gesagt, getan.

Der Anblick bleibt mir bis heute in Erinnerung. Natürlich denk ich heute anders über diese Tat als damals. Aber er hatte es geschafft, die Tränen waren wieder da. Das verschaffte meiner Gruppe hohes Ansehen unter den anderen Gruppen. Natürlich hörten sie nicht auf. Eines Tages haben sie einen Apfel gegen ihr Fenster geworfen, ihr Sohn (damals bestimmt 20) muss an der Tür gewartet haben. Er reagierte und verfolgte die Rowdys, bis er einen stoppen konnte, der die ganze Wut der vergangen drei Wochen zu spüren bekam. Es tut mir wirklich leid, was ich dieser Frau und ihrer Familie angetan habe. Zwar wurde ich suspendiert und musste ein unangenehmes Gespräch führen, da der Junge mich verraten hat, aber das macht es nicht annähernd gut. Auch tut es mir leid für den Jungen, der einen Zahn verlor sowie grün und blau geschlagen wurde. Bitte vergebt mir!

Beichthaus.com Beichte #00037196 vom 10.12.2015 um 17:13:29 Uhr (5 Kommentare).

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Knecht Ruprecht und der Nikolaus

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Trunksucht Peinlichkeit Selbstsucht Weihnachten

Ich habe einige Tage gebraucht, um meine Schandtat hier zu gestehen. Letzte Woche bat mich mein Bruder, für seine Kinder 4, 6 und 11 Jahre, den Nikolaus zu machen. Einen Knecht Ruprecht sollte ich selbst besorgen. Okay, als guter Onkel macht man das natürlich, insbesondere deshalb, weil ich meine Nichten und Neffen nicht häufig sehe. Beide Kostüme hat mir mein Bruder besorgt. Damit sich diese Mühe wenigstens lohnt, haben wir noch weitere Termine bei einigen Freunden vereinbart, die sich ebenfalls für ihre kleinen Kinder einen Nikolaus gewünscht haben. Selbstverständlich gratis. Alle Texte und Geschenke wurden vereinbarungsgemäß am Vormittag an mich übergeben.


Mein Kamerad, den ich als Knecht Ruprecht engagiert habe, und ich haben uns dann noch einen Spaß davor gemacht und sind in unserer Stammkneipe vorbei und haben den Stammtisch etwas aufgemischt. Das war ein großer Spaß, insbesondere weil es im Anschluss für uns beide Freibier und Schnaps gab. Wir haben uns dann in der Garage meines Bruders versteckt, bis ein Zeichen auf per Handy kommen sollte. Das hat aber sehr lange gedauert, deshalb haben wir uns über seine Weinvorräte hergemacht, um die Zeit zu überbrücken. Als dann das vereinbarte Zeichen kam, waren tatsächlich 45 Minuten vergangen. Leider ist zwischen Garage und Haus eine kleine Baustelle, bei der wir unsere Schuhe verschmutzten. Meine Schwägerin war entsetzt, als wir bis ins Wohnzimmer und dort auch noch auf dem Teppich, eine Dreckspur hinterließen.


Aber die Kinder freuten sich. Leider war es dann doch schon etwas viel Alkohol, sodass ich Probleme hatte, aus dem goldenen Buch sauber vorzutragen. Ich bin dann noch mit den Texten für die Kinder etwas durcheinandergeraten. Zu allem Elend hat meine kleine Nichte auch noch das Weinen angefangen. Beim Ausgeben der Geschenke kam es zu kleinen Verwechslungen mit den Geschenken für die nächste Familie. Aber ich konnte alles gekonnt, wenn auch etwas wackelig, korrigieren.


Nach dem Verlassen der Feier kam mein Bruder in die Garage und sagte, dass so etwas überhaupt nicht gehe und er tief enttäuscht sei. Seine Frau spricht seit Sonntag kein Wort mehr mit mir. Wir haben dann noch unsere Weinflaschen ausgetrunken und fassten den Entschluss, die anderen Feiern sicherheitshalber nicht mehr zu besuchen. Wir haben die Geschenke dann nur noch vor deren Türen gelegt und geklingelt. Eigentlich war es ganz witzig, wie die Kinder staunten, als der Nikolaus und der Ruprecht unter großem Gelächter schnell in der Dunkelheit verschwanden. Wir hatten dann noch in unserer Kneipe viel Spaß beim Erzählen der erlebten Story und pöbelten, immer noch kostümiert, auf dem Heimweg noch ein paar Leute an. Jetzt plagt mich aber das Gewissen, weil sich bestimmt einige Kinder auf den Nikolaus gefreut hatten.

Beichthaus.com Beichte #00037194 vom 09.12.2015 um 16:26:35 Uhr (23 Kommentare).

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Ach, ich kann mich ja noch umbringen...

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Selbstsucht Verzweiflung

Ich beichte, dass ich eine ziemlich seltsame Form der Stressbewältigung betreibe. Immer, wenn mir eine Situation über den Kopf wächst und ich das Gefühl habe, die Kontrolle darüber zu verlieren, habe ich den Gedanken "Ist ja nicht schlimm, wenn alles den Bach runtergeht, kannst du dich immer noch selbst umbringen." Angefangen hat das schon in der Schule.


Ich weiß gar nicht genau, warum das so ist. Ich habe keine traumatischen Erfahrungen in meiner Kindheit erlebt, ich war zwar immer schon melancholisch, aber nicht klinisch depressiv oder Ähnliches. Ich habe auch nicht ernsthaft vor, mich umzubringen, was wohl für viele widersprüchlich klingt. Ich stelle es mir nur gerne vor, weil es mich beruhigt. In den meisten dieser Fantasien hänge ich mich an einem Treppengeländer auf, was sogar mir seltsam spezifisch vorkommt.


Dabei ist Selbstmord nicht Plan B, wenn Plan A nicht klappt. Im Gegenteil, es ist eher so etwas wie Plan Z 2.0. Manchmal glaube ich, ich bin einfach so ein Kontrollfreak, dass es mir einfach ein gutes Gefühl gibt, mir vor Augen zu halten, dass ich am Ende, wenn jede Unterstützung mich verlassen hat, immer noch eine eigene Entscheidung treffen kann. Ich möchte das beichten, weil ich mich damit wirklich für nicht normal halte. Es tut mir leid - meinem Mann und unserem Kind gegenüber, dass ich solche Gedanken immer gehabt habe und scheinbar niemals los werde, auch wenn ich niemals vorhabe, es in die Realität umzusetzen. Ich beichte, dass ich keine Lust habe, darüber mit einem Therapeuten zu sprechen. Ich habe mein Leben an und für sich im Griff, es ist nur so etwas wie eine gedankliche Stütze für mich. Ich bin mir sicher, es gibt hunderttausende Menschen, die die Zeit eines Therapeuten mehr benötigen, als ich.

Beichthaus.com Beichte #00037192 vom 09.12.2015 um 11:09:33 Uhr (17 Kommentare).

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Meine Ex hat mein Vertrauen zerstört

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Fremdgehen Verzweiflung Ex

Es ist nun mittlerweile zwei Jahre her, dass mich meine Ex nach einer sehr langen Beziehung betrogen hat. Dabei war sie immer der eifersüchtige Kontrollfreak, der mir nie vertraut hat - und das völlig grundlos. Seit 1,5 Jahren habe ich eine neue Beziehung, die in jeder erdenklichen Weise besser ist als die vorherige. Wir verstehen uns unglaublich gut, führen eine sehr vertraute und harmonische Beziehung. Außer ein paar kleinen Zickereien stand noch nie etwas zwischen uns. Ich liebe sie von ganzem Herzen. Noch nie hatte ich so sehr dieses "Sie ist die Richtige"-Gefühl!


Und dennoch ertappe ich mich jeden Tag dabei, wie ich an meine Ex denke. Jeden Tag aufs Neue frage ich mich, wie ein Mensch jemanden nur so verletzen kann? Ich hatte ihr damals blind vertraut. Jeden Tag aufs Neue plagt mich nun die Angst, dass diese wundervolle Frau, die jetzt an meiner Seite ist, mir dasselbe antut. Jeden Tag, wenn ich unterwegs bin, fürchte ich, meiner Ex zufällig in der Stadt zu begegnen. Dann ist der Schmerz wieder wie neu, nur dass ich mir vorstelle, meine neue Freundin tut mir das an. Ich hasse meine Ex so sehr dafür. Sie hat in mir etwas zerstört, das wohl nie wieder heil wird.


Ich kann mit niemandem darüber reden. Keiner versteht es, dass ich jeden Tag noch daran zehre, nach all der Zeit. Meine Ex war ohnehin kein guter Mensch. Sie hat mich schlecht behandelt in sehr vielen Dingen. Meine gesamte Familie ist froh darüber, dass sie nicht mehr Teil meines Lebens ist und ich endlich eine ehrliche gute Frau gefunden habe. Ich bin heilfroh, dass ich sie los bin - nur irgendwie bin ich es nicht. Mein Leben ist seit damals in persönlicher, beruflicher, finanzieller und familiärer Sicht um Welten besser geworden. Ich habe sie seit zwei Jahren nicht mehr gesehen und dennoch sehe ich jeden einzelnen beschissenen Tag ihr Gesicht vor meinen Augen und ich weiß nicht, warum das nicht endlich aufhört.

Beichthaus.com Beichte #00037180 vom 08.12.2015 um 00:56:39 Uhr (10 Kommentare).

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Die Affäre meines Lebens

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Begehrlichkeit Masturbation

Ich habe aus folgendem Grund oft ein schlechtes Gewissen: Vor mittlerweile zehn Jahren war ich Single und lernte eine wirklich attraktive Frau kennen. Ich mochte sie wirklich gern, aber das Problem war, dass eine wirklich tiefgründige Unterhaltung mit ihr einfach nicht möglich war. Deswegen kam eine gemeinsame Zukunft für uns beide nicht infrage. Ich erklärte ihr auch, dass ich im Moment keine Beziehung wolle, was sie auch akzeptierte. Es begann eine Affäre, die über zwei Jahre ging. Der Sex mit ihr war das Größte, was ich jemals erlebt habe. Ihr Körper war der Wahnsinn, sie roch und schmeckte unvergesslich und war derart leidenschaftlich, dass es jedes Mal der absolute Traum war. Mir war damals schon klar, dass ich so etwas Hemmungsloses und Befriedigendes wohl nie wieder erleben würde, aber da wir abgesehen hiervon nicht viel miteinander anfangen konnten, beließen wir es dabei. Irgendwann lernten wir beide jemand anderes kennen und beendeten unsere Affäre.


Sie ist seit vielen Jahren mit ihrem Freund zusammen, ich bin mittlerweile verheiratet und sehr glücklich und absolut treu. Trotzdem denke ich immer noch gerne an diese zwei Jahre zurück und manchmal träume ich auch noch davon, obwohl es mittlerweile seit acht Jahren zu Ende ist. Teilweise gucke ich sogar auf einschlägigen Portalen nach Pornofilmen, in der die Darstellerin der besagten Dame möglichst ähnlich sieht. Danach habe ich immer ein furchtbar schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00037175 vom 07.12.2015 um 10:17:03 Uhr (6 Kommentare).

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