Die Geldbörse auf der Straße

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Morallosigkeit Habgier Gesellschaft Emmental

Als ich 17 Jahre alt war, fand ich eine Geldbörse am Wegrand zu mir nach Hause. Es ist zu erwähnen, dass ich damals buchstäblich am Arsch der Welt gewohnt habe. Auf dem etwa vier Kilometer langen Weg zwischen dem 40-Seelen-Dorf bis zu unserem abgeschiedenen Haus lag nur ein Bauernhof. Also sehr schwer herauszufinden, wem die wohl gehört haben könnte. Im Nachhinein betrachtet, wusste ich sofort, dass ich falsch handeln würde. Denn ich habe nur kurz in die Geldbörse reingeschaut, etwa 150 Franken in Noten entdeckt und sie dann gleich eingesteckt. Auf meinem weiteren Weg nach Hause habe ich immerzu um mich gesehen, ob mich wohl jemand beobachtet hat. Zu Hause habe ich alles ausgeräumt. Schlussendlich kamen in einem versteckten Fach noch vier 200er Noten heraus. Alles in allem knapp 1000 Franken. Für einen Azubi mit 600 Franken Lohn viel Geld. Und ehrlich gesagt halte ich es auch heute noch für viel Geld. Ich jedenfalls möchte es nicht verlieren. Natürlich befanden sich auch EC-Karten, Kundenkarten und selbst Telefonnummer und Adresse der Besitzerin darin. Es war nicht die "Nachbarin" vom Bauernhof, sie trug aber den selben Nachnamen und wohnte nur ein paar Dörfer weiter.


Nach drei Tagen war das Geld weg, und obwohl ich mir vorgenommen habe, zumindest Führerschein, Bankkarten und Ähnliches, die ja alle auch noch Geld kosten, anonym zurückzuschicken, entsorgte ich alles kurz darauf. Offensichtlich habe ich aber nichts daraus gelernt. Vor zwei Jahren sah ich beim Überqueren eines Parkplatzes, wie jemandem ein Zettel aus der Tasche fiel. Erst dachte ich, es wäre Müll, doch als ich näher kam, sah ich sofort, dass es sich um einen 100er, eingefaltet in eine Quittung, handelte. Ich habe ihn aufgehoben, mich umgeschaut und dann vermutet, dass mich niemand beobachtet hat. Der Besitzer war erst 20 Meter von mir entfernt.
Die Quittung war sogar die der Bank, also selbst, wenn der Besitzer nicht mehr da gewesen wäre, wäre es kein Problem gewesen, es zurückzugeben. Ich beichte zwar hier, doch ich denke, ich werde in Zukunft nicht anders handeln. Wer eine Geldbörse mit 1000 Franken verlieren kann, oder Hunderter lose in der Hosentasche trägt, ist selber schuld. Vielleicht würde ich das anders sehen, wenn ich auch mal so viel Geld verlieren würde - doch jeder Betrag unter 1000 Franken würde ich als versoffen vermuten.

Beichthaus.com Beichte #00030880 vom 13.03.2013 um 18:14:39 Uhr in Emmental (25 Kommentare).

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Die Vorteile des nervenden Freundes

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Diebstahl Morallosigkeit Last Night

Ich (m) habe einen leicht beschränkten Kumpel. Charakterlich ist er eigentlich in Ordnung, er ist auch nicht dumm, nur sozial gesehen ist er seltsam. Der einzige Grund, warum ich und mein bester Freund mit ihm befreundet sind, ist die Tatsache, dass er lange Zeit einer der zwei Gleichaltrigen in unserem Viertel war und auch lange mit uns in die selbe Klasse ging. Mittlerweile nervt er aber nur noch. Er ist ein halbes Jahr älter als wir zwei, geistig aber mindestens drei Jahre hinterher. Dauernd erzählt er irgendwelche saulangen, sauunlustigen Geschichten ohne nennenswerte Pointe aus seinem Schulleben, die erst dann ansatzweise witzig wären, wenn man dabei gewesen wäre. Mein bester Freund tut ihm noch den Gefallen, gezwungen drüber zu lachen, mittlerweile ist selbst das mir aber zu blöd. Neulich hingen er und ein Kumpel von ihm wie Kletten an mir und meinen Freunden, weil sie nicht gecheckt haben, dass wir sie nicht dabei haben wollten. Allerdings haben wir einen Weg gefunden, uns doch an ihm zu erfreuen.

Über die Jahre haben wir uns zig CDs und Spiele von ihm "geliehen", ohne dass er sie je wiedersah, aber das Beste kam erst. Die Eltern des besagten Kumpels leben getrennt, wir waren relativ oft bei seinem Vater, zu dessen Haus er einen Zweitschlüssel nutzen kann. Wir wissen leider, wo dieser Zweitschlüssel versteckt liegt, und wir wussten auch, dass im Keller des Hauses massig Spirituosen lagern. Altersgemäß sind wir ziemlich scharf drauf gewesen. Eines Abends war es dann soweit: Angetrunken ließen wir alle Hemmungen und Bedenken fallen, klingelten Sturm an der Haustür, und als niemand öffnete (der Vater des Jungen ist meist auf Geschäftsreisen oder bei seiner Freundin), holten wir den Schlüssel und schnappten uns aus den Kellervorräten eine sündhaft teure Flasche Rum. Natürlich blieb es nicht dabei, und wir statteten dem Haus noch mehrmals einen Besuch ab. Wir überlegten auch, ob wir dort nicht mit unseren Freundinnen Sex haben könnten, wenn der Hausherr mal wieder nicht da ist. Auch an dort rumliegenden Zigarettenschachteln hat mein Freund sich vergriffen. Ich beichte also, dass wir einen alten Freund von uns aufs Übelste verarschen und sogar kriminell geworden sind.

Beichthaus.com Beichte #00030867 vom 10.03.2013 um 21:31:28 Uhr (18 Kommentare).

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“Beichte

Mein virtuelles Doppelleben

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Betrug Lügen Morallosigkeit Manie Internet Hirschaid

Meine Geschichte beginnt vor etwas über einem Jahr. Ich war damals arbeitslos und mir war generell ziemlich langweilig. Ich war damals schon auf einer großen deutschen Chatseite unterwegs und aus Langeweile beschloss ich, mir dort einen weiteren Account zuzulegen. Nur diesmal gab ich nicht meine eigenen Daten an, sondern dachte mir welche aus. Ich erstellte mir also einen weiblichen Fake-Account und chattete einfach drauf los. Die meisten Anfragen, die ich bekam, waren sexueller Natur, woran ich aber kein Interesse hatte. Ein paar Tage ließ ich den Account ruhen, bevor ich mich wieder einloggte und diesmal kamen auch anständige Gespräche mit Mädchen zustande. Ich dachte mir eine richtige Geschichte zu meinem Fake-Account aus und es machte mir sogar riesigen Spaß, die freche Göre aus der Hauptstadt zu spielen. Mein "zweites Ich" wurde mit der Zeit immer mehr ein Teil von mir selbst und ich war immer bemüht, es sehr glaubhaft zu spielen. Meine Freundesliste dort wuchs stetig und nie kamen Zweifel an meiner Identität auf; ganz im Gegenteil, man schlug mich sogar als Chatmoderatorin vor. Ich lehnte aber ab. Manchmal, ich habe mittlerweile wieder Arbeit, kommt es mir selbst komisch vor. Tagsüber gehe ich meinem normalen Leben nach mit Arbeit, Freunden und so und abends und am Wochenende schlüpfe ich in die Rolle einer mittlerweile 20-Jährigen und führe quasi ein merkwürdiges Doppelleben.

Ich habe mir nie wirklich Gedanken gemacht, dass ich ja auch viele Leute ziemlich verarsche, da ich sie in meiner Rolle ja hintergehe, bis ich dann Marie kennenlernte. Wir haben intensiv gechattet und das über Monate. Bei ihr hatte ich das erste Mal ein schlechtes Gewissen wegen meiner Lügen, andererseits, dachte ich, wenn sie es nicht weiß, kann es sie auch nicht verletzen. Wie gesagt: mittlerweile habe ich ihr gegenüber schon ein schlechtes Gewissen wenn ich mit ihr chatte, jedoch möchte ich ihr auch nicht die Wahrheit sagen. Ich hatte schon überlegt meinen Fake-Account dort einfach stillzulegen, aber das brachte ich dann irgendwie doch nicht fertig. Es ist so, als ob ich dieses zweite Leben mittlerweile brauchen würde.

Beichthaus.com Beichte #00030856 vom 06.03.2013 um 10:12:42 Uhr in Hirschaid (17 Kommentare).

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Der mysteriöse Gestank

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Ekel Morallosigkeit Last Night Berlin

Ich (w/21) möchte etwas beichten, was letzte Nacht geschehen ist. Dafür komme ich erst mal zur Vorgeschichte. Also meine Freundin (19) - eigentlich eher eine Bekannte - hat mich gestern verheult angerufen und um einen Gefallen gebeten. Sie wollte gerne bei mir übernachten, weil bei ihr zu Hause "der Teufel los" war. Da ich ihr leider noch was schuldig war, sagte ich mit einem Seufzen zu. Das Weib ist der absolute Horror und, ehrlich gesagt, eine Zumutung für die Bevölkerung. Ich war also entsprechend motiviert, sie aufzunehmen. Auf jeden Fall lebe ich alleine in einer Einzimmerwohnung, die gerade mal so für mich ausreicht. Der Abend verlief relativ gut, den Umständen entsprechend, bis zur Nacht. Wir schliefen bei mir im Bett, auf einmal begann sie, zu schnarchen. Wäre es dabei geblieben, gäbe es eigentlich nichts zu beichten. Doch die dumme Kuh ließ es nicht beim Schnarchen, sondern ihr After stieß etliche Monstrumsgase, direkt in meine Richtung, aus, sodass ich keinen Schlaf fand. Um das Fenster zu öffnen, war es viel zu kalt. Also versuchte ich, sie wachzurütteln, damit sie diese widerlichen Gase abstellt, doch vergebens. Sie hatte einen guten Schlaf in meinem Bett. So begann ich, völlig entnervt, zu überlegen, wie ich es ihr am Besten heimzahlen könnte. Irgendwann kam mir die Idee. Ich hockte mich über sie, mit meinem Arsch vor ihrem Gesicht und furzte so dermaßen laut und mit voller Wucht. Kurz danach wachte sie auf und wunderte sich über den fürchterlichen Gestank im Raum. Ich tat so, als würde ich nichts riechen. Kurz danach schlief sie wieder ein und ich konnte auch wieder pennen. Am nächsten Tag bedankte sie sich für die angenehme Nacht und fragte nochmal nach dem fürchterlichen Gestank mitten in der Nacht. Ich hoffe, es war ihr eine Lehre, nicht mehr bei mir zu schlafen, aufgrund des miesen Gestankes in meiner Wohnung.

Beichthaus.com Beichte #00030813 vom 22.02.2013 um 17:04:46 Uhr in Berlin (Treskowallee) (21 Kommentare).

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“Folge

Die unbelehrbare Freundin

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Aggression Engherzigkeit Gesellschaft Mülheim (Ruhr)

Ich habe eine Freundin, welche 26 Jahre alt ist. Seit einigen Monaten hat sie einen neuen Freund, der mal locker 20 Jahre älter ist, als sie. Er ist strunzdumm und absolut niveaulos. Eigentlich dreht sich bei ihm alles ausschließlich um Sex. Und zwar nicht der 08/15-Sex, sondern eher die harte Tour. So Sachen wie: Faust in Körperöffnungen und so etwas. Nun ist es leider so, dass er meine Freundin auch sehr schlecht behandelt. In den ersten drei Monaten ihrer Beziehung habe ich mir bereits ein Gejammer anhören müssen, weil er so mies mit ihr umgeht, das kann man sich nicht vorstellen. Immer wieder fragte ich sie, warum sie sich so schlecht behandeln lässt. Sie hat so etwas nicht verdient. Ich sollte vielleicht auch dazu sagen, dass sie etwas dicker ist. Trotzdem hatte sie aber nie ein Problem, einen Freund zu finden. Doch sie hat sich an diesem Kerl festgebissen.

Letztens hat sie mir gesagt, die beiden denken über eine Hochzeit nach. Obwohl er noch verheiratet ist und ihr einen Antrag mit einem Taschenrechner in der Hand gemacht hat, ist sie hin und weg. Ich habe inzwischen aufgehört, meiner Freundin zuzuhören und habe überhaupt so gut wie ganz den Kontakt eingestellt. Ich weiß, dass sie jemanden zum Reden braucht, aber ich kann da nicht mehr bei zusehen. Sie reißt sich für den Typen den Arsch auf und um so mehr er sie schlecht behandelt, um so mehr tut sie für ihn. Es tut mir leid für sie und auch um unsere Freundschaft, aber ich kann nicht jeden zweiten Tag zusehen, wie sie mit Nervenzusammenbrüchen und ganz üblen Heulkrämpfen versucht, ihre Beziehung zu retten. Sie will einfach nicht verstehen, dass eine Beziehung so nicht funktioniert und sie noch so viel tun kann. Solange nur sie etwas tut, wird das nichts. Aber sie will das nicht wahrhaben. Letztens erst hat sie tatsächlich gesagt, sie muss sich an seinen Charakter gewöhnen! Sie ist halt so einen Umgang nicht gewohnt. Seitdem ist mir egal, was sie mir sagt. Ich höre ihr nicht mehr zu. Ich weiß inzwischen, dass sie Depressionen bekommen hat und häufig nicht mehr aus dem Bett kommt, aber für sie kommt es gar nicht in Betracht, dass es an diesem Kerl liegen könnte. Inzwischen ist sie auch nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Es tut mir leid, ihr nicht mehr die Freundin sein zu können, die sie braucht und die ihr beisteht.

Beichthaus.com Beichte #00030808 vom 20.02.2013 um 13:45:37 Uhr in Mülheim (Ruhr) (Aktienstraße) (23 Kommentare).

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