Meine drei Ticks beim Autofahren

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Manie Peinlichkeit Neurosen Auto & Co.

Manchmal frage ich mich selbst, was ich für komische Angewohnheiten habe. Ihr kennt doch sicherlich den Tick, beim Autoradio die Lautstärke immer auf einer Zahl zu halten, die entweder gerade oder durch 2, 4, 6 oder 8 teilbar ist oder Sonstiges. Ich habe den Tick, die Lautstärke immer auf einer Primzahl zu haben, also 17, 19, 23, 29 und so weiter und so fort. Irgendwie beruhigt es mich, wenn ich auf mein Radio gucke und dann eine schöne 23 auf der Anzeige leuchtet. Außerdem habe ich noch den Tick, dass ich eine CD nicht so sehr mag, wenn mein Autoradio nicht abwechselnd Songtitel, Interpret oder Albumtitel anzeigt. Dadurch entsteht das Problem, dass die Hälfte meiner CDs, die es schon seit den 80ern oder 90ern gibt, im Regal verstaubt.


Tut mir leid Metallica, aber ich kann einfach nicht anders. Und immer, wenn ich irgendwo parke, drehe ich, kurz bevor ich den Motor ausmache, das Lenkrad genau einmal im oder gegen den Uhrzeigersinn, je nachdem ob ich vorwärts oder rückwärts eingeparkt habe. Meine Freundin hat mich des Öfteren schon schief angeschaut, wenn ich wegen solcher Kleinigkeiten etwas zappelig werde, da sie so etwas überhaupt nicht macht. Besonders schlimm ist es, wenn ich bei ihr oder bei Freunden mitfahre und diese dann nicht genau dasselbe machen wie ich. Dann sitze ich immer auf dem Beifahrersitz und versuche, meine Zwänge zu unterdrücken und werde eben etwas zappelig.

Beichthaus.com Beichte #00034519 vom 06.12.2014 um 12:26:40 Uhr (10 Kommentare).

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Die mündliche Prüfung

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Zorn Engherzigkeit Ungerechtigkeit Schule Langenhennersdorf

Ich muss beichten, dass ich auch ewig nach dem Abitur noch einen Groll gegen einen ehemaligen Lehrer hege, obwohl es mir leidtut, dass ich immer so nachtragend bin. Es war damals so, dass er uns vor den Abschlussklausuren versicherte, er leite uns in den mündlichen Abiprüfungen insofern auf den richtigen Weg - durch gezielte Fragen und Anmerkungen - dass zumindest keiner mit seiner Note unterm Strich liegen sollte. Wir verstanden uns in dem recht kleinen Kurs sehr gut, von daher kam dann wahrscheinlich auch diese Aussage. Wenn einer also auf dem Holzweg war, sollte das geändert werden. Am Tag der Prüfung kam zwischendurch immer ein Nicken, ein "Okay" oder "Richtig", sodass ich letztendlich mit einem ganz guten Gefühl aus der Prüfung ging. Dass das keine super Note werden würde, war mir klar, ich rechnete aber mit etwas im mittleren Bereich.


Dann, ein paar Stunden später der Schock: Ich lag als Einzige des Kurses mit dem Ergebnis unter dem Strich! Ich habe zwar am Ende das Abitur geschafft, und das gar nicht schlecht, aber von der angepriesenen Hilfe des Lehrers konnte ja nun wirklich überhaupt nicht die Rede sein. Das hat mich nachhaltig sehr enttäuscht, weil ich glaube, dass da auch eine Portion persönliche Sympathie bzw. Aversion bei den Ergebnissen dabei war, da sich das bei den normalen Klausurnoten teils genauso abspielte. Ich bin dann nicht zu dem Abschlusstreffen des Kurses gegangen, weil ich so wütend und traurig war. Das bereue ich heute, der vielen lieben Leute wegen, die mit mir die Kursbank gedrückt haben. Für den Lehrer hoffe ich, dass es solche Versprechen gar nicht mehr oder aber nur für alle gibt.

Beichthaus.com Beichte #00034518 vom 06.12.2014 um 10:55:23 Uhr in Langenhennersdorf (1 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ekelhafte Schultoiletten

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Ekel Unreinlichkeit Zorn Schule Arnsberg

Ich (w) muss alle zwei Wochen zur Berufsschule. Ich vermeide es, dort aufs Klo zu gehen, weil die Toiletten wirklich ekelhaft sind. Egal ob die auf dem Schulhof oder die im Gebäude. Ich frage mich, was die Mädels da machen. Urintropfen auf der Klobrille gehören ja schon zur Norm, andere Fäkalienreste... - naja, also ich kann nicht nachvollziehen, wie man auf öffentlichen Toiletten sein großes Geschäft verrichten kann. Schamhaare und ja, teilweise auch Blutflecken. Wie die das schaffen, frage ich mich jedes Mal. Ich ekele mich so davor, dass ich immer erst zu Hause auf die Toilette gehe, obwohl ich eine Stunde lang nach Hause fahren muss. Aber an einem Projekttag hatte ich bis zur 12. Stunde Unterricht, also bis ungefähr 18 Uhr. Ich musste unglaublich dringend und habe schon Aggressionen und Würgereize beim Gedanken an die Klos bekommen.


Aber ich musste mich überwinden. Ich klapperte etliche Toiletten ab, um das sauberste Klo zu finden. Ich hockte dann also über einem - nicht ganz so versauten - Klo, als ich einen Blick in meinen Slip warf. Wenn ich meinen Eisprung hab, habe ich immer sehr zähen, dicken, quarkigen Ausfluss. Spontan fingerte ich meinen Schleim von der Slipeinlage runter und schmierte ihn an die Wand der Kabine. Das sah schon echt ekelhaft aus, wie er da klebte und ich würde gerne wissen, was andere denken, wenn sie es sehen. Im Nachhinein finde ich es lustig, aber auch total eklig. Ich beichte, dass ich mich auf das Niveau dieser Ferkel begeben habe und ebenfalls die Toilettenkabine versaut habe.

Beichthaus.com Beichte #00034517 vom 05.12.2014 um 22:26:23 Uhr in 59821 Arnsberg (Feauxweg) (9 Kommentare).

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Die Aufgaben der kommenden Klausur

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Betrug Ungerechtigkeit Falschheit Studentenleben

Ich habe ein überlaufenes naturwissenschaftliches Fach studiert. In den ersten Semestern wurden besonders schwierige Fächer behandelt, um gnadenlos auszusieben. Ich kam zwar über die Runden, aber leicht fiel es mir nicht. Kurz vor einer Klausur ging ich mit ein paar Kommilitonen zu unserer Fachschaft, um einige Altklausuren mit den Aufgaben der Vorjahre zu kopieren. Beim Institutskopierer erschien aber eine Fehlermeldung: kein Papier mehr. Wir besorgten welches und der Kopierer fing sofort nach dem Einlegen mit dem Druck irgendwelcher Zettel an. In diesem Moment standen nur ich und eine befreundete Kommilitonin neben mir, der Rest war ein paar Meter entfernt mit den Altklausuren zugange. Ich nahm die frisch bedruckten Zettel aus dem Kopierer und mir rutschte das Herz in die Hose: Es handelte sich um ein paar Exemplare der Klausur, die wir in wenigen Tagen schreiben würden! Meine Freundin und ich schauten uns mit riesigen Augen an, da ertönte von hinten schon die Frage unserer Kommilitonen, was das denn für Zettel seien.


Ich schaltete blitzschnell. Zwar war ich auch eher ein Streber, die anwesenden Kommilitonen waren aber von der unvorhersehbaren Sorte. Ich hätte ihnen durchaus zugetraut, damit zum Professor zu rennen. Ich beschwichtigte sie also, das seien nur irgendwelche Blätter, versteckte die Klausur und teilte sie danach nur mit meiner Freundin. Ich möchte also beichten, dass ich die Klausur daraufhin mit Bravour bestand, weil ich vorher die Aufgaben kannte und meinen Kommilitonen, bis auf einer, diese Möglichkeit vorenthielt. Die Sache war mir aber zu heiß, um zu viele Mitwisser hineinzuziehen. Den Rest des Studiums absolvierte ich aber ehrlich und ich habe mittlerweile auch in dem Fach promoviert.

Beichthaus.com Beichte #00034516 vom 05.12.2014 um 20:44:46 Uhr (2 Kommentare).

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Selbst verschuldete Fehlgeburt

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Falschheit Engherzigkeit Morallosigkeit Schwangerschaft

Eine gute Freundin, die ich (m/25) seit dem Sandkasten kenne, hatte vor drei Wochen eine Fehlgeburt. Ihr geht es natürlich mies. Ich bin für sie da, genauso wie andere Freunde von uns. Wir hören ihr zu, nehmen sie in den Arm. Doch irgendwie habe ich immer den Gedanken im Kopf, dass meine Freundin die Fehlgeburt zu einem großen Teil selbst verschuldet hat! Sie ist seit einigen Jahren Binge-Eaterin (140 Kilo schwer und 178 cm groß), hat Depressionen und kümmert sich nicht mehr richtig um sich selbst. Sie ist auch verschuldet. Der Vater des Kindes wohnt in Norddeutschland, wir in Bayern. Sie hat ihn über Skype kennengelernt und er hat sie um sehr viel Geld gebracht, belogen und betrogen. Sie ist in Behandlung bei einem Psychologen, hat einen Berufsbetreuer. Wir, ihre Freunde, helfen ihr oft und gerne. Ihre Familie ist leider zerrüttet.


Sie hat sich jedoch geweigert, Folsäure zu nehmen. Sie hat sich nicht an den Essensplan gehalten. Sie hat nur ganz unregelmäßig gespritzt - sie hatte Schwangerschaftsdiabetes - und aß total unregelmäßig. Manchmal aß sie zwei Tage lang gar nichts und dann so viel auf einmal, dass ein Außenstehender echt geschockt ist. Das ist ja grundsätzlich schon ungesund, aber eben vor allem wenn man schwanger ist. Wir haben sie ständig daran erinnert, aber dann wurde sie bockig. Einerseits denke ich, dass der liebe Gott einfach sagte: "Es soll jetzt nicht sein. Du bist erst 25, werde in Ruhe gesund und finde dann deinen Herzbuben, mit dem du glückliche Kinder haben wirst." Und andererseits denke ich, hätte sie das getan, was der Arzt gesagt hat, wäre Krümelchen vielleicht auf die Welt gekommen - so hat es nie die Chance dazubekommen. Ich zeige ihr das natürlich nicht und bin immer für sie da - aber ich schäme mich, dass ich diese Gedanken habe.

Beichthaus.com Beichte #00034515 vom 05.12.2014 um 19:03:35 Uhr (7 Kommentare).

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