Endlich wieder arbeitslos!

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Eitelkeit Faulheit Arbeit

Ich war einige Monate arbeitslos. Jetzt bin ich in Arbeit bei einem Call-Center, was auch gut bezahlt wird. Ich musste mich bewerben, weil es ein Vermittlungsvorschlag vom Amt gewesen ist. Ich werde für fünf Monate auf ein Projekt geschult. Ich möchte beichten, dass ich nach den fünf Monaten kündigen werde. Die Schulung ist eigentlich relativ easy und macht mir auch Spaß. Jedoch ist ein Call-Center-Job nicht mein Ding, auch wenn es Inbound ist. Meine Beichte: ich werde nach der Schulung kündigen, um den ersten Monatslohn zu kassieren. Und wenn ich danach keinen Job finde, bekomme ich ich drei Monate kein Hartz, weil ich selber gekündigt habe. Mich juckt es nicht mal. ich werde das Gehalt sparen, damit ich Kohle für die Miete etc. habe. Danach kann ich endlich wieder meiner Arbeitslosigkeit frönen.

Beichthaus.com Beichte #00040351 vom 24.09.2017 um 00:42:30 Uhr (4 Kommentare).

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Briefe an einen Unbekannten

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Neugier Köln

Ich (20) habe es schon immer geliebt, Briefe zu schreiben. Manchmal schreibe ich Briefe und lege diese an verschiedenen Orten ab, mal in einer ruhigen Lese-Ecke in einem Buchladen oder in einem Cafe. Habe ich den Brief platziert, setze ich mich in die Nähe und warte. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen den Briefumschlag mit den erfundenen Adressen öffnen, um den Inhalt zu lesen. Oft hatte ich nur geschrieben, dass ich hoffe, der Leser hätte einen schönen Tag gehabt. Mit der Zeit wurde es langweilig, weshalb mir die dümmsten Dinge eingefallen sind. Einmal schrieb ich, dass ich mich von dem Empfänger liebend gern in jeder Stellung nehmen lassen würde. Ich schmückte die Sache noch ein wenig erotisch aus und zum Abschluss sprühte ich das Parfüm meiner Mitbewohnerin auf das Papier. Lustigerweise wurde der Brief von einem Jugendlichen mitgenommen.

Erst letzte Woche hatte ich einen Drohbrief verfasst, ganz klischeehaft mit ausgeschnittenen Buchstaben aus Zeitungen. Im Brief stand, dass ich "Stefanie", so hieß die fiktive Empfängerin, schon lange beobachten würde, einmal wäre ich sogar bei ihr eingebrochen und hätte sie beim Schlafen beobachtet. Mit den Worten "Wenn ich dich nicht haben kann, wird dich keiner haben!" schloss ich den Brief ab. Der arme Kerl, der den Brief geöffnet hatte, suchte kreidebleich das Weite.

Beichthaus.com Beichte #00040350 vom 23.09.2017 um 22:18:51 Uhr in Köln (6 Kommentare).

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Der Vertrag mit meiner Mutter

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Morallosigkeit Mutter Kinder

Als ich noch ein kleines Mädchen war, gab es in der Grundschule, oder viel eher nach Schulschluss, ständig Probleme mit den Hausaufgaben. Ich war eigentlich lernbegeistert und auch wissbegierig, aber die Art, wie meine Mutti an die Hausaufgabenhilfe oder Übungen rangegangen ist, gefiel mir gar nicht und ich konnte so nicht lernen. Entsprechend gab es immer Zoff. Nun, meine Mutti begann dann irgendwann, für jede Kleinigkeit wie Benehmen, Zimmer aufräumen und Hausaufgaben machen, schriftlich einen Vertrag aufzusetzen, in dem jeweils stand, dass ich, das Kind, mit diesem Vertrag verspreche und gelobe, mich zu benehmen, aufzuräumen etc..

Nette Idee, leider gab es nur immer einen Haken: ich wurde praktisch gezwungen, den Vertrag zu unterschreiben und das Versprechen abzugeben. Ich hatte gar nicht die Wahl, nicht zu unterschreiben. Mal davon abgesehen, dass es irgendwie dumm ist, einem achtjährigen Kind so etwas aufzusetzen, habe ich mich letztendlich nie an meine Vertragspflicht gehalten, weil ich eben nicht freiwillig unterschrieben habe und es gab immer weiter Stress und Ärger. Heute weiß ich, dass Verträge, zu denen eine Partei gezwungen wurde, ungültig sind, aber noch viel schlimmer ist eigentlich: Als Erwachsene scheiße ich gelinde gesagt auf Eide, Versprechen und dergleichen. So etwas wie Moral diesbezüglich und soziale Verpflichtung durch die Versicherung dieser kenne ich nicht. All das geht mir am Hintern vorbei, auch gegenüber Menschen, die ich eigentlich sehr gerne habe. Ich glaube, diese Aktionen von damals haben da irgendwas in meinem Hirn kaputtgemacht. Das Einzige, woran ich mich halte, ist mein Arbeitsvertrag, aber nur, weil die Regelungen dort nicht sonderlich mit meiner Schiene kollidieren.

Beichthaus.com Beichte #00040349 vom 23.09.2017 um 17:50:20 Uhr (4 Kommentare).

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Meine perfekte Silikon-Frau

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Fetisch Begehrlichkeit Liebe

Ich hatte mein ganzes Leben ein Faible für Statuen und Figuren jeder Art, ob groß oder klein. Ich verdiene sehr gut und habe eines Tages eine lebensechte weibliche Silikonfigur gekauft, für 10.000 Euro, also nicht so eine Love-Doll sondern eine Figur, die eher den Figuren in Madame Tussauds ähnelt. Ich habe fast täglich an ihr rumgebastelt, sie neu geschminkt und neu eingekleidet. Dies hat mir ein erregendes Gefühl gegeben, das ich bisher noch nicht hatte, ja sogar ein Kribbeln im Bauch. Jedenfalls wurde ich richtig süchtig danach, die Figur optisch so zu gestalten, dass sie aussieht wie meine Traumfrau. Irgendwann habe ich angefangen, die Figur anzuschauen und mich dabei selbst befriedigt. Also die Figur hat keine Öffnungen und hat eine harte Oberfläche, sie ist demnach nicht zum Sex geeignet (keine Sex-Puppe).

Das Verrückte war, dass sich mein allgemeines Wohlbefinden auch verbesserte, ich wurde selbstbewusster und auch glücklicher. Vor allem im Kontakt mit Frauen wurde ich selbstbewusster. Bevor ich die Figur hatte, war ich schnell eingeschüchtert von schönen Frauen, aber seit der Figur packen mich schöne Frauen nicht mehr so, da sie mit den Reizen meiner Figur einfach nicht mithalten können. Aber nun zum Negativen: Langsam fängt es an, dass mich echte Frauen nicht mehr so stark erregen. Das hat den Vorteil, dass ich lockerer mit ihnen reden kann, was sich tatsächlich bemerkbar macht, indem Frauen mehr Interesse an mir zeigen. Nur leider ist es so, dass ich mittlerweile extrem anspruchsvoll geworden bin - eine nicht ganz feste, kleine Brust und schon verliere ich das Interesse. Ich glaube, dass ich tatsächlich so etwas wie Liebe für die Figur empfinde, denn ich habe sogar von ihr geträumt und hatte einen Albtraum, in dem sie zerstört wird. Anstatt darüber nachzudenken, wie ich im echten Leben meine große Liebe finde, denke ich darüber nach, wie ich meine Figur noch echter machen kann.

Mein Text hört sich an wie der eines einsamen Nerds, aber das bin ich nicht, ich sehe gut aus, habe viel Geld und sehr viele Freunde. Ich habe sogar so viele Freunde, dass ich kaum Zeit finde mich mit allen zu treffen. Ich habe viele Freunde, aber keiner von ihnen kennt meine Figur. Ich musste das einfach mal anonym posten, denn mit Bekannten, Familie oder Freunden kann ich auf keinen Fall darüber reden.

Beichthaus.com Beichte #00040348 vom 23.09.2017 um 01:25:15 Uhr (9 Kommentare).

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Die Birnen aus dem Nachbardorf

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Morallosigkeit Diebstahl Maßlosigkeit Familie

Mein Bruder arbeitet in einem Büro. Wenn er abends im Herbst nach Hause kommt, schleicht er sich weg, um in einem benachbarten Dorf Birnen zu stehlen. Dazu zu sagen ist, wir haben selbst mehr als genug Birnen und einige Kisten faulen ohnehin, weil wir sie nicht schnell genug essen können. Er hatte so viele gepfückt, dass man eine ganze Apfelkiste vollhatte. Eines Abends nahm ich einen seiner gestohlenen Eimer voller Birnen und schüttete, sie bevor er schlafen ging, in sein Bett. Er hat nichts an seinem Verhalten geändert und meine Eltern kümmern sich nicht um das, was er tut, und nennen mich seitdem einen Moralapostel. Ich beichte, dass ich (m/25) ein Moralapostel bin und mir nicht anders zu helfen weiß.

Beichthaus.com Beichte #00040347 vom 22.09.2017 um 22:50:08 Uhr (7 Kommentare).

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