Man wird seltsam, wenn man zusammen wohnt

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Ekel Unreinlichkeit Rache Arbeit

Mein Mitbewohner und ich arbeiten in derselben Firma, die uns auch gleichermaßen auf den Sack geht, vor allem ganz bestimmte Kollegen, die mit ihrer seltsamen Art schon des öfteren für Gemütsverstimmungen, aber auch Belustigung bei uns gesorgt haben. Heute, ein äußerst ruhiger Freitag, habe ich beschlossen, meinen angestammten Arbeitsplatz zu verlassen, um ihm an dem seinen Gesellschaft zu leisten und die Zeit so besser und vor allem sinnvoller - weil lustiger - zu verbringen. Eine der nicht wirklich gemochten Kolleginnen kam nach vorne, hatte mal wieder eine Bitte, die wir ihr gerne nicht erfüllt hätten und damit den Zorn meines Mitbewohners auf sich gezogen. In einem günstigen Moment, sie und ein weiterer Kollege waren gerade in der Zigarettenpause draußen, trafen wir uns in der Küche und gedachten der vielen schönen Dinge, die man mit den Lebensmitteln unbeliebter Kollegen so anstellen könne... 0

Da kam ihm die Idee: Er nahm das offene Paket Wurst der besagten Kollegin und verpasste den noch vorhandenen Scheiben einen äußerst zärtlichen und wirklich erotisch anmutenden Zungenkuss, was aber noch nicht alles gewesen sein soll. Da wir die Gunst der Stunde immer noch nutzen konnten, es waren keine Kollegen in Sicht, öffnete er seine Hose und (kennt ihr den Film Roadtrip, wenn die Jungs im Café sitzen und der eine seinen French-Toast ohne Puderzucker haben will?) steckte sich das Päckchen Wurst hinten in die Hose, bewegte sodann seinen Po erotisch hin und her, bevor er das Päckchen wieder liebevoll an seinen angestammten Platz im Kühlschrank zurücklegte. Als die Kollegen aus der Pause zurück und in Richtung Küche kamen, mussten wir leider mit schallendem Gelächter die Küche verlassen und konnten als Antwort auf die Frage, was denn los sei, nur noch entgegnen, dass man eben etwas seltsam wird, wenn man zusammen wohnt.

Beichthaus.com Beichte #00023298 vom 27.01.2008 um 05:43:53 Uhr (5 Kommentare).

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Sachsen und Schwaben sind am Schlimmsten!

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Schamlosigkeit

Ich arbeite für einen Online-Shop, einer Internetfirma also, in der Hotline. Ich hasse meine Kunden. Und zwar jene, die anrufen, weil sie gerade gestern bestellt haben (also vor gerne mal 18 Stunden) und mich am Telefon anbrüllen, wo denn nun ihre Ware bliebe, die müsste doch schon längst da sein. Auf die Frage, welche Bezahlart gewählt wurde, höre ich dann: "Ich habe das gestern überwiesen, Onlinebanking, das muss doch schon da sein, und wo bleibt jetzt meine Ware.?" Hallo, wenn als Bezahlart "Vorkasse" ausgewählt wurde, wie soll dann die Ware binnen 12-24 Stunden da sein? Richtig toll sind ja die Kunden, die bei uns über Ebay einen Artikel gekauft haben, mehrere Zahlungserinnerungen ignorierenderweise zur Kenntnis nehmen und sich dann tatsächlich mal irgendwann zur Zahlung bequemen, um sich dann am nächsten Tag lautstark (brüllend!) darüber aufzuregen, warum der Versand so lange dauert. In so einem Falle bin ich natürlich scheißfreundlich (und zwar so etwas von!) und stauche den Kunden mit meiner freundlichsten Stimme aber so etwas von zusammen! Gott, wie ich sie hasse, diese Leute! Besonders jene Kunden, die wegen 1,50 EUR den Rechtsanwalt und Polizei einschalten wollen. Ganz schlimm: der Sachse und der Schwabe als solches. Erstens: völlig unverständlicher Dialekt. Zweitens: Beleidigungen und Drohungen.

Beichthaus.com Beichte #00023227 vom 07.12.2007 um 23:04:54 Uhr (12 Kommentare).

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“Folge

Vier Wochen Fahrverbot für meinen Vater

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Engherzigkeit Auto & Co.

Ich wurde mit dem Auto vom meinem Vater geblitzt und habe es ihm nicht gesagt. Zwei Monat später kam dann der Bußgeldbescheid und eine Zusatzstrafe von vier Wochen Fahrverbot. Er wusste oder konnte sich nicht erinnern, wo er geblitzt worden sein könnte. War ja klar, da ich den Wagen gefahren habe und die Sonnenblende das Gesicht verbarg. So musste er die Strafe selbst durchstehen.

Beichthaus.com Beichte #00023166 vom 24.10.2007 um 05:06:16 Uhr (9 Kommentare).

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Meine Ex beherrscht mein Leben

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Begehrlichkeit Verzweiflung Engherzigkeit Ex

Vor über einem Jahr hatte meine Ex nach fast vier Jahren Beziehung mit mir Schluss gemacht. Für sie war es zwischen uns beiden nur noch Freundschaft. Mir ging es zu der Zeit und auch Monate später nur beschissen. Unsere gemeinsame Zeit war für mich das perfekte Leben gewesen, ich hatte alles, was ich wollte und sie hatte sich immer gut um mich gekümmert. All das war mit einem Schlag weg. Dass ich einige Wochen später aus der gemeinsamen Wohnung gehen musste und dann noch erfuhr, dass sie bereits einen Neuen hatte, macht die Sache nicht leichter. Trotzdem hielten wir noch freundschaftlichen Kontakt zueinander. Ich war froh, wenn ich sie gelegentlich wiedersehen konnte, auch wenn es mir nach jedem Besuch ihrerseits wieder elend ging. Doch wenn sie Hilfe brauchte, oder finanzielle Unterstützung, half ich ihr trotzdem. Ab diesem Zeitpunkt funktionierte ich eigentlich nur noch.

Ich erledigte meine Arbeit, zahlte meine Rechnungen, nahm keine Drogen, innerlich war ich einfach nur tot. Keine Ziele, keine Ambitionen, keinen Willen irgendwas zu machen. Ich war ein Wrack. Der Kampfsport zog mich zum Glück wieder hoch. Unfähig, jemanden kennenzulernen und eine neue Beziehung anzufangen, war es das Einzige, was mich vom immer öder werdenden Alltag ablenkte. 3-5 Mal die Woche trainierte ich bis zum Umfallen und kämpfte gegen Trainingspartner, die mir mit weit überlegen waren. Ich hatte mich letztendlich aus dem Tief gekämpft. Langsam fühlte ich mich wirklich wieder besser. Ich dachte, alles wird schon irgendwie werden, bis heute. Da lud mich meine Ex auf die Einweihungsfeier ihrer neuer Wohnung ein. Dabei machte ihr Freund ihr nach nur einem Jahr Beziehung einen Heiratsantrag. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir nach der Zeit immer noch etwas ausmachen würde. Doch diese Szene aus einem halben Meter mitzuerleben und dann dämlich zum Schein zu grinsen und zu klatschen. Tja, und meine Beichte? Ich bin einfach ein naiver Trottel. Anstatt endlich jemanden kennenzulernen, werde ich wahrscheinlicher zum verbitterten alten Mann werden und einsam sterben.

Beichthaus.com Beichte #00023063 vom 29.09.2007 um 00:15:27 Uhr (17 Kommentare).

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“Beichte

Rattengift für alle Tiere

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Boshaftigkeit Ernährung Tiere Tod Kutenholz

Ich habe neulich beim aufräumen der Garage Rattengift gefunden. Es scheint aus der Zeit meines Opas zu stammen. Ich wollte natürlich wissen, ob das Zeug noch Wirkung zeigt. Ich bin also Tags drauf in den Park gegangen und hatte bei mir eine Mischung aus zerbröseltem Trockenbrot und dem besagtem Rattengift. Mit dieser Mischung habe ich fleißig die Tauben und Enten und Schwäne, und was da noch so alles rumläuft, gefüttert. Ich glaube, ein paar Eichhörnchen waren auch dabei. Ein paar Tage später hatte die Stadtreinigung und eine Handvoll studierter Virologen und Ornithologen eine ganze Menge damit zu tun, die ganzen Kadaver einzusammeln, zu registrieren und zu untersuchen. Es tut mir leid, dass das Scheißzeug eine solche radikale Wirkung zeigte. Allerdings ist jetzt erstmal eine Weile Schluss mit zugeschissenen Gehwegen. Es tut mir wirklich leid wegen den vielen Tieren, die elendig verreckt sind. Aber lustig finde ich, wie die ganzen Schlauberger wie die Oberprofessoren nach irgendwelchen ansteckenden Vogelgrippeviren suchen und letztendlich nur Rattengift in den Viechern finden. Darüber könnte ich mich totlachen.

Beichthaus.com Beichte #00023060 vom 28.09.2007 um 23:48:57 Uhr in Kutenholz (13 Kommentare).

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