Ich hasse mein Medizinstudium

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Stolz Ungerechtigkeit Verzweiflung Studentenleben

Ich habe motiviert aus eigenem Willen mein Medizinstudium angefangen und studiere das jetzt im vierten Jahr erfolgreich. Der einzige Grund, warum ich es allerdings jetzt nicht abbreche, ist der, dass man mit dem Physikum allein nichts anfangen kann und ich dann mit 23 mit nichts dastehe. Seit einem halben Jahr ist mir erst so richtig schmerzlich bewusst, dass weder das Studium noch der Beruf mir im Entferntesten liegen oder mich interessieren.

Mit 19 hatte ich unterbewusst Angst davor, die Dinge zu machen, die mich interessierten und in denen ich gut war. Ich hatte enorme MInderwertigkeitsgefühle und die Überzeugung, darin dann genial sein zu müssen, was ich dann ja höchstwahrscheinlich nicht sein würde. Vor Medizin hatte ich keine Angst, ich wusste, dass es nicht meins ist und dachte, durch den unangehmen Teil davon muss man ja eh durch. Das wurde ja dazu auch immer so gesagt. Ich bin mit meinem eher mittel- bis geringgradigen Interesse für Naturwissenschaften o. Ä. in diesem Studium nicht allein. Viele interessiert nicht der Stoff, auch nicht in höheren, klinischen Semestern. Diese Entscheidung war damals eher unbewusst, ich habe mir dann tatsächlich richtig viel Motivation eingeredet für dieses Studium. Ich will aber eigentlich auch keinen "Menschen helfen", ich hasse es, Therapien aufzustellen und bin darin unbegabt. Ich habe noch nicht mal ein gutes Gedächtnis, ein visueller Typ bin ich eigentlich generell überhaupt nicht, mag Sprachen und Worte, Musik, also das Einzige, was man in diesem Studium nicht braucht. Wie man sich verarschen kann. Dann hatte ich eine Depression, habe alles gehasst.

Seit Kurzem hat sich das aber alles gelöst und mir geht es psychisch richtig gut. So gut ging es mir noch nie. Ich habe verstanden, dass man auch liebenswert sein kann, wenn man einfach nur Dinge gerne tut und kein Genie ist. Und ich merke zum ersten Mal, wie sich Respekt vor sich selbst anfühlt. Und ich sehe erst jetzt so richtig deutlich: Seit Jahren laufe ich in die Irre. Ich glaube, das ist auch allen die ganze Zeit schon klar, die mich besser kennen. Es ist absurd. Ich bin kein Arzt, keine einzige der Fachrichtungen interessiert mich. Ich will auch nicht in die Forschung, Verwaltung, Lehre, auch nicht Journalismus oder sonst etwas, ich will mich einfach null mit der Thematik Medizin beschäftigen. Ich liebe Menschen, aber ich will keine Labor- oder sonstwelche Werte zusammentragen und ihnen Therapien geben. Der menschliche Körper geht mir eigentlich in seiner Gesamtheit am Allerwertesten vorbei. In der Medizin werde ich immer irgendwie nicht richtig sein und das wird man merken. Es liegt null im Zentrum meiner Interessen und Fähigkeiten. Ich bin überhaupt kein analytischer Typ und auch kein Machertyp, ich bin scheiße im Organisieren und ich hasse auch Chirurgie, nicht wegen Ekel, sondern weil ich überhaupt nichts verstehe. Ich würde niemals wieder Medizin anfangen! Aber jetzt wäre es einfach unvernünftig, diese drei Jahre, die mir noch fehlen, nicht durchzuziehen. Könnte dann mit Sicherheit irgendwas arbeiten, im ärgsten Fall irgendetwas in der Verwaltung oder anderweitig, nichts Klinisches, und hätte ein zumindest finanziell ausgesorgt. Dann könnte ich ja eigentlich machen, was ich will.

Ich beichte, dass ich mich selbst verarsche - und das seit Jahren. Und ich beichte, dass ich diesen Studienplatz, den jemand anders so viel mehr verdient hätte, besetzt habe, weil ich nach der Schule zu depressiv und unkreativ war, mich mit meinen Interessen und mit Berufsbildern und generell mit meinem Leben auseinanderzusetzen. Ich beichte nicht, dass ich hier in Deutschland auf Staatskosten einen teuren Studienplatz verschwende, weil der Staat keine vernünftigen Auswahlverfahren hat für dieses Studium und Leute wie mich reinnimmt. Und ich beichte, dass ich selber mir so einen Scheiß angetan habe, der unnötig ist. Wahrscheinlich werde ich eh doch abbrechen. Es tut mir leid, ich wusste es damals wirklich nicht besser und ich war ja auch echt noch jung, wenn man es genau betrachtet.

Beichthaus.com Beichte #00040534 vom 26.10.2017 um 00:57:50 Uhr (16 Kommentare).

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Ich lasse mich von heißen Kerlen bezahlen!

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Prostitution Begehrlichkeit Geld Hamburg

Ich habe mich, als ich noch jünger war, zwischendurch ein bisschen prostituiert. Ich bin ganz normal feiern gegangen mit meinen Mädels und habe mir dann einen hübschen Typen gesucht, mit dem ich mir vorstellen konnte zu bumsen. Wenn wir dann ein bisschen rumgeknutscht […]
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Beichthaus.com Beichte #00040531 vom 25.10.2017 um 16:57:51 Uhr in Hamburg (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Winterurlaub in der Schweiz

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Ekel Dummheit Urlaub Bern

Meine Frau und ich fahren immer im Winter für ein paar Tage in die Schweiz und machen Urlaub in einer Ferienhütte. Es ist dort an sich sehr schön und gemütlich, doch ich persönlich habe oft Langeweile. Mein Frau ist aber der Meinung, dass wir das brauchen um runterzukommen. Jedenfalls geht sie dann immer früh ins Bett und ich schaue halt, was ich so machen kann, bis ich auch müde werde. So habe ich schon vor einigen Jahren angefangen, Abends den Kamin auszupinkeln. Ich mag irgendwie das zischende Geräusch, wenn mein Urin die Glut auslöscht. Aber was ich letztes Jahr veranstaltet habe, finde ich schon selbst etwas krank: Ich habe voll in den Kamin gekackt. Im Nachhinein eine sehr dumme Idee, denn als die Wurst in der extrem heißen Glut ankam, setzte das plötzlich ein unglaublich lautes Gezurre in Gang. Sie rollte hin und her, schwarzer Rauch stieg auf und der ganze Raum fing an, erbärmlich nach verbrannter Kacke zu riechen. Leute, ehrlich! Das war so ekelhaft und tausend Mal schlimmer als der übelste Geruch, den ihr euch vorstellen könnt. Meine Frau wurde durch den Lärm wach und stürmte ins Wohnzimmer, wo sie mich brechend vorfand. Im selben Moment brach sie ebenfalls regelrecht im Strahl los. Somit war der ganze Urlaub gelaufen. Es tut mir leid, dass ich so dumm bin.

Beichthaus.com Beichte #00040522 vom 23.10.2017 um 18:38:07 Uhr in Bern (27 Kommentare).

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Ein Freund zur eigenen Unterhaltung

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Selbstsucht Boshaftigkeit Engherzigkeit Fremdgehen

Ich habe meinen Ex nur ausgenutzt. Ich habe ihn mehrfach betrogen und war nur aus Eigennutz mit ihm zusammen, das habe ich ihm am Ende auch gesagt - aber nicht, dass ich ihn nur ausgenutzt habe. Während unserer Beziehung habe ich ihn betrogen wo ich nur konnte, er war mir scheißegal. Er denkt aber wirklich er hätte eine Ahnung über mich, dabei weiß er nicht mal richtig wo ich wohne, weil ich stets aufpasste dass er nichts Richtiges mitbekommt. Sein Charakter und seine Art waren aber einfach nur unglaublich lästig und er widerte mich nur an. Ich bin sehr erleichtert, jetzt wo ich ihn in den Wind geschossen habe, aber er scheint es nicht richtig zu verkraften und spamt mich überall zu. Ich habe es aber unterbunden und bin froh, dass ich nun meine Ruhe vor ihm habe.

Es war alles in allem sehr unterhaltsam, weil ich mich runterhalten und ablenken konnte und er auch wirklich unterhaltend dumm war. Trotz allem weiß ich, dass es gemein war, weil ich ihm für seine Verhältnisse so viel Geld aus der Tasche gezogen habe und er wirklich dachte, dass ich ihn liebe. Er war nicht bettelarm, aber reich war er auch absolut nicht. Ich bereue jedoch gar nichts, außer dass ich mir so einen Schlucker nehme, da hätte ich wirklich auch einen besser aussehenden Kerl nehmen können, der nicht so widerlich ist, aber mir war einfach wirklich nach Unterhaltung und ich fand es witzig, wie dämlich er war. Er denkt bis jetzt, dass ich ihn als Ablenkung wollte, dabei weiß er echt nicht wie ich ihn wirklich verarschte. Ich hatte versucht ihn noch irgendwo zu bessern, weil er mir so leidtat und er so nie Eine abbekommen wird, die was im Kopf hat. Er wurde auch immer verlassen, das hat ihm einen ziemlichen Knacks verpasst. Arme Sau. Aber wer so ist.... Ich beichte, dass ich mich wie ein Miststück verhalten habe und dass das nicht gerade sozial war.

Beichthaus.com Beichte #00040521 vom 23.10.2017 um 17:01:32 Uhr (16 Kommentare).

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Die ewige Jungfrau

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Verzweiflung Begehrlichkeit Neugier Frankfurt am Main

Ich (w/28) bin immer noch Jungfrau. Seit ich angefangen habe, mich für Jungs zu interessieren, mache ich den Fehler und verliebe mich in die Falschen. Entweder sind es Idioten oder sie sind vergeben (ich würde niemals jemanden den Freund ausspannen). Ich habe mich schon auf verschiedenen Datingportalen angemeldet, aber nie war jemand dabei, der mich wirklich interessieren würden. Ich bin für alle meine Freunde eigentlich nur ein guter Kumpel, aber mehr auch nicht. Mittlerweile habe ich es aufgegeben, jemanden zu finden, der so bekloppt und chaotisch ist wie ich. Und für einen One-Night-Stand bin ich auch nicht zu haben. Mittlerweile habe ich überhaupt kein Interesse mehr daran, jemand kennenzulernen. Ich werde also wahrscheinlich für immer Jungfrau bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00040517 vom 23.10.2017 um 10:28:09 Uhr in Frankfurt am Main (16 Kommentare).

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