Schlammdusche für den Chef

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Rache Boshaftigkeit Arbeit Auto & Co. Frankfurt

Ich möchte hier eine schändliche Tat gestehen, welche ich als junger Erwachsener begangen habe. Ich war damals Anfang 20 und arbeitete als LKW-Fahrer. Meine Aufgabe bestand darin, in einer Tischlerei gebaute oder reparierte Möbel an die Kunden auszuliefern oder von dort abzuholen. In dieser Werkstatt hatte eine Gruppe frustrierter, unfreundlicher alter Männer, welche kurz vor der Rente standen, das Sagen. Sie führten sich auf, als wäre die Tischlerei ihr persönlicher Besitz und wir jüngeren Kollegen wurden behandelt wie Mitarbeiter zweiter Klasse. Beispielsweise duzten sie uns und sprachen uns nur mit dem Nachnamen an, während wir sie zu siezen hatten. Besonders der Werkstattleiter und sein bester Kumpel verstanden überhaupt keinen Spaß und brüllten bei jeder Kleinigkeit wie die Choleriker herum. Gelegentlich wiesen sie mich auch an, Privattransporte für sie zu erledigen.


Eines Tages sollte ich wieder einmal vom Werkstattleiter gesammeltes Abfallholz in seinen Garten transportieren, wo er es als Brennholz für seine Gartenlaube verwenden wollte. Er und sein Kumpel luden mir also das Holz auf meinen Klein-LKW und wir fuhren dann zu dritt zu seinem Garten. Dort angekommen wies mich der Werkstattleiter an, den Klein-LKW komplett auf dem vor dem Garten vorhandenen unbefestigten Parkstreifen abzustellen, damit andere Fahrzeuge auf dem schmalen Asphaltweg vorbeifahren konnten, solange wir abluden. Danach luden wir im stetigen Nieselregen den LKW ab und trugen das Holz ca. 100 Meter bis zu einem Schuppen neben seiner Laube. Als wir nach knapp einer halben Stunde alles Holz dort verstaut hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Das heißt - wir wollten, aber als ich versuchte loszufahren, gab ich wohl einen Tick zu viel Gas und die Hinterräder drehten auf dem durch das Regenwetter der letzten Tage aufgeweichten Boden durch. Obwohl ich mich nicht festgefahren hatte, sprang der Werkstattleiter sofort mit seinem Kumpel aus dem Fahrzeug und rief "wir schieben mit an und du gibst vorsichtig Gas."


In diesem Moment kam mir die Idee mich für die ständigen Unverschämtheiten, Einmischungen in meinen Arbeitsbereich, grundlose Brüllerei, ständige Kontrollen und Ungerechtigkeiten zu rächen und ich gab beim Anfahren für einige Sekunden ordentlich Gas, dass die Hinterräder durchdrehten, um dann ganz normal auf die Asphaltfläche zu fahren. Im gleichen Moment tat es mir leid und ich machte mich auf Riesenärger gefasst, als ich ihr Geschrei hörte und in den Spiegeln sah, dass sie von oben bis unten mit Matsch bespritzt waren. Schon riss der Werkstattleiter die Beifahrertür auf und schrie "Mensch, hast du kein Gefühl in den Füßen? Wenn man weiß, dass hinten Leute schieben, dann muss man doch aufpassen! Mann, Mann, Mann schau, wie wir aussehen!" Während er und sein Kumpel sich in der Laube das Gesicht säuberten, grinste ich in mich hinein und freute mich, dass die beiden glaubten, die Sache wäre unabsichtlich passiert. Wenn sie geschnallt hätten, dass ich die Räder mit voller Absicht durchdrehen ließ, hätten sie mir mit Sicherheit an Ort und Stelle die Fresse poliert. Heute nach 30 Jahren habe ich in einem anderen Betrieb einen Bürojob und wünsche mir oft meinen alten Werkstattleiter zurück. Er hat mich wegen irgendwas angeschrien und danach war die Sache erledigt. Leider musste ich die Erfahrung machen, dass es bei Konflikten im Büroalltag ganz anders zur Sache geht. Es tut mir daher leid, dass ich das damals gemacht habe.

Beichthaus.com Beichte #00035152 vom 25.02.2015 um 19:08:04 Uhr in 60327 Frankfurt (Speicherstraße) (6 Kommentare).

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Ein Löwe zum Geburtstag

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Falschheit Lügen Familie

Letztes Jahr stand der Geburtstag meiner Oma bevor. Ich hatte versprochen, ihr ein selbst gemachtes Geschenk zu geben. Ich selbst lege sehr viel Wert auf Versprechungen und Vertrauen, also konnte sich meine Oma auf etwas Tolles freuen. Durch die ganze Hektik um unser neues Geschäftsprojekt hatte ich jedoch nichts anderes im Kopf. Dann geriet ich in Streit mit meiner Freundin und sie legte eine Trennungsphase ein, was mir die Motivation an der Arbeit wegnahm, ich in eine Schaffenskrise geriet und das Geschenk für meine Oma komplett vergaß. Am Abend vor der Geburtstagsfeier stand ich immer noch ideenlos da. Um meine Oma nicht zu enttäuschen, griff ich zu einer Notmaßnahme. Ich kopierte aus dem Internet das Bild eines Löwen im Zirkus. Dies, weil meine Oma als junges Mädchen im Zirkus gewesen war. Dann fügte ich das Bild ins Photoshop-Programm und mit einigen, feinen Bearbeitungen sah der Löwe so aus, als ob ich ihn gezeichnet hätte. Ausdrucken, fertig. An der morgigen Feier im Altersheim schenkte ich es meiner Oma mit der Lüge, ich hätte dieses Bild extra für sie gezeichnet. Ihre Freude war groß, das beruhigte mich. Ich denke, sie hat es mir abgekauft. Meine Eltern hingegen waren da etwas misstrauisch und ich erzählte ihnen auch die Wahrheit. Sie waren dann auch so nett und verrieten nichts.


Nun starb meine Oma im Januar an akutem Nierenversagen. Als wir in ihrem ehemaligen Zimmer ankamen, um ihre Sachen abzuholen, sah ich, dass sie das Bild gegenüber ihrem Bett aufgehängt hatten. Wie ein Schlag in die Magengrube traf es mich, ich hatte plötzlich so ein schlechtes Gewissen, denn ich hatte meine Oma noch nie angelogen. Ich bin jetzt felsenfest entschlossen, in der Zukunft mein Wort stets zu halten. Mittlerweile komme ich auch über den Verlust meiner Großmutter und über meine Lüge hinweg. Immerhin war sie ja vom Geschenk erfreut und dachte, ich hätte es extra für sie gemacht. Und mit dem Löwenbild konnte sie vielleicht auch in ihrer Zirkusvergangenheit schwelgen. Das tröstet mich im Nachhinein. Ich hoffe, meine Oma im Himmel hat mir vergeben.

Beichthaus.com Beichte #00035151 vom 25.02.2015 um 17:22:53 Uhr (7 Kommentare).

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“Beichte

Wenn Frauen die Initiative übernehmen müssen

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Zorn Verzweiflung Begehrlichkeit Studentenleben

Wenn Frauen die Initiative übernehmen müssen
Mich (w/22) nervt die Partnersuche nur noch. An der Uni muss man seine Kommilitonen schon überfallen, nur um mit denen halbwegs in Kontakt zu kommen. Alles schüchterne Typen, die mich nie im Leben angesprochen hätten, egal wie viele "Signale" ich gesendet hätte. Selbst die gut aussehenden Typen, von denen man mehr Selbstbewusstsein erwarten würde, verhalten sich extrem passiv. Früher käme ich nie auf den Gedanken einen anzusprechen, heute jedoch lassen mir die Umstände keine andere Wahl. Selbst auf der Straße, in der Disco etc. wird nur noch geguckt, nicht mehr aktiv gehandelt. Nur einige Mucki-Typen ohne Gehirn, kein Wunder. Ich bin weder hässlich noch ein Supermodel und würde mich allenfalls als etwas überdurchschnittlich bezeichnen, aber mittlerweile ist es schwierig geworden, selbst wenn man nur abgeschleppt werden will. Ich bin auch keine Emanze, aber aktives Handeln von beiden Seiten wäre wirklich erwünscht. Ich beichte also, dass mich die heutigen Männer und die damit verbundene Partnersuche nur noch nerven!

Beichthaus.com Beichte #00035150 vom 25.02.2015 um 16:11:05 Uhr (72 Kommentare).

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Screenshots peinlicher Fotos

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Geiz Falschheit Selbstsucht

Ich habe eine Hütte im Wald, in der ich oft mit Freunden feiere. Ich liebe es, Fotos zu machen, um Erinnerungsstücke für die Zukunft zu haben. Deshalb machte ich auch an einem unserer Feste wieder Fotos. Es waren neben einem Kumpel auch noch ein paar Mädels anwesend und zu späterer Stunde, nach etwas Alkohol, kam uns die grandiose Idee, uns zu entkleiden. Natürlich knipste ich weiterhin viele Bilder - mit Einverständnis der Mädels. Jedoch waren ihnen ein Paar von diesen Bildern doch zu peinlich, weshalb sie diese teilweise wieder löschten. Nicht mit mir, dachte ich am nächsten Tag und besorgte mir ein Programm aus dem Internet, das Daten wiederherstellen kann und ich somit auch die gelöschten Fotos wieder zurückhabe. Da das Programm jedoch eine Testversion ist und ich die Dateien, die wieder hergestellt wurden, nicht abspeichern kann, sondern sie nur angezeigt werden, machte ich einfach Screenshots und musste mir somit nicht die Vollversion extra kaufen. Deshalb bitte ich um Absolution, einmal wegen der Bilder, die ich ohne ihr Wissen wieder hergestellt habe, und zum Anderen wegen des Betruges an der Firma, die das Programm entwickelten. Die Bilder habe ich übrigens nicht weitergeschickt, sondern sie sind sicher auf meinem PC verwahrt.

Beichthaus.com Beichte #00035149 vom 25.02.2015 um 14:32:36 Uhr (4 Kommentare).

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Gelbe Rauchernägel

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Vorurteile Hass Ekel

Gelbe Rauchernägel
Ich verurteile Menschen direkt, wenn ich merke, dass sie Raucher sind und das tut mir leid, weil ich ja meistens gar nicht weiß, wie sie wirklich sind. Mir ist das nun schon zwei Mal passiert: Einmal im Bus habe ich einen supersüßen Typen gesichtet, wir lächeln […]
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Beichthaus.com Beichte #00035148 vom 25.02.2015 um 12:20:44 Uhr (15 Kommentare).

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