Das ungewollte Kind
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Von meiner Uroma sowie meiner Tante wurde ich auch oft gewarnt, alles mit Vorsicht zu genießen. Also die ersehnte Hoffnung, bei meinem Vater Frieden zu finden, war falsch. Bis heute freuen sich meine Mutter und mein Stiefvater nicht über meine erbrachten guten Leistungen - sei es schulisch oder im Hobby. Auch Geschenke werden mit Füßen getreten. Folge ich den Anweisungen nicht, gibt es bis heute Beschimpfungen und ab und an eine Backpfeife. Ich hatte noch nie das Gefühl, von meinen Eltern geliebt zu werden. Eher, dass sie mich hassen. Meine Mutter ist manisch depressiv und seit vier Jahren erfolglos in Behandlung. Familie? Gibt es bei uns zu Hause nicht. Mein Halbbruder wird behandelt wie ein Prinz. Er sitzt von morgens bis abends vor dem PC und hat mit seinen siebzehn Jahren nicht einmal eine Ausbildung. Ich bekomme schon großen Ärger, wenn ich es auch nur wage, den Fernseher anzumachen oder das Fenster aufzumachen. Aber schon länger habe ich die Vermutung, dass ich eine Reaktion an ungewollte Erinnerungen auslöse.
Vor zwei Wochen fand ich beim Aufräumen zufällig eine Art Tagebuch meiner Mutter. Verbotenerweise las ich darin. Ich will ja wissen und verstehen können, was sie denkt und warum sie so ist. Ich fand auch tatsächlich einen Brief, in dem es darum ging, dass meine Tante meiner Mutter versprach, mir niemals die Wahrheit zu sagen. Und dass sie damals gerne für meine Mutter da gewesen wäre, um zur Polizei zu gehen. Ich fand in diesem Brief heraus, dass ich das Ergebnis einer Vergewaltigung meines leiblichen Vaters an meiner Mutter bin. Ein Vergewaltigungskind. Ungewollt. Mit vielen schrecklichen Erinnerungen verbunden. Ja, es ist nicht schön, wenn man mir und damit den schlechten Erinnerungen täglich begegnet. Aber ich bin ich. Ich kann nichts dafür. Ich werde täglich dem Hass ausgesetzt. Ich werde von meinem leiblichen Vater und der Seite der "Familie" nur belogen. Ich hasse nun diejenigen, die mir dieses Leid antun. Ich wünsche ihnen alles Schlechte, genau, wie ich es ertragen muss. Aber bald habe ich meinen ersten Vollzeitjob. Ich werde in naher Zukunft mit meinem liebenswürdigen Freund zusammenziehen und ein neues Leben beginnen. Ohne Hass und Leid. Aber jeder Tag, den ich noch hier verbringe, birgt für mich unglaubliches Leid.