Das Spenden von Pfandbons

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Ungerechtigkeit Zorn

Ich (m/28) möchte beichten, dass ich im Gegensatz zu vielen anderen "Gutmenschen" mein Pfand am Automaten nicht spende. Es gibt ja diese Möglichkeit bei manchen Supermärkten, den Pfandbon für einen guten Zweck zu spenden. Dagegen wehre ich mich strikt. Selbst wenn ich nur eine einzige Flasche abgebe, löse ich den Pfandbon an der Kasse ein. Ich finde diese Masche mit dem Pfandbon-Spenden einfach nur hinterlistig. Den Supermärkten geht es doch gar nicht um die Menschen, die das Geld bekommen sollen. Das wird doch nur gemacht, um ein gutes Image zu haben. Der Dumme ist dabei der Verbraucher, nur merken das viele Leute gar nicht. Wir lassen die Supermärkte Milliarden verdienen, nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen überteuerten Produkte. Der Gewinn aus diesen Produkten geht aber nicht an die Bedürftigen, sondern in die Taschen der Bosse.


Wir Verbraucher werden jedoch genötigt, unsere Pfandbons zu spenden, weil sich ja der Supermarkt um die Bedürftigen kümmern will. Wie krank ist das denn? Zieht doch lieber von jedem Einkauf pauschal 0,5 Prozent als Spende ab, dann spenden Verbraucher und Supermarkt nämlich gleichzeitig. Aber dann würde man ja weniger an den Produkten verdienen. Daher sollen wir gleichgeschalteten Hornochsen lieber brav unsere Pfandbons spenden, während die Supermärkte weiterhin ihre Milliardengewinne einstreichen. Ihr könnt mich mal! Ich rechne euch jede einzelne Flasche ab! Schiebt den Bedürftigen einfach mal ein paar Milliarden rüber, dann braucht ihr auch den Omas nicht mehr den Pfandbon abluchsen.

Beichthaus.com Beichte #00035624 vom 03.05.2015 um 13:26:28 Uhr (19 Kommentare).

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Freundschaft zwischen Todkranken

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Verzweiflung Feigheit Gesundheit

Vor ein paar Wochen kam ich in ein Krankenhaus, weil ich fast ein multiples Organversagen hatte. Aufgrund einer Herzattacke im letzten Jahr habe ich extrem organschädliche Medikamente bekommen. Aber wie es so kommt: Mein Sohn hat sich eine Grippe und dann die Magen-Darm-Grippe zugezogen. Als Familie teilten wir natürlich alles. So fielen einige Termine beim Kardiologen aus, welcher permanent meine Blutwerte überprüfte. Im selben Zimmer lag ein weiterer Patient, welcher sogenannte "kalte" Chemos bekam. Es war seine letzte Chance. Die Ärzte sagten nur, dass bei Erfolgslosigkeit der Chemos alles aus sei. Wir kamen ins Gespräch und haben eine schöne Beziehung aufgebaut. Wir halfen uns gegenseitig beim Ankleiden, Essen, Tee holen, Betten reinigen etc. Natürlich hätte das Personal dies machen müssen, aber wir waren einfach nur stolz darauf, es selbst zu machen.


Meine Werte wurden immer besser und seine wurden immer schlechter. Heute wurde er in ein Hospiz in der Nähe verlegt, um seine letzten Tage zu verbringen. Und damit komme ich nicht zurecht! Ich schäme mich dafür, dass ich Angst habe, ihn zu besuchen. Gerade bin ich dem Tod von der Schippe gesprungen und nun will, oder kann, ich nicht das Leid anderer teilen. Aber wir hatten ein inniges Verhältnis mit sehr intimen Gesprächen. Was soll ich nur tun? Ich kann mir morgens noch nicht einmal mein Spiegelbild ansehen. Es tut mir so leid.

Beichthaus.com Beichte #00035623 vom 03.05.2015 um 13:18:30 Uhr (16 Kommentare).

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Single dank Masturbation

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Masturbation Verzweiflung Nachbarn Partnerschaft

Ich (w/25) schreibe gerne Geschichten und in einer meiner Geschichten gibt es einen jungen Mann, der mir sehr gefällt. Wenn ich masturbiere, denke ich an Sexszenen aus der Geschichte und das bringt mich immer sehr in Fahrt. Anscheinend stöhne ich dabei auch "Ian", also seinen Namen. Nichtsdestotrotz habe ich einen Freund, den ich sehr liebe. Nur weil ich beim Masturbieren nicht an ihn denke, sondern an eine fiktionale Figur, heißt das noch lange nicht, dass ich ihn nicht liebe oder mir der Sex mit ihm nicht gefällt! Männer schauen schließlich auch in Beziehungen Pornos und genießen dennoch ihre Freundinnen, nicht wahr? So weit ist also eigentlich alles in Ordnung. Wie sich nun herausstellte, befindet sich das Schlafzimmer meiner Nachbarn wohl genau an meiner Schlafzimmerwand und peinlicherweise haben die mich wohl schon häufiger gehört - und das haben sie natürlich nicht mir gesagt. Der Typ traf meinen Freund im Aufzug, gratulierte ihm und nannte ihn Ian. Nun, mein Freund heißt natürlich nicht Ian. Das Ende vom Lied: ich bin Single, obwohl ich meinen Freund liebe und ihn nicht betrogen habe, ganz einfach, weil ich beim Masturbieren die Klappe nicht halten kann.

Beichthaus.com Beichte #00035622 vom 03.05.2015 um 09:40:05 Uhr (11 Kommentare).

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Deutschland - Ein Volk der Egoisten

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Ignoranz Selbstsucht Gesellschaft Studentenleben Nepal

Deutschland - Ein Volk der Egoisten
Ich selbst habe schon viel Dummes in meinem Leben angestellt, aber dieses Mal möchte ich stellvertretend für jemanden anders beichten. Es geht um das Erdbeben in Nepal mit bisher über 7.000 Toten. Ich habe Nachrichten gesehen und auf einmal wurde eine Gruppe von deutschen Studenten gezeigt, die in Nepal auf irgendeiner Exkursion waren und nach der Katastrophe nichts Besseres zu tun hatten, als in einem Zelt am Flughafen in Kathmandu herumzulungern und darauf zu hoffen, ihren Rückflug nach Deutschland vorverlegen zu können.

Währenddessen waren vermutlich nur einige wenige Kilometer entfernt tausende Einheimische damit beschäftigt, ihre Angehörigen aus den Trümmern zerstörter Gebäude auszugraben. Hätten diese dummen, verfressenen und gleichgültigen Studenten aus Deutschland auch nur ein bisschen Anstand und einen kleinen Rest von Menschlichkeit übrig, dann hätten sie ihren ursprünglichen Abreisetermin behalten und den Nepalesen beim Graben geholfen, anstatt in der Zeit auf ihren Rückflug zu warten. Offensichtlich war Nepal für diese Studenten also gut genug, um dort Urlaub zu machen, aber nicht wichtig genug, um den Menschen vor Ort zu helfen. Wie dem auch sei: Ich mache die Studenten nicht allein für ihr selbstsüchtiges Verhalten verantwortlich. Ich glaube, dass diese nicht vorhandene Solidarität und Mitmenschlichkeit ein gesellschaftliches Problem ist - wir sind, anders gesagt, einfach ein Volk von Arschlöchern.

Beichthaus.com Beichte #00035621 vom 03.05.2015 um 03:40:42 Uhr in Nepal (Kathmandu) (23 Kommentare).

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Lehrjahre sind keine Herrenjahre

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Faulheit Falschheit Diebstahl Verrat Arbeit

Lehrjahre sind keine Herrenjahre
Ich (w/19) mache eine Ausbildung in einem Großhandelsbetrieb und gebe mir dabei wirklich Mühe. Ich bin auch schon seit Mitte des zweiten Lehrjahres fest in meiner Abteilung eingesetzt, was für gewöhnlich nicht der Fall ist. Eigentlich wollte ich nach der Ausbildung nebenberuflich studieren und habe mich deswegen auch ins Zeug gelegt, um alle Kriterien für eine Übernahme und für die Genehmigung eines Studiums zu erfüllen. Die ganze Sache kotzt mich aber mehr und mehr an. Regelmäßige Überstunden ohne Ausgleich, ausbildungsfremde Aufgaben in unakzeptabler Menge, das Verhalten ausgelernter Kollegen gegenüber Azubis, das Klima zwischen den Abteilungen. Nun versteht mich nicht falsch, Lehrjahre sind keine Herrenjahre und das habe ich mir auch immer vor Augen gehalten. Trotzdem halte ich die Sache einfach nicht mehr aus. Bewusst wird mir das erst so richtig, seit mich der Hausmeister belästigt. Der Typ ist wirklich gruselig, im Betrieb als Alkoholiker bekannt und ich habe richtig Angst vor ihm.

Dieser Laden hat mir drei Jahre meines Lebens geraubt. Ich lasse deshalb regelmäßig Büromaterial mitgehen und bunkere das Zeug daheim. Außerdem nehme ich mir Süßigkeiten aus der Kantine mit und bezahle diese nicht. Seit ich letztens eine Schreibtischunterlage mitgenommen habe, ist der Bürolagerraum jetzt abgesperrt. Ich werde nach der Ausbildung auch im August kündigen, obwohl alle davon ausgehen, dass ich im Betrieb bleibe. Ich werde dann mein Abitur nachholen. Und wahrscheinlich werde ich am Morgen nach meinem letzten Tag vor die Einfahrt kacken. Außerdem habe ich meinen Betrieb der zuständigen IHK gemeldet. Ich bitte um Vergebung!

Beichthaus.com Beichte #00035620 vom 02.05.2015 um 22:45:35 Uhr (15 Kommentare).

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