Zaubermaler

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Ekel Unreinlichkeit Masturbation Arbeit

Zaubermaler
Ich bin Maler von Beruf und masturbiere immer in die weißen Farbeimer hinein, da ich mir einbilde, dass die Wände dadurch noch mehr funkeln und glänzen. Seit 20 Jahren wichse ich in meine Farbeimer und die Kunden sind hochzufrieden und sagen immer "Ach schau wie toll die Wand glänzt. Sie sind ein Zauberer Herr Maler, ich werde Sie weiterempfehlen". Ich grinse dann breit und sage "Jawohl, ich habe die beste Farbe auf der ganzen Welt". Ich kann mich vor Aufträgen nicht mehr retten, mein Terminkalender ist voll bis anno Domino - und die Kunden rennen mir die Bude ein. Mir geht es prächtig auch wenn ich weiß, dass ich mit einer Lüge lebe.

Beichthaus.com Beichte #00026259 vom 13.05.2009 um 23:22:40 Uhr (87 Kommentare).

Gebeichtet von Katzin.
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Kostenlose Cola an der Supermarktkasse

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Diebstahl Dummheit Boshaftigkeit Selbstsucht

Ich stand im Supermarkt in einer elendig langen Schlange. Als plötzlich nebenan eine zweite Kasse öffnete, konnte ich mich gleich als Zweiter einreihen. Vor mir bezahlte gerade ein sehr gestresst und sehr verschwitzt aussehender Osteuropäer in einem mit weißer Farbe verschmierten Blaumann seine Wurstsemmeln, Schokoriegel und seine 2-L-Flasche Cola. Während er in seiner Tasche herumkramte, bimmelte sein Handy und das überforderte ihn anscheinend komplett. Er machte alles zugleich: bezahlen, einpacken, abheben, telefonieren und schwitzen. Natürlich ließ er in der Hektik die Cola-Flasche stehen. Dann war ich an der Reihe und zahlte meine Sachen. Der Kassierer hatte nichts von der Flasche bemerkt. Der von Stress geplagte Maler war schon heftig streitend am Handy hängend nach draußen gelaufen. Ich packte die Cola-Flasche ein und betrachtete sie als mein Eigentum. Was solls, selber schuld der Gute. Bemerkt hat es ja auch keiner, dachte ich mir.

Richtung Ausgang gehend, hatte ich aber einen kleinen Anflug von Bedenken. Was ist, wenn er wieder zurückkommt und mich ertappt? Ich beschleunigte meinen Schritt, bog um die Ecke zu meinem Moped und beeilte mich. Da stand der Gute im Blaumann und bemerkte, noch immer heftig telefonierend, plötzlich, dass ihm was von seinen Einkäufen fehlte. Er machte kehrt zurück zum Supermarkt, eine richtig gelungene angenervte Visage, und stieß noch dazu einen Schrei aus. Etwa so: "Waaaaaaaaaaaaaaaaahhh!" Ich schwang mich schnell aufs Zweirad und brauste davon. Ich hatte ein erleichtertes Gefühl entkommen zu sein und gratis 2-L-Cola abgestaubt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00026227 vom 08.05.2009 um 20:09:27 Uhr (33 Kommentare).

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“Beichte

Die schlimmste Tagesmutter der Welt

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Ignoranz Kinder Maßlosigkeit Berlin

Manchmal wünsche ich mir, ich wäre blind. So müsste ich das von mir verschwiegene Elend nicht sehen. Es gibt Momente, in denen ich mich verachte, schäme und vor mir selbst ausspucken möchte. Immer dann, wenn ich die 40 Treppenstufen hinauf in den vierten Stock steige. Denn ich weiß, dort wird Felix auf mich warten. Sprechen wird er nicht. Er wird mich einfach nur mit seinen leuchtend blauen Augen anschauen, die wie Sterne in der Nacht funkeln. Sein blonder Haarflaum wird wie Gold im Gegenlicht der Flurbeleuchtung schimmern. An den Fingern werden Krümelreste der trockenen Frühstücksbrezel kleben.

Dann spüre ich meine Sünde und weiß: Ich müsste die Behörden informieren. Erzählen, unter welchen Bedingungen Felix bei der Tagesmutter lebt. Keine Spaziergänge bei Sonnenschein. Weder eine arme Jacke noch Mützchen, wenn es stürmt. Drei Mal täglich mit seinen 15 Monate alten Beinchen 40 Treppenstufen erklimmen. "Tragen tue ich diesen schweren Brocken nicht!" so seine Tagesmutter. Es reicht, ihn an seinem kleinen Ärmchen zu zerren. Vielleicht ist es gut, dass sie ihn nicht trägt. So muss er den Atem nicht spüren, der ihrem Mund mit schwarzen, nach Fäulnis stinkenden Zahnstümpfen entweicht. Ich sehe noch mehr und meine Sünde ist, dass ich das Amt nicht informiere.

Beichthaus.com Beichte #00026217 vom 07.05.2009 um 00:16:49 Uhr in Berlin (Neukölln) (43 Kommentare).

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Auf den eigenen Beinen

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Schamlosigkeit Ungerechtigkeit Gesundheit Wien

Ich (m/19) war vor einigen Tagen mit einem Freund auf einer der größeren Shoppingstraßen einkaufen. Auf solchen Straßen sammeln sich gerne Behinderte: Leute ohne Arme, ohne Beine oder sonstige Glieder, um zu betteln. Als wir in die U-Bahn einsteigen wollten, haben wir einen dieser Bettler gesehen. Es war ein Typ, der keine Beine mehr hatte, jedenfalls ist er auf seinen zwei Stummeln Richtung Lift geschlendert. Der arme Kerl kam nicht hoch zum Schalter, und als mein Freund das sah, sagte er: "Warum hilft dem denn keiner?" Ohne darüber nachzudenken und mir in diesem Moment der Zweideutigkeit meiner Wortwahl nicht bewusst, antwortete ich: "Der will wohl auf eigenen Beinen stehen." In dem Moment, als mir diese Wörter über die Lippen gingen, bekam mein Kollege und einige andere Leute in der U-Bahn einen Lachanfall, wie er in einem Film nicht besser hätte dargestellt werden können. Natürlich lache ich mit, aber ich lachte nicht wegen dem armen Beinlosen, sondern wegen meiner Dummheit in dem Moment, wo ich den Satz ausgesprochen hatte.

Beichthaus.com Beichte #00026196 vom 02.05.2009 um 19:33:06 Uhr in Wien (U-Bahn Neubaugasse) (24 Kommentare).

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Ich bin doch kein Assi!

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Ungerechtigkeit Vorurteile Shopping Trunksucht Hamburg

Ich bin doch kein Assi!
Letztens im Supermarkt meines Vertrauens stand ich an der Kasse hinter einem Mann, dessen Fahne sogar noch an der Fischtheke zu riechen war. Er schaffte es gerade noch, seine Flasche Sternburg Export unfallfrei auf das Band zu balancieren, als die Kassiererin ihn darauf aufmerksam machte, dass ihm einige Cent fehlten und er somit nicht bezahlen könne. Weiterhin bot sie ihm noch an, lieber eine Flasche Hansa Bier zu kaufen, da dies noch billiger sei. Da antwortete dieses völlig verdreckte, stinkende, unrasierte, zerfetzte Kleidung tragende, und schon mit einem Auge auf die nahe Parkbank schielende, Individuum doch tatsächlich total entrüstet und mit vollem Ernst: "Hansa?! Nee, ich bin doch keen Assi!" Im selben Moment sprang ich hinter das nächste Regal außer Sichtweite und lachte so herzhaft, wie ich noch nie gelacht habe, weil diese Situation einfach zu köstlich war. Ich weiß, dass es falsch war und das es echt bitter sein muss, nicht einmal so eine Plörre bezahlen zu können, doch in diesem Moment konnte ich einfach nicht anders.

Beichthaus.com Beichte #00026187 vom 01.05.2009 um 00:21:25 Uhr in 22765 Hamburg (Barnerstr. 44) (21 Kommentare).

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