Gefangen im Fitnesswahn

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Eitelkeit Maßlosigkeit Zwang Sport Ernährung

Gefangen im Fitnesswahn
Ich (m/23) bin süchtig nach der Perfektion des eigenen Körpers. Ich betreibe viel Sport und achte auf meine Ernährung. Das Ganze stresst mich so sehr, dass ich teilweise Fressattacken kriege oder mich anderweitig gehen lasse.
Diese Sucht nach der Optimierung des Körpers bestimmt meinen Alltag und ich lasse mich davon unglaublich stark stressen. Vermutlich liegt das daran, dass ich als Kind und Jugendlicher sehr dick war. Mittlerweile ist der Bauch weg und stattdessen habe ich kräftige Arme, breite Schultern und einen flachen Bauch mit sichtbaren Muskeln. Dass das nicht normal ist und narzisstische und egozentrische Züge hat, ist mir klar. Seltsam ist nur, dass ich trotz des ganzen Sports, guter Ernährung, Körperhygiene und allen anderen Sachen, nicht mit meinem Körper zufrieden bin.

Irgendwann sehe ich so aus wie einer von den Typen aus den Magazinen. Was ich beichten will, ist: Ich definiere mich selbst sehr über mein Äußeres, außerdem bin ich versessen darauf, das Maximum aus meinem Körper "rauszuholen" und habe dadurch öfters die Grenzen des Gesunden überschritten. Dieses Verhalten beziehe ich aber nur auf mich. Wenn jemand ein paar Kilo zu viel oder zu wenig hat, ist das für mich vollkommen egal, da ich weiß, wie es ist, deshalb ausgegrenzt und schlecht behandelt zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00038531 vom 21.07.2016 um 09:44:34 Uhr (17 Kommentare).

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Ein grauenvolles Wochenende

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Rache Peinlichkeit Ungerechtigkeit Bahn & Co.

Letztes Wochenende besuchte ich eine gute Freundin, die kürzlich ein paar Hundert Kilometer weit weggezogen ist. Ich hatte mich sehr auf unser Wiedersehen gefreut, und obwohl die Bahntickets mir eigentlich viel zu teuer waren, freute ich mich viel mehr auf ein paar schöne Tage und nahm ihre Einladung gerne an. Leider entpuppte sich die besagte Freundin als grauenhafte Gastgeberin: Essen gehen bezahlte ich für uns, dafür gab es bei ihr einfach nichts. Ich traute mich gar nicht, etwas dazu zu sagen, so irritiert war ich. Sie hingegen war schon oft bei mir zu Gast und wurde immer sehr von mir verwöhnt. Ich zählte schnell die Tage und Stunden bis zu meiner Rückfahrt, weil ihre Stimmung auch noch grottig war und ich mich sehr anstrengen musste, um sie bei Laune zu halten und das Beste aus meinem Aufenthalt zu machen. Innerlich war ich ziemlich enttäuscht von ihr.

Nun meine Beichte: Der mit Abstand schönste und beste Moment dieses blöden Wochenendes war, als ich auf der Rückfahrt im Zug endlich meine tagelange Verstopfung loswurde, dass es nur so donnerte. Und damit nicht genug, habe ich auch noch die Toilette verstopft. Das war mir noch nie passiert! Ein Schaffner kam gerade vorbei, als ich scheinheilig, aber endlich glücklich, herauskam, und machte knapp zehn Minuten lang erfolglos am Ort des Geschehens herum. Schließlich pappte er ein "Außer Betrieb" an die Toilettentür. Mich erfasste tatsächlich ein merkwürdiger Stolz! Im anderen Waggon gab es noch ein WC, also halb so wild. Das nenne ich mal ein armseliges Highlight!

Beichthaus.com Beichte #00038527 vom 20.07.2016 um 19:35:06 Uhr (10 Kommentare).

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“Beichte

Vorzeigefrau in einer schlechten Beziehung

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Verzweiflung Zorn Ungerechtigkeit Ex

Vorzeigefrau in einer schlechten Beziehung
Ich (w/22) war bis vor fast einem Jahr mit meinem damaligen Freund zusammen - für fast vier Jahre. Er hat mich nicht wirklich gut behandelt, was ich mir aber bis kurz vor Ende der Beziehung nicht eingestehen wollte. Anfangs war er noch sehr liebevoll und charmant, aber irgendwann entwickelte sich die Beziehung in eine andere Richtung. Es waren immer eher kleine Dinge, aber alle zusammen haben dazu geführt, dass ich mich immer schlechter gefühlt habe und immer weniger Selbstvertrauen hatte. Um ein paar Beispiele zu nennen: Ich finde mich mit meinen gut 1,70 Metern und knapp 60 Kilo nicht mal annähernd zu dick. Er sagte mir jedoch bei fast jedem Treffen (am Anfang der Beziehung noch nicht, da lobte er mein Aussehen, es begann erst nach 1,5 Jahren), dass ich mehr Sport machen soll und verglich mich mit anderen Frauen.

Das Ironische dabei war, dass er sich im Verlauf der Beziehung immer mehr gehen ließ, von mir jedoch verlangte, dass ich top trainiert, geschminkt und gekleidet war, während er sich langsam ein Bäuchlein anfutterte und in der immer gleichen Jogginghose rumhing. Dies führte dazu, dass ich irgendwann kaum noch etwas aß, wenn er anwesend war, ich hatte schlicht keinen Appetit. Eine andere Sache war, dass wir uns für meinen Geschmack zu selten sahen (alle zwei Wochen, manchmal weniger), obwohl wir mit dem Zug nur eine Stunde auseinander wohnten. Wenn ich ihn darauf ansprach, wurde er sehr schnell wütend und beschuldigte mich, ihn zu kontrollieren. Allgemein wenn wir uns stritten drehte er es immer so, dass ich mich seinen Zielen in den Weg stellen und ihn nicht unterstützen würde. Auch nahm er meine Ansichten überhaupt nicht ernst und lachte bloß wenn ich meine Meinung zu irgendetwas, beispielsweise einer politischen Diskussion kundtat.

Schlussendlich weinte ich bei fast jedem Treffen, da er mich oft klein machte und belächelte. In meiner Naivität glaubte ich jedoch daran, dass es sich ändern würde und wir eine glückliche Zukunft ätten und sah nicht, dass er von mir alles forderte und selbst kaum etwas gab. Wenn er mich sehen wollte, stand ich auf Abruf bereit und begann Hobbys, die mich überhaupt nicht interessierten, nur um ihm zu gefallen. Seit ein paar Monaten habe ich nun einen neuen Freund und er ist der liebste Mensch, den ich kenne! Ich möchte nun beichten, dass ich Angst habe, dass sich die Beziehung irgendwann wie meine Letzte entwickelt und ich es nicht merke. Auch möchte ich beichten, dass ich mich schäme, wie ich mich habe behandeln lassen.

Beichthaus.com Beichte #00038521 vom 19.07.2016 um 12:19:48 Uhr (18 Kommentare).

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Kostenlos durch Bayern

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Diebstahl Selbstsucht Geiz Bahn & Co.

Gestern war ich mit drei anderen Bekannten zum Wandern im Werdenfelser Land. Da ich den weitesten Anfahrweg habe, machen wir das immer so, dass ich das Bayernticket hier kaufe und alle anderen dann nacheinander dazukommen. Als ich das Ticket kaufen wollte, stand schon so ein alter Zausel vor dem Automaten und hat eine halbe Ewigkeit gebraucht, bis er fertig war. Dann hat der blöde Trottel es doch glatt geschafft, statt der Fahrkarte nur den Quittungsbeleg von der EC-Kartenzahlung einzustecken. Das war äußerst praktisch, denn er hatte auch ein Bayernticket für fünf Personen gekauft, welches ich gleich beschlagnahmt habe. So blöd kann man eigentlich gar nicht sein, sich eine Fahrkarte zu kaufen und nicht zu merken, wenn man den falschen Papierwisch mitnimmt. Zumal beides völlig unterschiedliche Formate sind. Abgesehen davon, dass man vor Abfahrt die Namen der Mitreisenden eintragen muss.

Damit sind wir dann prima ganz für umsonst nach Garmisch gekommen und haben auf einer Berghütte gleich mal auf sein Wohl angestoßen und das eingesparte Geld in eine Extraportion Bier und Wiener Würstel investiert. Da unser Fahrkartensponsor mit ein paar anderen Senioren in den hinteren Zugteil eingestiegen ist, habe ich keine Ahnung, was bei der Fahrscheinkontrolle rausgekommen ist. Ich hoffe im Nachhinein, dass er an verständnisvolles Zugpersonal geraten ist oder noch rechtzeitig gemerkt hat, dass er Scheiße gebaut hat - sonst wird es teuer für ihn.

Beichthaus.com Beichte #00038519 vom 18.07.2016 um 21:47:06 Uhr (28 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Wie k?nnen wir unsere Beziehungskrise bewältigen?

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Verzweiflung Begehrlichkeit Ungerechtigkeit Partnerschaft

Ich bin in meiner Beziehung nicht mehr glücklich. Wir streiten eigentlich immer. Zwischendurch passt es dann wieder, aber nach ein paar Tagen findet sich wieder ein Grund und wir streiten. Zeitweise ist es so schlimm, dass einer von uns beiden auf der Couch schläft. Dabei habe ich ihn richtig gerne, er ist sozusagen meine erste große Liebe. Wie sind auch schon knapp fünf Jahre zusammen und wohnen auch zusammen. Vermutlich war das alles viel zu früh. Wir sind erst Anfang 20. Mich regt seine nachlässige Art so dermaßen auf. Er ist extrem unzuverlässig, ich habe das Gefühl, alles was er macht, noch einmal überprüfen zu müssen. Da es seine Wohnung ist, bekommt auch er die Rechnungen zugeschickt. Wir teilen sie uns natürlich, aber da sie an ihn adressiert sind, öffne ich sie natürlich nicht. So kam es, dass ihm sogar ein Inkassobüro angeschrieben hat. Nicht, weil er kein Geld hat, sondern weil er einfach die Briefe nicht geöffnet hat. Aus Faulheit und Nachlässigkeit.

Ich kann ihn auch kaum am Handy erreichen, weil er es entweder nicht dabei hat oder keinen Akku hat. Und bevor jetzt blöde Kommentare kommen, ich muss natürlich nicht ununterbrochen mit ihm in Kontakt stehen, aber es wäre praktisch, wenn man sich mal kurzfristig was ausmachen kann. Außerdem hat er die blöde Angewohnheit, auf eine Zigarette zu seinen Kumpels zu gehen und dann stundenlang nicht zurückzukommen. Es ist ja okay, wenn er sich mit seinen Freunden trifft, ich unternehme auch etwas mit meinen Freunden, aber ich habe mal acht Stunden auf ihn gewartet und keine Nachricht von ihm erhalten. Ach ja, wenn wir schon bei den blöden Angewohnheiten sind: Er ist im Haushalt alles andere als eine Unterstützung. Er kommt heim, lässt die Schuhe auf die beschissenste Art und Weise vor der Tür stehen, zieht im Wohnzimmer seine Socken und seine Hose aus und lässt beides dann einfach auf der Couch liegen. Auf jedem Sessel hängt ein Hemd oder eine Jacke von ihm, weil er nicht fähig ist, seine Sachen wie jeder normale Mensch in die Garderobe zu hängen.

Wenn er sich im Bad kultiviert - sofern er das denn tut - sieht es danach aus wie Sau. Er hat beim Zähneputzen den Spiegel angesaut? Egal, macht eh die Freundin weg. Seine Barthaare liegen überall im Waschbecken? Ach, wen stört das schon? Er schafft es nicht, die Fliesen nach dem Duschen abzuziehen oder nachzuspülen. Ich bin froh, dass er wenigstens weiß, wozu die Klobürste da ist. Ach ja, leere Klopapierrollen werden auch nicht ersetzt. Ich habe weder die Zeit noch die Lust, ihm hinterher zu putzen. Das Schlimmste ist, dass seine Mutter ihm auch noch recht gibt. Aber sie wird auch der Grund für seine Nachlässigkeit sein, für sie ist es das Normalste auf der Welt, ihrem Sohn hinterher zu putzen.

Jeder meiner Freunde rät mir, mit ihm Schluss zu machen. Und wenn ich mir das alles durch den Kopf gehen lasse, ist es der einzig logische Weg. Aber irgendwo mag ihn doch. Er ist ja nicht so, weil er gemein ist, sondern weil er es einfach nicht kapiert. Er ist so komplett anders erzogen als ich. Bei uns wurde immer zuerst die Arbeit erledigt, bevor wir tun konnten, was wir wollten. Und ich mag seinen Hang zum Chaos und seine Verpeiltheit irgendwie auch. Er ist das, was ich gerne wäre. Unbekümmert und naiv und sorgenfrei. Er macht sich um nichts einen Kopf. Ich glaube, ich wäre um einiges glücklicher, wenn ich auch so wäre. Aber ich wünschte, er wäre manchmal auch ein bisschen mehr wie ich. Ein bisschen pflichtbewusster und verlässlicher.

Beichthaus.com Beichte #00038512 vom 16.07.2016 um 23:27:40 Uhr (34 Kommentare).

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