Fake-Profile bei der Singlebörse

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Ignoranz Falschheit Internet Gesellschaft

Dass es bei Singlebörsen sehr oberflächlich und ignorant zugeht, ist ja sicher hinreichend bekannt. Ich beichte zum einen, dass ich neben meinem echten Account sowohl einen Fake-Account mit einer Frau, als auch mit einem sportlichen, gut aussehenden Mann erstellt habe, um rauszufinden, was Männer den Frauen so schreiben und ob Frauen auch von sich aus schreiben, wenn der Mann einfach nur gut aussieht und sportlich ist. Kurzes Fazit: Die meisten Nachrichten von Männern an die Fake-Frau waren eintönig, trotzdem nett, aber meist nicht sexuell anzüglich, wie oft behauptet.

Die meisten Nachrichten der Frauen an den attraktiven Fake-Mann waren genau die, die sie selbst nicht von Männern zu lesen bekommen wollen (z. B. Hi, wie geht es? Wie war dein Wochenende?). Und obwohl ich als Fake-Mann die Oberflächlichkeit und Ignoranz der Frauen sehr scharf kritisiert habe, war nicht eine einzige Nachricht negativ. Stattdessen waren sie angeblich alle Frauen, denen es genauso geht und die mir zustimmen. Keine erkannte sich in der von mir kritisierten Oberflächlichkeit plötzlich wieder. Letztendlich ging es aber immer nur um drei Themen: Aussehen, Sport und Reisen, denn genau das stach in dem Fake-Profil hervor.

Zum anderen muss ich beichten, dass ich über meinen echten Account zuerst mit einer Frau nett geschrieben und sogar mit ihr telefoniert habe, was ebenfalls sehr nett und locker war. Um sie dann nicht gleich zu nerven, habe ich ihr erst nach knapp einer Woche das erste Mal per WhatsApp geschrieben, aber nichts, worauf man zwingend antworten muss. Eine Reaktion kam auch nicht. Nach einer weiteren Woche habe ich mal nachgefragt, wie es ihr geht, da ich länger nichts mehr von ihr gehört habe. Dies wurde zwar gelesen, aber nicht beantwortet. Später fragte ich dann ein bisschen auf witzig, stichelnd nach, ob sie denn noch ansprechbar sei. Daraufhin wurde ich blockiert. Keine Antwort, keine Erklärung, einfach feige blockiert, weil es ja so schön einfach ist, in der Anonymität des Internets.

Ich beichte auch, dass ich mich daraufhin über den Fake-Account des gut aussehenden, sportlichen Klischeetypen mit ihr verabredet habe, ihr irgendwelchen Quatsch über meinen tollen Beruf erzählt habe und ich, als es dann zum Treffen kam, logischerweise nicht aufgetaucht bin. Sicher hat es etwa eine halbe Stunde gedauert, bis sie gemerkt hat, dass keiner mehr kommt. Als ich wusste, dass sie jetzt irgendwo blöd in der Gegend rumsteht und auf einen Typen wartet, der nicht existiert, habe ich den Account gelöscht. Ich bin eigentlich sonst nicht so, aber diese Frau hat dann eben abbekommen, was ich vorher schon über den Fake-Account kritisiert und bestätigt bekommen habe. In der Singleböse habe ich mich mit allen anderen Accounts ebenfalls komplett abgemeldet und versuche es jetzt wieder in der realen Welt.

Beichthaus.com Beichte #00038451 vom 03.07.2016 um 16:05:53 Uhr (19 Kommentare).

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Ich bin dick und glücklich!

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Prostitution Hochmut Stolz Vorurteile Gesellschaft

Ich bin dick und glücklich!
Ich (w/32) bin ein wenig korpulent, aber dennoch glücklich damit. Warum? Das Leben einer fetten Frau hat so seine Vorzüge, die ich hier näher erläutern will. Obwohl ich mit meinen 130 Kilogramm ein echtes Schwergewicht bin, habe ich genug Geschlechtsverkehr, verdiene daher nicht schlecht und habe es im Leben leichter als so manch andere dünne Frau. Früher, als ich binnen weniger Jahre enorm zunahm, unternahm ich alles, um wieder eine in der Gesellschaft akzeptierte Figur zu bekommen. Aber wozu? Es gibt genug Männer da draußen, die sogar gezielt nach fetten Frauen suchen. Dazu schalte ich auf einer bekannten Plattform eine Anzeige, sortiere die unzähligen Bewerber und darf Tage später eine kleine Nummer schieben. Ich muss wirklich sagen, dass ich sexuell gesehen absolut auf meine Kosten komme. Hin und wieder machen mir die Männer Geschenke oder geben mir freiwillig etwas Geld, weil der Sex so gut war.

Mittlerweile habe ich einen "Stammkunden", welcher mir für jede Vögelei ein paar Euro auf das Steam-Konto überweist. Wie mein Steam-Konto verrät, bin ich eine leidenschaftliche Zockerin. Ich spiele, anders als meine Geschlechtsgenossinnen, jede freie Minute. Vielleicht auch ein Grund, warum meine Abnehmversuche vor vielen Jahren scheiterten. Nichtsdestotrotz ist die Zeit besser angelegt, als sich sinnlos mit Schminke zu beschäftigen oder das Geld in irgendwelchen Kaufhäusern rauszuwerfen. Überhaupt gehe ich nicht mit der typischen deutschen Frau konform. Viele Frauen machen sich darüber Gedanken, was sie anziehen und wie sie sich schminken. Wozu das Ganze? Ich, als fülligere Frau, habe den Vorteil, dies nicht tun zu müssen. Bei dicken Frauen ist es egal, wie man sich hermacht. Gemeinhin brauche ich das nicht. Wer dick ist, ist leider in unserer ekelhaften Gesellschaft gleich unansehlich. Ihr könnt mich mal!

Finanziell geht es mir zudem auch ganz gut. Die Halbtagsbeschäftigung im Discounter meines Ortes reicht mir vollkommen, da mir die Männer eben genug Geschenke machen. So habe ich ausreichend Freizeit. Während ihr oberflächlichen Frauen mit gutem Aussehen euren Weiberkram macht, darf ich den ganzen Tag Süßigkeiten essen und Fallout 4 spielen. Ich weiß doch ganz genau, dass ihr mich in der Stadt nur deshalb schief anguckt, weil ihr vor Neid zerplatzt. Mit meinen 130 Kilo bin ich glücklicher als ihr es je sein könnt. So, das musste mal gesagt werden!

Beichthaus.com Beichte #00038447 vom 02.07.2016 um 05:35:12 Uhr (68 Kommentare).

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“Beichte

Mein Ex hat mich betrogen!

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Vorurteile Fremdgehen Zwang Ex

Durch den Betrug meines Ex-Freundes bin ich nicht mehr in der Lage, normal mit Männern umzugehen. Sein Fehltritt ist sechs Jahre her und ich kann es einfach nicht überwinden. Wenn mich ein Mann nett behandelt, werde ich sofort aggressiv, weil ich denke, dass er eh nur mit mir schlafen und mich dann abschieben will. Ich entschuldige mich bei allen Männern, denen ich immer bissig antworte. Ich versuche wirklich, mich zu bessern.

Beichthaus.com Beichte #00038441 vom 30.06.2016 um 22:38:51 Uhr (9 Kommentare).

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Mein Ex ist ein religiöser Spinner

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Zorn Hass Ungerechtigkeit Unglaube Ex

Mein erster Freund war sehr gläubig und hatte dementsprechende Vorstellungen bezüglich vorehelichem Sex und solchen Dingen. Allerdings sagte er mir zu Beginn unserer Beziehung nicht so direkt, dass er mit dem Sex bis zur Ehe warten wolle, sondern machte nur eine vage Andeutung, dass er es so besser fände. Ich dachte mir ehrlich gesagt auch nicht viel dabei, denn ich ging davon aus, dass er sowieso schon Erfahrungen im Bett gesammelt hatte, zumal er doch einige Jahre älter war als ich. Dabei war er aber noch Jungfrau. Es kam, wie es kommen sollte, er warf nach ein paar Monaten (ohne mein Zutun) seine Überzeugungen doch über den Haufen und wir schliefen trotzdem miteinander. Doch dann schien ihn immer mehr das schlechte Gewissen zu plagen und er stellte mich vor die Wahl: Entweder zukünftig mit dem Sex bis zur Ehe warten oder er würde die Beziehung beenden. Ich war total enttäuscht und weinte, weil ich ihn liebte und ihn nicht verlieren wollte.

Andererseits war ich auch noch ziemlich jung (17/18) und befand mich noch in Ausbildung, er war mein erster Freund und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, jahrelang auf Sex zu verzichten. Auch heiraten lag mir eher fern. Ich konnte seine Ansichten immer weniger verstehen. Er trennte sich dann doch nicht von mir und wir schliefen auch wieder miteinander. Dieses Thema stand jedoch immer im Raum und ich wusste, dass es ihn sehr belastete. Der Sex wurde mit der Zeit immer schlechter, irgendwann war es nicht mehr als kurzes "Rein-Raus", nach zwei bis drei Minuten schon zu Ende. Ich versuchte einiges, um daran etwas zu ändern: Ich kaufte ein Partnerbrettspiel, bei dem man seinen Partner kennenlernen soll und Spaß miteinander hat, es hatte auch einige etwas abgefahrene Dinge dabei, aber er war zu verklemmt, um damit etwas anzufangen. Ich versuchte ihm zu sagen, was mir beim Sex gefällt und versuchte, das auch bei ihm herauszufinden. Es nützte alles nichts. In ihm kämpften ständig zwei Seiten: Die eine, die wollte, die andere, die ein schlechtes Gewissen hatte.

Ich dachte mir schließlich, dass in einer Beziehung ja eigentlich auch andere Dinge wichtiger sind, beispielsweise gemeinsame Interessen, Hobbys, Zeit miteinander, und so weiter. Aber wenn ich mit ihm über Dinge sprach, kam einfach immer sein Glaube dazwischen. Er versuchte mich ständig von Gott zu überzeugen, was mich extrem nervte, denn ich war (und bin) nicht religiös. Er konnte das einfach nicht akzeptieren. Und ich hoffte, trotz der immer häufigeren Streitereien, dass unsere Beziehung das überstehen würde. Irgendwann begann ich dann aber eine regelrechte Abneigung gegen ihn zu entwickeln, manchmal empfand ich fast so etwas wie Abscheu. Zum Beispiel, wenn er sich in Bezug auf das Thema "Homosexualität" keine Meinung bildete, sondern mit der Bibel argumentierte. Ich fand das echt daneben und verachtenswert. Mir fiel immer stärker seine Scheinheiligkeit auf. Wenn ich nicht da war, schaute er sehr sich viele Pornos an (was mir persönlich ziemlich egal wäre, ich gucke ja selbst auch ab und zu). Das schien mir bei ihm doch ziemlich heuchlerisch, da er es ja eigentlich für "verwerflich" hielt. Außerdem trank und rauchte er ziemlich viel und erzählte die ganze Zeit, er wolle damit aufhören und er habe alles im Griff, was aber nicht wirklich der Fall war.

Irgendwann, nach über zwei Jahren, schaffte ich es, einen Schlussstrich zu ziehen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, dachte ich mir. Er war völlig am Boden zerstört, denn er war nach wie vor überzeugt gewesen, dass wir für immer zusammenbleiben und heiraten würden. Um ihm aber keine Hoffnungen mehr zu machen, brach ich den Kontakt zu ihm fast ganz ab, auch wenn es mir anfangs schwerfiel. Ich genoss eine Weile das Singledasein und beim ersten Mal, als ich wieder mit einem Mann schlief, musste ich weinen, weil es einfach so gut, ehrlich und unbelastet war. Was hatte ich nur verpasst! Dann meldete sich mein Ex irgendwann bei mir und beichtete, dass er mich während unserer Beziehung mit einer 40-jährigen Frau betrogen hatte. Eine einmalige Sache. Er schob es auf den Alkohol und bat mich um Vergebung. Er erniedrigte sich in seiner Nachricht selbst und stellte sich als den sündigsten Menschen hin, den es gibt, meinte auch, dass er an unserer Trennung schuld wäre.

Ich war echt wütend. Nicht, weil er mich betrogen hatte, sondern weil er nicht genug Stärke aufbrachte, diese Sache mit sich selbst auszumachen, sondern mich im Nachhinein noch damit belasten musste. Seitdem habe ich ihn gegenüber überhaupt kein schlechtes Gewissen mehr. Ich beichte also einerseits, dass er wegen mir nicht unbefleckt in seine zukünftige Ehe eingehen wird (was mir allerdings ziemlich egal ist). Und andererseits, dass ich 2,5 Jahre meines jungen Lebens mit diesem Mann vergeudet habe und dass ich ihn immer noch verachte, auch wenn ich versuche, dies nicht zu tun.

Beichthaus.com Beichte #00038436 vom 30.06.2016 um 00:43:41 Uhr (21 Kommentare).

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Der Zug ist abgefahren

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Dummheit Lügen Bahn & Co.

Heute habe ich (w/22) etwas getan, das mir sehr leidtut, wenn es auch keine Absicht war. Ich stand an einem kleineren Bahnhof und wartete auf die Ankunft meines Zuges. Ein Zug fuhr ein, der beschriftet war mit "Winterthur". Danach kam die Durchsage, dass mein Zug, welcher in die Gegenrichtung fahren sollte, vier Minuten verspätet sein würde. Nach kurzer Zeit eilte eine Frau mit einer gelben Bluse herbei und fragte, ob der Zug aus Winterthur schon vorbei sei? Die Dame, die neben mir saß, schwieg und so antwortete ich voller Überzeugung: "Jaja, der ist schon vorbei!" Daraufhin eilte die Dame wieder weg. Ich träumte etwas vor mich hin, als mir plötzlich einfiel, dass sie ja nach dem Zug aus Winterthur gefragt hatte. Das war der, welcher verspätet war. Ich wollte im Postgebäude nachsehen, ob ich die Frau noch finden würde, da die Post-Mitarbeiter ja gelbe Hemden tragen.

Doch da standen nur Männer an der Kasse. Also spurtete ich wieder nach draußen, lief um das Gebäude herum und konnte gerade noch sehen, wie der Bus davonfuhr. Natürlich! Es war die Busfahrerin gewesen und sie hatte sich nach dem Zug erkundigt, um zu wissen, ob sie noch auf die Passagiere warten soll. Ich beichte also, dass wegen mir einige Leute ihren Bus verpasst haben, weil ich kurzzeitig zu wenig überlegt hatte. Wahrscheinlich mussten die eine halbe oder sogar eine ganze Stunde auf den nächsten warten.

Beichthaus.com Beichte #00038423 vom 27.06.2016 um 19:42:48 Uhr (14 Kommentare).

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