Strenge Erziehung durch meine Mutter

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Zwietracht Mutter Peinlichkeit Köln

Als ich (w/21) sechs Jahre alt war, zogen meine Eltern und ich von Japan nach Deutschland. Der Anfang war schwer, wir konnten nur japanisch und ein wenig englisch. Meine Mutter hatte die Sprache schnell verstanden und schrieb mir jeden Tag Sätze und Wörter auf, die ich ihr am Abend übersetzen sollte, wusste ich etwas nicht, wurde ich mit Schweigen gestraft. Als ich dann auf eine neue Grundschule kam, wurde ich wegen meinen schlechten Deutschkenntnissen ausgegrenzt. Zwischenzeitlich trennten sich meine Eltern, da es immer wieder Streit gab. Ich blieb bei meiner Mutter, die einen kleinen Job als Putzfrau in einem Einkaufszentrum bekommen hatte. Dort reinigte sie die Toiletten, ich musste immer mit zu ihrem Arbeitsplatz, da sie befürchtete, ich würde nicht lernen, wenn ich allein wäre. Jeden Tag musste ich dort lernen, während meine Mutter putzte und sich über die verschmutzten Toiletten beschwerte.

Ich verbesserte mich in der Schule immer mehr, denn meine Mutter verlangte immer gute Noten, als ich einmal eine vier geschrieben hatte, schrie sie mich an und zwang mich, ein ganzes Blatt mit der Zahl vier zu füllen, so konnte ich sehen, was für eine Schande es war. Zusätzlich musste ich mir anhören, dass ich mir mein Leben zerstören würde und ich mit diesen Noten ebenfalls Toiletten schrubben müsste.

Sie arbeitete inzwischen in einem Büro, jeden Tag rieb sie mir unter die Nase, dass man mit viel Arbeit alles schaffen könnte, nur ich würde es nicht wollen. Sehr zu ihrem Missfallen hatte ich es nicht auf das Gymnasium geschafft, stattdessen war ich auf einer Realschule. In der Pubertät wurde meine Mutter immer schlimmer, sie war ein regelrechter Drache, denn bald wäre ich erwachsen und ich würde mir mein späteres Leben ruinieren. Dabei lernte ich genug, aber genug war ihr zu wenig! Wenigstens musste ich nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle und konnte somit ein wenig Freizeit bekommen.

Als sie mich allerdings bei der Selbstbefriedigung erwischte, war ich eine Schlampe, die die Kontrolle verloren hatte. Ich bekam eine Art Babysitterin und durfte die Tür meines Zimmers nicht mehr abschließen. Ich machte meinen Realschulabschluss und suchte mir eine Ausbildung, in der Arbeitswelt läuft es ganz gut, doch meine Mutter ruft mich täglich an und redet mir ein, dass ich mein Abitur nachholen soll. Dabei will ich das nicht, ich hatte bisher immer nur gelernt, nun möchte ich mein Leben genießen. Meine Mutter will noch immer die Kontrolle über mein Leben haben.

Der Grund für meine Beichte ist mein absolut idiotisches Verhalten. Ich war unglaublich wütend, als mir auffiel, wie oft sie mich unter Druck gesetzt hatte. Wir saßen in einem Restaurant, um ihre Beförderung zu feiern. Ein netter Abend, bis sie anfing, auf mich einzureden. Die Diskussion wurde hitziger und lauter, die anderen Gäste starrten uns an, was mir in diesem Moment egal war. Mir platzte der Kragen und ich schrie sie an, dass ich ihre Stimme nicht ertragen könnte und sie meine Kindheit und Jugendzeit ruiniert hätte. Sie hätte als Jugendliche ihren Spaß gehabt, während ich nicht einmal masturbieren durfte. Ich war so in Rage, dass mir die Worte nicht bewusst waren.

Mit den Worten "Ich bin jetzt erwachsen und habe mir gestern einen Dildo gekauft, da guckst du blöd, was?" verließ ich das Restaurant und beendete meinen peinlichen Auftritt. Ich habe nur bestätigt, dass ich keine Reife besitze, wenn ich schon daran denke, möchte ich im Erdboden versinken. Es tut mir leid, dass ich meine Mutter angeschrien und blamiert habe, den Gästen womöglich den Abend verdorben und mich lächerlich gemacht habe. Bei meiner Mutter habe ich mich entschuldigt.

Beichthaus.com Beichte #00040357 vom 24.09.2017 um 19:33:38 Uhr in Köln (19 Kommentare).

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Nordkorea für Arme

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Misstrauen Verzweiflung Gesellschaft Politik

Ich beichte, dass ich wahnsinnige Angst vor der Zukunft in diesem Land habe. Vor der kommenden Bundestagswahl, vor dem, was passiert, wenn die AfD in den Bundestag kommt und nicht zuletzt vor der Dummheit all der Menschen, die diese Partei wählen werden. Ich verstehe nicht, wie sich dermaßen viele Leute ihr eigenes Grab schaufeln können, nur weil sie gegen Flüchtlinge wählen wollen. Mir scheint es oft, nichtmal die Hälfte dieser Menschen kennt das Wahlprogramm der AfD und das Ausmaß an Diktatur, das die anstreben.

Denn wer wählt freiwillig FÜR die Entmenschlichung eines jeden, der nicht reich ist. Und mit "reich" meine ich niemanden, der ottonormal verdient, sondern wirklich REICHE. Man wählt für die Privatisierung von Krankenhäusern, für die Ausgrenzung von Alleinerziehenden, für selbst zu tragende Kitagebühren, für Zwangsarbeit, gegen den Mindestlohn, für selbst zu finanzierende ALG-I-Kosten, für ein noch höheres Rentenalter, für die Inhaftierung von Kindern ab 12 Jahren nur auf Verdacht, gegen die Sozialversicherung, gegen den Mieterschutz, gegen den Klimaschutz, gegen jeden, der sich jetzt schon den Buckel krummschuftet, um gerade so über die Runden zu kommen. Man wählt gegen das Grundgesetz, dass die Würde des Menschen unantastbar ist (ja, das gilt auch für die Würde des Wählers) und setzt seine Stimme ein für eine Partei, die ausnahmslos jedem das Leben zur Hölle machen will, der nicht drei Porsches in der Garage stehen hat. Und warum? Nur weil er keine Flüchtlinge hier haben will.

Niemand von all den Leuten scheint zu begreifen, dass sie unter der AfD vielleicht schon bald selbst Flüchtlinge werden. Und zwar notgedrungen. Weil sie ihre Miete nicht mehr zahlen können, weil sie sich ihre eigenen Versicherungen nicht mehr leisten können. Weil sie, wenn sie im Job gekündigt werden, bald über jede Pfandflasche froh sind, die sie bei ihrer "gemeinnützigen Arbeit", zu der sie gezwungen werden, finden. Weil sie begreifen, dass sie es im Grunde keinen interessiert, ob sie "unverschuldet alleinerziehend" sind. Weil sie merken, dass die Partei, die sie gewählt haben, dankend ihre Stimme eingesackt hat, nur um anschließend auf sie zu scheißen. Um zu begreifen, dass all die Politik nicht für sie gilt und nie gegolten hat, da kaum einer das Zielklientel sein wird, auf das diese Partei abzielt.

Es macht mir Angst, wie diese Leute mit selbstsicherem Grinsen munter an dem Ast rumsägen, auf dem sie sitzen und dabei noch glauben, sie täten sich und Deutschland damit einen Gefallen. Ich bin mir jedenfalls sicher, dies ist nicht mehr das Land, in dem ich leben möchte, denn diese kollektive, antisoziale Einstellung trifft nicht nur Flüchtlinge, sondern auch den eigenen Kopf. Und während der Flüchtling dann, wenn es hier kocht, einfach zurück in sein Land geht, sind wir schon zu Hause - in unserem selbst erschaffenen Nordkorea für Arme.

Beichthaus.com Beichte #00040335 vom 21.09.2017 um 01:39:37 Uhr (78 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ja, ich wähle die AfD!

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Dummheit Verrat Gesellschaft Politik Berlin

Wir haben seit vielen Jahren eine GroKo, keine echte Opposition und auch die Medien als Kontrollorgan versagen offensichtlich zunehmend. Zudem haben wir jetzt die ganzen Merkeldeutschen im Land. Daher bin ich dabei, meine Wahl zu überdenken. Nicht dass ich etwas gegen Asyl habe, ich finde es sogar eine gute Sache, aber wenn man sich mit dem Asyl-Thema der letzten Jahre beschäftigt, wird klar, dass die wenigsten Zugezogenen echte Asylgründe haben (also auch wirklich oft keinen Asyl-Status bekommen) aber trotzdem wahrscheinlich alle bleiben dürfen. Oder noch lächerlicher: Ein paar besondere "Einzelfälle" wurden ohne Papiere reingelassen, haben sich hier wie Sau aufgeführt und sogar echte Verbrechen begangen, aber können jetzt nicht abgeschoben werden, da sie ja keine Papiere haben...

Jetzt zu meiner Beichte: Trotz meiner eigentlich linken Einstellung wird nur meine Erststimme an Sarah gehen und meine Zweitstimme an die AfD. Jetzt heißt es erstmal Bewegung in den politischen Sumpf zu bringen und das geht nur mit hoher Präsenz der ungeliebten Alternative für Deutschland. Immerhin ist es die einzige Partei, mit der eine Koalition von allen anderen Parteien im Vorfeld ausgeschlossen wurde. Zudem ist es derzeit die einzige mögliche Wahl, wenn es um ein Gegenlenken in der Flüchtlings-Krise geht. Schade um die Extreme, aber es wird Zeit für Neuerungen. Im Althergebrachten bewegt sich nichts mehr und wenn doch, dann nur zulasten von uns Bürgern.

Beichthaus.com Beichte #00040294 vom 09.09.2017 um 14:39:20 Uhr in Berlin (31 Kommentare).

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Der Blowjob-Circle

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Fetisch Fremdgehen Gesundheit

Ich (m/26) bin schwul. Jeder in meinem Bekanntenkreis weiß das und alle akzeptieren es. Ich habe sogar einen Freund, wofür ich im Bekanntenkreis beglückwünscht wurde. Eigentlich könnte mein Leben so schön sein, aber ich habe letztens erst alles kaputtgemacht. […]
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Beichthaus.com Beichte #00040226 vom 24.08.2017 um 22:39:26 Uhr (45 Kommentare).

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Mein Do-It-Yourself-Döner

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Dummheit Ungerechtigkeit Wirtschaft

Ich (m/41) bin mit einer Geschäftsidee gehörig auf die Schnauze gefallen. Ich habe mich bei meinen Freunden verschuldet, war die Witzfigur meiner Stadt und meine Frau hat mich verlassen. Wie kam es dazu? Nun, es fing an, als ich mir einen Döner kaufte. Wieder einmal war ich über die Zusammensetzung der Zutaten verärgert. Zu viel Grünzeug, zu wenig Fleisch und vor allem zu trocken. Nie konnten die Dönermacher mir den perfekten Döner machen. So entstand meine Idee, einen Do-It-Yourself-Dönerladen aufzumachen. Die Idee war einfach genial. Man geht hin und stellt sich den Döner selbst zusammen. Dabei liegen die Zutaten in kleinen Eimern, wobei man mit einer kleinen Zange sich die Zutaten selbst ins Brot reinlegen konnte. Vorher musste ich natürlich das Brot aufgewärmt haben und das Fleisch geschnitten haben, aber sonst lag die die Verantwortung beim Kunden. Von meinen Freunden lieh ich das nötige Kleingeld, weil es bei mir als Arbeitsloser nicht ganz lief. Jedenfalls verteilte ich vor Ersteröffnung massig Flyer an Windschutzscheiben, damit die Besucher schön in Massen ins Geschäft kommen. Der erste Tag war zugleich der umsatzstärkste Tag des Ladens.

Jedoch zeigten sich an meinem Konzept gewaltige Schwächen: Scheinbar hatte niemand Lust, sich den Döner selbst zu machen. Die meisten Kunden wollen sich nicht die Hände schmutzig machen und sahen auch nicht wirklich den Mehrwert dahinter. Viel lieber rannten die Leute stattdessen eine Straße weiter zum Dönerladen. Dann sah es für meisten seltsam aus, dass ein blonder Deutscher am Tresen stand. Warum man sich lieber von einem bärtigen Türken den Döner machen lässt, ist mir dagegen schleierhaft. So kam es dann, dass sich irgendwann höchstens nur ein bis zwei Kunden täglich bei mir blicken ließen. Der Laden machte also gewaltig Minus! Nicht nur das, ich war auch noch die Witzfigur meiner Stadt. Wenn ich zum Beispiel zum Bäcker ging, hieß es "Na, wollen sie selbst die Brötchen backen?". Sogar der Besitzer des Konkurrenzdönerladens ging zu mir ins Geschäft und lachte mich aus. Bald wollten meine Freunde natürlich das Geld zurück und wendeten sich von mir ab, als sie von den ausbleibenden Kunden hörten. Auch meine Frau verließ mich kurzerhand, was mich sehr belastete. Wegen der dummen Sprüche und des Misserfolgs habe ich mich regelmäßig bei ihr abreagiert, obwohl sie immer lieb zu mir war. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll. Ich bin ein Loser. Inzwischen bin ich ans andere Ende von Deutschland gezogen, glücklich bin ich allerdings nicht.

Beichthaus.com Beichte #00040218 vom 23.08.2017 um 14:38:37 Uhr (18 Kommentare).

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