Meine faulen Kollegen

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Aggression Ungerechtigkeit Kollegen Osnabrück

Meine faulen Kollegen
Ich gehe jeden Tag während meiner Arbeitszeit mindestens eine halbe Stunde kacken, um hier die neuesten Beichten zu lesen. Ich halte das für angemessen, weil ich der Meinung bin, dass ich deutlich mehr leiste als meine faulen Kollegen. Diese sind jeden Tag wirklich 90 Prozent ihrer Zeit am quatschen und Blödsinn machen. Des Weiteren finden die es sehr lustig, dass ich so karriereorientiert bin, weil ich während meiner Vollzeitstelle ein Studium und eine Onlinefirma unterhalte. Neulich meinte einer meiner Kollegen: "Oh, der werte Herr möchte irgendwann mal mein Chef werden." Daraufhin sagte ich nur trocken: "Wenn ich euer Chef werden sollte, wird meine erste Amtshandlung der Austausch der überflüssigen Mitarbeiter sein." Für den Moment war es wirklich eine Genugtuung, aber jetzt tut es mir leid, weil ich ihm vermutlich einen Teil seiner Zukunftspläne genommen habe.

Beichthaus.com Beichte #00030963 vom 03.04.2013 um 01:07:11 Uhr in Osnabrück (17 Kommentare).

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Mein Leben nach dem Diebstahl

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Diebstahl Verzweiflung Chef Versmold

Seit über einem Jahr schleppe ich das Ganze nun schon mit mir herum und ich will es endlich loswerden. Ich habe in einem Klamottenladen gearbeitet und bekam einen sehr geringen Lohn. Ich war damit sehr unzufrieden, sagte mir jedoch, dass es besser als nichts sei. Dann kam ich auf den Gedanken, eine Strickjacke und ein T-Shirt zu klauen, da der Laden fast keine Sicherheitsvorkehrungen hatte. Ich dachte mir eine haarsträubende Geschichte aus, um die Sachen auch im Laden tragen zu können. Doch dann hatte ich Angst, man könnte mich erwischen, wenn die Teile im Lager fehlen würden und brachte sie zurück dorthin. Meine Chefin, die mir die Geschichte sowieso nicht geglaubt hatte, sah mich beim Zurückbringen. Einige Tage später rief sie mich an und entließ mich. Um mein Gesicht vor meiner Familie nicht zu verlieren, schrieb ich meiner Chefin einen Brief und leugnete alles. Daraufhin schrieb meine Chefin eine SMS, dass ich froh sein solle, dass sie nicht die Polizei gerufen habe. Den Laden gibt es heute nicht mehr und ich werde diese Menschen nie wieder sehen, doch immer noch bekomme ich Herzrasen und mir wird übel, wenn ich daran denke. Außerdem habe ich nach wie vor Angst vor einer Anzeige. Ich hoffe, jetzt wo ich die Wahrheit gebeichtet habe, muss ich nicht mehr so oft daran denken und kann endlich davon loslassen. Ich würde so etwas niemals wieder tun!

Beichthaus.com Beichte #00030962 vom 03.04.2013 um 00:41:19 Uhr in Versmold (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Satanistische Symbole für die Gläubigen

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Boshaftigkeit Vandalismus Vorurteile Kinder Chemnitz

Satanistische Symbole für die Gläubigen
Als ich ungefähr neun Jahre alt war, gab es in unserer Nähe eine sehr strenge Gemeinde. Ich weiß nicht genau, was es war, sie trafen sich immer in einem sehr neuen Gebäude. Zeugen Jehovas waren es aber nicht. Auf jeden Fall haben die Mitglieder mich und meinen etwas älteren Bruder immer ziemlich mit Bekehrungsversuchen genervt, wenn wir an besagtem Gebäude vorbeigingen und ihnen dabei begegneten. Natürlich bekamen wir auf diese Weise aber auch mit, wann sie sich zum Gebet versammelten. In einer gut durchgeplanten Nacht- und Nebelaktion - zugegeben: es war Tag - haben wir ihren Eingangsbereich verschandelt. Aus Ermangelung an echtem Graffittilack mussten drei Dosen Schlagsahne herhalten. Mit denen haben wir dann allerlei satanistische Symbole und so überaus kreative Sprüche wie "Satan wird euch alle holen" an ihre Pforte und auf den Platz davor gesprüht. Doch damit nicht genug der Sünde. Anschließend sind wir mit unseren Hunden spazieren gegangen und haben zugesehen, wie die geschockten Gläubigen nach und nach eintrudelten. Auf Nachfrage haben wir ihnen außerdem vermittelt, dass wir bedauerlicher Weise keinen Täter gesehen hätten. Ich entschuldige mich hiermit offiziell für die Todesangst und den Schrecken, den wir ganz sicher verbreitet haben.

Beichthaus.com Beichte #00030958 vom 02.04.2013 um 10:43:51 Uhr in Chemnitz (20 Kommentare).

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Echtes Fleisch zum Mittagessen

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Boshaftigkeit Lügen Ernährung Hamburg

Heute Mittag waren einige Freunde bei mir zum Mittagessen, da ich mich angeboten habe, etwas für alle zu kochen. Wie ich kurz davor erfahren habe, brachte einer eine verhasste Bekannte mit, die ich am liebsten gleich wieder ausgeladen hätte. Diese Person ist überzeugte Vegetarierin und liebt es, den sogenannten Fleischfressern Vorträge über ihre Essgewohnheiten zu halten und alle damit zu terrorisieren. Nur nebenbei, ich habe nichts gegen Vegetarier, aber gegen egoistische Nervensägen, die mir vorschreiben wollen, wie ich zu leben habe. Ich hatte vorgehabt, Lasagne zu machen, das konnte ich ja nun eigentlich vergessen. Ich hätte auch sofort etwas anderes zubereitet, aber dann schrieb mir diese Person eine unhöfliche SMS, in der sie nochmal klipp und klar ansagte, was auf den Tisch kommen soll. Ich war leider schon so gereizt, dass ich einfach meine Lasagne machte und es später als dieses Fake-Fleisch (ich habe leider keine Ahnung, wie man das nennt, aber es ist kein Tofu) verkaufte. Ich war mir erst sicher, dass die Kuh mich sofort enttarnen würde. Meiner Ansicht nach schmeckt man nämlich einen Unterschied zwischen Fake-Fleisch und richtigem, aber nichts da, sie fand es köstlich und nahm sich nochmal nach. Ich musste mich die ganze Zeit über so beherrschen, mich nicht totzulachen und sie zu sehr beim Essen zu beobachten. Im Nachhinein tut mir das ganze schon leid, weshalb ich es hier auch beichte, aber wenn ich daran denke, kommt doch noch ein Grinsen auf mein Gesicht. Ist sicherlich nicht eines der schlimmsten Geschehnisse, die hier teilweise verbreitet werden, aber für einen sonst immer braven und berechenbaren Menschen wie mich schon.

Beichthaus.com Beichte #00030957 vom 02.04.2013 um 01:56:10 Uhr in Hamburg (Lübecker Straße) (30 Kommentare).

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“Beichte

Den Brieffreund vergrault

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Gesellschaft Bielefeld

Ich (m) habe im Alter von zehn oder elf Jahren einen sehr unfreundlichen und verletzenden Brief an einen Jungen geschrieben, der mein Brieffreund werden wollte. Ich hatte zu jenem Zeitpunkt schon zwei Brieffreundinnen und dann kam dieser Brief als Antwort auf eine etwas länger zurückliegenden Anzeige, die ich in eine Jugendzeitschrift gesetzt hatte. Es war ein nettes Schreiben, sogar mit Foto. Aber irgendwie hatte ich dann keinen Bock mehr auf einen dritten Brieffreund; es war mir zu viel Arbeit. Und so habe ich dann, in vollem Bewusstsein, was ich tue, einen absolut unmöglichen Brief zurückgeschrieben. Den wörtlichen Inhalt weiß ich nicht mehr, aber es war nach dem Motto: "Wer braucht Dich schon als Brieffreund, wir haben eh keine gemeinsamen Interessen, wieso hast Du mir überhaupt geschrieben?! Schreib bloß nicht zurück." Es war sehr unfreundlich und herablassend, eigentlich überhaupt nicht meine Art. Aber ich habe den Brief abgeschickt. Verständlicherweise habe ich nie eine Antwort erhalten. Ich habe in meinem Leben sicher schon die ein oder andere Dummheit oder auch Fehler gemacht, wie jeder andere auch. Mit denen kann ich leben. Aber diese eine Sache hängt mir noch bis heute nach, wenn ich darüber nachdenke, und zwar, weil ich damit einen anderen Menschen wirklich verletzt habe. Das tut mir leid. Ich würde mich gerne entschuldigen, aber nach über 20 Jahren weiß ich weder Namen noch Adresse des anderen. Ein bisschen Gerechtigkeit stellte sich dann wenig später ein: der Kontakt zu den anderen beiden Brieffreundinnen brach ab. Somit hatte ich dann gar keinen Brieffreund mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030956 vom 01.04.2013 um 17:06:40 Uhr in Bielefeld (Düningshof) (9 Kommentare).

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