Die kaputte Zapfsäule

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Aggression Zorn Ignoranz Auto & Co.

Es war vor ein paar Wochen, ein Tag, an dem einfach alles schief lief auf der Arbeit. Auf dem Nachhauseweg bin ich an einer Tankstelle vorbeikommen und siehe da, es war so billig wie schon lange nicht mehr. Ich habe mich also angestellt und musste circa 10 Minuten warten, wegen der langen Schlange. Als ich dann an die von mir auserwählte Zapfsäule fuhr, bekam ich erst mal einen innerlichen Tobsuchtsanfall. Am benötigten Zapfhahn hing ein Schild "Außer Betrieb". Die Leute, die vor mir dran waren, hatten wohl eine andere Benzinsorte gewählt. Und ich hatte mich nun umsonst angestellt. Was also tun? Es war eine kleine Tankstelle mit wenig Platz, rückwärts fahren war wegen der nachfolgenden Schlange nicht möglich, zudem stand auf meiner Seite nur die eine Säule. Ich hätte also rausfahren und mich erneut anstellen müssen. Das brachte das Fass zum Überlaufen. Über solche "Kleinigkeiten" kann ich mich tierisch aufregen, zumal an dem Tag sowieso nichts richtig lief. Und dann ist auch noch der Zapfhahn kaputt. Somit bin ich wieder eingestiegen und ein paar Straßen weiter gefahren, denn dort gibt es noch eine Tankstelle. Der Vorfall mit dem kaputten Zapfhahn hat mich jedoch so wütend gemacht, dass ich das an der Verkäuferin der anderen Tankstelle auslies. Sie war ungefähr so alt wie ich (22) und äußerst hübsch. Alleine die Tatsache, dass die ersten paar Knöpfe ihrer Bluse auf waren, hätte eigentlich zur Freundlichkeit verpflichtet. Aber in diesem Moment war mir alles egal. Beim Bezahlen habe ich sie nicht mal gegrüßt, sondern ihr nur ein hasserfülltes "5" entgegengeworfen (die Nummer der Zapfsäule). In meinem Kopf schwirrte nur der Satz herum "Endlich hab ich das verdammte Benzin in meinem Tank". Das Wort "5" war das einzige Wort, das ich gesagt habe. Auch eine Verabschiedung oder ein "Danke" blieb aus. Ich war einfach nur stinksauer. Das Mädel war sichtlich irritiert und dachte sich wohl, "Hab ich dem was getan?" So wortlos wie ich kam, ging ich also auch wieder. Eiskalt wie Terminator marschierte ich aus dem Verkaufsraum. Bereits wenige Minuten später tat es mir unendlich Leid, dass ich die arme Frau so abgefertigt habe. Zudem noch für ein "Vergehen", dass die Konkurrenz verursacht hat. Das war so unnötig.

Beichthaus.com Beichte #00027302 vom 10.12.2009 um 15:22:37 Uhr (25 Kommentare).

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Ein guter Zuhörer

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Falschheit Ignoranz Partnerschaft

Ein guter Zuhörer
Ich (m/24) bin seit fast 4 Jahren mit meiner Freundin zusammen und liebe sie über alles auf der ganzen Welt, trotzdem kann ich es einfach nicht ab wenn sie mich immer gefühlte 4 Stunden vollquatscht mit irgendwelchen Belanglosigkeiten von ihrer Arbeit oder sonst was. Wenn ich nach einem langen Arbeitstag im Bett liege und in Ruhe Fernsehen will, quatscht sie mich voll. Wenn wir gerade kuscheln wollen oder mitten im Vorspiel sind unterbricht sie und fängt an zu labern. Ich HASSE das und hab ihr das auch schon mehrmals gesagt, anscheinend hat sie es aber durch ihr ewiges Gequatsche gar nicht mitbekommen. Sind eigentlich alle Frauen so? Meine Beichte ist dass ich zwar so tue als ob ich ein guter Zuhörer bin, ich mich in Wirklichkeit einen feuchten Dreck darum schere was sie mir erzählt, manchmal fühle ich mich schlecht deshalb.

Beichthaus.com Beichte #00027225 vom 17.11.2009 um 12:50:01 Uhr (53 Kommentare).

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“Beichte

Vor der Polizei geflohen

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Hochmut Ignoranz Feigheit

Ich möchte Beichten, dass ich heute vor der Polizei geflohen bin. Bin mit meinen Rad durch eine Fußgängerzone gefahren und habe vorschriftsmäßig an einer Ampel angehalten. Als ich dann wieder Fahrt aufnahm sah ich aus dem Augenwinkel einen Polizisten herankommen. Ich hatte keine Ahnung, was ich falsch gemacht hatte, da das Fahrradfahren hier erlaubt war. Ich hatte jedoch auch keine Lust es herauszufinden und setzte meine Fahrt fort. Von hinten hörte ich den Polizisten noch lauthals "Hey" rufen, aber auch das verfehlte seine Wirkung und trug eher zu meiner Belustigung bei. Das einzig Erschreckende war die Naivität des Polizisten, der hat echt geglaubt ich halte an.

Beichthaus.com Beichte #00027202 vom 10.11.2009 um 16:27:13 Uhr (30 Kommentare).

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Faules Studentenleben

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Faulheit Trägheit Ignoranz Studentenleben

Ich bin träge. Ich kann ganze Tage nur zwischen Bett und Toilette verbringen oder irgendwelche Krankheiten vortäuschen, wenn ich keine Lust habe, etwas zu tun. Da ich allein wohne, sehe ich so manchmal tagelang keinen Menschen, der kein Schauspieler in einer der Filme ist, die ich mir während meiner gewissen "Tage" stundenlang anschaue. Ich vernachlässige sowohl mein Studium, als auch meine Freunde, doch ich kann nicht anders. Obwohl ich mir immer wieder vornehme, mich zu ändern und aktiver und fleißiger zu werden, habe ich es es bisher nicht geschafft, mein Verhalten dauerhaft zu ändern. Und komischerweise habe ich noch keinerlei Konsequenzen meines Handels tragen müssen! Egal, wie wenige Tage oder auch nur Stunden an Seminararbeiten gesessen habe, um sie frühestens zur Deadline oder sogar erst danach abzugeben, die Zensuren waren nie unter dem Durchschnitt, manchmal sogar um einiges besser! Auch wenn ich mich selbst kaum bei meinen Freunden melde, so rufen sie trotzdem immer wieder an, um mich aus meinem Trott herauszuholen!
Inzwischen ist es schon so weit mit mir gekommen, dass ich noch nicht einmal E-Mails innerhalb von einer Woche beantworte. Ich weiß, dass mein Verhalten schlecht ist, jedoch befürchte ich, dass ich mit zu wenig one-on-one time mit mir selbst, ohne jeglichen Druck und Zwang von außerhalb, meinem Alltag noch weniger gewachsen bin als ohnehin schon. Ist das traurig?

Beichthaus.com Beichte #00027164 vom 30.10.2009 um 00:28:19 Uhr (36 Kommentare).

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“Folge

Die erste und letzte Toastbrotscheibe

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Ignoranz Falschheit Ernährung Hamburg

Die erste und letzte Toastbrotscheibe
Ich möchte beichten, dass ich meinem Mann (damals noch mein Freund) heimlich die erste und die letzte Scheibe aus der Toastbrot-Packung in seine Brotdose gejubelt habe.
Dies ging so circa 3 Monate. Zur Erklärung: Wir waren damals frisch zusammen und ich hatte mich bereit erklärt ihm sein Brot für die Arbeit zu schmieren. Er erzählte mir, dass er die erste und die letzte Scheibe aus der Packung nicht isst, weil die nicht so aussehen, wie die anderen Scheiben. Er schmeiße sie immer weg. Er also raus aus der Küche und ich stand da nur und dachte: Ja nee, ist klar! Ich schmeiß doch nicht 2 Scheiben Toast weg. Oder fummel die immer raus aus der Tüte und wieder rein. Also hab ich unbeliebten Scheiben von der "unansehnlichen" Seite beschmiert und zusammen geklappt. Von ihm hörte ich nie Klagen. Ich erzählte meinen Eltern von der Geschichte, die sich darauf köstlich amüsierten, aber mir versprachen, es ihm nicht zu sagen.
Eines Tages saßen wir alle zusammen beim Essen und wir kamen irgendwie auf das Thema komische Macken. Und was soll ich euch sagen? Mein Freund erzählte daraufhin, dass er auch eine Macke hat. Dreimal dürft ihr raten! Er haute die Sache mit den Toastbrot-Scheiben raus. Meine Eltern spuckten vor Lachen fast ihr Essen durch die Küche. Meine Mutter meinte dann nur zu ihm, dass er diese verhassten Scheiben schon seit 3 Monaten mit Genuss isst. Wie gut, dass mein Freund so viel Humor hat, um es gelassen zu nehmen. Ich mach es heute nach 10 Jahren immer noch so und er isst sie immer noch.

Beichthaus.com Beichte #00027162 vom 29.10.2009 um 16:12:15 Uhr in Hamburg (29 Kommentare).

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