Führerschein statt der großen Liebe

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Selbstsucht Engherzigkeit Verzweiflung Auto & Co. Partnerschaft

Ich (w/19) darf krankheitsbedingt keinen Führerschein machen. Das ist nicht leicht für mich, denn ich hasse es, ständig von anderen Menschen oder öffentlichen Verkehrsmitteln abhängig zu sein. Jetzt habe ich meine große Liebe getroffen. Er ist 21. Auf dem Geburtstag meiner besten Freundin war er auch eingeladen, er ist ein ehemaliger Klassenkamerad von ihr. Es hat direkt gefunkt. Es ist alles so perfekt. Unsere Studiengänge ähneln sich sehr, wir haben ähnliche Interessen, können über alles reden und sind sehr ineinander verliebt. Nur ist es so, dass er ebenfalls krankheitsbedingt nicht Auto fahren darf und somit auch keinen Führerschein machen kann. Und das ist der Grund, warum ich die Beziehung einfach nicht weiterführen will. Ich liebe ihn sehr, aber ich merke jeden Tag, wie furchtbar diese Abhängigkeit ist.

Ich muss ständig auf meine Eltern oder Freunde zurückgreifen. Die Gegend hier ist eher ländlich. Es gibt öffentliche Verkehrsmittel, aber der Bus fährt nur alle zwei Stunden. Und wenn wir mal mit dem Auto in den Urlaub fahren möchten, brauchen wir auch immer einen Chauffeur. Es tut mir in der Seele weh. Aber ich möchte nicht mein ganzes Leben lang auf so etwas angewiesen sein. Ich könnte nur noch heulen. Ich liebe ihn so sehr, aber ich kann nicht.

Beichthaus.com Beichte #00037552 vom 07.02.2016 um 19:12:19 Uhr (36 Kommentare).

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Mobbing am Arbeitsplatz

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Verzweiflung Engherzigkeit Kollegen Arbeit

Ich (w/55) habe meinen Job der Industriekauffrau immer sehr gemocht. Ich behaupte von mir, durchaus kompetent zu sein - macht natürlich auch die Erfahrung über die Jahre hinweg - und fühlte mich im Team immer sehr wohl. 1996 wurde ich dann Abteilungsleiterin und war auch sozusagen die rechte Hand des Inhabers. Im Jahr 2008 wurde ich plötzlich, quasi von einem Tag auf den anderen, ständig auf Fehler hingewiesen. Es fehlten Akten, die Post war falsch einsortiert, und der Chef, der mich und meine Arbeit immer sehr geschätzt hat, bat mich in einer ruhigen Minute zur Seite und fragte, ob ich private Probleme hätte. Ich verneinte und konnte mir selbst keinen Reim machen. Ich habe Mobbing vermutet, weshalb ich zunehmend unter psychischem Druck stand. Der Chef glaubte mir aber. Doch dann kamen auch ständig boshafte E-Mails und Anrufe mit verstellter Stimme hinzu. Hinzu kam dann, dass mein Chef nicht der Inhaber des Betriebs ist. Der Inhaber, damals ein bereits 81-Jähriger, kam recht selten vorbei und kannte daher die Mitarbeiter kaum.


Er bekam mit, was los ist und ließ mir ein Schreiben zukommen, in dem stand, dass eine psychisch angeschlagene Mitarbeiterin auf Dauer dem Betrieb schadet. Sollte der oder diejenige, der für die Mobbingkampagne verantwortlich ist, nicht binnen einer Woche ausfindig gemacht werden können, sehe er sich leider nicht imstande, mich weiter beschäftigen zu können. Ich war fix und fertig. Mein Chef hat es geschafft, den Inhaber zu überzeugen, dass das in einer Woche nicht zu schaffen ist. Nach sage und schreibe vier Monaten, in denen ich zuletzt krankgeschrieben war, es hätte nicht viel gefehlt und ich wäre von der Brücke gesprungen, konnte durch die Polizei herausgefunden werden, dass eine 18-jährige Auszubildende für die Kampagne verantwortlich war. Sie hatte seit einiger Zeit eine Affäre mit dem Stellvertreter meines Chefs, der ihr vorgegaukelt hätte, sie könne meine Stelle haben, wenn sie ein wenig nett zu ihm sei. Und von ihm ist das junge Ding auch noch schwanger geworden.


Danach hat sich der alte Inhaber natürlich tausend Mal entschuldigt, aber ich konnte nicht mehr. Mein Chef hat mir durch Empfehlungen eine Stelle in einem anderen Betrieb in der Stadt besorgt. Mittlerweile arbeite ich aber doch wieder in meiner alten Firma, denn als der alte Inhaber verstorben war, hat sein Sohn die Firma übernommen, ein freundlicher Mensch, der von der Falschheit seines Vaters zum Glück nichts geerbt hat. Damit war auch das letzte Gespenst der Vergangenheit verschwunden. Heute mag ich meinen Beruf wieder sehr gerne.


Nun zu meiner Beichte: Vor zwei Wochen habe ich eine Frau mit zwei Töchtern, eine war etwa zwei Jahre alt und im Buggy, eine war im Kindergartenalter, gesehen. Ich wusste sofort, dass das diese ehemalige Auszubildende war, die damals gemeinsam mit dem Stellvertreter meines Chefs in hohem Bogen herausgeflogen ist. Sie besaß die Dreistigkeit, mich schüchtern grinsend anzusprechen und zu fragen, wie es mir denn ginge. Ich sagte, mir gehe es sehr gut! Auf meine Frage, wie es ihr denn gehe, meinte sie, dass es halt alles nicht so leicht sei, sie hat seit damals keine Arbeit mehr und wird mit diesem Zeugnis auch keine mehr finden. Und der Vater ihrer zweiten Tochter war auch nur eine Affäre, beide Männer zahlen nicht. Ich habe nur gegrinst und bin weitergegangen. Ich schäme mich dafür, schadenfroh gewesen zu sein, denn die beiden Mädchen können ja nichts dafür. Die tun mir mittlerweile echt leid, so eine Mutter zu haben und in Hartz-IV aufwachsen zu müssen.

Beichthaus.com Beichte #00037551 vom 07.02.2016 um 14:18:19 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Alltag ohne Struktur

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Faulheit Masturbation Trägheit Verzweiflung

Mein Leben entgleitet mir. Ich lasse mich viel zu leicht von meinen Aufgaben ablenken und habe ein miserables Zeitmanagement. Ich verbringe total viel Zeit damit, mir im Internet Pornos anzuschauen, meine Geschlechtsteile zu befummeln und stundenlang zu surfen. Mein Tagesablauf verschiebt sich. Ich gehe zu spät ins Bett und schlafe deshalb auch viel zu lange. Ich habe überhaupt keine Alltagsroutine mehr und gammele nur noch faul auf der Couch herum! Jeden Tag nehme ich mir vor, es disziplinierter anzugehen. Aber leider klappt das nicht. Wenn sich Freunde oder Verwandte nach mit erkundigen, gebe ich vor, beschäftigt und fleißig zu sein, aber in Wahrheit kriege ich gar nichts mehr auf die Reihe. An manchen Tagen verlasse ich das Haus nur, um beim Bäcker Brot zu kaufen. Ich beichte, dass ich meine Langzeit-Arbeitsunfähigkeit nur zum Chillen und Trödeln nutze.


Mittlerweile ist es schon so weit, dass ich mich wieder auf meine Arbeit freue, nur um wieder etwas Struktur in mein Leben zu bekommen. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich schon vor einiger Zeit wieder anfangen können zu arbeiten. Aber ich hatte schlicht und einfach keine Lust und wollte noch ein bisschen meine Ruhe. Rückblickend betrachtet habe ich mir damit keinen Gefallen getan. Es mir leid, dass ich so unproduktiv und faul bin und die Leistungen der Krankenkasse ausnutze! Ich möchte nicht so disziplinlos sein, kann es aber leider nicht ändern, da ich dazu zu willensschwach bin.

Beichthaus.com Beichte #00037532 vom 04.02.2016 um 12:18:12 Uhr (3 Kommentare).

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Es ist das Beste für mein Kind!

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Verzweiflung Selbstsucht Engherzigkeit Kinder Schwangerschaft

Ich (w/18) habe vor Kurzem die Beichte mit der Adoption gelesen und muss sagen, dass ich in fast der gleichen Situation bin und das Kind ebenfalls weggeben werde, weil ich psychisch nicht in der Verfassung bin, das Kind zu behalten. Ich bin normalerweise ein Mensch, der für das, was er getan hat, geradesteht. Aber ich will mit meinem Ex-Freund abschließen und ihn vergessen, das kann ich jedoch nicht, wenn ich das Kind vor mir sehe. Ich war immer der Meinung, der richtige Zeitpunkt, um ein Kind zu bekommen, ist, wenn man in seinen Augen sein Leben gelebt hat. Das habe ich aber nicht. Mir ist bewusst, wie egoistisch das von mir ist, aber wer wünscht sich eine psychisch labile Mutter? Es tut mir verdammt leid, dass ich so handeln werde, aber es ist besser so. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037517 vom 02.02.2016 um 01:17:52 Uhr (34 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Schlank, schlaff und unglücklich

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Verzweiflung Ekel Peinlichkeit

Ich (m/27) beichte, dass 50 Kilo abzunehmen der schlimmste Fehler meines Lebens war und ich mich heute mehr vor mir selbst ekele als je zuvor. Vor 1,5 Jahren begann ich eine Diät und viel Sport. Mein Ziel: Endlich eine Beziehung finden und meinen Körper akzeptieren. Heute wiege ich 50 Kilo weniger als damals und mein Leben ist um so vieles schlechter geworden. Alle loben mich, wie toll ich aussehe, doch mich plagen die schlimmsten Depressionen, die man sich vorstellen kann. Wenn ich mich ausziehe, will ich mich am Liebsten übergeben. Alles ist schlaff und hängt. Mein Bauch sieht aus wie das Gesicht eines 100-Jährigen. Wenn ich dusche, verhänge ich vorher den Spiegel. Eine Bauchdeckenstraffung werde ich mir nie leisten können. Sport alleine bringt nichts. Ich trainiere 5 Mal die Woche. Ich stehe vor den Scherben meines Selbstbewusstseins - alle Komplimente, die ich bekomme, prallen an mir ab, ich denke immer nur: "Wenn ihr wüsstet, wie ich ohne T-Shirt aussehe." Ich kann keine Dates haben, ich hasse mich selbst zu sehr. Abnehmen war der größte Fehler meines Lebens! Fett war ich glücklicher, denn da hatte ich wenigstens noch die Vision, dass ich schlank glücklich sein werde. Und so bleibe ich alleine. Schlank. Schlaff. Unglücklich.

Beichthaus.com Beichte #00037515 vom 01.02.2016 um 23:03:49 Uhr (20 Kommentare).

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