Arme New Yorker Putzfrau

11

anhören

Faulheit Unreinlichkeit Urlaub USA

Ich habe einer Putzfrau in einem New Yorker Hotel wohl deutlich mehr Arbeit gemacht, als es hätte sein sollen. Zwei Kollegen und ich waren im August für einen Wochentrip nach New York geflogen. Der Trip selber war super, allerdings hatten wir gerade das Pech, dass unser Heimflug wegen Hurrikan Irene gecancelt wurde. Das haben wir bereits einen Tag vor Abflug erfahren und konnten so die Hotelbuchung um einen Tag verlängern.
Im Endeffekt waren es drei Tage, aber nur einer in diesem Hotel. Wir haben uns noch gerade so mit Fressalien und Getränken versorgt - zumindest soviel wir in den den Läden um das Hotel herum überhaupt noch finden konnten (falls die Läden überhaupt offen waren). Da wir dann quasi fast zwei komplette Tage nicht aus dem Zimmer kamen, hat sich da ein ziemlicher Müllberg angestaut. Der Mülleimer war auch schon längst überfüllt. Unserer Faulheit war es aber geschuldet, dass wir nicht an der Rezeption fragten, ob man den irgendwo leeren und den restlichen Müll entsorgen konnte, nein, wir haben einfach den restlichen Müll in die vielen Einkaufstüten gesteckt und alles neben dem Mülleimer platziert. Als wir dann am nächsten Tag abgereist sind, standen da ein übervoller Mülleimer, ein fast leerer Wasserkanister und fünf oder sechs volle Einkaufstüten mit allem möglichen Müll. Das Zimmer an sich war auch nicht mehr wirklich sauber, besonders hinter den Betten ist einiges an restlichem Müll gelandet, den wir auch nicht mehr komplett rausgefischt hatten.


Wir fanden die ganze Sache auch nicht so toll und so haben wir, statt der üblichen 3 Dollar pro Tag, die wir sonst immer hinterlegt hatten (es war ein Zwei-Sterne Hotel), einfach möglichst alle restlichen kleinen Scheine bis 5 Dollar da gelassen. Im Endeffekt waren es irgendwas zwischen 20 und 30 Dollar und ich habe gar noch einen kleinen Entschuldigungsbrief geschrieben, in dem ich drauf verwies, dass wir wegen Irene einfach länger bleiben mussten als erwartet. Es tut mir trotzdem Leid, dass die arme Putze für unseren ganzen Müll wohl mehrfach ins Zimmer kommen musste und es ihr sicher den Arbeitstag, der durch den Hurrikan wohl eh schon scheiße genug war, nochmal erschwert hat. Hoffe das bisschen Extra-Trinkgeld hat es wenigstens etwas entschädigt.

Beichthaus.com Beichte #00029627 vom 17.12.2011 um 00:02:50 Uhr in USA (New York) (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ich bin eine Ja-Sagerin

24

anhören

Ignoranz Dummheit Verzweiflung Tauberbischofsheim

Ich beichte, dass ich eine ganz fürchterliche Ja-Sagerin bin. Es ging los damit, dass ich in der Schule berühmt dafür war, irgendwelche unangenehmen Ämter und Aufgaben zu übernehmen die kein anderer wollte, weil ich nicht "nein" sagen konnte, wenn man mich darum bat, es zu machen. Auf diese Weise schaffte ich es immerhin bis zur stellvertretenden Schülersprecherin. Natürlich durfte ich immer alle Schulveranstaltungen im Alleingang organisieren, während sich die richtige Schülersprecherin im Ruhm sonnte, wenn alles glatt lief, oder es wahlweise auf mich schob, wenn etwas nicht funktionierte. Die Hausaufgaben der gesamten Klasse machte auch ich, da im Grunde genommen alle von mir abschrieben. Das selbe Verhalten legte ich beim Studium an den Tag, und so arbeitete ich bald mehr für meine Kommilitonen als für mich selbst. Blöderweise waren das aber nicht die einzigen Probleme, die ich wegen meiner ständigen Ja-Sagerei hatte. Jedes Wochenende machte sich ein anderer Typ an mich ran, auf Parties zu denen zu gehen ich keine Lust hatte. Meine Freundinnen, die mich einluden, wollte ich aber auch nicht enttäuschen. Natürlich landete ich mit vielen von den Typen die mich anmachten im Bett, weil ich eben nicht "nein" sagen konnte. Was da aber auch für ekelhafte Exemplare darunter waren.


Das Einzige, was positiv daran ist, ist die Tatsache, dass wenn der Ruf erst mal gründlich hin ist, man sich für Nichts mehr rechtfertigen muss. Jetzt, im Job geht es weiter damit, dass ich mir Arbeit ohne Ende aufhalse, weil alle schwierigen Projekte schön auf mich abgeschoben werden, und ich immer nur Ja und Amen zu allem Möglichen sage. Na gut, es hat auch wieder seine positiven Seiten. Ich arbeite locker zwölf bis dreizehn Stunden am Tag, da muss ich meinen Mann nicht so oft sehen. Ich hätte damals einfach "nein" sagen sollen, als er mir den Heiratsantrag gemacht hat. Eigentlich schon, als er mich das erste Mal küssen wollte. Ich wusste von Anfang an, dass er nicht der Richtige für mich ist. Er ist Monteur bei einer Heizungsfirma und hat rein intellektuell nicht gerade das Rad erfunden. Ich habe ihn auf einer Studentenparty kennengelernt, weil er der ältere Bruder einer Freundin ist. Älter heißt übrigens konkret zehn Jahre älter als ich. Er ist dick, hat ein nicht besonders hübsches Teddybärengesicht, sabbert beim Essen und beim Sex alles voll und hat einen Aussprachefehler. Allerdings hat er mir damals so lange und heftig den Hof gemacht, dass ich einfach nicht wiedermal nicht "nein" sagen konnte. Wenn er wüsste, dass ich ihm genau wegen dieser Schwäche schon zweimal mit einem meiner Kollegen fremdgegangen bin, der sich aber wiederum im Bett wesentlich besser und phantasievoller angestellt hat, würde er vermutlich die Welt nicht mehr verstehen. Meine Eltern liegen mir seit geraumer Zeit in den Ohren, wie es denn mit Enkelkindern aussieht. Ich habe auch dazu schon "ja" gesagt, aber bis jetzt hatte ich die super Ausrede, dass ich immer soviel arbeiten muss, damit mein Mann und ich unser Haus abbezahlen können. Er verdient nämlich bei weitem noch nicht einmal die Hälfte von dem, was ich im Monat nach Hause bringe. Das leuchtet meinen Eltern glücklicherweise ein. Ich sollte wegen meines Problems vielleicht wirklich mal zur Therapie, aber dafür hab ich wegen der vielen Arbeit keine Zeit.

Beichthaus.com Beichte #00029625 vom 16.12.2011 um 11:16:29 Uhr in Tauberbischofsheim (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Beichte

Die Sturmhauben-Männer

16

Gewalt Rache Zürich

Ich (m/25) habe vor zwei Jahren etwas Ähnliches erlebt, wie der Beichter in Beichte 00029611. Meine Freundin, mit der ich bis heute zusammen bin und die charakterlich wirklich die menschliche Reinkarnation eines Engels und äußerlich die Schwester von Megan Fox sein […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00029623 vom 16.12.2011 um 09:16:00 Uhr in Zürich (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Katze überfahren. Was tun?

24

anhören

Dummheit Tiere Spittal an der Drau

Ich habe vor ungefähr anderthalb Stunden (22:15 Uhr) eine Katze überfahren. Im Prinzip war es nicht meine Schuld, obwohl der Autofahrer natürlich immer der Schuldige ist. Es war auf einer Bundesstraße, ich bin meine erlaubten 100 km/h gefahren. Dann plötzlich, innerhalb eventuell einer halben Sekunde sah ich noch irgendwas weißes vor meinen vorderen, linken Reifen laufen, dann der Zusammenstoß, ich konnte nicht einmal mehr bremsen. Nach 10 Metern bei der ersten Ausweich- und Umdrehmöglichkeit bin ich sofort zurückgefahren.


Da lag dann die Katze am Boden. Ich habe die Stelle abgesichert, und sah nach der Katze. Aber schon bevor ich eintraf, dürfte sie schon Tod gewesen sein, sie gab keinerlei Zucken mehr von sich. Also musste sie zum Glück nicht leiden, denke und hoffe ich. Es gab keinerlei Blut oder sonstiges, am Auto nur ein paar kleine Kratzer beim Nebelscheinwerfer, welche mir aber herzlich egal sind. Generell war auch kein Verkehr. Es dürfte sich um eine freilaufende Katze handeln, zumindest hoffe ich das, nicht dass ich ein Familienmitglied oder gar die Katze eines kleinen Kindes getötet habe. Zumindest konnte ich sie nicht liegen lassen, oder gar herzlos in den Graben werfen, wie es wohl die meisten getan hätten, wenn sie überhaupt zurückgefahren wären. Zumindest hatte ich noch eine Decke im Kofferraum, darin habe ich die Katze eingewickelt, und mitgenommen. Jetzt habe ich sie, mitsamt Decke, in einer Schachtel verstaut in meinem Garten, es ist einfach schon zu dunkel. Morgen werde ich ihr dann ein Grab schaufeln neben einer alten Eiche.

Dürfte wohl übertrieben oder unnötig wirken, aber ich denke mir, das ist das Mindeste, was ich für diese Katze tun kann. Ich bin wohl nicht wirklich schuldig, es gibt eigentlich nichts, was ich hätte tun können. Hätte die Katze 2 Sekunden länger gewartet; oder wenn sie einige Sekunden früher gelaufen wäre, hätte ich noch eine Notbremsung versuchen können; sie könnte dann wohl noch leben. Die wahrscheinlich größte Ironie daran ist, dass diese Katze meiner Katze sehr ähnlich sieht, oder wohl besser sah. Danke an jeden, der sich durch diesen etwas längeren Monolog durchgequält hat.

Beichthaus.com Beichte #00029617 vom 15.12.2011 um 00:14:44 Uhr in 9800 Spittal an der Drau (B100) (24 Kommentare).

Gebeichtet von CroCop
In WhatsApp teilen

“Beichte

Schimpftiraden

31

anhören

Feigheit Dummheit Partnerschaft

Ich muss wohl auch etwas beichten: Vergangenes Jahr habe ich meine langjährige Freundin für eine Kommilitonin von mir verlassen. Zwischen uns hatte es sofort gefunkt, sie ist eine wahnsinnig schöne Frau mit perfektem Körper, außerdem war sie witzig, charmant und richtig nett zu mir. Mit meiner Freundin lief es nicht gerade schlecht, aber auch nicht toll. Wir bewegten uns in eingefahrenen Bahnen und das Kribbeln war komplett weg. Mit meiner Kommilitonin jedoch war es der Hammer. Endorphine-Schübe ohne Ende. Ich kam also eine halbe Woche, nachdem ich mit meiner damaligen Freundin Schluss gemacht hatte, mit ihr zusammen und wir verbrachten die erste Zeit fast nur im Bett. Was mir allerdings damals schon auffiel war eine gewisse Verklemmtheit ihrerseits. Sie mochte gegenseitig oral nicht besonders und war total passiv. Ich hatte auch immer den Eindruck sie täuschte ihre Orgasmen nur vor, obwohl sie das vehement abstritt.


Nichtsdestotrotz waren die ersten drei Monate mit ihr wunderschön. Dann begann jedoch ihre Fassade zunehmend zu bröckeln. Was mir so mit als erstes säuerlich aufstieß, war ihre beginnende Zickigkeit mir gegenüber. Sie begann mich wegen der geringsten Kleinigkeiten anzuzicken, beispielsweise wenn ich beim Frühstück etwas Saft verschüttete. Ich überging das anfangs immer kommentarlos, als aber ihre Zickereien und darauf folgenden schnippischen Bemerkungen die Grenze zur Beleidigung streiften, sagte ich ihr, dass sie sich mal zurückhalten und überlegen solle, was sie da so von sich gäbe. Daraufhin schmollte sie ein paar Tage lang, um dann so weiterzumachen als wäre nichts passiert. Nach und nach spannte sie mich dazu ein, ihre Uniaufgaben wie Hausarbeiten und das ganze Zeug zu erledigen, mit der Begründung sie habe ja soviel zu tun. Natürlich half ich ihr am Anfang gerne, aber als sie in einer Hausarbeit, die ich zum allergrößten Teil für sie geschrieben hatte, nur 2,0 erreichte, war das für sie der Weltuntergang schlechthin und ich musste mir anhören wie intellektuell unbegabt ich doch sei. Ich dachte erst, ich höre nicht richtig. Als ich sie damit konfrontierte, dass sie ihren Kram auch gerne alleine machen könne, wenn ihr 2,0 nicht reichen würden und dass ich bezweifelte, dass sie bei der Komplexität der Arbeit alleine überhaupt dieses Resultat erreicht hätte, bekam sie einen Tobsuchtsanfall und schloss sich ein paar Stunden lang im Bad ein. Im Anschluss zog sie ein paar Tage zu ihrer besten Freundin, doch schließlich tauchte sie wieder bei mir auf und tat als sei sie die liebevollste Frau der Welt. Das hielt jedoch nicht lange vor, sie wurde nach einiger Zeit sogar noch zickiger und unleidlicher als zuvor. Mittlerweile hatte ich auch ihren Ex kennengelernt, der mir erzählte dass es zwischen den beiden zuletzt regelmäßig zweimal pro Woche ordentlich gekracht habe, weil ihr irgendeine Banalität nicht passte. Ich bat sie zum Gespräch und drohte ihr damit, die Beziehung zu beenden, wenn sich ihr Verhalten mir gegenüber nicht grundlegend ändere, weil ich nicht mit jemandem zusammen sein wolle, der mich die ganze Zeit anmotzt, herunterputzt und mich behandelt als wäre ich sein Lakai. Sie bekam einen Heulanfall und versprach sich zu bessern.


Natürlich hielt ihre Besserung nur knapp zwei Wochen vor, dann waren alle ihre guten Vorsätze aufs Gründlichste vergessen und der Beziehungsterror nahm wieder ungehemmt seinen Lauf. Ich sagte ihr, dass ich erst einmal Abstand von ihr bräuchte und ich sie ein paar Tage lang nicht sehen möchte. Sie zog wortlos zu ihrer besten Freundin. Am dritten Tag bekam ich von ihr eine leere Mail mit einem Bild als Anhang, das sie nackt im Bett mit irgendeinem Typen in eindeutiger Pose zeigte. Sie hielt mir den ausgestreckten Mittelfinger entgegen. Ich überlegte kurz, mich zu revanchieren, lies es dann aber doch bleiben. Nach vier weiteren Wochen stand sie wieder vor meiner Tür, ihr Gesicht verheult und sie stammelte irgendetwas davon, das sie ohne mich nicht Leben könne, und das Foto sei nur gestellt gewesen. Jetzt kommt die eigentliche Beichte: Wider besseres Wissen lies ich sie herein und wir landeten im Bett. Es ging einen Monat lang gut, dann begannen wieder schleichend die Sticheleien und Zickereien. Mittlerweile sind wir ein Jahr zusammen und die Beziehung ist nahezu die Hölle. Es vergeht kein Tag ohne Motzereien und Schimpftiraden ihrerseits. Irgendwie gewöhnt man sich aber an alles, habe ich festgestellt. Ich habe in der Zeit dreimal mit ihr Schluss gemacht, aber ich kann ihr einfach nicht widerstehen, wenn sie weinend und aufgelöst vor mir steht und sagt, dass sie nur mich wolle und keinen Anderen und ohne mich auch nicht mehr leben könne. In diesen Momenten habe ich das Gefühl, dass sie mich wirklich ehrlich liebt, obwohl sie mir das ansonsten nie zeigt, außer dadurch, dass sie wirklich keine anderen Männer mehr auch nur anguckt. Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Option ein für allemal alles zu beenden, oder es einfach zu ertragen und zu hoffen, dass es irgendwann besser werden wird.

Beichthaus.com Beichte #00029616 vom 14.12.2011 um 11:19:15 Uhr (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000