Die Pornoolympia

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Engherzigkeit Schamlosigkeit Shopping

Wir spielen in großen Kaufhäusern immer unser selbst erfundenes Spiel "Pornolymphia." Dabei entnehmen wir der Zeitschriftenabteilung die perversesten Pornohefte, die es gerade gibt. Diese legen wir dann Familien und alten Omas unauffällig in den Einkaufswagen unter Tomaten, Mehl etc., sodass man sie nicht mehr erkennen kann. Danach stellen wir uns unauffällig in die Kassenschlange der Glücklichen. Ihr solltet mal die Gesichter sehen, wenn die Familie ihre Einkaufssachen auf das Band legt und ein Pornoheft zum Vorschein kommt. Ich bereue nichts und mache es immer wieder.

Beichthaus.com Beichte #00022105 vom 23.06.2007 um 23:30:58 Uhr (11 Kommentare).

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Auch Punker können ausrasten!

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Hass Zorn Aggression Gesellschaft

Ich, junge Punkette aus Berlin, habe endgültig die Schnauze voll. Nachdem ich jahrelang alle dummen Sprüche, Anmachen und sogar Belästigung geduldig ertragen habe, die von den hier ansässigen Machos mit migrantischem Hintergrund kommen, ist mir letztens der Kragen geplatzt. Ich meine: Warum meinen sie, mich wie Dreck behandeln zu müssen, mich anzumachen, mich anzufassen, sich über mich lustig zu machen und mich sogar zu schlagen, wenn ich es eigentlich bin, die mit vielen anderen dafür kämpft, dass gerade diese Leute akzeptiert und integriert werden? Ich finde es ist eine Respektlosigkeit, diese Leute und ihr Bemühen mit Füßen zu treten, es ist einfach pure Dummheit.

Wieso beschweren sie sich, dass sie verstoßen und mit Vorurteilen konfrontiert werden, wenn sie selbst nichts dafür tun? Warum rotzen sie über das Land ab, in dem sie groß geworden sind, wenn die meisten nicht mal ihre Muttersprache richtig beherrschen? Warum muss ich mir den Müll antun, wenn ich dafür sowieso nur Verachtung bekomme? Da macht mich also wieder so ein Typ total übel an, während er in seinem verdammten BMW sitzt und blöde Sprüche über dumme Deutsche, Geschlechtsverkehr, Punks und Frauen reißt (nein, ich werde ihn nicht zitieren!) und ich raste also aus. Ich bin ihm auf seine blöde Karre gesprungen und habe seine komplette Motorhaube zerbeult. Dabei habe ich ihn ordentlich angeschrien und die Meinung gegeigt. Er stieg aus und zückte ein Messer, da habe ich dann Schiss bekommen und bin schnell weggerannt (zu meinem Glück war der Gute etwas beleibter und konnte mir nicht so schnell folgen). Es tut mir jedenfalls nicht leid für ihn, sondern es tut mir leid um mich und alle anderen, die die Schnauze voll haben, nur Verachtung für ihre Mühen zu ernten.

Beichthaus.com Beichte #00022104 vom 23.06.2007 um 23:07:26 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

Donnerbalken im Dunklen

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Engherzigkeit Arbeit

Ich habe letztens jemandem auf der Toilette in unserer Firma absichtlich das Licht ausgemacht. Danach ging es mir richtig gut. Da mir das selbst schon widerfahren ist und ich weiß, wie scheiße es ist, wenn man auf dem Donnerbalken im Finsteren sitzt und sich erstmal wieder den Weg zur Eingangstür bahnen muss, um wieder das Licht einzuschalten, tut es mir ein bisschen leid.

Beichthaus.com Beichte #00022099 vom 22.06.2007 um 18:35:41 Uhr (0 Kommentare).

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In zwei Jahren zum Superhirn

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Verrat Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich hatte mit 16 Jahren eine chinesische Freundin, die ganz in meiner Nähe lebte. Nach einer kurzen Zeit fingen wir an, mehr füreinander zu empfinden und ich begann sie zu lieben. Alles war schön - bis zu einem Abend, an welchem sie mir mein schlagendes Herz aus der Brust riss, es im Mund zerkaute und dann langsam vor mir verdaute, damit es schön schmerzt. In den nächsten zwei Jahren habe ich mich zurückgezogen und in einer Kombination aus Sehnsucht/Schmerz/Wissensdurst gelebt. In dieser Zeit habe ich unendlich viele Sachbücher gelesen und habe unsäglich viele mathematische und physikalische Wissensbereiche für mich entdeckt. Ich war zwar zuvor auch nicht gerade der Dümmste, aber in dieser Zeit hat mich das doch sehr geprägt. Außerdem habe ich noch viel Klavier gespielt in der Zeit und nun kann ich ohne Noten und rein vom Hören Sachen spielen, die man kaum für möglich hält. Egal ob es nun die komplette siebente Sinfonie von Beethoven, Numb von Linkin Park oder Everdream von Nightwish ist. Es geht meistens alles nach einer kurzen Lauschattacke.

Die meisten sagen, dass ich in den zwei Jahren zu einem richtigen Superhirn geworden bin, aber die Tatsache hinter diesem Fall sehen sie nicht. Die Bürde welche auf meinen Schultern lastet, sehen sie nicht. Ich bin in meinem ganzen Leben zwei Mal in einer Disko gewesen und bin ich auch sonst nicht so der "Feier-Typ". Ich bilde mich lieber weiter. Mittlerweile bin ich bald 21 Jahre alt und habe schon Wege gefunden, den Schmerz in mir zu lindern. Nicht mit Alkohol oder Drogen wie ihr vielleicht denkt, nein, mit Großkalibergewehren Sportschießen, Boxen und Klavier spielen. Allerdings habe ich seit dem Tag, wo sie meine Seele ins Verderbnis stürzte und eine kontaminierte Wüste in mir zurückließ, die Fähigkeit zu lieben verloren. Da, wo einst in mir eine Wüste stand, ist eine gefühllose High-Tech-Stadt entstanden. So habe ich die Leere in mir gefüllt.

Allerdings kann ich nicht mehr lieben, was meine Fähigkeit neue Beziehungen aufzubauen, stark einschränkt. Also emuliere ich mit meinem Verstand eine Art von Liebe und das funktioniert sehr gut. Führe schon eine Beziehung über ein Jahr auf die Art und Weise und es ist gut für meine neue Freundin. Trotzdem bleibe ich einsam. Selbst unter Menschen bin ich allein. Ob ich die Chinesin dafür hasse? Nein, ich bewundere sie mehr dafür, dass sie so etwas zusammenbringt und dann normal weiterleben kann. Das verdient Beachtung. Außerdem schmerzt es mich sehr, wenn ich Musiktitel höre, die sehr stark auf mich bezogen zu sein scheinen, wie zum Beispiel "Zerrissen" von Juli. Eigentlich höre ich nicht so eine Art von Musik, aber das Lied trifft schon und es tut immer wieder weh, es zu hören. Trotzdem tue ich es immer wieder, obwohl das Ganze doch schon vier Jahre her ist.

Warum fragt mich keiner, was mich so zerrissen hat? Vielleicht weil ich meinen Schmerz niemandem zeige. Irgendwie will ich mir nicht helfen lassen. Somit wird mein Problem ein ewiger Kreislauf bleiben bis meine Seele nur noch eine unbekannte Art von Energie ist und ich bis in die Unendlichkeit vegetieren kann. Danke, mein Engel, dass du mich auf den Höllenpfad entsandtest und meine Seele in die Verdammnis geschickt hast. Ich hoffe, dass du einmal meine Schmerzen teilen kannst, denn erst dann werde ich in der Lage sein, richtiges Glück zu verspüren. Ut sementem feceris, ita metes!

Beichthaus.com Beichte #00022090 vom 21.06.2007 um 22:09:08 Uhr (11 Kommentare).

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Man braucht kein Geld zum Glücklichsein!

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Verschwendung Vorurteile Geld Gesellschaft

Heute ist der 20. und ich habe bis zum Monatsende noch 11 Euro. D. h. nicht mehr so ganz. Heute habe ich einer Obdachlosen 2 Euro gegeben und weitere 2 Euro für Ziegen-, Rehe- und Schafe-Futter (ja, das gibt es hier). Also für die Tiere. Auf dem Rückweg nahm ich zwei Croissants für zusammen zwei Euro mit (man gönnt sich trotz der Knappheit was Leckeres). Jetzt habe ich noch fünf Euro bis zum Monatsende. Kennt ihr das, wenn man meint, man hat und man hat doch nicht? Ich merke wohl erst bei 0 Euro, dass ich wirklich nichts mehr habe. Ich halte mich nicht für bombig selbstlos, aber irgendwie macht es auch Spaß zu teilen, sogar dann, wenn man selbst kaum noch etwas hat.

Ich habe dann nicht das Gefühl "Oh, ich habe etwas Gutes getan", sondern eher das Gefühl "Warum soll es mir denn besser gehen als dir?". Mich ärgert nur manchmal, dass das Andere scheinbar nicht so sehen. Und ich ärgere mich auch über diese Cent-berechnenden Sparfüchse. Das sind oft die, die es gar nicht nötig haben, zu sparen. Ich glaube, mir geht es mit 0 Euro bis zum Monatsende mit trockenem Brot und Haferflocken zu Hause weitaus besser, wenn ich weiß, ich habe den Monat über gelebt. Die Pfennigfuchser (ääh.. Centfuchser) schwitzen Blut und Wasser, um so viel wie möglich einzusparen.

Damit macht man sich das Leben viel eher kaputt, man hat eine Menge Stress, verschwendet doch nur wieder Zeit, die man ja auch so versucht einzusparen und hinterher fragt man sich wohl, was man denn die ganze Zeit über so gemacht hat. Das ist so ein Irrsinn. Es ist nicht so, dass ich Geld verschwenden würde, denn ich kriege keinen Anfall, wenn nichts mehr da ist. Dann gebe ich mich halt die paar Tage mit weniger zufrieden und sterbe noch lange nicht daran. Die Menschen haben bloß Angst. Wovor? Man kommt noch sehr gut mit 0 Euro aus. Irgendwas ist doch immer noch im Schrank. Und Nudeln kann jeder abkochen. Die Menschen können einfach nichts mehr vertragen und aushalten. Und so ertragen sie es nicht, wenn da nichts auf dem Konto ist. So, das musste mal raus.

Beichthaus.com Beichte #00022086 vom 21.06.2007 um 20:53:43 Uhr (2 Kommentare).

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