Der geschminkte Gartenzwerg

23

anhören

Diebstahl Dummheit Schule Holzminden

Als ich 16 Jahre alt war, war ich freiwillig auf einem Internat. Es war alles in allem eine tolle Zeit, aber trotzdem gibt es da etwas, wofür ich mich immer noch, 10 Jahre später, schäme. Und zwar ist es so, dass auf dem Gelände natürlich auch Lehrer wohnen, die jeweils eine Wohngruppe betreuen. Die Lehrerin der Wohngruppe unter meiner eigenen hatte einen Gartenzwerg, den sie vor ihrer Türe stehen hatte. Immer mal wieder wurde damit etwas Jux angestellt, zum Beispiel fand er sich einmal am Raucher-Pavillon draußen wieder. Irgendwann waren wir etwas betrunken und nahmen den Zwerg ebenfalls mit. Auf meinem Zimmer verzierten wir ihn mit Kajal. Total bescheuert, kindisch und sinnlos, aber so waren wir nun mal.
Am nächsten Tag hörten wir, wie die Lehrerin davon sprach, dass ihr wieder einmal der Gartenzwerg geklaut wurde. Übrigens war das eine tolle, sehr liebe Frau, also man hatte keinen Grund ihr etwas Böses zu wollen. Es war eben einfach eine Dummheit.

Jedenfalls stand besagter Gartenzwerg nun immer noch, schwarz angemalt, in meinem Zimmer und wir überlegten, ob wir ihn einfach zurückstellen sollten, trauten uns aber nicht. Warum auch immer! Theoretisch hätten wir ihn einfach heimlich nachts, oder selbst tagsüber, wieder vor ihre Tür stellen können. Haben wir aber nicht. Als ich dann später in ein anderes Gebäude auf dem Gelände umzog, nahm ich den Zwerg mit dorthin. Ich weiß gar nicht, wo der immer war, vermutlich im Schrank oder in einer Kiste, denn sonst wäre er ja irgendeinem Lehrer bei einer Zimmerkontrolle mal aufgefallen. Selbst als ich dann über ein Jahr später wieder zu meinen Eltern zurückkehrte, nahm ich den Zwerg mit. Immer noch schwarz angemalt.

Dort platzierte ich ihn einfach gut sichtbar auf einem meiner Schränke. Irgendwann nahm unsere Putzfrau ihn und stellte ihn in den Vorgarten. Meine Eltern fragten mich hinterher, wo ich den eigentlich her habe, der wäre ja toll. Ich weiß nicht mehr genau, was ich gesagt habe, aber in jedem Falle habe ich mir natürlich irgendetwas aus den Fingern gesogen. Noch heute, wenn ich den Zwerg so in unserem Garten stehen sehe, schäme ich mich. Weil er nicht mir gehört, sondern geklaut ist und vor allem, weil wir ihn einer sehr liebenswerten Frau gestohlen haben, die das eigentlich nicht verdient hatte. Es tut mir wirklich sehr Leid und ich ärgere mich, dass ich nie den Mut hatte den Zwerg wieder zurückzustellen. Ich schätze mal, dass die Lehrerin schon lange nicht mehr daran denkt oder sich ärgert, aber trotzdem war das ganz schön mies. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00029883 vom 23.03.2012 um 13:13:01 Uhr in 37603 Holzminden (Einbecker Straße) (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Beziehung mit einem Halbgott

63

anhören

Neid Eifersucht Engherzigkeit Zwietracht Partnerschaft

Ich bin seit etwa einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Anfänglich war ich total begeistert von ihm, er hat ein Gesicht zum dahinschmelzen, einen muskulösen Körper wie ein Men's Health Model, spielt mehrere Instrumente, ist intelligent und gebildet. Außerdem hat er Manieren, ist ein Halbgott im Bett, der mir jeden Wunsch von den Augen abliest und einen riesigen Haufen Kohle hat er auch noch. Er ist einfach perfekt. Und genau das hängt mir zum Hals heraus. Bei ihm ist immer Sommer im Gemüt, so etwas wie Probleme kennt er nicht. Wenn mal etwas nicht so klappt wie er es möchte, wird er keineswegs ungehalten, sondern bleibt cool und löst die Situation souverän innerhalb von Sekunden, oder wenigen Minuten. Ich komme mir immer so dumm und kindisch vor, wenn mir nicht so schnell eine logische Lösung einfällt.
Alle, wirklich alle meine Freundinnen finden ihn wahnsinnig toll und beneiden mich um ihn. Wenn wir irgendwo auf einer Party sind und ich kurz nicht da bin, stehen sofort ein Haufen Frauen um ihn herum, wie die Motten um das Licht. Es widert mich an. Ich werde neuerdings oft übellaunig und zickig, stoße ihn weg, wenn er mich verständnisvoll in den Arm nimmt und habe aufgehört mit ihm zu schlafen. Am liebsten würde ich ihm manchmal seine hübschen Gesichtszüge zerkratzen, wenn ich neben ihm wirke wie eine unausgeglichene, zickige und arrogante Diva. Ich weiß, wie bescheuert sich das alles anhört, und mir ist auch klar, dass viele Frauen froh wären, so jemanden gefunden zu haben. Ich fühle mich einfach neben ihm vollkommen deplatziert, hilflos, tollpatschig und zickig. Das macht mich wiederum noch wütender und ich komme mir noch hilfloser und dümmer vor. Es ist ein echter Teufelskreis. Ich bekomme langsam mit, wie er in der Beziehung unzufriedener wird und sich von mir zu lösen versucht. Natürlich auch wieder mit der harmonischen, verständnisvollen Variante. Er gibt mir mehr Freiräume, und versucht tiefenpsychologische Gespräche zu führen. Ich möchte aber dieses Kasperletheater nicht und mich ihm auch nicht öffnen. Ich will, dass er mal sein dämliches Grinsen einstellt und um mich kämpft, damit ich sehe wie wichtig ich ihm bin. Eigentlich will ich ihn auch nur ein einziges Mal hilflos und deplatziert sehen. Ich beichte also, dass ich undankbar bin, und einem Traummann den Laufpass geben werde, weil ich mir neben ihm dumm vorkomme. Jetzt momentan komme ich mir allerdings deswegen auch schon wieder dumm vor.

Beichthaus.com Beichte #00029881 vom 23.03.2012 um 10:31:29 Uhr (63 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Nur aufs Geld geschaut

52

anhören

Vorurteile Habgier

Nur aufs Geld geschaut
Ich (m/22) habe eine große Leidenschaft: Fußball! Deshalb stehe ich mindestens fünf mal in der Woche auf dem Fußballplatz, was meiner Freundin natürlich nicht wirklich gefallen hat. Immerhin habe ich eine monatliche Aufwandsentschädigung vom Verein (150 Euro für Sprit etc.) bekommen. Davon alleine kann natürlich niemand leben, so dass ich noch einer geregelten Arbeit als Gebäudereiniger nachgegangen bin. Meine Freundin war natürlich nie besonders stolz darauf und kam immer wieder mit Sprüchen wie "Such die eine besser bezahlte Stelle, damit wir uns auch mal was leisten können. Statt Fußball zu spielen, kannst Du noch einen kleinen Job annehmen, bla bla bla". Das alleine hat mich schon immer sehr aufgeregt, weil sie als Studentin auch nicht gerade ein Vermögen in die Haushaltskasse beigesteuert hat. Aber da wir mit zwei anderen Leuten in einer WG leben, sind wir mit dem Geld immer gut ausgekommen. Durch Zufall hab ich erfahren, dass sie hinter meinem Rücken ein paar unverschämte Dinge losgelassen hat. "Versager" ist dabei eines der nettesten Worte, welches sie benutzt hat und sie wohl sich demnächst nach jemanden umschaut, der ihr etwas bieten könne. Ich habe sie natürlich darauf angesprochen und sie sagte mir wirklich, dass ich ihr mehr bieten müsse. Was sie allerdings zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war das ich mit einem Fußballverein in der Oberliga verhandelte und vier Wochen nach dem Gespräch hatte ich einen Vertrag. Somit hatte ich dann 4.000 Euro netto jeden Monat in der Tasche. Nun zu meiner Beichte: Ich suchte eine schicke Wohnung, unterschrieb den Mietvertrag und rieb ihr das unter die Nase. Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen, als sie gecheckt hatte, dass nur ich dort einziehe. Ja, ich habe sie verlassen, weil ich nicht mit jemanden zusammen sein will, der nur aufs Geld schaut. Und wenn mir das Glück treu bleibt, werde ich nach der Sommerpause in der Regionalliga West spielen. Ich würde nur zu gern ihr Gesicht sehen!

Beichthaus.com Beichte #00029880 vom 23.03.2012 um 10:27:54 Uhr (52 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Lustschreie meiner Schwiegereltern

41

Hass Sex Engherzigkeit Familie

Meine Freundin und ich wohnen mit ihren Eltern zusammen in einem Zweifamilienhaus. Das ist super praktisch, man hilft sich untereinander, kocht füreinander, und es ist eigentlich immer jemand da, wenn man mal ein Problem hat. Es gibt nur eine Sache, die mich regelmäßig […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00029878 vom 22.03.2012 um 11:14:50 Uhr (41 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Die Baustellen-Lampe unter meinem Bett

28

anhören

Diebstahl Dummheit Peinlichkeit Familie Bonn

Als ich etwa 15 Jahre alt war, bin ich nach dem Feiern mit einer Freundin zur Bahn gegangen. Wir waren gut angetrunken und kamen auf die blödsinnige Idee von einer Baustelle zwei dieser Leuchtdinger abzumachen und mitzunehmen. Ich hatte eine relativ große Tasche dabei, wo ich meine Lampe reingesteckt habe. Die Tasche war allerdings nicht mit Reißverschluss, sondern man klappte sie einfach so zu. Jedenfalls ging meine Freundin dann zu Fuß nach Hause und ich nahm die Bahn. Aus irgendeinem Grund, ich weiß nicht mehr warum, fuhr ich ein oder zwei Stationen zu weit und meine Eltern mussten mich von der Bahn abholen. Da wir zuvor festgestellt hatten, dass diese tollen Lampen keinen Ausschalter haben, blinkte diese fröhlich in meiner verdächtig ausgebeulten Tasche vor sich hin und ich hielt sie im Auto meiner Eltern krampfhaft zu, damit die bloß nichts merkten. Zuhause habe ich sie dann unter meinem Hochbett unter Kissen, Decken und Kuscheltieren versteckt. Die hat noch ewig geblinkt, mehrere Wochen lang. Was sind da bitte für Batterien drin?
Naja, jedenfalls konnte ich mit dem Ding nie was anfangen, weil ich es ja schlecht einfach rausholen und in mein Zimmer als Deko hinstellen konnte. Was hätte ich meinen Eltern sagen sollen?
Mittlerweile wohne ich schon länger nicht mehr Zuhause und in meiner Abwesenheit wurde ein neuer Fußboden in mein altes Zimmer gelegt. Dabei wurde natürlich alles ausgeräumt. Die Lampe lag 10 Jahre lang unter meinem Bett. Als ich dann neulich zu Besuch war, stand die Lampe gut sichtbar auf einem meiner Schränke. Da steht sie auch immer noch. Was müssen meine Eltern wohl gedacht haben, als sie die gefunden haben? Sie haben mich jedenfalls nie darauf angesprochen.
Meine Beichte: Ich habe Eigentum der Stadt geklaut, was ich nicht hätte tun dürfen. Vor allem, weil es ja für den Straßenverkehr nicht sonderlich förderlich ist, wenn Lampen fehlen. Wenigstens waren da noch mehrere, die Baustelle verschwand also nicht im völligen Dunkel und ich glaube die Lampe meiner Freundin war eh aus, was natürlich nicht entschuldigt, dass wir sie mitgenommen haben. Letztendlich würde ich es als Jugendsünde verbuchen, aber Leid tut es mir trotzdem.

Beichthaus.com Beichte #00029877 vom 21.03.2012 um 23:39:16 Uhr in 53111 Bonn (Am Hauptbahnhof) (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht