Falsche Beratung zum Bahnticket

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Zorn Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Bahn & Co.

Eine andere Beichte hat mich wieder an dieses Ereignis erinnert: Es war Ende Februar und mein Praktikum stand bevor. Ich wollte vorbeireitet sein und mir eine Monatskarte für mein vierwöchiges Praktikum kaufen, welches am zweiten März beginnen sollte. Nachdem mir der Bahnkartenautomat keine Fahrkarte verkaufte, ging ich in das örtliche Tourist-Info-Büro - ein kleines Büro auf dem Marktplatz, bei dem man sich z. B. Wanderkarten holen kann usw. - um mich zu erkundigen. Dort sagte mir eine junge Frau, dass der Ort meines Praktikums in einem anderen Tarifgebiet liegt und man deshalb Übergangstarif zahlen müsse, was die Automaten nicht können. Da man im Tourist-Info-Büro normalerweise auch Fahrkarten kaufen kann, fragte ich, ob ich hier keine Karte kaufen kann. Nach einigem Hin und Her stellte sich raus, dass das auch an der Maschine im Tourist-Info-Büro nicht ging. Die junge Frau sagte, ich müsse die Karte im Bus lösen. Auf meine Frage, ob ich damit Bus und Bahn fahren kann, wurde mir gesagt, dass das problemlos möglich sei. Ich solle halt eine Einzelfahrkarte für den Zug kaufen und dann eine Monatskarte. Auf nochmaliges Nachfragen versicherte mir die Frau, dass ich problemlos damit Bus und Bahn fahren kann.


Wie mir gesagt wurde, kaufte ich eine Einzelfahrkarte und dann im Bus die Monatskarte. Die ersten zwei Tage lief alles gut, bis ich am dritten Tag im Zug kontrolliert wurde. Der Kontrolleur sah sich knapp fünf Minuten lang meine Fahrkarte (mit Ausbildungsverkehrsausweis) an und schrieb etwas auf. Als ich fragte, was er denn aufschreibt, meinte er arrogant, dass diese Karte wegen Übergangstarif nur für den Busverkehr gilt und ich in den nächsten Tagen Post bekomme. Ich versuchte natürlich zu argumentieren, dass mir im Tourist-Info-Büro gesagt wurde, ich könne mit der Karte Bus und Bahn fahren und dass es keine Busverbindung zwischen meinem Wohnort und dem Ort, wo ich vom Zug auf den Bus wechsele, gibt. Das hat den Kontrolleur natürlich nicht interessiert und er ist einfach weitergegangen.
Als zwei Tage später die Aufforderung zur Zahlung von 40 Euro ankam, platzte mir der Kragen. Direkt am nächsten Morgen ging ich ins Tourist-Info-Büro, um mal so richtig meine Meinung rauszulassen.


Nun zu dem, was mir leidtut und ich eigentlich beichten will: Ich habe die junge Frau so zusammengeschrien, dass sie irgendwann nur noch geheult hat. Als daraufhin eine andere Mitarbeiterin von hinten kam, hat sich herausgestellt, dass sie nur eine Auszubildende ist und eigentlich noch keine "Beratungen" alleine machen darf. Mir war das natürlich in dem Moment scheißegal und ich schrie sie nur an, dass sie halt besser auf ihre Azubis aufpassen sollen, und verließ wütend das Büro. Ich wollte mich bei der Auszubildenden eigentlich entschuldigen, habe mich aber bis jetzt, bedingt durch eine Kombination aus Faulheit und Peinlichkeitsgefühl noch nicht dazu durchgerungen, wieder ins Tourist-Info-Büro zu gehen. Ich beichte, dass ich eine Auszubildende, die es nicht besser wusste, solange angeschrien haben, bis sie heulte und mich bis heute noch nicht entschuldigt habe.

Beichthaus.com Beichte #00036059 vom 01.07.2015 um 10:27:13 Uhr (7 Kommentare).

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Tipp: Günstiger Essen im Fast-Food-Restaurant

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Diebstahl Stolz Ernährung Arbeit Sinsheim

Ich würde gerne etwas beichten, was ich bisher nie als beichtwürdig empfunden habe, sondern nur als kleine, gute Tat um den Gästen zu zeigen, dass nicht jeder Mitarbeiter hinter den überteuerten Preisen steht. Eine Beichte hat mich jedoch hierzu animiert. Ich arbeite in einem bekannten Fast-Food-Restaurant und lege gerne ein bis zwei Ketchup- bzw. Mayotüten je nach Sympathie mehr dazu, anstatt die reguläre einzelne, die es auch nur bei großen Pommes inklusive gibt. Wenn ein Gast mir sagt, dass er gerne statt Ketchup Mayo hätte, tausche ich sie nicht um, sondern lege einfach eine Tüte Mayo dazu. Es ist manchmal echt unglaublich, wie überrascht manche Leute sind und überhaupt nicht verstehen, was gerade passiert ist. Am Besten ist ihr strahlendes Lächeln jedoch, wenn ein Gast extra an die Kasse kommt und sagt, er würde gerne noch einen Dip kaufen, das Geld bereits passend auf den Tresen legt, und ich ihm einfach den Dip ausgebe, ohne etwas in die Kasse zu tippen.


Was mich ebenfalls dazu bringt, ist, dass es bescheuert ist, für eine mittlere Portion Pommes 2,49 Euro zu verlangen, und wenn der Gast dann Ketchup haben will, er noch mal 20 Cent zusätzlich zahlen muss. Was erfahrenen Gästen eigentlich auffallen müsste, ist, dass man nun genauso gut eine große Portion Pommes hätte bestellen können - für den exakt selben Preis. Und da wäre die Soße eben inklusive. Wer denkt sich so Preise aus? Der Preis pro Stück bei den Nuggets wird auch nicht kleiner bei größeren Portionen, wie man eigentlich vermuten würde, sondern ist extrem willkürlich und es ist darin kein System erkennbar. Das Preis/Leistungsverhältnis solltet ihr bei eurem nächsten Besuch also alle mal ausrechnen.

Beichthaus.com Beichte #00036044 vom 29.06.2015 um 17:05:54 Uhr in 74889 Sinsheim (7 Kommentare).

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“35.000

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Irrwege der Liebe

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Gewalt Trunksucht Misstrauen Last Night

Ich habe letztens mit einem guten Freund von mir getrunken, der seinerseits zwei gute Freunde von sich zu Besuch hatte, die ich wiederum nicht sehr gut kannte. Mit jeder Stunde erhöhte sich der Alkoholpegel beträchtlich und nach einer Weile verwandelten Promille und […]
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Beichthaus.com Beichte #00036037 vom 28.06.2015 um 21:44:17 Uhr (10 Kommentare).

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Unfähige Leute in der Personalabteilung

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Ignoranz Ungerechtigkeit Arbeit Riesa

Als ich den ersten Job nach meinem Studium in einer großen, namenhaften Firma annahm, war die Bezahlung ziemlich mies. Aber ich sagte mir "Okay, das wird schon werden." Die Arbeit war allerdings tipptop und mein Chef und die Kollegen ebenfalls. Bei sämtlichen Gehalts- und Beförderungsrunden wurde ich - und einige andere Kollegen, das hatte also System - allerdings generalstabsmäßig übergangen. An meinen Vorgesetzten lag dies jedoch nicht, sondern es war Willkür der Personalabteilung, die wohl die Vorgabe vom Management hatten, die Leute am langen Arm verhungern zu lassen. Mein Vorgesetzter fand das ebenfalls extrem ungerecht und sorgte auf anderen Wegen für ein besseres Einkommen für uns Mitarbeiter, sodass mich dieser Umstand fast acht Jahre lang davon abhielt, den Arbeitgeber zu wechseln.

Irgendwann gab ich jedoch dem hartnäckigen Werben diverser Headhunter nach und traf mich zu einem unverbindlichen Gespräch. Man bot mir bei diversen Arbeitgebern unverhandelt eine Verdoppelung meines bisherigen Gehalts, d.h. meinen Marktwert hatte ich fundamental unterschätzt. Das war natürlich ein ordentliches Argument, um meinen Arbeitgeber zu wechseln. Die Arbeit war auch gut und interessant und ich lernte so viel wie noch nie im Leben und entwickelte mich beruflich und persönlich weiter. Ich verlor jedoch nie den Kontakt zu den alten Kollegen und der Firma, da ich prinzipiell im gleichen Bereich blieb und man sich immer wieder über den Weg lief. Eines Tages suchte ein Abteilungsleiter meines alten Arbeitgebers den Kontakt zu mir und bot mir eine Stelle an. Fachlich war das Ganze einwandfrei und einen Großteil der alten Kollegen kannte ich auch noch. Ich sagte ihm jedoch, was ich jetzt verdiene und dass ich für weniger keinen Anreiz sehen würde, wieder zurückzukommen. Er wollte sich darum kümmern, dass das klargeht und zwei Wochen später stand ich zu einem, wie er sagte, Alibi-Gespräch mit der Personalabteilung auf der Matte, denn prinzipiell hatten wir in den wichtigsten Punkten eine Einigung erzieht.

Das Gespräch mit der Personal-Tante lief auch glatt - übrigens eine Azubine aus meiner vorherigen Zeit - bis es zu dem Punkt Gehalt ging. Sie schlug mir vor den Kopf, dass mein Gehaltswunsch ja über 100 Prozent von meinem letzten Gehalt vor meiner Kündigung wäre und dass das ja extrem unrealistisch wäre. Ich zog nur die Augenbrauen hoch und schaute sie an, ohne was zu sagen - ich musste ja nicht wechseln, sondern die wollten mich! Mein zukünftiger Vorgesetzter rutschte ebenfalls unruhig auf dem Stuhl und man sah ihm an, dass ihm das unangenehm war. Ich wurde zunehmend sauer auf die Personaltante, da sie wohl immer noch den gleichen Kurs wie vor zwei Jahren fuhren. Ich breitete lautlos meine Hände auf dem Tisch aus, was so viel bedeutete wie: "Und was machen wir nun?" Extrem selbstbewusst sagte mir die Dame dann, dass das überhaupt nicht ginge und man mir für die Stelle maximal 15 Prozent zu meinem alten Gehalt zahlen könnte.

Ich habe echt gedacht, ich sitze im falschen Film, schaute fassungslos zu meinem Bekannten, der mittlerweile auch ein hochrotes Gesicht hatte und sich vor der Personaltante rechtfertigen wollte, dass mein gefordertes Gehalt angemessen wäre. Zudem hatte er meine formale Bewerbung inkl. Gehaltswunsch ja an die Personalabteilung weitergeleitet, und da es keinerlei Beanstandung gab, dachte er, dass das wohl prinzipiell klargehen würde. Er wurde aber von der Personal-Tante, die vor gar nicht allzu langer Zeit eben noch als Azubi tätig war, ebenfalls abgebraten. Ich wollte ihn dann nicht bloßstellen, aber das war a) frech und b) hätte ich mir den ganzen Heckmeck sparen können. Ich sagte ihr also sehr ruhig und sachlich, dass sie als Personaltante erst mal ihre Hausaufgaben machen sollte, bevor sie andere Leute belehren würde. Darauf schaute sie nur verdattert und ich fragte weiter, ob sie so etwas wie Gehaltsspiegel, Berufserfahrung, Know-how und einiges Anderes in ihrer Ausbildung nicht gelernt hätte, oder ob sie nur leere Vorgaben umsetzen könne. Dann entschuldigte ich mich förmlich bei meinem Bekannten, dass ich "seine Zeit" mit dem Gespräch verschwendet hätte - es war ja schließlich meine - gab ihm die Hand und verließ den Raum.

Während ich den Flur runterging, hörte ich nur noch ein: "Verdammte Scheiße, Frau XYZ!" Abends rief er mich dann auf dem Handy an, entschuldigte sich 15 Mal und berichtete, dass er ein Gespräch mit dem Personal-Vorstand hatte und Frau XYZ nun erst einmal wieder Personalakten sortieren würde. Auf seine Frage: "Haben wir noch eine Chance für ein zweites Gespräch?" antwortete ich nur, dass ich jetzt wieder wüsste, warum ich die Firma damals verlassen habe. Auf so einen Mist hatte ich keine Lust mehr. Einerseits tut mit die junge Personaltante leid, da sie wohl nur blind Vorgaben erfüllen musste, andererseits kann sie doch nicht so blöd und blind sein, dass ein Bewerber, der zu einem Gespräch eingeladen ist, sich auf so einen Scheiß einlässt. Also, junge Personaltante, tut mir leid, dass du Akten sortieren musst, aber eventuell solltest du auch mal darüber nachdenken das Unternehmen wechseln!

Beichthaus.com Beichte #00036021 vom 25.06.2015 um 13:19:33 Uhr in Riesa (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Hausmittel von Oma

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Falschheit Engherzigkeit Lügen Gesundheit Familie Springe

Da mein (m/26) Leben voll von Beichten ist, werde ich heute wieder mal beichten. Im Alter von ungefähr acht Jahren, ich ging damals auf die Grundschule, gingen meine Schwester und ich öfters nach der Schule bei unseren Großeltern essen, da sie praktisch neben der Schule wohnten und sehr großzügig Süßigkeiten verteilen und andere Dinge durchgehen ließen, die wir sonst eigentlich nicht durften - wie Großeltern eben so sind. Der einzige Nachteil an dem Ganzen war, dass meine Oma im Gegenzug zu den ganzen Vergünstigungen erwartete, dass wir ihre alt-schlesische Hausmedizin nehmen mussten, da diese für das Wachstum der Knochen und unsere Gesundheit sehr wichtig wäre. So mussten wir unter anderem Lebertran Pillen, Magnesium und noch anderes widerliches Zeug fressen. Der Gipfel war eine Tablette, gegen was auch immer, welche die Konsistenz und das Aussehen von Ohrenschmalz hatte, einfach widerlich. Im Nachhinein kann alles gar nicht so verkehrt gewesen sein, da meine Schwester und ich kaum krank waren und sind.

Nun zur Beichte! Da man als 8-jähriger Bengel alles besser weiß und die Dinger scheußlich schmeckten, musste unbedingt eine Notlösung her, wie wir an die Süßigkeiten kamen, ohne vorher den Medikamentenschrank Kaiser Wilhelms gefressen zu haben. Eines Tages kam meine Schwester (3 Jahre älter) freudestrahlend auf mich zu, was ich nicht verstand, da wir zuvor wiedermal Schlesiens acht Köstlichkeiten bekommen hatten. Sie zog mich ins Nebenzimmer, das Puzzlezimmer meines Opas, in dem eine drei Meter lange Kommode stand, ich verstand sofort und entledigte mich auch meiner, nach Zyankali schmeckenden, Kapseln. Nun hatten wir einen Weg gefunden, alle Freiheiten zu nutzen, ohne wirkliche Nachteile zu haben. Meine Oma wurde oft misstrauisch, da wir von nun an brav und gern ihre Pillen "schluckten", oft kontrollierte sie den leeren Mund, aber da sie nicht all zu gut sehen konnte, konnten wir unsere Gefahrenladung unter der Zunge verstecken, bis wir dann wieder Opas Puzzle "bestaunen" wollten. Oma vertraute uns jahrelang gutmütig und prahlte immer vor ihren Freundinnen, wie gut doch ihre Hausmedizin helfen würde.

Irgendwann musste allerdings Tag X kommen und meine Großeltern bekamen neue Möbel. Ich, damals schon 15, half beim Tragen. Und ich kann mich noch genau an den bitteren Moment erinnern, in dem die gute alte Kommode, unser jahrelanger Helfer in der Not, von der Wand weggerückt wurde. Das Bild, das sich bot, war grausam, eine gefühlte Tonne Tabletten lag dahinter, die sich alle in den Jahren gestaut hatten. Man dachte schon ein großer Pharma-Konzern hätte hier eine Mülldeponie! Meine Oma war ziemlich geschockt und traurig. Ich bitte hiermit um Absolution dafür, dass ich jahrelang meine Oma betrogen habe und dafür auch noch mit Süßem und allerlei anderem Guten belohnt wurde!

Beichthaus.com Beichte #00036013 vom 23.06.2015 um 23:17:53 Uhr in 31832 Springe (10 Kommentare).

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