Alte Menschen bei der Reha

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Aggression Zorn 50+ Gesundheit Bad Homburg

Ich habe alte Menschen hassen gelernt. Mir ist klar, dass sie das Land aufgebaut haben und blablabla. Ich bin seit Kurzem in einer Reha, wegen meinen Bandscheibenproblemen. Hier sind fast nur alte Leute und die gehen einem so auf den Geist, dass ich einen regelrechten Hass entwickelt habe. Dieses Rennen zum Fressen ist allein schon zum Kotzen. Morgens um sieben Uhr wird zum Frühstück gerannt. Wehe man fährt mit dem Fahrstuhl woanders hin und sie müssen kurz warten. Dann wird rumgepöbelt, dass sie zu spät kommen. Dabei gibt es bis halb Neun Essen. Aber man muss ja die vollen 1h 30min da sitzen und sich so lange Fressen reinschaufeln, bis man sich Insulin spritzen muss, bevor man ins Koma fällt. Aber nach der Spritze wird weitergeschaufelt. Dann werden noch heimlich Brötchen in die Tasche gestopft, damit man im Zimmer weiterfressen kann.

Und dann die Therapie schwänzen, weil einem ja aus unerfindlichem Grund schlecht ist. So geht es bei jeder Mahlzeit. Dazwischen wird im Kaffee noch Kuchen gefressen. Dabei diskutiert, wie man am besten den Arzt belügt, dass man die Reha verlängert bekommt um ja nicht nach Hausezu müssen. Weil hier ist ja alles umsonst und man hat Personal, dem man auf den Sack gehen kann. Wie kann man sich nur so verhalten? Wenn ich alt bin und benehme mich so, dann erschieße ich mich. Und den Anstand sollten die Alten auch haben, verdammt. Scheidet aus dem Leben und hört auf der Gesellschaft auf den Sack zu gehen. Keiner braucht euch, keiner will euch!

Beichthaus.com Beichte #00041050 vom 07.03.2018 um 13:04:31 Uhr in Bad Homburg (Ludwigsstraße) (22 Kommentare).

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Trennung wegen HIV

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Vorurteile Engherzigkeit Selbstsucht Gesundheit

Ich (w/34) habe mit meinem Freund Schluss gemacht, weil er HIV-positiv ist und ich keine Lust auf lebenslangen Sex mit Kondom hatte. Jetzt werde ich deswegen von allen wie das komplette Miststück behandelt, weil ich ja so intolerant sei. Als ob die alle mit ihrem Mann oder ihrer Frau ausschließlich Sex mit Kondom haben würden.

Beichthaus.com Beichte #00041032 vom 03.03.2018 um 01:34:12 Uhr (28 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Meine Freundin hat mich mit HPV angesteckt

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Dummheit Verzweiflung Intim Gesundheit

Vor ein paar Jahren habe ich mich bei meiner Ex mit Feigwarzen (HPV) angesteckt. Sie wusste zu dem damaligen Zeitpunkt noch nichts von der Infektion. Kurz nachdem wir ein Paar wurden, bemerkte sie es und wir ließen uns beide sofort untersuchen und behandeln. Bei mir dauerte es aber ein paar Monate, bis sich die Infektion ebenfalls bestätigte. Mir war zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst, welch ein Martyrium seinen Lauf nehmen würde. Diverse Cremes, ätzende Lösungen, Laser- und Kryobehandlungen brachten keinen langfristigen Erfolg. Die noch junge Beziehung litt natürlich darunter. Die wochenlangen Behandlungen, durch die man nicht miteinander schlafen durfte, ließen sich ertragen- immerhin hatte man ja einander und es gibt sicher schlimmeres, als mal einen Monat keinen Sex zu haben. Doch jeder Mensch reagiert anders auf die Infektion. Bei manchen bricht es nie aus, bei anderen sporadisch, wenn das Immunsystem mal geschwächt ist. Andere wiederum werden es nie mehr los. Zusätzlich, können ein paar Typen der HPV Viren auch Krebs auslösen.

Abgesehen von der Scham über die Krankheit und die daraus resultierenden Beklemmungen, besteht also noch die ernstzunehmende Gefahr einer Krebserkrankung. Seit dem wir von der Infektion wussten, benutzten wir zwar Kondome, doch die liefern auch keinen hundertprozentigen Schutz. So kam es dazu das einer von uns beiden immer wieder behandelt werden musste. Die Beziehung ging dann in die Brüche aber wir erkundigten uns regelmäßig nach dem Zustand des anderen. Bei Ihr blieben nach ein paar Monaten die Symptome aus und Sie scheint sich erholt zu haben. Leider ist mir dieses Glück bis heute verwehrt geblieben. In regelmäßigen Abständen muss ich mich untersuchen und behandeln lassen. Ein gesunder Lebensstil (Sport, Ernährung) und Disziplin im Umgang ist zwingend erforderlich, jedoch hilft alles nichts. Selbst nach Jahren bin ich die Krankheit nicht los und habe mich inzwischen damit abgefunden, nie wieder gesund zu werden.

Das führt nun dazu, dass sich meine Lebensplanung verändert. Ich möchte auf keinen Fall einem anderen Menschen das zuführen, was mir durch meine eigene Dummheit geschehen ist. Wenn ich bei meiner Ex von Beginn an konsequent ein Kondom verwendet hätte, wäre ich evtl. nie infiziert worden. Doch selbst das wäre kein Garant dafür gewesen, nicht angesteckt zu werden. In den letzten Jahren dachte ich mir, dass ich schon gesund werde und hatte die Hoffnung eines Tages wieder eine Beziehung führen zu können, ohne meine Partnerin zu gefährden. Inzwischen ist mir klar geworden, dass ich nie eine Beziehung haben kann, ohne eine Gefahr zu sein. Abgesehen von den körperlichen sind es vor allem die psychischen Schmerzen, die damit einhergehen.

Ich vereinsame zunehmend, habe bereits depressive Phasen und eine Antriebslosigkeit entwickelt die mich immer schwerer belasten. Meine Bedürfnisse nach einer Beziehung, Familie und gemeinsamer Zukunft stehen im Kontrast zu der Gefahr die ich für meine potentielle Partnerin darstelle. Die Partnersuche ist so schon nicht leicht und ich darf dann noch irgendwann die Bombe platzen lassen. Der Zeitpunkt dafür ist auch schwer zu finden. Man möchte ja schon ein gewisses Vertrauen aufgebaut haben, bevor man sich offenbart. Wenn man zu lange wartet, könnte die Person aber eine liebestrunkene Entscheidung treffen, die später bereut wird. Ich möchte beichten, dass ich so dumm war ungeschützten Verkehr zu haben und nun eine Gefahr für andere bin, weil ich nicht weiß, ob ich eines Tages die Courage verliere und meine Krankheit ignoriere. Niemand in meinem Umfeld kennt mein Problem, weil ich mich dafür schäme. Ich werde oft darauf angesprochen, warum ich denn single sei und erzähle dann Ausreden.

Im Moment läuft für mich eine Sanduhr ab. So lange ich Menschen in der Familie und dem Freundeskreis habe, denen ich keine Schmerzen zufügen möchte, schwimme ich einfach mit dem Strom und habe die Hoffnung, eines Tages irgendwie wieder glücklich zu sein. Wenn im Laufe meines Lebens die wichtigen Menschen weniger werden, dann werde ich die Gefahr welche von mir ausgeht, selbst beseitigen. Ich bitte um Absolution für meine Dummheit und die Gedanken dem Ganzen ein Ende zu bereiten. Das ist egoistisches Selbstmitleid, was die Familie und Freunde nicht verdient haben.

Beichthaus.com Beichte #00041028 vom 02.03.2018 um 04:45:07 Uhr (32 Kommentare).

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Die Narben der Vergangenheit

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Verzweiflung Selbstverletzung Gesundheit Berlin

Ich beichte, dass ich mich früher oft selbst verletzt habe, indem ich meinen Oberkörper mit Klingen etc. ritzte und mit Zigarettenkippen verbrannte. Heute sind die meisten Narben noch immer gut sichtbar und ich bereue meine Taten, da ich meine innere Krise schon länger überwunden habe. Aufgrund der hinterlassenen Spuren muss ich mich aber immer wieder vor meinen Mitmenschen erklären, und das erinnert mich jedes Mal erneut an die Vergangenheit, mit der ich gerne abschließen würde.

Beichthaus.com Beichte #00040992 vom 17.02.2018 um 11:28:42 Uhr in Berlin (Thuler Straße) (13 Kommentare).

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Füße sind richtig eklig!

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Ekel Eitelkeit Gesundheit

Ich beichte, dass ich mich total vor den Füßen fremder Menschen ekele. Meine eigenen Füße finde ich auch nicht toll, aber an die bin ich wenigstens gewöhnt. Fremde Füße, ihre Zehen, schlimmstenfalls noch Fußgeruch, Schweiß und ungepflegte Nägel sind jedoch der absolute Horror für mich. Wenn ich mich neu in jemanden verliebe, traue ich mir aus Gründen des Selbstschutzes lange Zeit nicht, dessen nackte Füße auch nur anzuschauen, geschweige denn anzufassen. Die einzigen Füße, die ich von vornherein vorbehaltlos annehmen kann, sind Babyfüße, weil sie einfach niedlich, noch unausgeprägt und damit ästhetisch sind.

Beichthaus.com Beichte #00040991 vom 15.02.2018 um 23:53:17 Uhr (14 Kommentare).

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