Die Kaffeekasse bleibt leer

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Habgier Diebstahl Selbstsucht Arbeit Erlangen

Ab und zu stecke ich etwas von dem Geld, dass ich von Patienten für die Abteilung bekomme selbst ein, anstatt es in die gemeinsame Kaffeekasse zu stecken. Ich bin der Meinung, dass ich für meine Arbeit manchmal einen kleinen Bonus verdient habe. Es tut mir Leid und ich habe deswegen ein schlechtes Gewissen gegenüber den Kollegen, aber ich werde es wohl irgendwann wieder tun.

Beichthaus.com Beichte #00028960 vom 22.05.2011 um 19:34:11 Uhr in Erlangen (Universitätsstraße) (19 Kommentare).

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Als mein Vater im Sterben lag

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Lügen Verzweiflung Gesundheit Familie Jena

Darf man einen totkranken Menschen aus Mitleid anlügen, um ihn zu schonen? Diese Frage stelle ich mir persönlich bereits seit über zwei Jahren immer wieder. Mein Vater war schon seit Ende der 80er an Diabetes erkrankt. Diabetes ist eine schleichende und tückische Krankheit. Sie tut nicht weh und verursacht zu Anfang keine nennenswerten Beschwerden. Jedoch schädigt sie über Jahre hinweg, wenn sie unzureichend behandelt und auch vom Betroffenen selbst nicht wirklich ernst genommen wird, dauerhaft die Nierentätigkeit. So geschehen meinem Vater. Niere kaputt bedeutet Dialyse. Dialyse bedeutet Lebensverlängerung mit Hilfe einer Blutreinigung, und diese belastet früher oder später das Herz und schwächt es dauerhaft. Ein Teufelskreis! Nachdem mein Vater einen Hinterwandinfarkt überstand, ihm ein Defibrillator eingesetzt wurde und er sogar wieder aus einem einwöchigen Zuckerkoma erwachte, bekam ich einen Ärztebericht über den Gesundheitszustand meines Papas in die Hand, in welchem ihm, als einzige Möglichkeit noch ein paar schöne Jahre mit seinen Lieben zu verbringen, die Transplantation der Niere und des Herzens empfohlen wurden.


Kurz entschlossen erklärte ich mich sofort bereit, die erforderliche Niere für meinen Vater zu spenden, da wir ohnehin die gleiche Blutgruppe hatten. Nachdem ich ausführlich mit meinem Vater gesprochen hatte, nahmen wir Kontakt zur Uniklinik in Jena auf und verbrachten anschließend endlose Wartezeiten und Untersuchungen in der Transplantations-Klinik. Relativ schnell stand fest, dass die Transplantation des Herzens höchste Priorität hatte, denn ohne neues gesundes Herz würde mein Vater eine Nierentransplantation erst gar nicht überstehen. Im Herbst 2007 begann so eine Zeit voller Hoffnung. Die Jenaer Ärzte und selbstverständlich auch wir, als seine Familie, sprachen unserem Vater Mut zu.


Ende November kam meine kleine Nichte auf die Welt und mein Vater durfte erleben, wie er Opa wurde und hatte viel Freude an seinem kleinen Sonnenschein. Meiner Geburtstagsfeier Ende Februar 2008 konnte mein Vater nicht beiwohnen, da er für eine Woche die letzten, wichtigsten Transplantations-Voruntersuchungen in der Klinik stationär auf sich nehmen musste. Man versprach uns, meinen Vater so schnell als möglich über die Untersuchungsergebnisse zu informieren.
Doch es kam leider anders. Einen Monat später erlitt mein Vater einen schweren Herzanfall. Seine Herztätigkeit war nun auf ganze 15 Prozent gesunken. Kämpfertyp, der er war, rappelte er sich auch davon nochmals auf, so dass er sogar zu einem Aufenthalt in eine Kurklinik transportiert werden konnte. Zusammen mit meiner Mutter und meinem Bruder fuhr ich in dieser Zeit nach Jena, um uns die Untersuchungsergebnisse bekannt geben zu lassen. Das Gespräch dort war für uns ernüchternd und wie ein Schlag ins Gesicht. Das Venen- und Arteriensystem meines Vaters war laut Ärzten viel zu porös, als dass er für eine Herztransplantation überhaupt in Frage käme oder diese gar überleben würde.


Wer aber sollte meinem Vater diese schlimme Nachricht übermitteln und ihm sozusagen sein Todesurteil verkünden? Wir entschieden uns für eine Notlüge, und ich war die Person, die ihm diese überzeugend beibringen sollte. Irgendwie brachte ich es fertig, ihm glaubhaft zu erklären, dass ein abschließendes Ergebnis noch nicht feststünde, und die Ärzte aus Jena nach seiner Entlassung aus der Reha selbst mit ihm reden würden.
Seither plagten mich aber üble Gewissensbisse und ich besuchte meinen Vater nur noch ganze dreimal, bis er nach einem erneuten heftigen Herzanfall Ende Mai 2008 für immer von uns ging. Ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen.
Durch eine entfernte Verwandte, der er sich in seinen letzten Wochen des öfteren telefonisch anvertraute, erfuhr ich, dass er sehr wohl über seinen tatsächlichen Gesundheitszustand Bescheid wusste. Ich bin mir heute zwar sicher, dass mein Vater mir diese Lüge verziehen hat, weil er meine Beweggründe kannte. Aber kann ich sie mir jemals selbst verzeihen?

Beichthaus.com Beichte #00028656 vom 21.02.2011 um 11:48:23 Uhr in 07743 Jena (Universitätsklinikum Jena, Bachstraße 18) (24 Kommentare).

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“35.000

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Universitätsbibliothek

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Wollust Begehrlichkeit Faulheit Studentenleben Leipzig

Ich sitze gerade in der Bibliothek in der Uni Leipzig und schreibe meine Magisterarbeit. Eigentlich. Dabei möchte ich einfach nur die total geile Sau neben mir auf die Toilette zerren und richtig durchf*****. Jetzt ist sie auf einen Kaffee raus und ich kann es endlich posten.

Beichthaus.com Beichte #00028283 vom 08.11.2010 um 15:21:22 Uhr in Leipzig (Universitätsbibliothek Leipzig, Beethovenstr. 6) (35 Kommentare).

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Halb- und Volladdierer

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Faulheit Trägheit Ignoranz Schule Studentenleben Dortmund

Ich beichte, dass ich gerade lieber Beichten lese, als meinem Prof zuzuhören, der mal wieder über irgendwelche Halb- und Volladdierer redet.

Beichthaus.com Beichte #00028235 vom 25.10.2010 um 16:49:06 Uhr in Dortmund (Universität Dortmund, Hörsaalgebäude 2, Hörsaal 3) (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Auf den Hoden gesetzt

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Selbstverletzung Dummheit Peinlichkeit Gesundheit Studentenleben Universität Wien

Auf den Hoden gesetzt
Ich habe mir heute beim hinsetzten im Vorlesungssaal den linken Hoden so kräftig gequetscht - die meisten Männer kennen das - dass ich auf der Toilette beim Pissoir, mit herunter gelassener Hose, vor Schmerz ohnmächtig wurde (neural vermittelte Synkope).

Beichthaus.com Beichte #00028209 vom 14.10.2010 um 23:00:19 Uhr in Universität Wien (46 Kommentare).

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