Was bin ich nur für ein toller Hecht

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Betrug Hochmut Arbeit

Scheiß, Scheiße, Scheiße ist das lustig. Bin(m) derzeit Student und arbeite nebenher als Programmierer in einer Bude, die sehr viele weibliche Angestellte hat und Weiberprodukte per Webshop verkauft. Logisch, dass wir dutzende Designerinnen für Grafiken haben, von denen sehr viele sehr geil aussehen. Nun ist Homeoffice angesagt. Und die Chefin will, dass wir jeden morgen immer schön Videokonferenz machen und auch sonst jeder während der Arbeit seine Webcam laufen lässt. Es solle ja so sein wie sonst auch im Großraumbüro. Nicht, dass die Leute noch vereinsamen.
Nun zu meiner Beichte: Ich habe mir einen Greenscreen gekauft und hinter mir montiert. Ich blende täglich wechselnd Fotos oder auch Videos von architektonisch sehr schönen Zimmern bzw. Gebäudeteilen im Hintergrund ein. Mal arbeite ich in meinem Poolhaus, wo man schön die Wellenbewegungen des Wassers sieht, mal aus einem sehr englisch eingerichteten Zimmer, Mal vom "Balkon" mit Ausblick über herrliche Ländereien, wobei ich mir dann immer Jacke und Schal anziehe. Die Auflösung fahre ich herunter.
Die Fragen der Kollegen, wo ich denn sei, sind köstlich. Ich meinte nur, dass ich gerade auf einem Landsitz meiner Eltern verweile und nicht groß darüber sprechen möchte.
Einmal habe ich im Hintergrund die Innenkabine eines Privatjets eingeblendet. Mit dem Ton der Turbinen dazu. Zu geil. Das ging über volle acht Stunden. Schwierig war es die Lichtverhältnisse ab und an zu ändern. Mit einem Faden habe ich parallel dazu ein Glas bewegt und eine Kollegin meinte nur noch: Pass auf Dein Glas fällt gleich um. Ich nur trocken: "Scheiß First World Problems. Ich wünschte, meine Eltern wären arm."
Ich habe jetzt schon acht WhatsApp Nachrichten von Kolleginnen gekriegt, die mich plötzlich alle sehr sympathisch finden und sich auch außerhalb der Arbeit einmal mit mir treffen möchten. Eine Kollegin besuche ich direkt am Wochenende. Logisch, dass alle super geil aussehen.
Ach ja, den Greenscreen habe ich in der Studenten-WG montiert.

Beichthaus.com Beichte #00042065 vom 26.03.2020 um 14:21:42 Uhr (0 Kommentare).

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Schuften für einen Hungerlohn

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Vorurteile Hochmut Gesellschaft Stuttgart

Mittlerweile kann ich verstehen, warum manche Leute lieber schmarotzen, anstatt arbeiten zu gehen.
Ich(28), studiere Jura (Abi nachgeholt mit 27) und habe seit meinem 18. Lebensjahr immer gearbeitet. Ob im Supermarkt, im Housekeeping, in der Fast-Food-Kette oder im Restaurant. Die Leute verdienen einen Witz egal ob Aushilfskraft oder Schichtleitung.
Da ich früher keinen Wert darauf gelegt habe schick essen zu gehen, die Oper zu besuchen, ein Auto zu haben oder einen Führerschein zu machen, bin ich mit meinem kargen Lohn wunderbar zurechtgekommen und habe dieses Herumjammere wegen des Geldes / Arbeitsplatzverlust von Freunden und Bekannten nie nachvollziehen können. Mein damaliges Motto war: Jobs gibt es überall, Mindestlohn auch wer sucht, der findet. Ich wäre sogar der FDP beigetreten wären da nicht diese Mitgliedsbeiträge.
Früher empfand ich Menschen, die länger als 3 Monate arbeitslos waren, als niedere, faule Kreaturen. Ich habe auf sie herabgeschaut und bin innerlich unglaublich wütend auf sie geworden.
Nun sieht es aber so aus:
Pflegekräfte verdienen etwas mehr als Verkäuferinnen, jedoch geht der Beruf an die physische und psychische Belastungsgrenze.
Hotellerie und Gastronomie sind unterirdisch schlecht bezahlt - mit oder ohne Ausbildung. Die Arbeitszeiten sind ein wahnsinnig großes Problem - Doppelschichten, Teilschichten, nicht erfasste Überstunden etc.
Molekular-Mediziner studieren ewig, forschen an wichtigen Dingen und werden mit niedrigsten Gehältern abgespeist. Selbst mit einem schicken Doktortitel.
Überall ist man unterbesetzt, hat ohne Ende Überstunden zu leisten, Gesetze zur Arbeitszeit werden vom Arbeitgeber gerne missachtet. Von der Arbeitsleistung, die man tagtäglich verrichten muss, ganz zu schweigen.

Ich bin den harten Weg des zweiten Bildungsweges gegangen und werde mein Studium durchziehen, ordentlich Geld verdienen und mich später für Menschen einsetzen, die "unseren Sozialstaat aushöhlen". Ich werde gratis Leute vertreten, die von ihrem Arbeitgeber gemobbt wurden oder deren Sozialleistungen sanktioniert wurden. Und nebenbei werde ich Kohle als Jurist in der Wirtschaft scheffeln - bei K**G oder so. Ich habe Spitzenergebnisse in den Prüfungen und diverse Zusatzqualifikationen.
Dabei bin ich sehr dafür, dass wer essen will auch arbeiten soll. Nur ist es irgendwie gehüpft wie gesprungen, wenn man sich die Knochen wund schuftet für ein Gehalt, das man locker vom Staat fürs Nichtstun beziehen kann.
Ich verachte nicht mehr unsere Arbeitslosen, sondern die Manager und Unternehmer, die nicht verstehen, dass man selbst von 1.500 € netto Gehalt kaum leben kann. Und ich verachte die Politiker, die sich zum Anfang des Jahres mal wieder großzügig selbst bereichert haben und ihre Diäten um 58 % erhöht haben.
Bitte vergebt mir meine Sünde, den Hochmut und die Vorurteile.

Beichthaus.com Beichte #00042058 vom 17.03.2020 um 17:28:34 Uhr in Stuttgart (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Das Intimpiercing

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Hochmut Peinlichkeit Flug & Co. Bonn

Ich habe lange überlegt, ob ich das wirklich veröffentlichen will, aber eigentlich ist es doch ganz witzig also mach ich es jetzt einfach.
Also, vor etwa 2 Jahren hab ich bei einer sehr guten Freundin übernachtet. Wir haben gekifft getrunken und South park geguckt bis ich die wohl begehrteste Idee meines Lebens hatte. Ich sagte meiner Freundin also, ich hätte grade voll Bock auf ein Intimpiercing. Sie meinte dann so: darfst du aber noch nicht haben, erst mit 18. Ich weiß nicht mehr wie es dazu kam, aber im nächsten Moment waren wir im Badezimmer und haben mit einer Nähnadel versucht mir ein Piercing zu stechen. Es tat höllisch weh, weil wir auch nicht wussten, wie das geht. Aber im nächsten Moment hatte ich mein Septum überm Kitzler hängen. Was danach geschah wissen wir beide nicht mehr, nur noch dass wir am Morgen darauf aufgewacht sind und uns diese Piercing Story einfiel. Ich bekam mega die Panik, weil ich meiner Mutter ja nichts sagen konnte. Und auch nicht wusste, was ich mit 17 mit einem Intimpiercing soll. Also nahm ich es raus und hoffte, es wächst wieder zu. Es war schon ein Wunder, das sich da nichts entzündet hat.
Aber als ich dann ein Jahr später mit meiner Familie nach Italien fliegen wollte hatte ich mir einen Monat vorher wieder mein Piercing eingesetzt, weil ich die Erfahrung gemacht hab, dass es einen angenehmen Nebeneffekt bei der Selbstbefriedigung bringt. Leider vergaß ich es raus zu nehmen bevor wir zum Flughafen fuhren, so das geschah was geschehen musste. Wir gingen alle durch diese Kontrollbögen und bei mir piepte es, obwohl ich allen Schmuck vorher in eine Truhe tun musste. Den Rest kann man sich glaube ich denken.

Beichthaus.com Beichte #00042045 vom 20.02.2020 um 22:47:36 Uhr in Bonn (0 Kommentare).

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Der heimliche Pisser

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Boshaftigkeit Freunde Morallosigkeit Fetisch Hochmut Schamlosigkeit

Ich(m) komme vom Land und meine Freunde sind alles Bauern. Also von Beruf und auch im übertragenen Sinne, sie sind einfach ziemlich hohl in der Birne und haben alle eher eine recht trübe Energiesparfunzel in der Birne, wie der typische Bauer. Gebe mich nur mit ihnen […]
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Beichthaus.com Beichte #00042036 vom 16.02.2020 um 14:11:37 Uhr (5 Kommentare).

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“Folge

Traumberuf: Integrationshelfer an einer Gesamtschule

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Hochmut Arbeit Schule

Ich (25) habe vor kurzem als Integrationshelfer an einer Gesamtschule angefangen. Klar, gibt es auch mal stressige Tage, an denen man dezent ausrasten möchte, aber im großen und ganzen viel Spaß. Ich habe für mich immer einen Ventil gefunden, wie ich Dampf ablassen kann, ohne dass mir negative Konsequenzen drohen, wenn mir die Kids auf dem Keks gehen. Ich fluche in einer ruhigen aber bestimmten Tonlage auf meiner Muttersprache. Obwohl ich an einer Schule arbeite, die im sozialen Brennpunkt und sehr multikulturell ist, sprechen nur die wenigsten meine Muttersprache. Dachte ich zumindest! Zum ersten Mal in meinem Leben, habe ich auch leider zwei Arbeitskollegen, die die selbe Muttersprache sprechen und verstehen können, wenn ich insgeheim manche Kinder beleidige. Ich bereue mein Verhalten zwar direkt danach, kann es aber auch nicht sein lassen, weil ich prinzipiell keinen Blatt vor dem Mund nehme. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00041919 vom 20.09.2019 um 17:44:28 Uhr (2 Kommentare).

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