Das grausame Weihnachtsfest mit der Familie meiner Freundin

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Zorn Gesellschaft Familie Weihnachten Trunksucht Heilbronn

Das grausame Weihnachtsfest mit der Familie meiner Freundin
Der Vorfall ist schon wieder fast ein Jahr her. Es war letzte Weihnachten, ich habe das Fest zusammen mit meiner damaligen Freundin bei ihrer Familie verbracht. Im Nachhinein ein schlimmer Fehler. Alles war übertrieben kitschig und klischeehaft. Der Vater trug einen ekelerregenden Weihnachtspullunder mit Krawatte, das ganze Haus war festlich dekoriert, zum Essen gab es Gans gefüllt mit Ente gefüllt mit etwas Undefinierbarem.

Mehrere Stunden lang musste ich ein falsches Lächeln aufsetzen, was zeitweise wahrscheinlich schon psychomäßig aussah. Der Gipfel war jedoch die Bescherung. Während des Singens sämtlicher Weihnachtslieder, die die Menschheit kennt (inklusive aller Strophen!) musste ich mich fast übergeben. Als wir diesen Part endlich durch hatten, dachte ich, ich sehe nicht mehr richtig, als ich im Augenwinkel das Vorhaben der kleinen Schwester meiner Freundin wahrnahm. Die Rotzgöhre richtete allen Ernstens einen Notenständer vor sich hin und legte Notenblätter und Blockflöte bereit.

Dann wurde es richtig pervers. Während die ganze Familie mit einem Dauergrinsen auf das Kind schaute, quietschte dieses "Oh du Fröhliche" auf einem Instrument, das nichtmal ein richtiges Instrument ist und verfehlte dabei jeden zweiten Ton. Ich bekam Schweißausbrüche, begann zu zittern und mein Gesichtsausdruck wurde wirr. Vielleicht sprach zum Teil der Alkohol aus mir, als ich aufsprang und das Kind laut anschrie: "Aaaahhhhhhh! Ich ertrage das nicht länger!" Es musste einfach raus. Und dann: Stille. Alle sahen mich mit großen Augen an. Ich ging hinaus vor die Tür, wartete kurz, rief noch: "Fröhliche Weihnachten ihr Arschgeigen!" und nahm das nächste Taxi zu mir nach Hause, wo ich mich so volllaufen ließ, dass ich drei Tage weg war.

Das Letzte was ich von meiner jetzt Ex-Freundin gehört, bzw. gelesen habe, war eine Nachricht auf meinem Smartphone mit den Zeilen "Du kranke Sau, ich will dich nie wiedersehen!". Das fand ich dann auch okay. Zusammengefasst bin ich ein mieser, aggressiver, alkoholmissbrauchender Heuchler, der einer Familie vermutlich Weihnachten ruiniert hat. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00039069 vom 15.12.2016 um 22:36:00 Uhr in Heilbronn (Dammstraße) (31 Kommentare).

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Angst vor einer Fehlgeburt

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Angst vor einer Fehlgeburt
Ich beichte, dass ich im zweiten Monat schwanger bin. Was daran die Beichte ist? Niemand weiß davon. Nicht einmal mein Partner. Und das, obwohl es unser gemeinsames Wunschkind ist. Das Verwerfliche daran ist, dass ich auch nicht vorhabe, es ihm in den nächsten ein bis zwei Monaten zu erzählen. Warum? Nun, dazu muss man wissen, dass wir in einem Haus mit mehreren Generationen leben. Das heißt, meine Schwiegermutter sowie seine Großeltern leben quasi mit uns unter einem Dach. Dazu sollte man auch wissen, dass wir uns untereinander gut verstehen. Warum dann die ganze Heimlichtuerei? Wie viele andere Schwangere auch habe auch ich Angst vor einer eventuellen Fehlgeburt und wollte mehr oder weniger noch bis zum dritten Monat warten, bis die Schwangerschaft "in trockenen Tüchern" ist, bevor noch jemand davon erfährt. Einfach, damit der Schmerz bei einer eventuellen Fehlgeburt nicht so riesig ausfällt, wie wenn jeder davon weiß und mich ständig damit anstachelt.

Da ich aber weiß, dass mein Partner ein absolutes Plappermaul ist und es unter Garantie sofort seiner Familie erzählen würde, habe ich es ihm noch nicht gesagt, sondern warte noch ein wenig. Unsere Beziehung läuft übrigens sehr gut. Ich bitte um Absolution. Falls du das jemals lesen solltest, Schatz: Es tut mir leid, aber ich mache mir einfach Sorgen um unser ungeborenes Kind und liebe dich über alles.

Beichthaus.com Beichte #00036261 vom 27.07.2015 um 17:47:12 Uhr in 07131 Heilbronn (19 Kommentare).

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Meine Rache an dem Kinderschänder

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Als kleines Kind, ich war wahrscheinlich um die fünf oder sechs Jahre alt, wurde ich sehr oft von meinem Onkel angefasst. Er hat mich nicht in dem Sinn vergewaltigt, also er ist nicht so weit gegangen, in mich einzudringen, aber vergewaltigt hat er mich meiner Meinung nach trotzdem.
Ich habe das viele Jahre lang jedem verschwiegen, auch meinen Eltern, die damals meinen Onkel verdächtigt haben und mich fragten, ob er mit mir diese Dinge machen würde, habe ich angelogen und meinen Onkel damit in Schutz genommen. Wenn ich ehrlich bin, hat er mir nie wehgetan und ich habe auch nie protestiert. Auch heute habe ich das Gefühl, das er mich seelisch eigentlich nie berührt hat und ich habe nicht durchgängig das Gefühl, ihn zu hassen. Trotzdem musste ich all die Jahre lang daran denken, und verspürte, wie aus heiterem Himmel, immer wieder Ekel vor ihm und manchmal auch vor mir. Es gibt Tage, da muss ich ständig daran denken, wie sein verfluchter Penis zwischen meinen Beinen auftaucht, und jedes Mal verspüre ich nichts anderes als Ekel.


Erst letzten Dezember habe ich es einer wunderbaren Freundin erzählt, also erst mit siebzehn Jahren. Nachdem ich also an die zehn Jahre gebraucht habe, mich auch nur irgendwem anzuvertrauen, habe ich ständig mit dem Gedanken gespielt, meinen Eltern davon zu erzählen. Ich wusste, dass ich ihn dann nie wieder sehen musste, aber ich habe mich trotzdem nicht richtig getraut. Fast ein halbes Jahr später, also erst vor Kurzem, hatte ich einen Streit mit meinen Eltern, weil ich mich am Tag zuvor geweigert hatte, mit ihm zu sprechen, als er zu Besuch da war. Im Eifer des Gefechts habe ich es ihnen also erzählt und im Nachhinein ist es fast schon witzig, wie bleich und geschockt sie waren.
Nun zu meiner Beichte: Ich werde meinem herzallerliebsten Onkel das Leben zur Hölle machen. Ich freue mich jetzt schon darauf, seine Nachbarn höflich darauf hinzuweisen, dass ein Kinderschänder unter ihnen lebt. Ich freue mich darauf, seinen Freunden zu berichten, was für ein Monster unter diesem Gesicht steckt. Ich bin mir sicher, dass ich dadurch zukünftig so einigen Mädchen eine Last abnehmen werde, weil ich mir absolut sicher bin, dass ich nicht das einzige Mädchen bin, von dem er nicht die Hände lassen konnte.
Seine Töchter tun mir wahnsinnig leid! Außerdem tut es mir leid, dass ich, trotz allem, nicht den Mut aufbringe, ihn einfach anzuzeigen.

Beichthaus.com Beichte #00031173 vom 11.05.2013 um 15:16:08 Uhr in Heilbronn (Mönchseestraße) (21 Kommentare).

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Die chinesische Falttechnik

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Die chinesische Falttechnik
Ich war vor fast zehn Jahren Zeitungsausträger, soweit nichts Schlimmes. An manchen Häusern befinden sich keine Zeitungsfächer, sondern lediglich normale Briefkästen. Manche sind so eng, dass kaum zwei aufeinandergelegte Briefe durch den Schlitz passen. Was macht man also? Man quetscht die Zeitung zusammen und stopft sie so weit rein, wie es geht. Meist hängt der Großteil aber noch draußen. Eines Wochenendes waren wir - ein Freund und ich - normal am Austragen, als uns ein wutentbrannter Bürger entgegenkam, der uns ziemlich beschimpft hat. Inkompetent war so das harmloseste, was wir zu hören bekommen haben. Er erzählte uns, weil wir die Zeitung halb im Briefschlitz gelassen haben und es angefangen hat, zu regnen, ist die ganze Suppe durch den geöffneten Briefschlitz sowohl in den Briefkasten als auch in das Haus gelaufen. Auf meine Frage, wie ich das Ding in den Briefkasten kriegen sollte, folgten nochmal ein paar Anzweifelungen an meine Kompetenz und eine chinesische Falttechnik, mit der er nach einigem Hin und Her die Zeitung gerade so in den Schlitz bekommen hat. Dafür musste die Zeitung in fünf Teile zerlegt, zusammengepresst und hinein gestopft werden. Dass ich umgerechnet 1,30 Euro die Stunde verdiene und wohl kaum an jedem Haus mit solch einem Briefschlitz eine Minute lang falten kann, habe ich dann für mich behalten. Ich habe mich entschuldigend und das Schlachtfeld verlassen. Ich habe dafür gesorgt, dass die Zeitung komplett im Briefschlitz landet.

Wo bleibt also die Beichte? Regelmäßig, wenn ich am Wochenende unterwegs war und Abends mit dem Nachtbus nach Hause gekommen bin, habe ich auf den zehn Minuten Fußweg einen kleinen Umweg eingelegt und in seinen Briefkasten uriniert. Heute finde ich es zwar nicht mehr in Ordnung, aber darüber schmunzeln muss ich schon noch. Die meisten Anwohner haben uns auf unseren Touren immer höflich um Sonderwünsche gebeten und diese haben wir auch immer ordnungsgemäß erfüllt.

Beichthaus.com Beichte #00030839 vom 28.02.2013 um 11:29:56 Uhr in Heilbronn (27 Kommentare).

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Einkaufswagen geklaut

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Ich muss beichten, dass ich letztes Wochenende jemandem den Einkaufswagen geklaut habe. Es war Freitag Abend, der Kühlschrank staubtrocken, die Geschäfte voll zum Erbrechen und ich hatte noch einige Termine und von daher keine Zeit. Ich bin also in den Laden rein und da das Geschäft zweistöckig ist und es oben nur Alkohol, Kaffee und Ramsch gibt, lassen die meisten ihren Wagen unten an der Rolltreppe stehen. Ich hab mir also einen Passenden ausgesucht, schnell ein paar Artikel ins Regal gestopft die ich nicht haben wollte und bin damit zur Kasse gewandert. Ich habe meinen Wocheneinkauf für eine circa vierköpfige Familie binnen 10 Minuten abgefertigt wofür der mittelbare Besitzer wahrscheinlich eine knappe Stunde gebraucht hat. Es tut mir zwar Leid und ich werde es nicht wieder tun (vor allem da rund 20% Ausschuss waren) aber ich muss trotzdem herzhaft lachen wenn ich an das Gesicht der Person denken muss wenn sie feststellt, dass die komplette letzte Stunde vom Feierabend für die Katz war.

Beichthaus.com Beichte #00027587 vom 05.03.2010 um 13:59:42 Uhr in Heilbronn (21 Kommentare).

Gebeichtet von die_da
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