Der Wunsch nach Geschwistern

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Engherzigkeit Familie Habgier Stuttgart

Damals, in der fünften Klasse, hatte ich (w/19) Aufklärungsunterricht. Ich interessierte mich aus irgendeinem Grund, den ich heute nicht mehr weiß, wahnsinnig für Verhütungsmittel wie Kondome oder die Pille. Nun hat meine Mutter einen Gendefekt, der es für sie unmöglich macht, die Pille zu nehmen und daher mussten meine Eltern Kondome verwenden, um ihrem größten Hobby noch nachgehen zu können. Das wusste ich, seitdem ich die Dinger im Nachttisch meines Vaters gefunden hatte. Ich wollte unbedingt kleine Geschwister, aber meine Eltern haben mir mehrmals erklärt, dass sie keine weiteren Kinder haben wollen. Wahrscheinlich aus Angst, sie könnten so werden wie ich. Auf jeden Fall lernte ich in der Schule viel über Kondome und auch über ihre Schwächen. Zum Beispiel, wie leicht sie beschädigt werden konnten und dass sie dann nicht mehr richtig funktionierten. Weil ich also unbedingt Geschwister haben wollte, schlich ich mich in das elterliche Schlafzimmer, mit einem Reißnagel als treuem Begleiter und Zweckerfüller. Fein säuberlich bohrte ich in jedes der Gummis ein kleines Loch. So machte ich das einige Jahre und siehe da, heute habe ich die gewünschten Geschwister. Für meine Eltern tut es mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00030803 vom 18.02.2013 um 21:29:25 Uhr in Stuttgart (Stuttgarter Straße) (39 Kommentare).

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Spionieren und löschen aus Eifersucht

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Eifersucht Misstrauen Partnerschaft Internet Frankfurt

Ich (w/18) bin seit einem Jahr vergeben. Zurzeit läuft es allerdings sehr schlecht. Ich habe kein Vertrauen mehr in ihn und bin sehr eifersüchtig. Ich habe das Passwort von seinem Facebook-Account. Das ich auch regelmäßig verwende. Immer, wenn ich sehe, dass ihn ein Mädchen anschreibt, lösche ich diese Nachricht, bevor er sie liest. Wenn er Mädchen anschreibt, warte ich, bis sie antworten und lösche diese Nachricht ebenfalls, bevor er sie sieht. So kommt es nie zu einer Unterhaltung. Wenn wir dann telefonieren, frage ich tausendmal, ob er mir etwas zu berichten hat, bis er mit einem schlechten Gewissen beichtet, dass er mit diesen Mädchen schreiben wollte, aber sie eh nicht antworteten. Es wäre einfacher, die Beziehung zu beenden, doch das Herz spricht etwas anderes als der Verstand. Auch wenn sich das hart anhört was ich tue, ich tue es nur aus Liebe.

Beichthaus.com Beichte #00030802 vom 18.02.2013 um 20:33:52 Uhr in Frankfurt (Gerbermühlstraße) (29 Kommentare).

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Mit der eigenen Medizin geschlagen

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Lügen Arbeit Gesundheit Helmstedt

Letztes Jahr im Oktober begann ich (m/19, vollintegrierter Halbtürke) meine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger. Dort hatte ich einen ziemlich üblen Kollegen, der im dritten Ausbildungsjahr war. Er war der festen Überzeugung, dass er etwas Besseres und viel Schlaueres sei als wir beziehungsweise ich. Ständig verbesserte er mich, verspottete mich aufgrund meines noch nicht vorhandenen Wissens und gab mir Befehle in einem sehr miesen Umgangston. Er selber fiel aber bereits einmal durch die Abschlussprüfung. Vor einigen Wochen kam er dann zu mir und einigen anderen Erstkursschüler, lachte mich an und sagte mir, dass er Abführmittel in meinen Tee gemacht habe. Ich antwortete nicht, die anderen Schüler schauten schon verwundert. Als der böse Kollege dann in seinen Feierabend ging, bin ich zur Stationsleitung gegangen und habe ihnen vorgejammert, wie sehr mein Bauch doch wehtue. Als dann ein Mitschüler vorbei kam, gab dieser den entscheidenden Hinweis: "Oh, das kommt bestimmt von dem Abführmittel, dass dir der Drittkursschüler in den Tee gemacht hat." Die Stationsleitung rastete aus und rief sofort in der Schule und bei dem Geschäftsführer des Drittkursschülers an. Ich legte dann aber noch eine Schippe drauf und sagte ihnen, dass ich, aufgrund dieses Vorfalls, mein Vertrauen in die Kollegen verloren habe und nicht wisse, ob ich weiterhin dort arbeiten könne. Das war wohl Grund genug für die Geschäftsleitung, den Drittkursschüler zu entlassen. Aber nicht nur das, ich habe - wohl aus Mitleid - auch meine Probezeit bestanden, obwohl meine Noten nicht wirklich gut waren. Der arme Drittkursschüler wurde kurz vor seiner erneuten Abschlussprüfung entlassen und die drei Jahre waren umsonst für ihn. Als er mich dann vor einigen Tagen traf, fragte er mich, wieso ich das getan habe. Er sagte mir, dass es doch nur Spaß gewesen sei. Ich habe auch nur Spaß gemacht, aber ich habe eben einen anderen Humor. Es tut mir inzwischen aber wirklich leid und ich würde es nicht wieder tun. Drei Jahre seines Lebens und alles war umsonst. Andererseits wird er wohl nie wieder jemanden verspotten.

Beichthaus.com Beichte #00030799 vom 18.02.2013 um 01:10:26 Uhr in Helmstedt (Conringstraße) (24 Kommentare).

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Sachen packen und verschwinden

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Familie

Ich (m/26) muss zugeben, dass es für mich nichts Schlimmeres gibt, als ein geregeltes und "normales" Leben zu führen. Beim Gedanken daran, jeden Tag zur Arbeit gehen zu müssen, wird mir schlecht. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein fauler Mensch, kein Sozialschmarotzer oder derartiges. Ich kann mich nur einfach nicht mit dem Gedanken abfinden, jeden Tag dafür zu schuften, dass andere aus dem Mehrwert, den ich mit meiner Arbeitskraft schaffe, reich werden und ich mich, mit Glück, mit 67 zur Ruhe setzen darf. Ein Eigenheim, eine Familie und Gespräche mit den Nachbarn, der Gedanke daran bringt mich zur Verzweiflung. Dass ich dieses Leben nicht führen will und kann, ist mir schon während der Schulzeit aufgefallen, doch trotzdem verbrachte ich lange Jahre damit, mich so zu benehmen, wie es von mir erwartet wurde. So lebte ich ein Leben, welches mich von innen heraus auffraß. Ich habe soviel Zeit damit verschwendet, mich anzupassen und zu versuchen, glücklich zu sein, eine Frau zu finden und beruflich voranzukommen, dass ich mich selbst beinahe verloren habe, in den Lügen, die ich meiner Umwelt auftischte. In dem Lächeln, wenn ich meiner Familie und meinen Freunden sagte, wie glücklich ich sei. Innerlich war ich wütend auf sie, weil meine besten Freunde, selbst meine Familie, nicht bemerkten, wie unglücklich ich war. Nun gab es vor einiger Zeit Vorfälle, die mich daran erinnert haben, wie kurz das Leben sein kann und dass nur ich am Ende für mein Leben verantwortlich bin. Plötzlich war das Fernweh wieder da, schlimmer als sonst und nicht mehr zu stoppen. Mein Entschluss stand fest: Ich wollte weg, einfach losziehen.


Meine eigentliche Beichte ist, dass ich mich seit Monaten nicht mehr bei meiner Mutter gemeldet habe, mein Vater spielt seit Jahren keine Rolle mehr in meinem Leben. Meinen Bruder und den Rest der Familie habe ich, wie immer, dreist belogen. Nur mein bester Freund weiß von meinem Entschluss. Er versteht es zwar nicht und hat mehrmals seine Zweifel und seinen Unmut bekündet, aber meint auch, dass ich mein Glück suchen soll. Ich habe nicht vor, mich wieder bei meiner Familie zu melden. Die Wahrheit ist, ich vermisse sie nicht, nicht ein Stück. Den Job habe ich gekündigt, die Wohnung ist abgemeldet, was von meinen Sachen nicht auf dem Schrott gelandet oder verkauft ist, passt in einen Rucksack, der schon gepackt neben der Tür steht. Macht es gut! Ich hoffe, man sieht sich nie mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030797 vom 16.02.2013 um 01:27:24 Uhr (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der neue Mann an Mamas Seite

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Misstrauen Feigheit Familie Kinder

Der neue Mann an Mamas Seite
Ich möchte Beichten, dass ich im Alter von acht Jahren die Beziehung meiner Mutter zerstört habe. Sie war damals seit einiger Zeit von meinem Vater getrennt und sehnte sich nach einem neuen Mann an ihrer Seite. Es war nicht einfach für sie jemanden zu finden, aber irgendwann lernte sie durch eine Anzeige in der Zeitung einen Mann kennen, der es ernst mit ihr meinte. Er war ein etwas rauer Typ und ich war damals keine Vaterfigur gewöhnt und dazu noch wahnsinnig schüchtern und sensibel. Kurz gesagt: Ich hatte schreckliche Angst vor ihm. Wenn er zu Besuch war, versteckte ich mich und wenn wir übers Wochenende bei ihm waren, brachte ich kein einziges Wort hervor. Er war wirklich oft in meiner Nähe. Ich stand kontinuierlich unter Stress. In der Schule weinte ich deswegen und irgendwann gab es ein Elterngespräch, was dazu führte, dass meine Mutter sich von ihm trennte. Für mich. Heute ist sie übrigens mit einem Alkoholiker zusammen, der nicht einmal einen verständlichen Satz zustande bringt. Der Mann von damals kommt mir mittlerweile überhaupt nicht mehr Angst einflößend vor. Vielleicht wäre ein Kinderpsychologe damals die bessere Wahl gewesen, aber das macht es jetzt auch nicht mehr Rückgängig. Es tut mir Leid, Mama.

Beichthaus.com Beichte #00030796 vom 16.02.2013 um 01:00:18 Uhr (16 Kommentare).

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