Das vergessene Ei

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Unreinlichkeit Ekel Königsbrunn

Mir (m/24) ist vor circa 10 Jahren in der 5. oder 6. Klasse etwas sehr krasses passiert. Nach nun gut zehn Jahren ist es Zeit diese Geschichte endlich zu beichten und folgende Zeilen entsprechen zu 100% der Realität und das Ganze hat sich auch so abgespielt.
Ich ging, wie schon geschrieben in die 5. oder 6. Klasse in Gymnasium. An besagtem Tag bekam ich von meiner Mutter ein geschältes Ei in einer kleinen Tupper-Dose mit in die Schule. Sogar ein kleines Tütchen Salz war dabei, sehr liebevoll war sie damals eben noch war.
Ich beschloss es im Kunstunterricht zu verspeisen. Wir hatten damals einen sehr coolen Kunstlehrer, in dessen Unterricht eigentlich jeder machen konnte was er wollte - und ich eben mein Ei essen. Ich packte es gleich in meinen Kunstbeutel (DIN A3 Block, Zirkel, Wassermalkasten, etc.). Nun kam was kommen musste. Unser Kunstlehrer erkrankte. Jedenfalls bekamen wir keinen Kunstersatz und hatten somit bis zum Ende des Schuljahres Freistunden oder irgendein anderes Fach. Die Tupper-Dose geriet in Vergessenheit. Die Sommerferien kamen. Die Sommerferien gingen. Unser Kunstlehrer war zu Beginn des Schuljahres wieder fit. Jedenfalls hatten wir wieder Kunst, wir holten unser Kunstzeug raus und ich entdeckte in meinem Kunstbeutel, der in den Ferien in der Schule hing, eine kleine blaue Tupper-Dose. Ich öffnete diese unter einem "Zisch" *Pfffff...* Geräusch. Ich wusste nicht wieso, und ich konnte mich schon gar nicht an das Ei erinnern, aber aus irgendeinem Grund verschloss ich sie nach einer gefühlten Sekunde. Und dafür bin ich heute noch dankbar. Ich glaube weder an Gott oder übernatürliches. Aber wenn es wirklich Wunder gibt - dass ich diese Dose nach einer knappen Sekunde instinktiv schloss. - Das war definitiv ein Wunder! Nach etwa weiteren 5 Sekunden schoss es mir in die Nase, ein wirklich unbeschreiblich widerlicher Gestank. Ich habe bis heute (24 Jahre alt) wirklich nichts ansatzweise übleres gerochen als diesen fauligen und brechreizauslösenden bestialischen Gestank! Keine Dixie-Toilette, keine Kloake, nichts, dass ich das absolut ekligste und schlimmste was ich in meinem ganzen Leben gerochen habe. Jedenfalls hat es gereicht, um in Sekunden das Klassenzimmer mit diesem Gestank zu fluten. Nach 5 Minuten waren 2 Mädchen beim kotzen und bei mir hätte auch nicht mehr gefehlt. Ich weiß noch, dass einer meinte: "Hey, ich glaub der Bauer jodelt - machts die Fenster zu." Was wir dann auch taten. Jedenfalls saß ich da, habe mich total geschämt, mir war kotzübel, aber erzählt habe ich es später nur meinem Banknachbarn, der nichts mitbekommen hat, und mir als ich ihm gesagt hätte ich sei das gewesen, mir natürlich erst nicht geglaubt hat.

Beichthaus.com Beichte #00025745 vom 25.02.2009 um 17:21:18 Uhr in Königsbrunn (42 Kommentare).

Gebeichtet von Guppy84
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Ich stalke meine Traumfrau!

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Eifersucht Aggression Verzweiflung Maßlosigkeit Ex Ennepe-Ruhr-Kreis

Hallo, ich (m/20) bin heute auf den Tag genau 5 Monate von meiner Ex getrennt. Damals traf mich die Trennung wie ein Schlag ins Gesicht. Sehr, sehr hart. So hart, dass ich sie bis heute noch nicht richtig verdaut habe. Um genau zu sein, nicht die Trennung an sich, sondern speziell die Phase direkt danach, da meine Ex sofort einen "Neuen" hatte und ich annahm, dass das der wahre Grund sei und nicht, wie sie zu mir sagte, das "Auseinanderleben" und "ständige Streiten" (wobei ich jetzt hier nicht weiter darauf eingehen will, durchaus möglich, dass mehrere Faktoren da mit reinspielen). Trotzdem wollten wir zunächst versuchen "befreundet zu bleiben". Aber wie das nun mal so ist, oft klappt es einfach nicht (vor allen Dingen wenn noch Gefühle im Spiel sind - was bei mir definitiv der Fall war). Warum ich mich hier verewige? Ich bin sozusagen auf die "schiefe Bahn" geraten. In meinem Leben läuft es beschissen. Meine Arbeitskollegen werfen mir Unkonzentriertheit vor.

Das stimmt auch, weil ich in Gedanken ständig bei ihr bin. Mittlerweile sind wir beide so zerstritten, sie hat mich mehrmals angezeigt, ich habe mich auf Prügeleien mit ihren "neuen Freunden" eingelassen, wurde des "Stalkings" verdächtigt, usw. Ich bin so verzweifelt. Alle meine Freunde, meine Familie und Verwandten raten mir, sie zu vergessen, aber insgeheim kann ich einfach nicht mit ihr abschließen. Ich versuche alles über sie rauszufinden, muss ständig auf dem aktuellen Stand über sie sein, leide mit wenn sie leidet, stehe abends oft im Dunkeln in der Nähe ihrer Wohnung und beobachte sie (dafür schäme ich mich, aber ich kann nicht anders). Ich habe ihren neuen Freunden aufgelauert, ihre Autos beschädigt, Telefonterror betrieben und alles. Natürlich bringt das nichts! Aber für einen Moment habe ich das Gefühl mich einfach für alles gerecht zu haben. Ich habe ihr zu Weihnachten ein Geschenk vor die Tür gelegt (anonym ohne Name) und werde ihr nächsten Monat auch zum Geburtstag gratulieren. Ich bin mir gar nicht mehr sicher, was ich wirklich noch für sie empfinde, aber ich habe nicht nur meine Partnerin, sondern auch meine beste Freundin verloren. Mein Herz ist gebrochen (im wahrsten Sinne des Wortes) und ich verblute nach Innen. Doch keiner sieht es.

Ich weiß, ihr werdet jetzt sagen: "Komm du bist erst 20, du wirst noch so viele Frauen kennen lernen..." alles richtig, aber für mich war sie einfach meine Traumfrau, auch wenn, was ich gar nicht abstreite, am Ende unserer Beziehung wirklich nicht mehr alles rundlief. Mit ihr hatte ich alles, was ich brauchte. Ich vermisse unsere gemeinsame Wohnung, ihre Haustiere, einfach so vieles. Ich habe 1000 Erinnerungen. Und das Schlimmste: Die Einsamkeit. Jede Nacht wieder alleine einschlafen, morgens alleine aufstehen, niemand der mich mehr anklingelt auf meinem Handy oder SMS schreibt, all das fehlt mir so sehr. Und ich glaube, sie selbst hat gar keine Ahnung, wie sehr ich in sie verliebt war oder immer noch bin (ich weiß es ja selbst nicht). Danke für die Aufmerksamkeit.

Beichthaus.com Beichte #00025741 vom 25.02.2009 um 03:04:26 Uhr in Ennepe-Ruhr-Kreis (41 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Ein gechillter Nebenjob

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Faulheit Ignoranz Hochmut Arbeit Hamburg

Ich (m/18) arbeite in einem Supermarkt. Ich arbeite drei Mal in der Woche und habe immer 8-Stunden-Schichten. So nun möchte ich beichten, dass ich öfters gerne mal länger Pause mache, ziemlich lange! Mindestens 3 bis 4 Stunden. Und nur eine Stunde darf man eigentlich. Die meiste Zeit hänge ich sowieso blöd in der Gegend rum, und schlage die Zeit tot. Und die Kunden haben sehr oft Fragen, die ich schon verstehe und ihnen eigentlich auch helfen könnte. Mache ich aber nicht, bin zu faul. Wenn der Laden keinen ordentlichen Umsatz mehr macht, bin ich sicherlich einer der Gründe, weil wir durch unfreundliches und nicht hilfsbereites Personal immer mehr Kunden verlieren.

Stammkunden haben wir nicht, so etwas kennen wir nicht einmal. Vorteilhaft ist für mich auch noch, dass gleich gegenüber vom Supermarkt ein Fitnessstudio ist, in dem ich auch Mitglied bin. Also kann ich nach der Arbeit problemlos noch ein bisschen tranieren gehen, weil ich ja durch das lange Pausieren kaum erschöpft bin. Mein langes Pausieren bekommt nie jemand mit. Alle sind dort selbstständig und interessieren sich kaum um andere Angelegenheiten. Der Chef ist nur einmal in der Woche, da um sich angeblich die Bestellungen anzusehen. Von wegen, der checkt immer die neuen Praktikantinnen ab dieser Sexbesessene Bastard. Naja die Bestellungen mache ich auch sehr oft und waren die mal unvollständig, oder beschädigt sind, kommt aber auch nur sehr selten vor, ignoriere ich das einfach. Wie gesagt, wenn der Laden keinen ordentlichen Umsatz machen sollte, bin ich sicher mit dran Schuld.

Bisher durfte ich noch nicht an die Kasse, darf es aber bald. Die sollen sich dann nicht wundern, wenn in der Kasse mal eine hohe Summe fehlen sollte.

Beichthaus.com Beichte #00025740 vom 24.02.2009 um 20:00:03 Uhr in Hamburg (14 Kommentare).

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Die Schneeburg

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Vandalismus Dummheit Nachbarn Feldkirchen

Die Schneeburg
Ich wohne in einem großen Mehrfamilienhaus mit einer echt guten Nachbarschaft. Alle sind per Du, der Altersschnitt ist von 3 bis 78 Jahren, also haben wir von süßen Kindern bis zur "Hausomi" alles. Vor allem haben wir eine junge Mutter, die echt nett ist.
Jedenfalls hat es ja in Bayern die letzten Wochen sehr viel geschneit. Und besagte junge Mutter nutze den Schnee, um im Vorgarten mit ihrem Sohn ein regelrechtes Winterwunderland zu bauen. Sie bauten eine richtige Burg, mit Zinnen und allem drum und dran, mehrere Schnee-Ritter, ein Schneepferd, usw. Nun, eines nachts habe ich mich entschlossen, die Burg zu erobern und zu schleifen. Nach einem heldenhaften Kampf gegen die Schneeritter stand ich letztendlich vor der Burg, die mir ca. bis zum Hals ging. Ich schleifte die Burg, das heißt, ich trat sie zu einem formlosen Schneehaufen zusammen. Kam mir dabei vor wie so ein Riesentroll aus der Herrn der Ringe oder so. Echt cool also, vermeintlich.

Am nächsten Tag standen Mutter und Sohn fassungslos vor den Trümmern ihrer Bauwerke, beide weinten wohl auch. In dem Moment tat es mir total leid. Also baute ich in der nächsten Nacht alles so schön es ging, wieder auf. Gut, an die Kreativität der Mutter kam ich nicht heran, dafür war die Burg danach begehbar und hatte sogar einen Graben. Hatte zwar danach kalte Hände, aber das Lachen der beiden am nächsten Morgen war es wert. Danke fürs Lesen!

Beichthaus.com Beichte #00025738 vom 23.02.2009 um 18:05:29 Uhr in Feldkirchen (37 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Ich hasse die ganze Welt!

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Hass Zorn München

Ich möchte etwas beichten: Ich hasse diese Welt bzw. den Morgen. Ich hasse das ewige Geschwätz in den morgendlichen Radioshows (keiner will euren Schwachsinn hören - spielt Musik!). Ich hasse Leute die, wenn es nur eine Rolltreppe gibt, runterfahren müssen, am Besten […]
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Beichthaus.com Beichte #00025736 vom 23.02.2009 um 16:59:57 Uhr in München (53 Kommentare).

Gebeichtet von zomfgxD
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