Der Angeber

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Hochmut Selbstsucht Ignoranz Maßlosigkeit Verschwendung

Ich protze durch die Gegend und bin ein Angeber, aber ich gelobe Besserung. Ich arbeite hart und bekomme dafür sehr viel Geld, aber ich behandele auch meine Mitarbeiter gut. Meine Frau hat mich vor drei Jahren verlassen, da ich, wegen meiner Arbeit, kaum Zeit für sie hatte. Vor meinem Haus steht eine protzige Karre, um die mich jeder beneiden würde und die ich bar bezahlt habe. Das Auto stelle ich mit Absicht nicht in die Garage, sondern in die Einfahrt, damit es jeder bewundern kann. In München fährt es übrigens nur sechs Mal herum, man fällt damit einfach auf. Aber damit nicht genug, nein ich parke auch gerne vor dem Fenster eines großen Fast-Food-Restaurants oder einer Eisdiele und setze mich dann in den Laden rein, um mir die Kommentare anzuhören. Und die Frauen? Tja, wenn ich Lust auf eine schöne Frau habe, leihe ich mir eine aus, also kaufe sie mir. Mit ihnen gebe ich auch an, schließlich sind es sehr schöne Frauen, die auch nicht billig sind, aber sobald mir langweilig wird schiebe ich sie wieder weg. Das ist irgendwie traurig, aber es macht mir einfach Spaß. Normal bin ich nur bei meinen besten Freunden, überall sonst muss ich mit meinem Geld angeben - und wenn ich dazu einem Obdachlosen einen Zwanziger in den Hut schmeiße, natürlich so, dass es jeder sieht. Irgendwann bestelle ich mir eine Russin, die meinen Haushalt führen soll. Ich glaube, ich bin ein echter Egoist und wenn es einen Preis für Angeber geben würde, würde ich gewinnen.

Beichthaus.com Beichte #00031769 vom 19.08.2013 um 16:27:45 Uhr (127 Kommentare).

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Mein Identitätsproblem

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Maßlosigkeit Dummheit Masturbation Internet Essen

Ich (w) muss hier dringend etwas beichten, das mich seit Jahren plagt! Seit ich 12 Jahre alt bin, habe ich im Internet ein Identitätsproblem. Mittlerweile bin ich volljährig und kann es immer noch nicht lassen: Ich gebe mich ständig als eine andere Person aus. Einerseits, um mich zu schützen, aber auch der Reiz, eine andere Person zu sein und mich neu zu erfinden bringt mich dazu. Und es ist eine echte Katastrophe! Es fing mit 12 Jahren an, ich wurde aufgrund meiner Schüchternheit gemobbt und suchte mir deshalb im Internet die fehlende Liebe, Aufmerksamkeit und Zuneigung. Meine Eltern waren auch nie fähig, mir dies zu bieten, da sie emotional sehr kühl sind und sich eh nicht für meine Gefühle interessieren.

Ich lernte im Internet einen netten Mann kennen, der um die 30 Jahre alt war. Er war sehr freundlich und wir redeten oft nächtelang. Er ermutigte mich, alles durchzustehen. Jetzt könnte man meinen, dass er ein Perverser sei, aber dem ist nicht so, er war einfach lieb, aufmerksam und hilfsbereit. Was wohl auch daran lag, dass ich mich selbst als älter ausgab, als ich war. Denn für ihn war ich eine zwanzig Jahre alte Frau - er schöpfte übrigens nie Verdacht. Ich vermute, dass das daran liegt, dass ich sehr frühreif bin und eine leichte Hochbegabung im mathematischen Bereich habe - ich sehe viele Dinge einfach anders als Gleichaltrige. Auch heute habe ich noch zu ihm Kontakt, aber er denkt immer noch, dass ich viel älter wäre, da wir nur telefonieren oder chatten.

Als ich dann merkte, dass ich langsam mehr wollte, als nur reden, suchte ich mir ein paar andere Männer um mich über Sex, Liebe und Partnerschaft auszutauschen - natürlich im Internet. Ich komme aus einem konservativen Elternhaus, deshalb machte es mir unheimlich Spaß, mit drei verschiedenen Männern Sex über die Webcam und das Telefon zu haben. Natürlich ohne Daten zu nennen oder gar mein Gesicht zu zeigen. Auch diese Männer dachten, dass ich älter sei, als ich in Wirklichkeit war, und es war schon sehr peinlich, wenn wir uns dann über unsere Hobbys, den Sinn des Lebens, das Studium und andere Sachen unterhielten. Und jetzt, wo ich volljährig bin, habe ich knapp 15 Männer in meiner Skype-Kontaktliste, mit denen ich regelmäßig rede und mich austausche. Und es hört einfach nicht mehr auf. Das ist unglaublich anstrengend und meine Eltern schöpfen auch langsam Verdacht.

Beichthaus.com Beichte #00031762 vom 18.08.2013 um 11:56:45 Uhr in 45127 Essen (Alfredistraße) (18 Kommentare).

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“Beichte

Bleibt man besser alleine?

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Begehrlichkeit Selbstsucht Maßlosigkeit Verzweiflung

Ich (w/24) möchte beichten, dass ich, aus egoistischen Gründen, mit meinem Freund Schluss gemacht habe. Unsere fast fünfjährige Beziehung war bei Weitem nicht perfekt und ich wollte "mehr von meinem restlichen Leben", als "nur" eine mäßige Beziehung. Gerade aber beginne ich, mich zu fragen, ob das richtig war. Ich bin relativ jung, vom Aussehen her durchschnittlich und intelligenzmäßig kann ich mit den meisten Menschen mithalten. Aber trotzdem fühle ich mich furchtbar einsam! Vielleicht ist es auch einfach mein geringes Selbstbewusstsein, das ich ansonsten so gut tarne, und unter dem ich gerade so leide. Was ist jetzt eigentlich die Beichte? Dass ich einsam bin. Und dass ich aus Selbstsucht einen der wenigen Menschen verlassen habe, die wenigstens immer da waren. Aber ist das genug? Ist es fair, mit einem Menschen zusammenzubleiben, bloß, weil der "immer da ist" und keinen größeren Mist baut? Ist das wirklich schon alles? Wenn ja, bleibe ich wohl doch besser alleine.

Beichthaus.com Beichte #00031756 vom 16.08.2013 um 22:03:33 Uhr (15 Kommentare).

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Mein ungewollter Proviant

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Verschwendung Maßlosigkeit Lügen Ernährung

Ich habe früher, als ich noch in der Schule war, regelmäßig meinen ungewollten Proviant entsorgt. Oft hatte ich einfach nicht genug Hunger oder bekam Sachen mit, die ich nicht mochte. Auf meine Vorlieben wurde grundsätzlich nicht eingegangen, ich bekam eingepackt, was gerade da war, auch wenn es Sachen waren, von denen mir schlecht wurde. Da es aber immer Theater gab, wenn die Dose nicht leer zu Hause ankam, habe ich diese Sachen dann oft einfach weggeworfen, teilweise mitten in die Natur, wenn keiner zusah. So entsorgte ich regelmäßig Joghurts und Brote, die ich nicht mochte, hinter einem Plakat, das von einem kleinen Wäldchen abgeschirmt wurde. Dort verschimmelte das Zeug dann. Immerhin war ich nicht die Einzige, denn irgendwann lagen dort auch Sachen herum, die nicht von mir kamen. Aber dennoch war es natürlich eine Riesenverschwendung. Ich hatte jedes Mal ein schlechtes Gewissen, aber die Bequemlichkeit war stärker. Sorry!

Beichthaus.com Beichte #00031750 vom 15.08.2013 um 21:52:18 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Eine teuflische Zigarette

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Engherzigkeit Rache Sucht Maßlosigkeit Luzern

Ein Kumpel von mir schnorrt sich öfters Zigaretten bei mir, da er sich weigert, sich selbst welche zu kaufen. Angeblich will er nämlich nicht richtig anfangen zu rauchen. Das Ganze ging mir irgendwann jedoch ziemlich auf die Nerven und auf die Geldbörse, weshalb ich eine Zigarette mit einem Knallteufel präpariert habe und ihm diese dann anbot. Da ich meistens selber drehe, fiel es auch nicht auf. Etwa nach dem dritten Zug ist das Ding vor seiner Nase in die Luft geflogen - weiter ist nichts passiert. Er war darauf ziemlich geschockt, aber er fragt seit dem nicht mehr nach Zigaretten und plötzlich kauft er sich auch seine eigenen Päckchen. Therapeutisch gesehen ein voller Erfolg. Ich bitte um Absolution, dass ich meinen Kumpel so geschockt habe.

Beichthaus.com Beichte #00031747 vom 14.08.2013 um 13:04:56 Uhr in Luzern (Schweiz) (22 Kommentare).

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