Das ist doch schwul!

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Aggression Zorn Ignoranz

Ich habe eine Abneigung gegen das Wort "schwul" entwickelt. Das Wort an sich stört mich nicht, jedoch was damit assoziiert wird. Alles Negative wird mit "schwul" gleichgesetzt. Gestern ist mein Zug ausgefallen, so schwul. Es regnet seit zwei Tagen, so schwul. Gestern hatten wir einen Test, wie schwul ist das denn. Ich könnte jetzt stundenlang weiterschreiben, aber ich glaube, ihr habt es verstanden. Ich lebe selbst seit 20 Jahren offen schwul. Versteht mich nicht falsch, es steht nicht auf meiner Stirn geschrieben und die meisten Leute überrascht es, wenn ich sage, dass ich schwul bin. Am Anfang habe ich das Ganze immer mehr oder weniger ignorieren können. Jedoch ist es mittlerweile so normal geworden, dass es mich einfach stört. Auch in meinem Freundeskreis wird "schwul" oft benutzt, wenn einem etwas gegen den Strich geht. Da helfen mir Aussagen wie: „Du bist damit nicht gemeint“ oder „Du weißt, wie ich es meine, es ist nichts gegen dich“, äußerst wenig.

Da ich recht schlagfertig bin, habe ich damit angefangen, den Spieß umzudrehen. Neulich im Pausenraum war ich mit zwei Arbeitskollegen, beide Moslems, am Plaudern - bis der eine etwas schwul fand. Beide wissen, dass ich schwul bin und da hat es mir einfach gereicht. Ich habe mir extra etwas Negatives ausgedacht und fand es dann halt einfach "Moslem". Die Gesichter hättet ihr sehen sollen! Ich wurde dann als Rassist betitelt und weiß nicht was alles. Aber ich muss mir jedes Mal die Scheiße anhören, wie schwul doch alles ist. Letzte Woche wurden unsere Drucker im Büro umgerüstet. Nun müssen wir Badges benutzen, um die Funktionen des Druckers wählen zu können. Der Installateur fand unsere Badges (schwarz) viel besser als die schwulen Grünen, die er hat. Ich habe kurz auf meine Hand geschaut und gesagt: "Ich wusste gar nicht, dass ich grün bin." Der Typ hat mich angeglotzt, bis er verstanden hat, was er rausgelassen hat. Letzten Freitag musste ich von unseren Mitarbeitern Fotos in Firmenhemden machen. Einer dieser Typen war sehr angetan davon und motzte rum, er sähe in diesem Hemd aus wie eine Schwuchtel. Ich habe ihm bloß gesagt, dass er sich nicht so aufregen soll, schließlich wäre er heute als Schwuchtel endlich mal gut angezogen. Langes Gesicht und offener Mund. Meine Beichte ist, dass es mich unglaublich nervt, mich auf dieses tiefe Niveau zu begeben, damit gewisse Leute raffen, dass gewisse Aussagen verletzend sind, auch wenn sie nicht böse gemeint sind.

Beichthaus.com Beichte #00039324 vom 08.02.2017 um 08:29:10 Uhr (34 Kommentare).

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Asoziale Fußballfans

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Aggression Morallosigkeit Bahn & Co. Sport

Ich (m) arbeite bei der Deutschen Bahn und hasse alle Fußballfans. Jedes Wochenende kommen diese besoffenen Schweine ab 5 Uhr morgens aus ihrem inzestuösen Kaff, um in eine gegnerische Stadt zu fahren und diese zu ihrem Pisspott zu erklären! Saufend sitzen sie dann im Zug und fahren ihre Ego-Schiene ohne Rücksicht auf Kinder und alte Menschen. Nazi-Parolen und Frauenhass gehören genauso dazu wie Bier-Plautze und kleiner Pimmel. Es scheint so, dass jeder vernünftige Mann ab 25 bei dem Wort Fußballspiel sein Verstand verliert und nur noch asozial sein kann. Jedenfalls mache ich mir einen Spaß daraus, deren Fahrscheine extra genau unter die Lupe zu nehmen, versuche die Leute beim Rauchen am Bahnhof draußen stehen zu lassen, und wenn man mir zu blöd kommt, lasse ich den kompletten Wagen von der Polizei räumen. Wenn ich dann ihre Dumpfbacken Gesichter sehe, wenn ihnen klar wird, dass Fußball heute ausfällt, lache ich mich innerlich kaputt!

Beichthaus.com Beichte #00039306 vom 04.02.2017 um 09:55:44 Uhr (19 Kommentare).

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“Beichte

Na, endlich fertig mit Wichsen?!

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Schamlosigkeit Ekel Unreinlichkeit Rache Bahn & Co.

Ich (m) muss mir einen Vorfall von der Seele schreiben. Letztens saß ich im Zug und musste eine ordentliche Runde kacken. Es kündigte sich ein Durchfall unermesslichen Ausmaßes an. Mein Magen loderte, also suchte ich blitzschnell eine Toilette auf. Zunächst saß ich da nichts ahnend beim Ausscheiden. Geschlagene 15 Minuten lief es bei mir flüssig runter. Ja, ich war vielleicht etwas zu lange im Scheißhaus, aber das rechtfertigt nicht das folgende Verhalten einer jungen Dame: Kurz bevor ich abwischen wollte, klopfte es an der Tür. Scheinbar stand die Person schon sehr lange vor dem Klo. Kann ich verstehen. Ich habe mich auch beeilt, bis die Dame schrie: "Bist du endlich fertig mit Wichsen?" Was fällt der ein, mich so anzureden? Urplötzlich war ich verdammt wütend, sodass ich mit etwas Klopapier ganz vorsichtig ein wenig Kacke aus dem Klo holte und auf die Toilettenbrille strich. Ihr hättet mal den Gesichtsausdruck dieser verzogenen Göre sehen sollen! Das hatte sie verdient. Zu gerne würde ich wissen, wie sie ihr Geschäft verrichtet hat. Jetzt, im Nachhinein, empfinde ich aber doch etwas Mitleid für die Putzkräfte, die die Sauerei wieder wegwischen mussten. Andererseits sind gerade die Putzkräfte in Zügen besonders abgehärtet. Vielleicht sehen die so etwas jeden Tag. Ich bitte nun um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00039305 vom 03.02.2017 um 18:33:53 Uhr (16 Kommentare).

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Auf Diebeszug in der Kaserne

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Diebstahl Vandalismus Freizeit Waldbröl

Ich habe in einer leer stehenden Kaserne alles mögliche geklaut. Es war im Sommer 2009, ich war arbeitslos und wartete schon das halbe Jahr auf den Beginn meiner bereits bewilligten beruflichen Reha. Kurz gesagt: Mir war extrem langweilig. Deshalb fuhr ich - wenn ich das Geld für Benzin hatte - oft ziellos durch die Gegend. Dabei entdeckte ich eines Tages durch Zufall die leer stehende und zum Abriss vorgesehene Kaserne. Schon bald fand ich ein Loch im Zaun und lief staunend über das verwilderte Gelände. Dabei wurde mir schnell klar, dass diese Gebäude dort völlig unbewacht herumstanden. Bei meiner ersten Erkundung trug ich noch leichte Sommerkleidung und hatte nur Sandalen an den Füßen, deshalb konnte ich mir nur einen oberflächlichen Eindruck verschaffen. Der reichte aber, um bald besser ausgerüstet zurückzukommen. Also mit langen Hosen, Sicherheitsschuhen, Taschenlampe und Handschuhen. So konnte ich dann auch die unbeleuchteten Innenräume und Kellergeschosse unter die Lupe nehmen. Dort fand ich die interessantesten Dinge - unter anderem Luftfilter für Bunkeranlagen, benutzte Übungshandgranaten, einen leider leeren Tresor, alte Bundeswehr-Akten, Möbel, Werkzeuge, historische Feuerlöscher und noch vieles mehr.

Anfangs nahm ich nur Kleinigkeiten wie die Übungshandgranaten mit. Doch dann zerbrach ich meinen Klodeckel. Ein neuer hätte mich über 60 Euro gekostet, zu dem Zeitpunkt sehr viel Geld viel für mich! Aber da fiel mir ein, dass ich in der Kaserne auf den Toiletten der Offiziersmesse sehr hochwertige und recht neue Klodeckel gesehen hatte. Also packte ich etwas Werkzeug ein, fuhr zu Kaserne und montierte mir dort einen Gratis-Klodeckel ab. Ein bisschen säubern, anschrauben und ich hatte wieder ein vollständiges Klo! Von da an ging ich regelmäßig dort auf Raubzug. Manchmal verbrachte ich ganze Tage dort. Ich erkundete die Gebäude immer genauer und fand vieles, das ich mir aneignete. Das waren unter anderem zwei Hakenleisten, die Schlüsselrosetten des Tresors, viele Warnschilder, eine explosionssichere Lampe aus Gusseisen, den allerletzten Kaffeelöffel aus der Messe, eine sehr große Pinnwand aus Massivholz und Kork, aber auch persönliche Sachen wie ein Plüschtier. Anderes ließ ich dort, wie etwa einen defekten Kopierer und alte Telefone. Wieder anderes zerstörte ich, um meinen Frust abzubauen, dabei zerschlug ich jedes noch auffindbare Stück Porzellan, trat Türen ein oder zertrümmerte sie mit einer Axt. Mehrere Stunden lang klopfte ich mich nur zum Spaß durch die Betonwand einer Garage.

Irgendwann merkte ich, dass ich dort nicht der Einzige war, der auf Beutezug ging, denn in der Garage lagen jede Menge Gitterzaun-Elemente, die eines Tages komplett weg waren. So entgingen mir leider auch ein paar schöne Dinge wie z. B. eine Zapfpistole, die Feuerlöscher und die Leitwerk-Flosse einer Pershing-I-Rakete. Ich bereue es nicht, so viele Sachen geklaut oder zerstört zu haben, denn es wäre sowieso alles vernichtet worden. Aus meiner Sicht habe ich die (rettenswerten) Sachen gerettet, um sie weiter zu benutzen. Profit habe ich keinen aus der Sache geschlagen. Eher habe ich noch Zeit in die Sachen investiert um sie zu renovieren, vor allem bei der Hakenleiste, der Lampe und der Pinnwand habe ich mir echt Mühe gegeben. Würde sich mir eine solche Gelegenheit noch einmal bieten, ich würde wieder so handeln.

Beichthaus.com Beichte #00039303 vom 03.02.2017 um 00:27:40 Uhr in 51545 Waldbröl (9 Kommentare).

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Mein kaltes Vögelchen

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Peinlichkeit Arbeit Chef

Ich (m/33) habe eine sehr nette Chefin, sie ist in meinem Alter und versteht zum Glück viel Spaß. Ich war auf der Toilette und habe wohl vergessen den Reißverschluss zu schließen. Meine Chefin hatte mich schon vor dem Toilettengang in ihr Büro bestellt, wo ich nach dem Klo auch hinging. Draußen in der Werkhalle war es sehr warm und daher lässt die Chefin ständig die Klimaanlage in ihrem Zimmer laufen. Im Büro angekommen, merkte ich, dass mein Pimmel irgendwie kalt ist. Meine Chefin musste laut lachen und ich wusste erst gar nicht, warum. Der blanke Horror: Mein Vögelchen guckte raus und sie hat es gesehen! Mein Pimmel muss sich durch die Unterhose nach draußen gearbeitet haben, weil der Knopf im Eingriff abgefallen war. Ich wäre am Liebsten in der Erde versunken!

Ich beteuerte ihr mehrmals, dass es mir sehr peinlich war und ich es nicht mit Absicht gemacht habe. Mit Tränen vor Lachen in den Augen meinte sie nur: "Ich habe einen festen Freund und das ist nicht das erste Mal, dass ich so etwas zu sehen bekomme." Ich drehte mich um und stopfte den Pimmel eilig wieder in die Hose. Ich habe meine Chefin bestimmt eine Woche nicht in die Augen gucken können, dazu grinste sie jedes Mal zu dämlich, wenn sie mich sah. Seitdem gibt es nach dem Klo eine Reißverschlusskontrolle und ich habe bei meinen Unterhosen die Eingriffe zugenäht.

Beichthaus.com Beichte #00039300 vom 02.02.2017 um 20:11:42 Uhr (12 Kommentare).

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