Der Kunde ist ein Arschloch

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Zorn Dummheit Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich so langsam zu einem völlig cholerischen Arschloch mutiere und jedem Dienstleister das Blut in den Adern gefrieren lasse. Völlig egal, ob es um völlig überforderte Kellner im Restaurant, aufdringliche Verkäufer oder ahnungslose Bankangestellte geht, ich habe keine Geduld für schlechten Service und mache jeden zur Schnecke, der sich in meinen Augen nicht hundertprozentig professionell verhält. Aber warum ist das so? Der Grund besteht darin, dass ich mir in meinem Beruf keine Fehler erlauben darf, und daher auch nicht einsehe, warum ich Verständnis dafür aufbringen sollte, wenn andere ihren Job schlechter machen als ich meinen. Drei Beispiele, damit ihr wisst, was ich meine:

Ich bin zurzeit geschäftlich im Ausland und war gestern im Restaurant. Die Kellnerin sagte weder in der Landessprache noch auf Englisch zu mir "Guten Morgen", sondern nahm wortlos die Bestellung entgegen, um mich im Anschluss daran während des Essens permanent anzustarren, obwohl ich ihr gesagt hatte, dass sie das unterlassen soll. Als ich mit dem Essen fertig war, kam sie zu mir, warf mir einen abfälligen Blick zu und schrieb den zu zahlenden Betrag auf ein Blatt Papier, ohne mit mir überhaupt Blickkontakt aufzunehmen oder irgendetwas zu sagen. Daraufhin erklärte ich ihr in ihrer Landessprache, dass ich ihr Verhalten absolut inakzeptabel fand und hinterließ eine Notiz für ihren Chef, der leider nicht im Laden war, da ich mich gerne bei ihm persönlich über diese Kellnerin beschwert hätte. Dafür habe ich dann eine "nette" Rezension über das Restaurant im Internet gepostet.

Einen Tag nach meinem Restauranterlebnis war ich dann in einer Bank, um via Western Union Bargeld einzuzahlen, das ich auf mein Konto in Deutschland überweisen wollte. Die Bankangestellte glotzte mich nur an und meinte, dass es ohne ein Konto in ihrem Land nicht möglich sei, Geld ins Ausland zu überweisen. Daraufhin machte ich sie auf das Schild "Western Union" in ihrer Bank aufmerksam und fragte sie, warum es nicht möglich sein soll, worauf sie mir nur "Keine Ahnung" antwortete, womit das Gespräch fast schon beendet war. Es ist ja keine Schande, wenn man nicht alles weiß, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass mir so etwas in einer deutschen Bank passieren würde, dass man mit "Das weiß ich nicht." einfach abgewimmelt wird, deshalb sagte ich schließlich zu der Frau: "Wenn Sie keine Ahnung von ihrem Job haben, dann fragen Sie gefälligst Ihren Kollegen oder Vorgesetzten." Das tat sie dann letztendlich und ich konnte doch noch mein Geld überweisen. Nun das letzte Beispiel: Heute wollte ich Kleidung einkaufen und wurde in einem kleinen Bekleidungsgeschäft von einem besonders aufdringlichen Verkäufer nicht in Ruhe gelassen, der mir alles andrehen wollte, was ich mir auch nur für eine Sekunde angeguckt habe. Dies brachte mich so auf die Palme, dass ich zu ihm einfach nur "Leck mich am Arsch" gesagt habe und ohne etwas zu kaufen gegangen bin. Ich kann mir auch nicht erklären, warum ich so schnell aus der Haut fahre, aber manchmal bin ich froh, wenn kein mir nahestehender Mensch erlebt, was für ein Kotzbrocken ich sein kann, wenn ich mit dem Service unzufrieden bin.

Beichthaus.com Beichte #00039212 vom 13.01.2017 um 21:39:35 Uhr (19 Kommentare).

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Bequeme Toilettenbenutzung im Zug

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Ekel Unreinlichkeit Bahn & Co.

Wenn ich (m/26) Zug fahre - und ich fahre fast jeden Tag mit dem Zug nach Stuttgart zur Uni - pinkle ich immer in das kleine Waschbecken auf der Zugtoilette, statt die Toilette in der Bahn zu benutzen. Es ist einfacher und angenehmer, sich da hinzustellen und laufen zu lassen, als da in das Klo zu zielen, während der Zug fährt. Mich interessiert, ob das andere auch machen.

Beichthaus.com Beichte #00039209 vom 13.01.2017 um 15:32:40 Uhr (13 Kommentare).

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“Beichte

Meryl Streep vs. Donald Trump = Til Schweiger vs. Frauke Petry

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Hass Vorurteile Gesellschaft Medien

Ich habe mir gerade die Rede von Meryl Streep bei den Golden Globes angesehen. Warum gibt es hierzulande keine vernünftigen Schauspieler, die mal so eine Rede halten. Sich gegen die alten Säcke von der AfD stellen und für die Pressefreiheit eintreten. Stattdessen […]
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Beichthaus.com Beichte #00039187 vom 09.01.2017 um 12:45:06 Uhr (36 Kommentare).

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Nicht jeder Mensch ist für die Arbeit geboren

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Faulheit Habgier Geld Familie

Nicht jeder Mensch ist für die Arbeit geboren
Ich (28) beichte, dass ich seit Jahren nur vom Geld meiner Eltern lebe. Die beiden führen eine Rechtsanwaltskanzlei, die aufgrund der betreuten Rechtsgebiete ziemlich viel abwirft. Offiziell bin ich für den Studiengang "Sinologie" (Chinakunde) eingeschrieben, doch besucht habe ich den so gut wie nie. Und ich kann jedes Mal nur spöttisch darüber lachen, dass mein Bruder (23) Maschinenbau studiert und nebenbei sogar noch arbeiten geht, weil er sein Geld mit seinen eigenen Händen verdienen möchte und unsere Eltern nicht als Goldesel missbrauchen will. Ich liebe unsere Eltern auch und ich hatte auch eine schöne Kindheit, aber ganz ehrlich? Wozu soll ich arbeiten, wenn meine Eltern mir mein Leben zur Verfügung stellen?

Sie machen es auch immer mit einem Stirnrunzeln, wissen aber, dass ich einfach nicht der Typ zum Arbeiten bin. Ich möchte leben, abends so lange feiern, wie ich möchte, mir nicht den Wecker stellen müssen, Frauen kennenlernen, mich vergnügen, dann ins Fitnessstudio gehen können, wenn es nicht so voll ist, usw. Und ich finde es ehrlich gesagt dumm, wenn Menschen, die die Voraussetzungen haben wie ich, sich krumm und buckelig arbeiten. Ja, ich bin sicherlich ein Schmarotzer. Aber ich habe es bisher noch nie bereut. Denn wer den ganzen Tag arbeitet, hat z. B. weniger Zeit für Körperpflege, Fitness oder Sport. Ich hingegen habe diese Zeit und kann mit diesem Körper dann auch wesentlich häufiger bei Frauen landen.

Beichthaus.com Beichte #00039181 vom 08.01.2017 um 16:35:12 Uhr (39 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Zwei Kinder und ein Abschluss ohne Jobchancen

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Peinlichkeit Verzweiflung Familie

Ich beichte, dass mein Leben komplett im Eimer ist und ich daran nichts mehr ändern können werde. Ich habe ein Studium abgeschlossen, das mir absolut gar nichts mehr nützt, weil der Arbeitsmarkt sich während meines Studiums derart drastisch verändert hat, dass es keine Chance mehr gibt, in diesem Bereich eine feste Stelle zu bekommen. Ich bin deswegen für Zeitverträge in den letzten sieben Jahren fünf Mal umgezogen und mache nun eine Ausbildung in einem völlig anderen Bereich, der mir auch Spaß macht, aber es kostet unglaublich viel Energie bei Null anzufangen. Eventuell schaffe ich es noch einmal zu studieren, aber mein Akku ist fast leer.

Viel schlimmer ist jedoch, dass ich zwei Kinder von zwei unterschiedlichen Frauen habe. Mein erstes Kind (mit 22) wollte ich bekommen, ich habe die Mutter wirklich geliebt. Sie hat mich mitten im Studium sitzen lassen, hinterher habe ich erst gemerkt, dass sie bereits einen Neuen hatte. Nach und nach hat sie den Kontakt zu meinem Kind boykottiert, bis heute. Der Kontaktabbruch zu meinem ersten Kind, der mich fast zerstört hat, hat auch dazu geführt, dass ich für mein zweites Kind keine Vatergefühle mehr entwickeln konnte, wohl aus Selbstschutz. Bei meinem ersten Kind trage ich also keine "Schuld" im eigentlichen Sinne, das konnte ich noch als Pech verbuchen und mache mir auch keine Vorwürfe.

Anschließend habe ich jedoch besagtes zweite Kind bekommen mit einer neuen Freundin. Ich wollte kein zweites Kind, habe das auch gesagt (sie wusste das GANZ genau, und auch warum) und habe mich nicht getraut, nach der Schwangerschaftsnachricht "Nein" zu sagen, obwohl ich wusste, dass ich mit dieser Frau nicht dauerhaft zusammenleben wollte. Ich habe es mir eine Weile lang schöngeredet. Dass ich es darauf habe ankommen lassen, es meine eigene Schuld sei und ich hätte verhindern müssen, dass sie schwanger wird. Ich habe mich von dieser Frau getrennt, da ich es nicht ausgehalten hätte! Weil ich es nicht fertiggebracht habe, direkt ehrlich zu sein und aus moralischen Gründen nicht das Wort Abtreibung in den Mund nehmen wollte, habe ich also mein eigenes Leben vollends zerstört.

Die Konsequenz ist, dass ich für die nächsten 20 Jahre für zwei Kinder unterhaltspflichtig bin und mindestens bis zu meinem 50. Lebensjahr, mit meinen beruflichen Möglichkeiten, an der Selbstbehaltsgrenze von 1.050 Euro herumkrebsen werde, und noch dazu nie wieder eine Frau kennenlernen werde, die akzeptiert, dass ich zwei Kinder von zwei unterschiedlichen Frauen habe. Ich schäme mich so sehr dafür, dass ich sogar meiner Therapeutin nur von einem Kind erzählt habe, weil ich mich damit wie ein Assi fühle. Scheiße.

Beichthaus.com Beichte #00039177 vom 07.01.2017 um 13:34:48 Uhr (27 Kommentare).

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