Warmer Sommerregen

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Ignoranz Engherzigkeit Familie Krefeld

Ich (w) hatte immer Krieg mit meiner Schwester. Wir waren damals beide Azubis und wohnten noch daheim. Eines Tages, es war Sommer, hatte ich Urlaub, während sie arbeiten musste. Meine Schwester hatte am Abend vorher ihre Matratze auf den Balkon vom oberen Wohnzimmer getragen und dort übernachtet, weil es ihr im Zimmer zu heiß war. Ihren Wecker hatte sie drinnen eingestöpselt und dann draußen neben die Matratze gestellt. Als sie morgens zu ihrer Lehrstelle fuhr, war sie wie üblich zu faul gewesen, ihre Matratze und den Wecker hereinzuholen - ja, sie hatte sogar die Balkontür aufgelassen, da bei uns niemand so richtig Angst vor Einbrechern hatte.
Nun zu meiner Beichte:
Irgendwann nach Mittag begann es ganz unerwartet sturzbachartig zu regnen, und ich kümmerte mich nicht um die offene Tür und die Sachen auf dem Balkon. Ich tat einfach, als habe ich nichts davon mitbekommen. Als unser Vater abends heimkam, entdeckte er das Malheur eher zufällig. Ich war dabei und tat ebenfalls, als wäre das alles neu für mich. Die Matratze, die Decken und die Kissen waren total durchgeweicht, und der Radiowecker machte verdächtige Geräusche, so dass unser Vater erst die Sicherung herausdrehte, bevor er ihn anfasste. Als meine Schwester eine halbe Stunde später nach Hause kam, bekam sie den Abriss ihres Lebens, und ich freute mich daran.

Beichthaus.com Beichte #00028616 vom 08.02.2011 um 11:09:50 Uhr in Krefeld (18 Kommentare).

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Wegschauen ist keine Lösung

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Falschheit Feigheit Ignoranz Tiere Darmstadt

Meine Bekannte hat eine Katze und behandelt sie schlecht. Sie schreit sie häufig an, stößt sie ohne Grund, nimmt sie manchmal auf den Arm und schleudert sie herum oder dreht sich schnell mit ihr im Kreis. Wenn sich die Katze putzt oder schlafen legt, wird sie häufig dabei gestört, indem sie grob begrapscht und geärgert wird. Die Katze scheint total verhaltensgestört, ist sehr misstrauisch und zuckt bei jeder Bewegung und jedem Geräusch zusammen.
Gleichzeitig wird sie häufig über einige Tage allein gelassen, das Klo nicht regelmäßig gesäubert und angemessene Ernährung sieht anders aus. Meine Bekannte kriegt häufig die Quittung dafür in Form von kratzen und beißen und Unsauberkeit. Allerdings trägt das nicht gerade zur Verbesserung der Lage bei. Denn meine Bekannte wird dadurch nur noch aggressiver und behandelt die Katze noch schlechter.
Das Problem ist, dass ich meine Bekannte deswegen nicht richtig kritisiere. Ich gebe ab und zu Kommentare dazu ab. Formuliere meine Kritik aber nicht so deutlich wie ich es gern würde, weil ich die Bekanntschaft aus bestimmten Gründen gern aufrecht erhalten würde und ich es irgendwie unhöflich finde. Die Frau ist ansonsten auch kein schlechter Mensch.
Ich habe aber ein total schlechtes Gewissen, weil ich zu feige und zu bequem bin, um der Frau mal deutlich die Meinung zu sagen und die Bekanntschaft zu gefährden. Gleichzeitig denke ich mir, dass sie egal was man sagt, niemals verstehen wird, dass das was sie tut falsch und zurückgeblieben ist und sie genauso weitermachen wird wie bisher. Bin ich ein Heuchler und ein Feigling?

Beichthaus.com Beichte #00028609 vom 06.02.2011 um 16:59:01 Uhr in Darmstadt (37 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Frische Bettwäsche

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Faulheit Ignoranz Unreinlichkeit

Wenn ich Besuch habe, wechsle ich die Bettwäsche nicht. Die wird einfach zusammengelegt und kommt ungewaschen in den Schrank für den nächsten Gast. Ich schäme mich sehr, aber: was der Gast nicht weiß, macht ihn nicht heiß!

Beichthaus.com Beichte #00028590 vom 02.02.2011 um 17:21:48 Uhr (23 Kommentare).

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Meine vernachlässigte Tochter

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Trägheit Ignoranz Sucht Games Kinder Herbstein

Meine Tochter (5) hat eine Lernbehinderung - und das wegen mir und meiner damaligen Freundin. Nach der Geburt hat meine Ex nichts für unsere Tochter empfunden. Sie ist so gut wie jeden Tag zu einer Freundin gegangen und hat mich mit unserer Kleinen alleine gelassen. Mit der Zeit wurde ich immer mehr überfordert und so kam es dazu das ich wieder meiner Computersucht verfallen war. Ich habe der Kleinen nur noch die Windeln gewechselt und ihr ihr Fläschchen gegeben. Danach ging es dann wieder direkt an den PC. Der Haushalt wurde nicht gemacht und die Wohnung war ein reines Chaos. So kam es dann auch das eines Tages das Jugendamt vor der Tür stand. Sie haben die kleine direkt mitgenommen und zu einer Pflegefamilie gebracht.

Nach einer Woche bekamen wir Sie unter der Bedingung, dass wir Hilfe annehmen, wieder. Drei mal in der Woche kam jemand von der Familienhilfe und verbrachte einige Stunden mit uns. Meine Ex und ich trennten uns einige Tage später darauf - die kleine blieb bei mir. Von da an ging es nur noch Bergauf. Mir wurde von allen (Jugendamt, Familie) unter die Arme gegriffen. Ein paar Monate später lernte ich (26) dann auch meine jetzige Verlobte (24) kennen. Sie kümmert sich seit Jahren um die kleine, als wenn es ihr eigenes Kind wäre. Die Familienhilfe war nach einem Jahr wieder weg, die kleine geht in einen Heilpädagogischen Kindergarten und alles läuft gut. Alle 2 Wochenenden ist sie bei ihrer Mutter.
Zwar gebe ich meiner kleinen die Liebe und Aufmerksamkeit die sie früher gebraucht hätte, dennoch mache ich mir Tag für Tag vorwürfe und habe Herzschmerzen. Ich hatte eine schöne Kindheit und konnte dies meiner Tochter in der wichtigsten Phase ihres Lebens nicht mit auf dem weg geben. Wenn mir meine Kleine dann sagt, dass sie mich dolle lieb hat, würde ich am liebsten anfangen zu weinen. Mich zerfrisst es Tag für Tag innerlich immer mehr, auch wenn inzwischen alle sagen das ich mich um 180 Grad geändert habe. Ich werde dies mein Leben lang bereuen und nie wieder gut machen können, was ich meiner Tochter genommen habe - auch wenn ich alles versuche damit es ihr gut geht.

Beichthaus.com Beichte #00028547 vom 21.01.2011 um 17:13:23 Uhr in Herbstein (24 Kommentare).

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Mein lächerliches Gehalt

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Habgier Neid Ignoranz Trägheit Arbeit Dresden

Ich mache eine Ausbildung in einem Telekommunikationsunternehmen. Nun ist mir die Festanstellung angeboten worden - allerdings mit einem völlig lächerlichen Gehalt. Anfangs war ich überglücklich, den Job zu behalten, da ich verdammt gut bin. Ich hätte für die Firma alles getan, war immer bereit, meinen Urlaub abzubrechen, krank zu arbeiten und war 24/7 für meine Kollegen erreichbar, hatte dadurch zwei Burn-outs, war aber trotzdem zufrieden wegen der Verantwortung. Ich möchte beichten, dass ich seit den Vertragsverhandlungen, die sich keinen Zentimeter in meine Richtung bewegt haben, völlig meine Motivation verloren habe. In meinem Kopf ist nur dieses utopisch geringe Gehalt, der Neid auf die anderen Azubis, die alle (wirklich alle!) mit einem weit höheren Gehalt einsteigen. Ich arbeite nun nach vielen vielen Monaten wieder in einem normalen Tempo, anstatt mich zu Tode zu hetzen. Nach exakt acht Stunden gehe ich nach Hause. Das Handy bleibt in meiner Tasche, auf Anrufe und Mails reagiere ich vor und nach meiner Arbeitszeit nicht mehr. Während der Arbeitszeit gehe ich oft auf die Toilette und spiele mit meinem Handy, wenn ich mir wieder wegen irgendwas den Arsch aufreißen musste, um Dinge gerade zu bügeln, die andere vercheckt haben. Wenn es sich die Firma nicht wert ist, mich angemessen zu bezahlen, sehe ich keinen Grund darin, mein Niveau zu halten, da ich weiß, dass sie auf mich angewiesen sind.

Beichthaus.com Beichte #00028541 vom 20.01.2011 um 12:23:53 Uhr in Dresden (28 Kommentare).

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