Fukushima

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Ignoranz Engherzigkeit Gesellschaft

Ich beichte, dass mich das ganze Unglück in Japan völlig kalt lässt. Meine Freunde und Verwandten sagen immer wieder, wie sehr sie das alles entsetzt und belastet. Ich dagegen fühle einfach gar nichts. Japan ist 10.000 km von mir entfernt, und ich kenne niemanden, der direkt von alledem dort betroffen ist. Das Ganze wird damit so unwirklich, dass es keine Reaktion in mir hervorruft. Ich weiß, dass allein die Tatsache vom Tod von 10.000 Menschen mich eigentlich berühren müsste, von der drohenden Gefahr für Millionen andere ganz zu schweigen. Dennoch sehe ich alles an wie einen Film, und fast wünsche ich mir wie im Film dass die Spannung steigt, die Situation eskaliert. Ich wünsche niemandem, keiner einzigen Person, Unglück oder Tod, es ist einfach die Unwirklichkeit die in Momenten, wenn ich meine Gedanken nicht ganz unter Kontrolle habe sowas auftauchen lässt. Ich fühle mich schlecht deswegen, frage mich, ob da etwas nicht stimmt, ob mich das zu einem schlechten Menschen macht. Bitte vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00028732 vom 17.03.2011 um 01:17:00 Uhr (65 Kommentare).

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Die Busfahrkarte

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Ignoranz Faulheit Feigheit Bahn & Co. Wittingen

Ich habe heute erlebt, wie eine Frau ihre Busfahrkarte im Bus verlor, nichts bemerkte und weiter in den Bus lief. Ich war zu feige um etwas zu sagen, obwohl sie mir schon ziemlich Leid tat. Ich weiß was man für eine Panik bekommt, wenn man plötzlich seine Busfahrkarte nicht findet. Es tut mir Leid. Für das nächste mal weiß ich, dass ich Bescheid sage. Für den Menschen, aber auch für mein Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00028714 vom 09.03.2011 um 17:51:04 Uhr in Wittingen (17 Kommentare).

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Respekt vor meinem Vater verloren

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Hass Engherzigkeit Trunksucht Ignoranz Familie Herborn

Ich habe absolut jeden Respekt vor meinem Vater verloren und verachte den Penner einfach. Als ich noch klein war, hat den nie interessiert, was ich tue. Ich bin quasi bei Verwandten aufgewachsen, die sich um mich gekümmert haben und nur ab und zu hat er den Vater gespielt, […]
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Beichthaus.com Beichte #00028684 vom 26.02.2011 um 21:07:40 Uhr in Herborn (19 Kommentare).

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Fronleichnam Boykott

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Ignoranz Peinlichkeit Polizei Auto & Co. Esslingen

Vor ein paar Jahren hat mein Auto fast eine Fronleichnamsprozession boykottiert. Ich (w/25) war am Wochenende zu Besuch bei einer Freundin in einer anderen Stadt und übernachtete auch bei dieser. Da es in dieser Gegend keinen einzigen freien Parkplatz gab, habe ich mein Auto ein paar Straßen weiter auf dem wirklich sehr großen Parkplatz einer Bank abgestellt. Am nächsten Tag, Sonntag, war Fronleichnam. Das ist der Tag, an dem früh morgens Prozessionen stattfinden und kunstvoll gemachte Blumenteppiche die Straßen säumen.
Um halb sieben Uhr morgens stürmte meine Freundin plötzlich zu mir ans Bett, an ihrem Ohr das Telefon, und zischte mir zu "Polizei! Dein Auto!". Sie beendete das Gespräch und erklärte mir in abgehackten Sätzen, mein Auto würde gleich abgeschleppt werden. Ohje! Sofort war ich auf den Beinen, schlüpfte in meine Schuhe und rannte im Schlafanzug zur Bank. Dort stand glücklicherweise noch mein Auto, drumherum waren circa zehn Leute versammelt, welche genau an der Stelle, an der mein heiß geliebtes Vehikel stand, einen Blumenteppich zu drapieren versuchten. "Ach, da ist ja das Fräulein!", wurde ich begrüßt. "Sie blockieren die Fronleichnamsprozession! Haben Sie denn das Schild nicht gesehen?". Der Mann deutete auf ein unauffälliges weißes DIN-A4 Blatt, das am anderen Ende des Parkplatzes an einer Laterne befestigt war. Darauf stand in kleiner, schwarzer Schrift irgendetwas von einem Parkverbot am Sonntag Morgen. Um vor Wut nichts Unüberlegtes von mir zu geben, sprang ich schnell in mein Auto und parkte es um.
Problem bei der ganzen Sache war nämlich: Mein Auto hatte ich zu dieser Zeit aus Kostengründen über meine Oma angemeldet. Die Polizei hatte also erst diese angerufen und von ihr die Nummer meiner Freundin bekommen (die ich meiner Oma glücklicherweise am Abend zuvor gegeben hatte). Was sollte also meine Oma denken, die an einem Feiertag am frühen Morgen von der Polizei aus dem Bett geholt wurde?
Natürlich versuchte ich als erstes, meine Oma anzurufen und ihr zu erklären, dass nichts Schlimmes passiert sei und sie beruhigt weiterschlafen (oder zur geretteten Fronleichnamsprozession gehen) könne. Aber es war unmöglich, sie an die Strippe zu kriegen, da die Leitung ständig besetzt war. Und das, obwohl meine Oma sonst wirklich nie das Telefon benutzte! Nach einer geschlagenen halben Stunde schaffte ich es dann doch, bei ihr durchzukommen und fragte, mit wem sie denn telefoniert hätte. Daraufhin meine Oma: "Aber ich musste es doch jedem erzählen, was du mit der Prozession gemacht hast. Deiner Mutter, deiner Tante und allen, die vielleicht dran teilnehmen wollten!"

Beichthaus.com Beichte #00028679 vom 25.02.2011 um 22:58:35 Uhr in Esslingen (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine soziale Unfähigkeit

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Hochmut Eitelkeit Ignoranz Arbeit

Ich (m/29) stehe heute vor einem riesigen Scherbenhaufen. Das hat alles in meinem alten Unternehmen angefangen, bei dem ich im Vertrieb tätig war. Dort war ich mehr als erfolgreich, ich hatte nach kürzester Zeit die höchsten Verkaufszahlen, wurde mehrere Male befördert und wurde mit Lob mehr als überschüttet. Und man kann sich vorstellen was das aus dem Ego von einem jungen Mann macht. Irgendwann bin ich auch ein ziemlich arroganter Penner geworden. Und mit dem vielen Geld das ich plötzlich verdiente, wusste ich aufgrund meines vorher recht niedrigen Lebensstandards als Student, nicht mehr anzufangen außer damit ziemlich heftige Partys zu feiern. Doch irgendwann kam es wie es kommen musste und ich hab mich, da ich mich für unentbehrlich und unbesiegbar hielt im Unternehmen sehr weit aus dem Fenster gelehnt und mit Leuten angelegt, die mehr zu melden hatten als ich. Irgendwann wurde ich dann an die frische Luft befördert. Kurze Zeit später war ich dann bei einem neuen Unternehmen, aber mit meinem immer noch aufgeblähten Ego hatte ich da kaum Erfolg und bin wieder gegangen. Ich hielt mich für mehr als gut und dachte das könnte es nicht gewesen sein und hab mich dann Hals über Kopf in die Selbstständigkeit gestürzt ohne große Planung ohne Konzept etc.. Das ging dann auch nach hinten Los. Vor 6 Monaten habe ich Insolvenz angemeldet und habe jetzt einen riesigen Haufen Schulden von dem ich nicht weiß wie ich den zurückzahlen soll. Heute schau ich voller Reue zurück und merke so langsam was mit mir los war, ich bin ende 20 und bin schon fertig mit der Welt.
Vieles tut mir heute Leid, ich hatte viele gute Menschen abfällig behandelt, zu vielen guten Freunden habe ich mit der Zeit den Kontakt verloren. Heute plagen mich extreme Selbstzweifel, ich denke oft über die letzten Jahre nach und vergesse mein Umfeld, daraus hat sich mittlerweile auch eine soziale Unfähigkeit gebildet wodurch sich auch meine Freundin von mir getrennt hat. In meinen alten Beruf zurückzukehren in meinem momentanen Zustand fast unmöglich. Vielleicht kriege ich ja mein Leben irgendwann wieder auf die Reihe, jedenfalls muss ich erst mal einiges verarbeiten, das Schreiben hier tut sehr gut ich konnte bis jetzt mit niemandem so offen darüber reden. Danke fürs lesen.

Beichthaus.com Beichte #00028669 vom 24.02.2011 um 01:30:59 Uhr (16 Kommentare).

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