Wasser aus dem vierten Stock

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Dummheit Feigheit Lügen Urlaub Frankreich

Ich habe im Urlaub mit meinen Eltern Wasser aus dem Fenster im vierten Stock gespuckt, schön auf einen Mann mit schwarzem Anzug und Aktenkoffer. Wie ich vorsichtig geguckt habe, stand dieser Mann noch 10 Minuten unten rum und hat auf mein Hotelzimmerfenster geguckt, in der Hoffnung, irgendwen zu sehen. Ich dachte eigentlich die Sache hätte sich geklärt, doch der Typ kam später u. a. auch zu meinem Zimmer und hat geklopft, um auf Englisch zu fragen, ob ich das Wasser aus dem Fenster geworfen hätte. Habe natürlich nein gesagt und dass ich auf dem Bett TV geguckt hätte.

Er hat nochmal gefragt, ob ich sicher wäre, worauf ich wieder mit Ja antwortete. Anschließend habe ich meine Eltern dazu gedrängt, nun doch endlich irgendwo essen zu gehen, damit der Typ nicht wiederkommt. Somit beichte ich, dass ich Schandtaten mache und nicht einmal dazu stehe. Der Mann schien anscheinend sogar in diesem Hotel zu arbeiten.

Beichthaus.com Beichte #00026414 vom 31.05.2009 um 18:30:37 Uhr in Frankreich (Nizza) (10 Kommentare).

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Die reiche Nachbarin

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Boshaftigkeit Hochmut Nachbarn Leverkusen

Ich bin vor knapp sechs Jahren umgezogen und wohne jetzt in einer sogenannten "Bestlage". Am dritten Tag meines Einzugs in meine neue Wohnung begegnete mir die Mieterin im Haus, die in der Wohnung über mir wohnt. Ich stellte mich ihr vor, was ich besser mal nicht getan hätte. So lernte ich innerhalb von zehn Minuten ihr gesamtes Leben kennen, unter anderem, dass sie reich geschieden wäre, weil ihr Ex Arzt sei und dass sie es nicht nötig hätte, arbeiten zu gehen. Ich wusste natürlich gleich, dass ich dieser Dame zukünftig aus dem Weg gehe, weil sie für meine Verhältnisse die Nase ein wenig zu hoch trägt. Und wenn in meinen Augen jemand die Nase zu hoch trägt, muss man was dagegen tun. Also ließ ich mir dann so nach und nach kleine Streiche einfallen, um die Hochnäsige mal bisschen zu ärgern. So stellte ich zum Beispiel in der Waschküche, wo sich auch ihre Waschmaschine befand, die Sicherung ihrer Waschmaschine auf "AUS". Daraufhin rief sie den Monteur, weil sie meinte, ihre Waschmaschine wäre kaputt. Der Monteur bemerkte natürlich sofort die ausgeschaltete Sicherung. Trotzdem musste meine liebe Nachbarin zähneknirschend die An- und Abfahrt des Monteurs bezahlen. Dieses Ereignis war für mich eine solche Genugtuung, dass ich mir abends bei einer Flasche Wein neue Schandtaten für diese Frau überlegte.

Übrigens habe ich die leere Weinflasche dann noch direkt vor ihrer Tür auf der Fußmatte deponiert. Apropos Waschmaschine. Als die Dame wieder mal am Waschen war und die gesamte Maschine mit dunkler Wäsche gefüllt war, habe ich die Maschine ausgeschaltet, etwas später die Tür geöffnet, drei Tempotaschentücher in die Maschine gelegt und diese wieder angeschaltet. Ich habe mich auf ihr dummes Gesicht und ihren Ärger gefreut wie ein König. Nur schade, dass ich das dann nicht in Live erleben konnte. Seit einiger Zeit sammele ich alle Zeitungen und Werbeblätter, die sich so tagtäglich im Briefkasten einfinden, und werfe diese dann in einem geeigneten Augenblick in den Briefkasten meiner geliebten Nachbarin, sodass dieser manchmal so vollgestopft ist, dass keine Post mehr reinpasst. Ich habe schon ein paar Mal erlebt, wie sie schimpfend ihren Briefkasten ausräumte.
Vielleicht sollte ich mich schämen, wie ich als Erwachsene so einen Mist mache. Aber ich schäme mich nicht. Sie sollte sich schämen, dass sie ihren Ex-Mann finanziell so bluten lässt, anstatt selber mal ans Arbeiten zu denken.

Beichthaus.com Beichte #00026410 vom 31.05.2009 um 10:56:00 Uhr in 51375 Leverkusen (Dechant-Fein-Straße) (32 Kommentare).

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“35.000

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Mit dem Pornoheftchen erwischt

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Diebstahl Waghalsigkeit Frankfurt

Ich (m/24) war als Kind eigentlich recht ruhig und immer in mich gekehrt. Ich habe andere Kinder gemieden, weil sie mir zu kindisch waren und nur blödes Zeug im Kopf hatten. Nun möchte ich den Anfang von vielen Sünden beichten. Als ich 13 oder 14 Jahre alt war, habe ich geklaut wie ein Rabe. Nicht irgendwelchen belanglosen Sachen, nein, ich habe gleich groß angefangen und Videospiele samt Schutzhülle geklaut. Früher bin ich in einen Laden rein und habe mir ein x-beliebiges Spiel geschnappt, natürlich konnte ich die Plastikhülle nicht im Kaufhaus aufbrechen, also habe ich sie einfach über diesen Sensor drüber gehoben. Es war wirklich kinderleicht. Komischerweise hat mich auch nie jemand erwischt. Die Spiele waren mir egal, ich wollte nur ein bisschen Aufregung in mein Leben bringen. Ich hatte ja keine Spielekonsole oder PC. Die Spiele habe ich einfach weiter verschenkt. Später habe ich die Spiele ohne Schutzhülle geklaut, weil ich zuvor bei einem Praktikum einen Schlüssel zum Öffnen dieser Hüllen ergaunern konnte. Es blieb nicht bei den Spielen, damals, bei einer Lebensmittelkette mit zwei Buchstaben, habe ich meistens wöchentlich einen Rucksack voll Zigaretten geklaut. Bin einfach hin, habe den Trubel und er Kasse genutzt und den Rucksack aufgemacht. Das ging natürlich nur, wenn sonst keiner hinter mir war. In der Schule wurde ich endlich mal bewundert. Jetzt tut mir das natürlich leid, und seit ich erwischt wurde, wie ich eine Penthouse klaute - das war so mir 16 Jahren - habe ich aufgehört. Heute schäme ich mich dafür, dass ich wegen ein paar falscher Freunde solchen Schaden angerichtet habe.

Beichthaus.com Beichte #00026399 vom 29.05.2009 um 15:08:21 Uhr in Frankfurt (3 Kommentare).

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Die Leckereien dieser Welt

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Völlerei Manie Ernährung

Ich bilde mir ein, dass ich zu dick bin, obschon ich (m/181/74) es objektiv keinesfalls bin. Nachdem ich das Rauchen und Trinken aufgegeben, habe ich jedoch schwer zugenommen (86). Nach etlichen Diät-Versuchen habe ich festgestellt, dass Rauchen und Trinken mich vom Essen-Kochen und somit vom Zunehmen abhalten. Heute bin ich wieder halbwegs in Form (80). Allerdings war ich um einiges fitter, als ich nicht rauchte und trank. Moderner Großstadt-Lifestyle ist ungesund, und ich würde am liebsten auf einem Bauernhof leben, dick sein und den ganzen Tag mit Freude kochen, essen und einen Scheiß darauf geben. Natürlich könnte ich auch Sport treiben, aber das ist doch nun wirklich der größte Unsinn. Nach drei Monaten im Studio war ich bereit sämtliche Sporttreibenden, sich im Kreis drehenden, zu ermorden. Warum? Weil sie dieses unauslöschlich neurotische Dauergrinsen in der Fresse haben. Das, finde ich zumindest, ist noch ungesünder als das bisschen Rauchen und Wein am Abend. Außerdem können die alle nicht kochen und genießen. Es sei denn, sie machen sich "einen leckeren Salat" oder "Pute auf Reis mit einer superleckeren Soße", was so viel heißt wie Wasser auf Wasser mit Wasser.

Ich hingegen möchte Parmaschinken und Reggiano mit Mozzarella, dazu einige scharfe Blätter essiglastigen Rucola, leicht gesalzene Tomaten und Basilikum mit einem Tropfen Olivenöl, Pasta mit Bolognese, hausgemachte Pizza mit allem darauf und Doppelkäse, Speckpfläumchen, Gambas im Knoblauchbad, einen herrlichen Lammrücken, Blätterteig mit eingebackenem Feta und Spinat, Kalbsfilet mit auch mal (selbst gemachten) Pommes, Hühnchenbrust in radikalem Radieschenpüree auf Brandteigspitzen, Knödel, ein in Butter schwimmendes Steak mit Bohnen, durch welches das Messer gleitet wie Öl durch Wasser, dazu im selbigen Tellersud um Hilfe schreiende Bratkartöffelchen, vielleicht krosse Minischnitzel mit einem ordentlichen Spritzer Zitrone, selbst gemachte Burger, an deren Rand der süß-feurige Ketchup sabbert und die dänische Soße applaudierend sich über die darunter liegenden Kartoffelecken wirft und der Sahne-Kraut-Salat empört zurückschreckt, bevor er sich verliebt, gegrillten Lachs mit Spargel und Sauce Hollandaise, eine Lasagne mit dick Bechamelsoße mit Calamaris auf Feldsalat vorweg, danach eine bayrische Orangencreme, oder gleich Pana Cotta, Schwarzwälder-Kirsch-Torte, Karamell, Butter, Sahne.

Beichthaus.com Beichte #00026396 vom 29.05.2009 um 07:34:57 Uhr (66 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das Glasboot

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Peinlichkeit Waghalsigkeit Ernährung Dominikanische Republik

Das Glasboot
Wir waren mit Freunden mal in der Dominikanische Republik und das Essen ist dort ja bekanntermaßen alles andere als magenfreundlich. Das war mir aber egal, ich habe mir tagelang schön Salat mit Cocktailsoße und Getränke mit Eiswürfeln reingezogen. Die Rache sollte folgen. Wir sind dann eines schönen Tages mit einem Glasboot zum schnorcheln gefahren und schon auf der Hinfahrt verspürte ich ein ungutes Grummeln im Gedärm. Die Schnorchelaktion war zum Glück schnell vorbei, ich dachte schon, dass ich da auf die Korallen kacken müsste. Aber als wir dann im Boot saßen, konnte ich einfach nicht mehr. Ich hab nur "Stop the boat!" geschrien, bin aus voller Fahrt über Bord gehüpft und hab tierisch ins Wasser gedönert - das unglaublich peinliche war dabei natürlich, dass das Boot voller Franzosen war, die sich über mich kaputtgelacht haben und neben mir saßen meine besten Freunde und auch meine Freundin. Die haben mir später nur noch gestanden, dass sie krampfhaft versucht haben, nicht auf den Glasboden zu schauen, unter dem die "Goldfische" vermutlich vorbeigepaddelt sind. Das ganze ist mir auch nicht nur einmal passiert, auf der Heimfahrt musste ich nochmal über Bord und die Fische füttern. Am nächsten Tag hab ich dann am Strand den Glasbootkapitän gesehen wie er winkend und lachend an mir vorbeigefahren ist - vermutlich erzählen sie sich die Geschichte von dem "Crazy German" noch heute.

Beichthaus.com Beichte #00026389 vom 28.05.2009 um 19:26:08 Uhr in Dominikanische Republik (27 Kommentare).

Gebeichtet von Kerberos
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