Der Todesschwur

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Verzweiflung Dummheit Zwang Tod Kinder

Ich (m) berichte von einer Episode meines Lebens, die sich im zarten Alter von acht Jahren zugetragen hat. Ich war damals geradezu begeistert von einem Spiel, in dem man als Pirat die koloniale Karibik unsicher machte. Mit der Spieldynamik war ich allerdings noch nicht so sehr vertraut und so posaunte ich, nachdem ich Henry Morgan auf den Meeresboden befördert hatte, vor mir als einzigem Zeugen und mit erhobener Schwurhand: "Wenn ich dafür nicht befördert werde, bringe ich mich um, das schwöre ich!" Es kam, wie es kommen musste: Ich wurde nicht befördert und saß dann da, im festen Glauben, mich gerade selbst ans Messer geliefert zu haben. Zwar war ich geistesgegenwärtig genug, mir zu sagen, dass ich mich nicht auf der Stelle umzubringen habe, aber die nächsten Jahre fühlte ich mich verpflichtet, meinem Leben - wann auch immer - selbst ein Ende zu setzen. Dieser Schwur hat mich wirklich sehr belastet. Mir ist das immer besonders deutlich geworden, wenn es mir nach einer kurzen Weile der Unbeschwertheit, wie beim Fußball, aufs Neue einfiel und mich ein heißer Schauer überlief. Oder wenn ich nachts vor lauter Schuld und Angst nicht schlafen konnte. Es hing die ganze Zeit wie ein Damoklesschwert über mir.<br /> <br /> <br /> Jedenfalls habe ich nie jemandem davon erzählt, wenn ich mir auch aus Verzweiflung solchen Schwachsinn ersonnen habe wie den, dass jeder Mensch im Alter von etwa acht Jahren diesen Satz einmal gesagt hat und das also vollkommen normal ist. Getröstet habe ich mich bisweilen auch mit der Vorstellung, dass ich mich erst im hohen Alter im Sterbebett töten würde, doch habe ich nicht tatsächlich an die Umsetzung geglaubt. Es hat sich im Laufe der Zeit eingerenkt in einem Zustand zwischen erfolgreicher Verdrängung und totaler Vereinnahmung. Befreit haben mich dann letzten Endes der Religionsunterricht und die Erkenntnis der Unmündigkeit von Kindern. Es war ein grandioses Gefühl, zu wissen, dass man genauso ein Leben vor sich hat, wie dies auch bei anderen Kindern der Fall war. Aber wahrscheinlich habe ich mir einiges an Lebensfreude selbst versaut. Es war mit Sicherheit das prägendste Ereignis meiner Kindheit und ich habe mich oft gefragt, was anders gelaufen wäre.

Beichthaus.com Beichte #00032882 vom 17.03.2014 um 06:14:24 Uhr (11 Kommentare).

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Gefoltert vom Mundgeruch

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Ekel Verzweiflung Partnerschaft

Ich (w/24) beichte, dass ich mich langsam extrem vor meinem Freund ekele, weil er in letzter Zeit so derben Mundgeruch hat, dass es echt nicht mehr menschlich ist. Wir sind seit vier Jahren zusammen und am Anfang hatte er komischerweise überhaupt keinen Mundgeruch - doch mit der Zeit bekam er ihn, so stark, dass ich ihn irgendwann fast gar nicht mehr geküsst habe. Der Mundgeruch war nicht immer gleich schlimm, meistens war er nur von Nahem wahrzunehmen und manchmal gar nicht. In den letzten Tagen hat es aber ein Ausmaß angenommen, welches ich bisher für unmöglich gehalten hätte. Er stinkt echt von Weitem und ich kann mir das Gesicht verziehen nicht mehr verkneifen. Am Schlimmsten ist es, zusammen mit ihm in einem Zimmer zu schlafen, weil er auch noch schnarcht und dabei kräftig durch den Mund ausatmet. Ohne Witz - der ganze Raum ist dann erfüllt von diesem unbeschreiblich ekeligen Gestank, es ist wie eine widerliche Wolke, die sich ausbreitet und im Raum hängt. Ich lüfte dann meistens gründlich, aber der Gestank kommt ja dann wieder, sobald ich das Fenster wieder schließe. Ich kann echt nicht mehr neben ihm schlafen. Ich habe gerade ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, ihm im Schlaf irgendein Mundspray in die Fresse zu sprühen. Wegen ihm muss ich noch auf der Couch im Wohnzimmer schlafen. Ach ja, und vorsichtig drauf ansprechen kann ich ihn nicht, da rastet er erfahrungsgemäß aus.

Beichthaus.com Beichte #00032881 vom 17.03.2014 um 02:16:30 Uhr (28 Kommentare).

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Das Bild der beiden Turteltauben

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Fremdgehen Ehebruch Neugier Hass Familie

Ich (w) rede seit etwa zwei Jahren kein einziges Wort mehr mit meinem Vater. Ich kann seine schmierige Art einfach nicht leiden. Doch was ich vor einigen Wochen in Erfahrung gebracht habe, stimmt mich noch mehr dazu, ihn abgrundtief zu hassen. Meine Eltern streiten […]
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Beichthaus.com Beichte #00032879 vom 16.03.2014 um 20:44:37 Uhr (12 Kommentare).

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Der Zahnbürsten-Vibrator

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Masturbation Trägheit Maßlosigkeit Petershagen

Vor einem Jahr habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir endlich einen Vibrator anzuschaffen. Da ich aber irgendwie nie dazu kam, mir auch wirklich einen zu kaufen, wurde daraus nichts. Als ich dann überlegte, wie ich dem Ganzen Abhilfe schaffen könnte, kam mir die Idee, dass meine elektrische Zahnbürste ja auch funktionieren müsste. Was ich natürlich prompt ausprobierte und ziemlich heftige Orgasmen bekam. Das ist zwar mehr als komisch, aber bisher habe ich noch nichts Vergleichbares gefunden, mit dem ich mich befriedigen kann. Eigentlich möchte ich meine Zahnbürste nicht zweckentfremden, aber das mache ich jetzt schon seit ungefähr einem Jahr täglich und ich kann einfach nicht damit aufhören!

Beichthaus.com Beichte #00032878 vom 16.03.2014 um 20:43:54 Uhr in 32469 Petershagen (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die furzende Ex

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Ekel Engherzigkeit Morallosigkeit Ex Wiesloch

Ich (m/25) habe kürzlich mit meiner Freundin Schluss gemacht. Begründet habe ich das damit, dass ich einfach keine Gefühle mehr für sie hätte. Dabei stimmt das nicht so ganz, ich habe schon noch Gefühle für sie, aber anderseits ekele ich mich insgeheim vor ihr, weil sie in letzter Zeit permanent am Herumfurzen ist. Das war nicht immer so, doch vor einigen Monaten meinte sie, sie müsse jetzt nur noch Rohkost essen, weil das ja total gesund sei. Und wenn sie mal wieder auf so einem Gesundheitstrip ist, zieht sie das auch gnadenlos durch. Problem ist nur, sie verträgt diese Art der Ernährung einfach nicht, will das aber nicht einsehen und meint nach paar Monaten immer noch, ihre Verdauungsprobleme würden irgendwann einfach verschwinden. Ich glaube aber nicht daran und habe mich deshalb entschlossen, sie zu verlassen, auch wenn das jetzt total oberflächlich klingt. Dabei finde ich Furzen an sich nicht schlimm, ist ja nur menschlich, aber sie furzt wirklich rund um die Uhr, und wenn man ihr nahe kommt, riecht man immer so einen leichten Geruch nach faulen Eiern. Außerdem ist ihr Bauch total aufgebläht, sodass schon das Gerücht aufkam, sie sei schwanger. Ich habe mehrmals versucht, sie davon abzubringen, indem ich vorgegeben habe, dass ich mich um ihre Gesundheit sorge - dass ich mich vor ihr ekele, traue ich mich nicht zu sagen, weil ich denke, dass sie das sehr verletzten würde und ich dann als total oberflächlich dastehe. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu empfindlich.

Beichthaus.com Beichte #00032875 vom 16.03.2014 um 01:54:10 Uhr in Wiesloch (17 Kommentare).

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