University goes green

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Vandalismus Morallosigkeit Engherzigkeit Studentenleben Oestrich-Winkel

Ich mache gerade meinen Bachelor an einer kleinen aber feinen Privat-Uni. Auch wenn man es anders meinen sollte, gibt es auch dort eine Menge Gutmenschen, die die Welt verbessern wollen. Das gipfelt unter anderem in einem "University goes green" Projekt. An jedem Lichtschalter in allen Räumen nerven plötzlich Botschaften wie "Mach das Licht aus, wenn du den Raum verlässt" und an den Fenstern "Heizen ist teuer" - auch die Mensa fühlte sich plötzlich berufen, "grüne" Produkte zu verkaufen. Ich könnte kotzen. Wozu zahle ich bitte die ganzen Studiengebühren? Damit die noch Geld sparen?! Ich möchte beichten, dass ich im letzten Semester schon 100 Aufkleber im ganzen Gebäude abgerissen habe und abends, nach Unterrichtsende, wahllos durch Räume gehe, um das Licht wieder einzuschalten. Wenn sich jemand wundert, wieso morgens im Winter alle Türen und Fenster offen stehen: Das war ich. Liebe Gutmenschen, ihr werdet die Welt nicht durch diesen Blödsinn verbessern. Nicht solange es mich gibt.

Beichthaus.com Beichte #00033519 vom 27.06.2014 um 09:05:35 Uhr in 65375 Oestrich-Winkel (Rheingaustraße) (29 Kommentare).

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Die Spionage-App

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Misstrauen Engherzigkeit Neugier Medien Partnerschaft

Ich bin seit zehn Monaten mit meiner Freundin zusammen und hatte davor eine richtige Schlampe am Hals. Sie hat ihren vorherigen Freund ständig betrogen - unter anderem auch mit mir. Jedenfalls traue ich Frauen nur noch selten über dem Weg und aus diesem Grund habe ich mich, da ich schon im Vorfeld Programmierkenntnisse hatte, innerhalb von zwei Wochen in Java eingelesen und eine App für ihr Handy geschrieben. Eigentlich wollte ich sie anfangs nur bei Bedarf orten, mittlerweile habe ich das aber so ausgebaut, dass ich ein- und ausgehende Nachrichten lesen kann und Zugriff auf ihren Speicher habe, außerdem liste ich alle Telefonate auf, habe Zugriff in die Kontakte und so weiter. Und da sie ja Einträge löschen könnte, speichere ich in wenigen Sekunden - zum Beispiel nach einem Telefonat - die Daten nochmal extra für mich ab. Das Ganze läuft über Fernsteuerung beziehungsweise Internet, sodass ich dafür nicht mal in die Nähe ihres Handys kommen muss. Sie hat natürlich keine Ahnung davon und würde wohl Schluss machen, wenn es rauskommen würde. Würde ich wohl auch, aber es beruhigt mich wirklich, wenn ich auf der Karte sehe, dass sie um zehn Uhr abends, nach der Arbeit, tatsächlich erst noch in den Supermarkt geht und dann nach Hause. Im Endeffekt beruhigt es mich und das hilft dann auch der Beziehung. Denn ansonsten ist sie superglücklich und ich, von meinem Misstrauen mal abgesehen, ebenfalls, aber manchmal fühle ich mich schon ein wenig mies deswegen. Vor allem, wenn ich sehe, dass sie mir eigentlich immer die Wahrheit sagt.

Beichthaus.com Beichte #00033518 vom 26.06.2014 um 19:08:25 Uhr (22 Kommentare).

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“Beichte

Der Hirntumor meines Vergewaltigers

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Missbrauch Rache Trunksucht Morallosigkeit

Als ich (w/21) ungefähr 13 Jahre alt war, sind meine Mutter und ich gerade in eine neue Stadt gezogen. Ich war am Rebellieren, weil ich in die Pubertät gekommen war und nicht von meinen Freunden weg wollte. Doch alles nützte nichts. Im neuen Schulhaus freundete ich mich schnell mit ein paar Mädchen an. Allesamt welche von den Coolen, beneidet von den Mädchen und begehrt von den Jungs. Ich ging einige Male mit ihnen weg und, wie das so ist bei den coolen Kids, machte ich meine ersten Erfahrungen mit Alkohol. Die Jungs waren alle älter als wir (ungefähr 16) und haben uns Mädels immer freudig mit hartem Alkohol versorgt. Eines Abends feierte ein Freund von mir seinen Geburtstag in einem Wohnwagen am See, wo auch die Jungs und wir dabei waren. Einer von diesen Jungs füllte mich immer mehr und mehr ab. Irgendwann war ich, da ich meine Grenzen noch gar nicht kannte, wirklich besoffen. Ich konnte nicht mehr gerade laufen geschweige denn Denken, doch der Junge gab mir immer mehr. Irgendwann bin ich aufgewacht, und habe mir gegenüber einen meiner Freunde gesehen, welcher mich hämisch angrinste.

Dann habe ich gemerkt, dass hinter mir auch einer liegt und dass ich halb nackt war. Wie danach herausgekommen ist, hat er mich abgefüllt, und dann das Nötigste ausgezogen und hat mich gefickt, während ich nur halb tot da lag. Er machte sich auch nicht die Mühe, das irgendwie zu verstecken, sondern ließ gleich alle zuschauen. Und Fotos machen. Und Videos. Während ich halb bewusstlos da lag. Nach diesem Tag war es nicht mehr einfach in der Schule. Ich wurde als Schlampe beschimpft und fertiggemacht. Die Kids haben Steine nach mir geworfen und Zettel mit Beschimpfungen in meinen Briefkasten geklebt. Wobei er natürlich nur als toller Hecht dastand. Meine Beichte ist nun Folgende: Als ich vor vier Jahren gehört habe, dass der betreffende Junge mit nur 20 Jahren an einem unheilbaren Hirntumor erkrankt ist, hatte ich kein Mitleid. Nicht nur das, ich verspürte auch ein wenig Schadenfreude, denn bis heute belastet mich diese Geschichte und der Fakt, dass mir niemand geholfen hat. Ich bitte um Absolution für meine Schadenfreude jemandem gegenüber, der früher oder später an seinem unheilbaren Hirntumor sterben wird.

Beichthaus.com Beichte #00033516 vom 26.06.2014 um 14:31:20 Uhr (58 Kommentare).

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Angst vorm Autofahren

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Feigheit Lügen Manie Auto & Co. Rheinböllen

Ich beichte, dass ich fürchterliche Angst vor dem Autofahren habe. Ich habe immer viele Ausreden parat, sei es, dass ich viel lieber die Bahn benutze oder zu unaufmerksam bin. Seit einiger Zeit muss ich jetzt Psychopharmaka nehmen und habe dadurch eine wirklich tolle Ausrede. Ich schäme mich, weil ich keinen Grund habe, nicht zu fahren. Ich hatte noch nie einen Unfall und müsste mein Umfeld eigentlich nicht anlügen. Aber trotz allem fahre ich jetzt seit fünf Jahren nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00033510 vom 25.06.2014 um 21:39:21 Uhr in Rheinböllen (14 Kommentare).

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“Folge

Lukrativer Wodka-Nebenjob

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Morallosigkeit Trunksucht Habgier Geld Zivi & Bund

Lukrativer Wodka-Nebenjob
Im Alter von 17 Jahren bekam ich, wie alle Gleichaltrigen, Post von der Bundeswehr. Nachdem ich, trotz großer Anstrengung, nicht gut gemustert zu werden, zu T1 gemustert wurde, war klar, dass ich Zivildienst leisten würde. Für diesen Fall hatte ich schon vorgesorgt und mir in einer Jugendherberge am Bodensee eine Zivi-Stelle organisiert. Die Jugendherberge ist ziemlich weit ab vom Schuss, außer einem nahegelegenen Strandbad, das Bier verkauft, gibt es kaum eine Möglichkeit, an Alkohol zu kommen. In der Jugendherberge war ich "Mädchen für alles", begrüßte die Neuankömmlinge, zeigte die Gegend, erklärte die Regeln, und sobald keine Lehrer oder eine erwachsene Person zuhörten, gab ich auch den Hinweis, dass es hier eigentlich nirgendwo Alkohol zu kaufen gibt.

Schon nach ein paar Wochen verstand ich diese Marktlücke, fuhr zum nächstbesten Discounter und kaufte 24 Flaschen billigen Wodka - vier Euro pro Flasche. Aus meinem Kofferraum heraus verkaufte ich die Flaschen für zehn Euro. Noch am selben Tag war ich ausverkauft. Die nächsten Monate verbrachte ich hauptsächlich damit, Wodka einzukaufen. Es fällt nämlich auf, wenn man mehr als ein Mal bei einem Discounter den Billig-Wodka leer kauft. Mit dem Jugendschutz nahm ich es auch nicht immer so genau, wobei ein Großteil meiner Kunden volljährig oder zumindest schon 16 war. Am Ende des Sommers, als die Besucherzahlen zurückgingen, machte ich Kassensturz: Ich hatte, neben dem geilsten Sommer meines Lebens, mit viel unverbindlichem Sex mit betrunkenen Mädels - bei tollem Wetter am Bodensee über 10.000 Euro Gewinn mit der Wodka-Aktion gebracht.

Beichthaus.com Beichte #00033506 vom 24.06.2014 um 16:21:32 Uhr (32 Kommentare).

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